Zarte Limonenkekse-Tenerezze al limone

Ich werde euch heute schon wieder mal mit meinem Italien-Faible nerven! Nachdem ich von meiner Crostata al limone noch jede Menge Zitronen-Kompott übrig hatte, musste ich mir schleunigst was einfallen lassen, damit die guten Amalfi-Zitrönchen nicht schlecht werden. Daraufhin ist mir in den Sinn gekommen, dass ich die Tenerezze al limone von Barilla immer so lecker finde, weil sie saftig, weich und keksig sind. Deshalb hab ich kurzerhand ein Rezept ausgetüftelt, um sie nachzubacken und gleichzeitig das Kompott aufzubrauchen. Und wie ich finde, sind sie noch viel besser als das Original! Zarter Keks mit einer leckeren zitronigen Füllung. Es geht einfach nichts über selbstgemacht!

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Zarte Limonenkekse

Zutaten für ca. 30-40 Stück

120 g Zucker
1 EL Vanillezucker
Abrieb einer halben Zitrone
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
400 g Mehl
200 g Butter
1 Ei
3 EL Milch

Füllung:

2 Zitronen oder eine Amalfi-Zitrone
100 g Zucker
1 Vanillestange

Zum Bestreuen:

1 EL Zucker mit dem Abrieb einer halben Zitrone vermischt

Zubereitung:

Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und Zitronenschale mischen. Butter würfeln und mit den Fingerspitzen in die Mehl-Zucker-Mischung einkneten bis sich Krümel bilden, dann das Ei und die Milch dazu geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten, aber nicht länger als nötig. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 bis 2 Std. in den Kühlschrank legen.

Verwendet man normale Zitronen, ist es ratsam die Schalen, inklusive das weiße Innere, der Zitronen 3 mal für je 3-5 min zu blanchieren. Dazwischen jeweils das Wasser wegschütten. Das hilft eventuell vorhandene Bitterstoffe zu entfernen. Bei der Amalfizitrone ist das normalerweise nicht nötig. Die blanchierten Zitronenschalen und das ausgelöste Fruchtfleisch oder die rohe Amalfizitrone halbieren in sehr dünne Scheiben schneiden. 100 g Zucker mit 10 EL Wasser und der ausgekratzten Vanillestange erhitzen und kräftig aufkochen. Die Zitronenscheiben darin bei mittlerer Hitze 10 min weich kochen, abkühlen lassen und pürieren oder falls man sich einen Vorrat anlegen möchte noch heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Den gut durchgekühlten Teig ca. 5 mm dünn ausrollen und in gewünschte Formen ausstechen. Die Hälfte der ausgestochenen Teigformen mit Wasser bestreichen und in die Mitte ungefähr einen halben TL Zitronenfüllung geben. Eine trockene Teigform auf die Füllung legen und an den Rändern vorsichtig zusammen drücken. Die Doppelkekse mit Zitronenzucker bestreuen und bei 180 °C Ober-Unter-Hitze 13 min backen.

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Tipp: Am Anfang sind die Kekse nach dem Auskühlen noch knusprig, deshalb gebe ich sie über Nacht in eine verschließbare Box. Am nächsten Tag sind sie schön weich und saftig, genau wie ich sie mag. Alternativ zum Zitronenkompott könnte ich mir auch ein Lemon-Curd als Füllung vorstellen. Ein Rezept dafür findet ihr z. B. unter Küchenlatein. Ulrike benutzt das Curd in dem Fall als Innerei für leckere Mohnmuffins.

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24 Gedanken zu „Zarte Limonenkekse-Tenerezze al limone“

  1. Ich mag diese italienischen Zitronenkekse auch so gerne. Gerade hatte ich etwas Pech mit einem Rezept aus dem englischsprachigen Raum, da merke ich mir doch gleich deines – das klingt irgendwie besser, vor allem mit der fruchtigen Füllung.

    Für Deine Gartenwünsche solltest Du aber in den Süden ziehen… 😉

    1. Das würd mich jetzt mal interessieren welches Rezept du meinst. Kannst mir ja mal den Link schicken. Damit die Bäumchen zu Bäumen werden sollte ich wirklich in den Süden ziehen, aber mir würden auch kleine Bäumchen reichen. Einfach nur wegen der Optik und dem mediterranen Feeling, nicht unbedingt wegen der Ernteausbeute ;)! Obwohl, wenn ich es mir recht überlege…

  2. Die Kekse sind wirklich klasse. Schön, dass du bei mir kommentiert hast. ich wollte heute morgen hier auch noch einen Kommentar hinterlassen, dann kam aber was dazwischen. Nehme deinen schönen Blog jetzt in meine Blogroll auf. Freue mich auf weitere leckere Sachen von dir.
    Viele Grüße

    1. Es freut mich, dass dir die Kekse so gut gefallen. Vielleicht kann ich dich bald mal wieder mit einer weiteren Rezept-Idee zum Nachkochen oder -backen animieren. Grüßle Simone

  3. Hallöchen, die sehen zum Anbeißen aus und werden direkt mal abgespeichert! Kurze Frage zum Zitronenkompott – werden die Zitronen nur in Scheiben geschnitten, mitgekocht und dann püriert, also komplett mit Schale? Oder nur das Fruchtfleisch? Nicht, dass ich am Ende mit einer bitteren Füllung dastehe, nur weil ich das Rezept nicht kapiert hab 😉 Vielen Dank und LG!

    1. Hallo Dani,
      ich habe die ganzen Früchte mit Schale nach dem Kochen grob zu einem Kompott püriert. Die Zubereitung kannst du auch im Rezept für die Crostata al limone nachlesen: http://pi-mal-butter.de/crostata-al-limone/.
      Mit normalen Zitronen kann es allerdings sein, dass das Kompott bitter wird. Ich habe Amalfi-Zitronen dafür genommen. Ansonsten machst du einfach ein Lemon Curd wie Petra von Brot und Rosen: http://www.kleineisel.de/blogs/brotundrosen.php/2011/02/14/happy-valentin-mit-zartgefuellten-zitronen und benutzt das als Füllung. Oder du benutzt nur das Fruchtfleisch, den Saft und die Schale von Zitronen und kochst das mit etwas Zucker und Vanilleschote ein.
      Viel Erfolg! Kannst dich bei Fragen gerne bei mir melden!

      1. Hi Simone,
        also mir sind deine Kekse einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen (kennst du das? ;)) und ich musste sie direkt spontan nachbacken! Leider hab ich die Füllung völlig verhauen, ich hab sie zu stark einkochen lassen, so dass es am Ende leider bitteres Karamell war (obwohl ich die Schale nur mitgekocht aber am Schluss nicht mit püriert hätte) :( Habe dann eine Füllung aus Frischkäse, Puderzucker, Zitronensaft und -schale zusammengewürfelt, die auch ganz lecker war, aber leider wurde die beim Backen in die Kekse eingebacken, so dass am Ende davon nicht mehr viel übrig blieb.

        Jetzt hatte ich die Idee, nächstes Mal die Creme erst nach dem Backen dazu zu geben und die Kekse dann als Whoopies umzufunktionieren. Du siehst, eine lange Geburt, aber sie waren trotz allem superlecker und werden definitiv nochmal gemacht :) Nur um die schöne Füllung tut´s mir leid, da war ich einfach zu ungeduldig.

        Liebe Grüße, Dani

  4. [MARKED AS SPAM BY ANTISPAM BEE | CSS Hack]
    Tausend Dank für das leckere Rezept! Das werde ich bald nachmachen. Bin schon gespanntdarauf! Danke nochmal für den Vorschlag!

    1. Ja, unbedingt! Die könnt ich eigentlich auch mal wieder backen. Die kommen sofort auf meine Weihnachtsplätzchen-To-Do-Liste für dieses Jahr. Danke fürs Erinnern ;-)!

      1. Jetzt komme ich endlich dazu die tollen Kekse zu backen. Ich habe nur ein kleines Verständnis-Problem bzgl. des Kompotts. Soll ich die Zitronen mit Schale kochen und auch pürieren? Vielen Dank!

        1. Ja, komplett mit Schale. Deshalb sind auch die Amalfizitronen am besten dafür geeignet, weil die Schale nicht so bitter ist, wie bei normalen Zitronen.

  5. …mmmmh…köstlich. Etwas aufwändig und knifflig in der Zubereitung. Aber man wird mit herrlich zitronigen Köstlichkeiten verwöhnt.

    Die Limonenkekse sind dezent süss – sehr angenehm.

    Nebst gefüllten Limonenkekse habe ich aus dem restlichen Teig einfach Blümchen ausgestochen, mit Zitronenzucker bestreut und pur gebacken. Wunderbar!

  6. oooooooh danke für dieses wundervolle rezept!
    ich bin restlos begeistert.
    vorgestern fiel meine jüngste nach dem abi-ball in blues, weil die schule aus ist. das einzige, das half, schien mir (abends um zehn) eine klassische anwendung in form von frisch gebackenen tenerezze!
    mir fehlte es zwar an zitronen, ich hatte aber noch etwas englische bitterorangenmarmelade, die musste es dann sein.
    es ging wunderbar schnell und das ergebnis ist köstlich.

    das einzige, das mir nicht gelungen ist, war die form der tenerezze.
    ich habe tapfer ausgestochen, aber 1) war es schon etwas warm und der teig blieb relativ schnell kleben beim ausrollen und beim backen lief das dann auch schön auseinander in die breite, daher hat die jüngste die tenerezze eben als beinah-muffin bezeichnet. ich hab dann nur noch die runde ausstechform verwendet und es wurde nicht schlecht.
    aber diese schöne wolkenform mit den exakten rändern bekäme ich nur hin, wenn ich mich jetzt mit dem teig ins kühlhaus stelle :-)))

    anyway, ich liebe es und werde noch weitere rezepte hier probieren!
    nochmals danke!

    1. Schön zu hören! Marmeladen eignen sich quasi überaus gut für die lecker gefüllten Kekse. Schöne Variante mit deiner Bitterorangenmarmelade! Bei diesen Urlaubstemperaturen von 36 Grad im Schatten ist es wohl kein Wunder, dass dir die Mürbteigplätzchen dahingeschmolzen sind, du tapferes Keksmonsterlein ;-)! Den Teig kurz einfrieren hilft und immer nur einen kleinen Teil verarbeiten, während der Rest im Kühlen vor sich hin schlummert. Wenn mir die Plätzchen arg weich geworden sind, dann stelle ich das Blech vorm Backen nochmal für mind. 20 min in den Kühlschrank. Aber wie gesagt, bei diesen Temperaturen ist das absolut kein Spaß mit Keksteig zu arbeiten. Ich hab da auch schon die ein oder andere Erfahrung gemacht ;-)!
      Grüßle

  7. danke für deine antwort!
    also, das stimmt natürlich, es war einfach zu heiß draußen.
    und eigentlich hab ich das dann auch genauso gemacht, den teig richtig eingefroren und echt nur kleine händevoll verarbeitet. aber im sommer ist das eben eher ein witz :-))
    ich werde aber nicht nachlassen und das nächste mal die vorbereiteten kekse noch mal richtig durchkühlen, bevor sie in die röhre kommen.
    die tenerezze sind aber trotzdem bei allen gut angekommen und erstaunlicherweise wurden sie von tag zu tag schmackhafter.
    also, die nächste ladung wird demnächst in angriff genommen :-)
    aber als nächstes nehme ich mir deine lieblingsauberginen mit haloumi vor!
    herzliche grüße aus berlin!

  8. Ich bin gerade dabei, diese lecker aussehenden Kekse zu backen. Jetzt habe ich die Füllung gerade fertig, aber sie ist richtig bitter. Ist das normal? Ich hatte leider nur normale Zitronen da…
    Danke schon mal für die Antwort!

    1. Hi Anne, ja, das ist relativ normal, wenn du keine Amalfizitronen verwendest. Manchmal hat man aber auch mit normalen Zitronen Glück und es wird nicht bitter. Versuch noch mehr Zucker und etwas frischen Zitronensaft dran zu geben und schau ob es etwas besser wird. Ganz retten kann man es wahrscheinlich nicht mehr. Wenn du normale Zitronen verwendest, dann blanchiere sie das nächste mal 3 mal hintereinander für je 5 min und gieß dazwischen jedesmal das Wasser weg, dann verlieren sich die Bitterstoffe. Viel Glück weiterhin!

      1. Ich hab mal eine genaue Anleitung ins Rezept geschrieben, wie das mit dem Blanchieren geht. Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen.

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