Tomatentarte von Heike

Die Tomatenzeit hat begonnen. Ich freu mich! Seit Monaten gieße ich, hege und pflege, geize aus, binde an und betüttel meine Tomatenpflanzen auf dem Balkon. Jetzt endlich hat sich die Mühe ausgezahlt und so langsam kann ich die kleinen saftigen Paradeiser ernten.

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Eine tolle Anlaufstelle für außergewöhnliche Tomatenpflanzen, darunter auch viele wilde Sorten, aber auch Peperoni, Kräuter usw. befindet sich in Schwarzach (nahe Würzburg) beim Demeter-Bauern Veit Plietz. Hier habe ich mir die Sorten Principe Borghese, Little Canariensis, Ildi, Zuckerbusch und grüne Helarios gekauft und seitdem warte ich fieberhaft auf die Ernte. Wirklich große Mengen werde ich leider aufgrund des Platzmangels nicht ernten können und zum Tomatensoßen-Einkochen wirds wohl nicht reichen, aber jeden zweiten Tag ne Handvoll geht schon. Meistens schnabulier ich die dann einfach so weg, weil sie so lecker sind.

IMGP5687Weil meine Ernte noch zu knapp ist, auf dem Markt aber mittlerweile auch ganz gute Tomaten zu haben sind, habe ich mir von dort welche für diese fantastische Tarte aus Heikes Blog besorgt. Die Tarte ist wirklich der totale Hingucker! Und sowas von lecker ist sie, dass ich sie jetzt während der Tomatenzeit ganz bestimmt noch öfter backen werde. Ganz besonders gut gefällt mir, dass kein Ei im Guß ist, sodass der Tomaten- und Käsegeschmack einfach viel besser zur Geltung kommt. Auch die Konsistenz ist dadurch anders und der Boden super knusprig. Die Mengen für Ziegenfrischkäse und Crème fraîche habe ich allerdings etwas erhöht und ich fand es damit genau richtig. Ich könnte mir auch vorstellen die Tarte ohne Gemüse vorzubacken und anschließend mit Radieschen und Schnittlauch zu belegen. Jedenfalls bringt diese Art von Rezept mal wieder eine schöne Abwechslung in meine Tartesammlung. Das find ich total klasse!

IMGP5835Tomatentarte mit Ziegenfrischkäse

Zutaten für eine 28 bis 30cm große runde Tarteform:

Für den Mürbteig:
250g Mehl
125g Butter
30 geriebener Hartkäse
5 g Salz
1 Ei

Für den Belag:
150g Ziegenfrischkäse
200g Crème fraîche
3 EL Olivenöl
frische Thymianblättchen gehackt
Zitronenabrieb einer halben Zitrone
schwarzer Pfeffer, Salz
600g Kirschstrauchtomaten

Zubereitung:

Eine Tarteform dünn einbuttern und leicht bemehlen. Aus den Zutaten für den Mürbteig einen glatten Teig herstellen und zwischen zwei Frischhaltefolien oder Backpapier einen halben Zentimeter dünn ausrollen. Der Teigkreis sollte etwas größer als die Form sein. Den Teig in die Form legen, andrücken. Mit einem Nudelholz über die Ränder der Tarteform fahren, damit der überstehende Teig an der Kante abgeschnitten wird. Die Form für 10 min in den Tiefkühler oder für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Anschließend den Boden bei 200 Grad 15 bis 20 min blind backen.

Aus den Zutaten für den Belag, ausgenommen sind natürlich die Tomaten, eine Crème herstellen und diese auf den abgekühlten Boden streichen. Tomaten waschen und auf die Crème verteilen. Weitere 15 bis 20 min bei 200 Grad backen bis die Tomaten weich sind und der Boden schön gebräunt. Vor dem Servieren mit Olivenöl beträufeln und nach Belieben mit Thymianblättchen garnieren. Buon Appetito!

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26 Gedanken zu „Tomatentarte von Heike“

    1. Habe die Tomatentarte mit einen Quark-Öl-Teig hergestellt und den Parmesan dort hineingegeben. Ergibt einen leckeren Knusperboden. Selbst Menschen, die nicht gerne Ziegenkäse essen sind begeistert.

  1. Genau dafür liebe ich unseren Demeter-Bauern auch sehr, sooo viele alte und aussergewöhnliche Tomatensorten. In der Saison kaufe ich dort auch immer mindestens eine Handvoll und es gibt fast täglich was mit Tomaten…

    Diese Tarte hatte ich mir auch schon vorgemerkt 😉 Schaut sehr lecker aus…

    1. Ja, es ist wirklich toll, dass sich einige Bauern die Mühe machen und die Sortenvielfalt unserer Nutzpflanzen weiter erhalten. Das ist total wichtig! Was passiert, wenn eine der hochgezüchteten Massen-Tomatensorten irgendwann einmal anfällig für eine Krankheit wird und nicht mehr zu retten ist? Und das gilt nicht für Tomaten! Was wäre dann, wenn wir keine Alternativen mehr hätten?

    1. Du kannst in deinem Garten bei Tomaten jetzt bestimmt aus dem Vollen schöpfen, oder?! Und wahrscheinlich nicht nur bei Tomaten!

  2. Mensch Simone, wo ist denn der Ricotta?
    Kleiner Spaß 😉
    Die Tarte sieht wirklich klasse aus – für mich als absolute Tarteliebhaberin wieder genau das richtige und dieses Mal würde ich auch noch nicht mal was dran ändern (bis auf den Boden) *schwör* Der Belag lässt bei mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.

    LG Maja

    1. Hihi, hier hab ich den Ricotta ausnahmsweise mal weggelassen, es ist ja Ziegenfrischkäse drin ;-)! Welchen Boden würdest du machen, deinen Quark-Mürbteigboden, oder?

  3. Das sieht wieder sehr lecker aus…(ich hatte mir dieses Jahr ja eigentlich vorgenommen, Quiches und Tartes zu backen, bin aber erst bei Nummer 1). Tolle Bilder mit den kleinen Roten! Habe dem Chef schon gesagt: Kommt bitte nicht zusammen in eine Monatsauswahl bei „Brigitte“ da hätte ich, wie diesen Monat, wieder die Qual der Wahl :-))

    1. Danke! Oh ja, Tomaten haben wirklich ein Fest verdient! Es soll ja Leute geben, die keine mögen, aber mir kann sowas nicht passieren ;-)!

      1. Ich gehörte auchmal zu denen, die Tomaten nicht leiden konnten, aber Besserung ist stets möglich :-) Inzwischen mag ich Tomaten richtig gerne und mit dem Rezept wird sich das glaube ich auch nicht ändern

  4. Schaut großartig aus! Nur eine Frage: wenn man keinen Ziegenfrischkäse verwenden mag, was käme ihm am nächsten? Einfacher Frischkäse?

    1. Normaler Frischkäse oder Ricotta passt bestimmt auch ganz gut. Dann würd ich vielleicht ein bißchen mehr Thymian und Zitronenschale nehmen oder du machst noch ne halbe Knoblauchzehe mit rein, damit du noch mehr Geschmack in die Tarte bekommst.

  5. Sieht wirklich fantastisch schön aus, deine Tomatentarte. Das Bild hat mich letzte Woche nicht mehr losgelassen, bis ich selber eine gemacht habe – war köstlich, aber ein bisschen anders als deine.
    Lieber Gruß!

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