Kichererbsensalat

Ein super leckerer Salat. Wer hätte das gedacht! Gefunden bei Claudia und Chichi von Kitchencowboy. Laut den beiden wird das Rezept schon fleißig durch die Runde gereicht, weil es bei jedem so gut ankommt. Tja, es blieb mir also nichts anderes übrig als diesen Salat auszuprobieren, zumal ich im Moment an Hülsenfüchten sowieso einen Narren gefressen hab.

IMGP4954Im Gegensatz zu den Kitchencowboys habe ich getrocknete Kichererbsen benutzt, da mir ja beim Hummus-Rezept sehr dazu geraten wurde. Und ich muß sagen, dass die Getrockneten wirklich mehr Aroma haben als die aus der Dose. Wenn’s schnell gehen soll sind sie aber natürlich auch geeignet.

IMGP4959Walnussöl wie im Rezept angegeben, hatte ich leider nicht da, dafür aber ein ganz tolles Haselnussöl, das ich mir bei der Slow Food Messe mitgenommen habe. Weil das Öl recht teuer war und sehr intensiv schmeckt, habe ich es mit Olivenöl gestreckt und ich finde es hat trotzdem einen wahnsinnig nussigen Geschmack an die Kichererbsen gezaubert. Mehr hätte ich jetzt nicht gebraucht. Fürs nächste Mal werd ich mir dann aber mal interessehalber ein Walnussöl besorgen.

IMGP4976Geschmacklich finde ich den Salat sehr interessant und total stimmig! Bei jedem Löffel war ich immer wieder aufs Neue total angetan und konnte mich am Geschmack gar nicht sattessen. Der Salat stand schon eine ganze zeitlang auf meiner Nachkochliste. Jetzt hab ich ihn endlich gemacht und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Außerdem passt er wunderbar zum diesmonatigen Gartenkochevent des Gärtnerblogs.

Garten-Koch-Event Mai 2011: Frühlingszwiebel [31.05.2011]

Kichererbsensalat

(Abgewandelt nach Kitchencowboy)

Zutaten für eine mittelgroße Schüssel:

200 g getrocknete Kichererbsen
1/2 TL Natron
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Petersilie
1/2 Bund Koriander
70 g geröstete Sonnenblumenkerne
3 Zitronen (ca. 60 g Saft)
30 g Haselnussöl
30g mildes Olivenöl
2 EL Honig
1/2 TL Salz
Pfeffer
1/2 EL gerösteter und gemahlener Kreuzkümmel

Zubereitung:

Die Kichererbsen in einer Schüssel mit kaltem Wasser bedecken und über Nacht (ca. 18 Stunden) im Kühlschrank einweichen. Das Einweichwasser wegschütten, die Kichererbsen und Natron in einem mittleren Topf mit Wasser bedeckt ca. 45 min zugedeckt weich köcheln. Abschütten und abkühlen lassen.

Kräuter fein schneiden und Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Aus Zitronensaft, Öl, Honig, Salz und Pfeffer in einem Schraubglas oder Dressingshaker eine Vinaigrette herstellen. Kichererbsen, geröstete Sonnenblumenkerne, Kräuter, Zwiebelringe, Kreuzkümmel und Vinaigrette in einer Schüssel gut vermischen. Vor dem Servieren ca. 1 Stunde durchziehen lassen. Buon Appetito!

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Gemüsereis, Hülsenfrüchte und Zitronenricotta

Immer mehr Foodblogger werden zu Ottolenghi-Anhängern. Sophie von Cucina Piccina kocht sich fleißig durch sein neuestes Buch und Sarah von Sarah Satt ist bekennende Ottolenghi-Groupie. Auch ich habe mich bereits mehrmals durch sein Buch Genussvoll vegetarisch gelesen. Allerdings komme ich im Moment wenig zum Kochen. Deshalb blogge ich schon seit einer Weile aus meinem Archiv, weil nix wirklich Neues dazu gekommen ist. Also kann ich euch bisher leider noch keinen Ottolenghi vorstellen. Dafür aber ein ebenso vegetarisches Gericht, das sich ganz bestimmt mit denen von Ottolenghi messen kann.

IMGP4679Eigentlich war es aus Zutaten zusammengewürfelt, die ich sowieso daheim hatte, aber herausgekommen ist ein wirklich leckeres vegetarisches Essen an dem man sich total überfressen kann. Zumindest ist das mir passiert und anschließend hatte ich total Bauchweh. Manchmal hab ich’s nicht so mit Hülsenfrüchten, zumindest nicht in unbegrenzten Mengen. Ihr wisst was ich meine…

IMGP4691Gemüsereis, Hülsenfrüchte und Zitronenricotta

(Rezept von mir)

Zutaten für 3-4 Personen:

1 große Zwiebel klein gewürfelt
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 Möhre in kleine Würfel geschnitten
1 Prise Zucker
Basmatireis (eine gefüllte 250 ml-Tasse)
1 Aubergine
1/2 Fenchel
1 Zucchini
1 Zweig Rosmarin
2 Zweige Thymian
4 EL Zuppa di Contadina (Trockenmischung aus Emmer, Erbsen, weißen Bohnen)
2 EL rote Linsen
1/4 TL Natron
einige Zweige Petersilie, Blätter abgezupft und gehackt
4 EL Ricotta
Abrieb einer Zitrone und 1-2 EL Zitronensaft
3-4 gehäufte TL Baharat-Gewürz
1/2 Chilischote fein gewürfelt
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Für die Baharat-Gewürz-Mischung:

4 TL Schwarzer Pfeffer
4 TL Paprikapulver rosenscharf
2 TL Koriandersamen
1 TL Pimentkörner
1/2 TL Kardamomsamen (die inneren schwarzen Samen der grünen Kapseln)
2 TL Zimtpulver
1 TL Nelkenpulver
2 TL Muskat gerieben

Alle ganzen Samen ungefähr 5 min bei mittlerer Hitze in der Pfanne rösten. Nach dem Abkühlen im Mörser fein mahlen und mit den restlichen Gewürzen mischen. Die Mischung hält sich in einem Schraubglas mit Deckel ein paar Wochen lang frisch. Außerdem eignet sie sich auch wunderbar zu Lamm in Tomatensoße geschmort und sie gibt einer Bolognese-Tomatensoße ordentlich orientalischen Touch.

Zubereitung:

Aubergine in Würfel und Fenchel in Scheiben schneiden. Mit Salz, Pfeffer und 3 EL Olivenöl in einer Auflaufform vermengen. Rosmarin und Thymian zum Gemüse geben, die Form mit Alufolie abdecken und bei 200 Grad 15 min schmoren. Alufolie entfernen, gewürfelte Zucchini untermischen und alles nocheinmal 15 bis 20 min im Ofen backen bis das Gemüse weich und leicht angebräunt ist. Eventuell nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

IMGP4676In einem kleinen Topf Zuppa di Contadina Hülsenfrüchte (ersatzweise andere Hülsenfrüchte, die gleiche Garzeiten haben) mit der 3 fachen Menge Wasser gut bedecken, Natron zufügen und 25 min mit Deckel leicht köcheln lassen. Rote Linsen dazu geben und weitere 10 min zugedeckt köcheln. Die Körner und Hülsenfrüchte sollten noch leichten Biss haben bei Zugabe der roten Linsen. Wenn alles weich ist, die Mischung in einem Sieb kurz abtropfen lassen.

Während die Hülsenfrüchte köcheln in einem großen Topf Zwiebelwürfel in 1-2 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit einer Prise Zucker und einer noch größeren Prise Salz würzen, Knoblauch dazu und kurz mitbraten. Möhrenwürfel, Chiliwürfelchen und Basmatireis unterrühren und 500 ml Wasser angießen. Einmal aufkochen lassen und bei geschlossenem Deckel ca. 10 bis 12 min auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Wenn der Reis noch ein wenig Biss hat und das Wasser noch nicht ganz aufgesogen ist, den Herd ausschalten und den abgedeckten Reis gar ziehen lassen und mit Salz abschmecken.

Gebackenes Gemüse, abgetropfte Hülsenfrüchte, Zitronensaft und Baharat-Gewürz vorsichtig unter den Reis mischen. Den Reis in Schälchen oder auf einem Teller anrichten und mit Ricottaklecksen, geriebener Zitronenschale und gehackter Petersilie dekorieren. Etwas Olivenöl darüberträufeln und genießen!

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Rumpsteak mit weißen Bohnen und hausgemachter Kräuterbutter

Gerade geht hier und hier und anderswo die vegetarische Welle durch die Blogs. Ob das wohl am Frühling liegt? Manche Blogs haben sich sogar völlig der vegetarischen Küche verschrieben wie der von Mestolo. Und weil das wundervolle Kochbuch von Ottolenghi seit kurzem mittlerweile auch in meinem Kochbuchregal wohnt, köchel ich schon schön fleißig daraus. Und bald wird es ganz bestimmt das ein oder andere Gericht hier von Ottolenghi geben.

IMGP3771Nichtsdestotrotz hat ja zum Glück endlich die Grillsaison angefangen und deshalb widme ich mich heute ausnahmsweise mal dem Fleisch. Und wozu sagt bei einem schönen Stück Grillfleisch niemand nein? Zur Kräuterbutter natürlich! Zumindest in meinem Bekanntenkreis haben sich einige Kräuterbutterfanatiker zusammengefunden. Und weil die Jungs und Mädels beim Grillen immer so viele Plastikberge verursachen und die eigentlich gar nicht so leckere Kräuterbutter von M… konsumieren, ihr wisst schon welche ich meine, möchte ich hier mal das Zepter in die Hand nehmen und dazu aufrufen die Kräuterbutter doch einfach selbst herzustellen. Sie schmeckt viel viel besser als die Gekaufte und ist wirklich kein großer Act. Außerdem lässt sie sich super gut vorbereiten und in Portionen einfrieren. So hat man sie immer griffbereit.

IMGP4833Und damit die Kräuterbutter nicht ganz so alleine dasteht, hab ich ihr ein kleines feines Rumpsteak und ein paar leckere Böhnchen gegönnt.

Rumpsteak mit weißen Bohnen und hausgemachter Kräuterbutter

(Rezept von mir)

Zutaten für 2 Personen:

2 Rumpsteaks á 250 g vom Metzger eures Vertrauens
125 g Butter
einige Zweige Rosmarin, Petersilie, Thymian und Salbei
1 Knoblauchzehe
2 große Frühlingszwiebeln
1 Zwiebel
2 Handvoll gemischter Blattsalat
Thymian-Honig-Essig, Himbeer-Berberitzen-Essig, Olivenöl
1 Dose weiße Riesenbohnen oder Cannelini Bohnen (Abtropfgewicht 250 g)
Salz, Pfeffer, Zucker, Fleur de Sel

Kollage1Zubereitung:

Die Steaks mit einem Küchentuch gut abtrocknen und bei Raumtemperatur beiseite stellen.

Für die Kräuterbutter eine beliebige Menge Kräuterblätter und -nadeln, eine Knoblauchzehe und in Stücke geschnittene Butter in einen Mixer geben und mixen bis der Knoblauch und die Kräuter fein zerkleinert sind. Je nach Geschmack mit etwas Salz würzen. Die Butter mit einem Löffel gut verrühren, sodass sich die Beigaben gut verteilen. Jetzt kann man die Butter in eine Spritztüte mit großer Sterntülle geben und kleine Butterröschen auf ein Backpapier spritzen. So hat man gleich schön portionierte Butterstücke, die noch dazu ganz toll aussehen. Die Röschen kann man dann auf dem Papier einfrieren und wenn sie gut durchgefroren sind gibt man sie einfach in einen Gefrierbeutel und kann sie später einzeln aus dem Froster entnehmen. So mach ich das eigentlich immer mit meiner Kräuterbutter, aber diesmal war ich faul und hab die Butter schnell in Frischhaltefolie geschlagen und etwas in Form gebracht. Das Portionieren ist nach dem Einfrieren dann nicht ganz so einfach, aber mit einem Messer lassen sich ganz gut Scheiben abschneiden.

Die Bohnen in einem Sieb abschütten und gut mit Wasser abspülen. Frühlingszwiebeln in Ringe, Zwiebel in schmale Spalten schneiden und beides in einem kleinen Topf in etwas Olivenöl glasig dünsten. Einige Zwiebelspalten in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen, die sind später für den Salat. Bohnen in den Topf mit Zwiebeln geben und zugedeckt 7 min leicht köcheln lassen. Einige Rosmarinnadeln und ein paar Thymianblätter fein hacken und zu den Bohnen geben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian-Honig-Essig (ca. 1 TL) abschmecken und warm halten.

Für das Salat-Dressing Zwiebelwürfel, 3 EL Olivenöl, 2 EL Himbeer-Berberitzen-Essig, eine gute Prise Salz und Pfeffer und 1/2 TL Zucker in einem Glas mit Deckel oder einem Dressing-Shaker gut schütteln bis sich alles schön verbunden hat. Den Salat damit anmachen.

Eine Gußeisenpfanne oder eine Grillpfanne stark erhitzen. Etwas Öl in die Pfanne geben, das Rumpsteak salzen und von beiden Seiten ca. 2 bis 3 Minuten scharf anbraten, um es medium rare bis medium zu bekommen. Bei mir ist Stufe 7 von 9 auf dem Induktionsherd immer perfekt zum Braten. Das Steak mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und etwas Fleur de Sel bestreuen und mit Bohnen, Salat und einem Stückchen Kräuterbutter servieren. Buon Appetito!

Die Kräuterbutter ist mein Beitrag zum April-Gartenkochevent, das unter dem Motto Petersilie steht.

Garten-Koch-Event April 2011: Petersilie [30.04.2011]

Hummus mit Orangen-Pistazien-Sprinkle

Frisch zurück aus New York City und bestimmt 2 Kilo schwerer sage ich euch ein freundliches „Hello, how’re ya’?“ oder „How’re ya‘ doin‘ guys?“, womit man überall in Manhattans Läden begrüßt wird. 5 Tage Kulturschock, Yellow Cabs und Schlemmerei! Schrecklich schön sozusagen! In den nächsten Tagen werde ich noch ein wenig Resümee ziehen, Fotos bearbeiten und dann stelle ich euch in einem kleinen aber feinen Beitrag New York aus den Augen eines Foodies vor!

Nach ein paar Tagen Abstinenz während des Urlaubs muß ich feststellen, dass mir der Blog schon ein bißchen gefehlt hat und zum Glück stapeln sich im Foto-Ordner schon wieder Bilder über Bilder und deshalb gibt’s heute mal wieder etwas aus dem Archiv.

Vor kurzem habe ich gute Freunde zu einem Dankeschön-Essen eingeladen. Einer der Gäste hat eine zeitlang in Istanbul gelebt und deshalb habe ich als Motto des Abends türkische/arabische Küche gewählt. Außerdem hatte ich sowieso mal wieder vor ein wenig aus dem von mir noch viel zu wenig beachteten GU-Kochbuch „Küchen der Welt-Arabien“ zu kochen. Neben einem Lamm-Schmorgericht und Baklava gab es als Vorspeise ein leckeres Hummus mit Orangen-Pistazien-Sprinkle. Meine Gäste und ich waren begeistert und am Ende des Abends glücklich, seelig und satt!

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Bis auf das Schälen der kichernden Hülsenfrüchte ist der leckere Vorspeisen-Dip eigentlich sehr schnell gemacht. In anderen Hummus-Rezepten habe ich zwar gelesen, dass die Kichererbsen ungeschält verwendet werden, aber ich denke, dass das Hummus durch das Schälen eine feinere Konsistenz bekommt. Da ich diesen Dip aber zum ersten Mal zubereitet habe, habe ich leider keinen Vergleich zwischen geschält und ungeschält.

Vielleicht hat ja schon jemand Erfahrungen gesammelt, dann lasst es mich wissen! Ich muss nämlich zugeben, dass ich Rezepte gerne mal vereinfache, wenn mich das Ergebnis trotzdem überzeugt. Also Schälen oder nicht Schälen, das ist hier die Frage?! Ich bin dafür, was meint ihr?

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Hummus mit Orangen-Pistazien-Sprinkle

(Abgewandelt nach „Küchen der Welt-Arabien“ und „Vegetarisch vom Feinsten“, Gräfe und Unzer-Verlag)

Zutaten für 6-8 Personen:

Für das Hummus:

800 g Kichererbsen aus der Dose (Füllgewicht)
3 confierte oder frische Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Saft von 1 Zitrone
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
200 g Tahini
150 g Vollmilchjoghurt
1 EL Olivenöl

Für das Sprinkle:

1 1/2 EL gehackte Pistazien
1/2 fein gehackte Chili
Abrieb einer halben Bio-Orange

Zubereitung:

Die Kichererbsen in ein Sieb geben und gut abbrausen bis sich kein Schaum mehr bildet. Die Kichererbsen schälen, indem man sie zwischen den Händen reibt, sodass sich die weiße Haut ablöst. Die Erbsen in ein hohes schmales Gefäß geben, Knoblauch, 1 TL Salz, etwas Pfeffer, Zitronensaft, Kreuzkümmel, Sesampaste, Joghurt, Olivenöl und 2 EL Wasser dazu geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Ist die Masse zu fest noch etwas Wasser dazu geben. Mit Salz abschmecken und eine halbe Stunde kalt stellen.

Mit einer Mischung aus Pistazien, Chili und Orangenabrieb servieren. Dazu passt Fladenbrot zum Dippen.

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