Zitroniger Zitronenkuchen

Mit diesem herrlich zitronigen Zitronenkuchen melde ich mich wieder aus dem Urlaub zurück. Wir haben ein paar schöne Tage im Piemont verbracht, uns auf dem Festa della Sagre in Asti durch die typisch italienische Hausfrauenkost geschlemmt, die Weinmesse dort besucht, einen unglaublich guten Barolo von 1998 getrunken und leider keinen einzigen weißen Trüffel gegessen. Wir waren dieses Jahr einfach einen Tick zu früh dran. Sehr schade, denn ich steh total auf Trüffel! Naja, man kann eben nicht alles haben.

IMGP4700Dafür gibt es heute ein süßes Trostpflaster in Form dieses saftigen Zitronenkuchens, den ich bereits seit langem bei Fool for Food und Chef Hansen bewundert habe. Widmen möchte ich ihn Zorra von 1x umrühren bitte, da ihr Blog den sage und schreibe 7. Geburtstag feiert! Hipp Hipp Hurra, sage ich da nur und Hut ab, dass sie so lange und so intensiv in der Bloggosphäre dabei ist, das ist wirklich bewundernswert. Danke liebe Zorra für deinen tollen Blog und für deine Hilfsbereitschaft in Sachen Bloggen und Co.

7 Jahre kochtopf - Blitz-Blog-Event - Gib ihm Süsses! (Einsendeschluss 30. September 2011)

IMGP4759Um den Kuchen noch etwas zitroniger zu machen hab ich etwas mehr Zitronenschale genommen als im Original und ich habe ihn in einem Blech mit kleinen Kastenförmchen gebacken. Das Rezept unten ist allerdings für eine normal große Kastenform berechnet, denn die kleinen Förmchen hat ja nicht jeder. Ich bin, was Küchenutensilien angeht ja immer ein klein wenig verrückt und muss meinen Sammeltrieb oft in Schach halten, sonst quillen meine Küchenschränke über.

Kollage-1Zitroniger Zitronenkuchen

Zutaten für eine 25 cm lange Kastenform:

250 g weiche Butter
200 g Zucker
4 Eier
Saft einer Zitrone
abgeriebene Schale von 3 Zitronen
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
50 g geschälte gemahlene Mandeln
280 g Mehl

Für die Glasur und die Zitronenzesten:

Saft einer Zitrone
100 g Puderzucker
Zitronenzesten einer Zitrone
30 ml Wasser
20 g Zucker

Zubereitung:

Backofen auf 180° C vorheizen.

Eine Kastenform buttern und mehlieren.

Butter und Zucker schaumig schlagen, dann nach und nach die Eier einzeln hinzufügen.
Zitronensaft und -abrieb zufügen. Die trockenen Zutaten mischen und unter die Butter-Ei-Mischung rühren. Nur so lange rühren, bis die Zutaten sich gut zu einem Teig vermischt haben.

In die Backform füllen und ca. 40 Minuten backen. Stäbchenprobe! In der Mitte des Kuchens tief einstechen. Nach dem Herausziehen darf kein feuchter Teig am Holzstäbchen kleben bleiben.

Den Kuchen in der Form auskühlen lassen. Mit einem Kuchenlöser aus Plastik den Kuchen von den Seiten lösen und stürzen.

30ml Wasser und 20g Zucker in einem Topf erhitzen bis sich der Zucker gelöst hat. Anschließend die Zesten einer Zitrone darin schwenken und vom Herd nehmen.

Für die Glasur Puderzucker mit Zitronensaft vermischen bis die Glasur die gewünschte Konsistenz hat. Dabei nicht gleich den gesamten Saft zum Zucker geben. Erst einen Teil verrühren und die Konsistenz prüfen, gegebenenfalls weiteren Saft hinzufügen. Die Glasur auf der Oberfläche des Kuchens verstreichen und anschließend die leicht abgetropften Zitronenzesten darauf verteilen.

Buon Appetito!

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Mascarpone-Tarte mit Pastis-Vanille-Birnen und Zitronenthymian

Früher hab ich kaum flache Kuchen mit Mürbteig gebacken. Mittlerweile bin ich quasi schon ein Tarte-Junkie geworden. Zum einen sind sie einfach herzustellen und man kann seiner Fantasie freien Lauf bei der Wahl der Zutaten lassen. Zum anderen machen sie ordentlich was her und man fühlt sich gleich so französisch dabei. Find ich toll!

IMGP4511Weil ich ja so auf Karamell stehe und ich deshalb so gut wie jede Frucht, die sich eignet, karamellisieren muss, hatten diesmal schöne saftige Birnen ihren karamelligen Auftritt. Gepaart mit Pastis und Vanille – eine gschmackige Sache! Mascarpone ist ja sowieso immer gut und man fühlt sich gleich so italienisch dabei. Find ich auch toll!

IMGP4495Ich muss sagen ich bin Anhänger der Völkerverständigung, auch in der Küche! Und ich bin Anhänger von knusprigem und zugleich zartem Mürbteig. Pim von Chez Pim hat eine tolle Methode wie man den Teig genauso hinbekommt. Gut, er ist etwas butterlastiger als ihn manch andere von euch herstellen, aber ich finde ihn total klasse. Das Fett in der Butter ist eben Geschmacksträger, da kann man ruhig Pi mal Daumen damit umgehen. Aber nur nicht zu sparsam, gell?!

IMGP4515Mascarpone-Tarte mit Pastis-Vanille-Birnen und Zitronenthymian

(Rezept von mir)

Für eine rechteckige Tarteform (36 x 12 cm):

Zutaten:

Mürbteig:

100 g Weißmehl
85 g Butter
1 ½ EL Zucker
1 Prise Salz
nach Belieben etwas Zitronenabrieb einer Bio-Zitrone

Mascarpone-Creme:

250 g Mascarpone
250 Magerquark
50 g Puderzucker
2 Blatt Gelatine
etwas Milch oder Wasser

Pastis-Vanille-Birnen:

4 Williamsbirnen entkernt und geviertelt
1 Vanilleschote
ca. 3-4 EL Pastis
40 g Zucker
1-2 EL Butter
ein paar Stängel Zitronenthymian
2 EL geröstete Pinienkerne

Zubereitung:

Für den Mürbteig das Mehl, den Zucker und das Salz und evtl. Zitronenschale vermischen und auf die Arbeitsfläche geben. Die Butter in Stückchen schneiden und mit den Fingerspitzen in die Mehl-Zucker-Mischung einarbeiten bis sich kleine Krümel bilden. 1 bis 2 EL kaltes Wasser dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten! Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und 5 min in den Gefrierschrank legen.

Nach dem Kühlen den Teig ungefähr einen halben Zentimeter dick zu einem Rechteck ausrollen und von der kurzen Seite zu einem Drittel einschlagen. Dann das andere Drittel darüberfalten. Den nun dreilagigen Teig um 90 Grad drehen und wieder zu einem Rechteck ausrollen. Genau wie zuvor wieder die beiden Drittel einschlagen, um 90 Grad drehen usw. Die Prozedur nennt sich Touren geben und wird bei der Blätterteig-Herstellung in Perfektion ausgeführt. Bei diesem Mürbteigrezept reichen allerdings 5 bis 6 Touren.

Anschließend eine Form ausbuttern und leicht einmehlen. Den Teig 0,5 cm dick ausrollen und die Form damit auskleiden. Ein paar Minuten in den Gefrierschrank geben mit einer Gabel mehrmals einstechen und dann 15-18 min bei 180 Grad backen. Eventuell mit Backpapier und getrockneten Hülsenfrüchten oder Blindback-Kugeln belegt backen, allerdings reicht das kurze Einfrieren meiner Meinung nach aus, damit der Teig nicht in die Höhe geht, sondern seine Form beibehält. Nach dem Backen gut auskühlen lassen.

Für das Kompott den Zucker in einen Topf mit dickem Boden geben, mit etwas Wasser leicht bedecken und stark erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Wasser nun bei mittlerer Hitze verdunsten lassen und nicht mehr rühren. Wenn das Karamell goldbraun ist, den Topf vom Herd ziehen und ein Stück Butter einrühren. Dann Pastis, Birnen, Vanillesamen, die ausgekratzte Vanillestange und Zitronenthymian zum Karamell geben. Alles wieder leicht erhitzen bis sich das Karamell mit der Flüssigkeit verbunden hat und die Birnen ein wenig weich geworden sind, je nach Reifegrad dauert das kürzer oder länger. Die Birnen sollen auf jeden Fall noch gut Biss haben und nicht zerfallen. Geröstete Pinienkerne unter die Birnen mischen. Die Karamell-Flüssigkeit abgießen und auffangen, die Vanillestange und den Thymian entfernen. Alles gut abkühlen lassen.

Für die Creme die Gelatine in ein wenig kaltem Wasser einweichen. Mascarpone, Quark, Puderzucker und gut die Hälfte der kalten Karamell-Birnen-Flüssigkeit mit einem Handmixer verrühren. Die Gelatine ausdrücken und in ein wenig Milch oder Wasser erwärmen bis sie sich aufgelöst hat. 2 EL Mascarponecreme mit einem Schneebesen unter die Gelatine rühren. Evtl. noch einen dritten Esslöffel. Die Gelatinemasse soll dadurch erkalten, damit sich später in der Creme keine Klümpchen bilden. Nun die restliche Mascarponecreme mit der Gelatine gut verrühren.

Den erkalteten Mürbteigboden mit Creme bestreichen, mit Birnen belegen und mit übrigem Karamell-Sirup beträufeln. Ein paar Zweige Zitronenthymian und die Pinienkerne darauf verteilen und 2 Stunden im Kühlschrank kühlen bis die Füllung fest genug ist, sodass man die Tarte gut schneiden kann. Buon Appetito!

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