Schoko-Beeren-Torte mit Vanillequarkcreme

Buttercreme – Schwamm drüber! Heute geht es eine Spur leichter und entspannter zu! Und solange noch frische Beeren zu haben sind, solltet ihr euch mit dieser Torte sputen. Beeren, eine leichte Quarkcreme und herrlich saftiger Schokoboden passen einfach zu gut zusammen, als das man sich das entgehen lassen sollte. Außerdem braucht sich die Torte, optisch gesehen, überhaupt nicht hinter dem Orangen-Buttercreme-Triple-Layer-Schoko-Cake verstecken. Aber der Clou kommt noch: Alles ist 100% buttercreme-frei!

IMGP5967Der Schokoboden ist der gleiche wie der, den ich für den Triple-Layer-Cake verwendet hab. Von dem Rezept bin ich nämlich schwer angetan, weil der Kuchen so unglaublich saftig ist. Wenn man ihn abgedeckt aufbewahrt wird er sogar am nächsten und übernächsten Tag noch viel besser. Deshalb musste das Rezept auch schon für Mini-Schoko-Guglhupfs herhalten. Genial sag ich da nur!

IMGP5978Zur Info: Ich würde das nächste Mal den Boden ein klein wenig dünner machen, dann ist das Verhältnis zur Creme optimal. Im Rezept habe ich das schon berücksichtigt.

Schoko-Beeren-Torte mit Vanillequarkcreme

Achtung: Hab das Rezept etwas umformuliert, weil es Missverständnisse gab. Jetzt müsste es hoffentlich klar formuliert sein.

Für eine 20 cm Springform, Tortenring. Das Schokoboden-Rezept ergibt 2 Böden mit ca. 2cm Höhe. Einen nasche ich pur oder friere ihn ein. Abgewandelt nach diesem Rezept.

Zutaten:

Schokoboden:
90 g Mehl
100 g Zucker
50 g dunkle Schokolade (Valrhona 60%)
40 g Butter
30 g dunkles Kakaopulver ungesüßt (z.B. Bensdorp)
3 g Natron
3 g Backpulver
135 g Milch
1 EL Rum
1 Ei
Prise Salz

Creme:
100 g Frischkäse Doppelrahmstufe
250 g Magerquark
100 g Sahne
1 1/2 bis 2 Blatt Gelatine
2 EL Milch
1/2 Vanilleschote, nur die Samen
3 EL Zucker

Beerengelee:
300 g Tiefkühl-Himbeeren
1 EL Brombeerlikör
Zucker nach Belieben
1/2 Vanilleschote ohne Samen
1/2 bis 1 Blatt Gelatine (die Gelatineangabe gilt für 12EL des fertigen Fruchtpürees, den Rest hebe ich für die nächste Torte auf, oder esse ihn mit Joghurt)

2 Hand voll gemischte frische Beeren

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ei und Zucker schaumig schlagen während Schokolade und Butter im Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Alle trockenen Zutaten mischen und Rum mit Milch vermischen. Schokoladenbutter unter die Eimasse rühren. Im Wechsel trockene und flüssige Zutaten nach und nach unterrühren. In eine gefettete und bemehlte Springform gießen und ca. 35 bis 40 min bei 180 Grad backen. Stäbchenprobe. 10 min in der Form auskühlen lassen, dann vom Rand lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Vollständig abkühlen lassen und dann mit einem Konditormesser oder einem langen dünnen Messer (z.B. Brotmesser) einmal durchschneiden, sodass 2 gleichmäßige dünne Böden entstehen. Evtl. an der Oberseite etwas begradigen.

Für die Creme Frischkäse, Quark, Zucker und Vanillesamen gründlich verrühren und etwas stehen lassen, damit sie Raumtemperatur annimmt. Das verhindert, dass später die Gelatine schlieren zieht. Die Gelatine in kaltem Wasser 5 min einweichen, anschließend in der Milch bei niedriger Hitze auflösen. Vom Herd ziehen und 2 EL Quarkcreme unter die Gelatine rühren. Noch einmal 2 EL Creme dazu und verrühren. Die Gelatine sollte dadurch abgekühlt sein. Jetzt kann man sie unter die restliche Quarkcreme rühren. In den Kühlschrank stellen bis die Creme leicht andickt (ca. 30 bis 40 min). Zum Schluß die steifgeschlagene Sahne vorsichtig unterheben.

Einen der abgekühlten Böden gleich essen oder einfrieren für’s nächste Mal. Den anderen in einen Tortenring geben. Darauf die Creme verteilen und glatt streichen. Ab in den Kühlschrank damit die Creme fest wird. Das dauert einige Stunden oder am besten über Nacht.

Für das Beerengelee die Himbeeren mit 4 EL Zucker und der ausgekratzten Vanilleschote im Topf bei mittlerer Hitze auftauen lassen, Brombeerlikör dazu und erhitzen bis die Beeren weich sind. Pürieren und mit einem Gummispatel durch einen feinen Sieb streichen, um die Kernchen zu eliminieren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 10 bis 12 EL des Fruchtpürees abnehmen und zurück in den ausgespülten Topf geben und die ausgedrückte Gelatine bei schwacher Hitze darin auflösen. Den Rest des Pürees bewahre ich im Kühlschrank auf und esse es mit Joghurt oder Quark.

Das Beerengelee auf der festgewordenen Creme vorsichtig verteilen und glatt streichen. Im Kühlschrank fest werden lassen und mit ganzen Beeren belegen. Buon Appetito!

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58 Gedanken zu „Schoko-Beeren-Torte mit Vanillequarkcreme“

      1. Absolut :) Werds wohl in einer 28er Springform machen. Dann sollte das Rezept ja einen etwas dickeren Boden geben. Die Creme kann man ja gut anpassen mengenmäßig :)

        1. Ja, in der 28er Form müsste der Boden ganz gut werden. Kannst ihn ja zur Not auch etwas zurechtschneiden, falls der Boden zu dick wird. Bin gespannt was du berichtest!

          1. Habe mir jetzt doch eine 20er Form zugelegt. Ist einfach schöner, wenn man mal zwischendurch eine Torte backen möchte und nicht gleich 2,3 Tage davon essen möchte.

            Der Boden und die Creme sind ein Traum geworden. Nur das Himbeerpüree ist leider nur minimal fest geworden und lief am Kuchen runter. Geschmacklich toll, aber zeigen konnte man das dann niemanden mehr. Das war halt einfach sehr schade in Relation zum Aufwand :(

            Passen alle Angaben? Werde es das nächste Mal einfach mal mit mehr Gelatine versuchen. Ein Boden wartet ja noch im TK-Fach auf mich :)

          2. Du hattest wohl das gleich Problem wie Bella, dann pass ich die Gelatinemenge etwas an! Ich hatte für den Kuchen eine Bio-Gelatine, die scheinbar stärker geliert als andere, deshalb hat bei mir ein halbes Blatt gereicht. Dafür sind mir damit ein paar andere Cremes zu fest geworden. Ich dachte immer, dass alle Gelatineblätter gleich sind und nur bei Agar-Agar größere Unterschiede auftreten. Aber jetzt weiß ich definitiv, dass es an der Gelatinesorte lag. Dann hoffe ich mal, dass dein zweiter Versuch besser gelingt! Sorry!

          3. Hast du drauf geachtet, dass ich nur 10 bis 12 EL vom Fruchtpüree geliert habe? Den Rest heb ich meistens in einem sauberen Schraubglas ein paar Tage im Kühlschrank auf und esse ihn mit Quark oder Joghurt.

  1. Hät ich mal lieber ned auf den Link zu dieser Torte geklickt! :) WOW kann ich nur sagen, sieht phantastisch aus und hört isch auch unglaublich lecker an!!!

    1. Ach, ich find das gar nicht so schlecht, dass du hier mal wieder vorbei schaust, immerhin warst du eine der ersten, die meinen Blog so toll auf facebook promoted hat ;-)! Danke dafür :-)!

      1. Auch ich habe das Törtchen nachgebacken. Selbst mit 1 Blatt Gelatine im Fruchtspiegel läuft die Masse – die bei mir auch viel dicker war. Bist du dir sicher mit den 300g Himbeeren. Ich vermute, dass du weniger genommen hast, wenn ich dein Foto sehe. Selbst die Quarkmasse hatte nicht genügend Stand. Bei deinen jetzigen Mengenangaben würde ich mit stinkno Gelatine mindestens 2Blatt für die Creme rechnen und sogar 1 1/2 für die Himbeeren. Ist ein schönes Törtchen!

        1. Ich hab nur 12 EL vom Himbeerpüree genommen und 1/2 Blatt Gelatine! Den Rest des Pürees hab ich einfach so mit Joghurt gegessen, bzw. für die nächste Torte aufgehoben. Ich habs im Text auch schon abgeändert, weil so wie ich es vorher formuliert hatte hat es leider etwas für Verwirrung gesorgt! Sorry dafür! Die Gelatineangabe für die Quarkmasse müsste aber eigentlich passen. Da kommt es wohl auch sehr auf die Feuchtigkeit des Quarks an. Aber du kannst ja ruhig die Gelatine etwas erhöhen.

  2. Der Boden steht schon seit dem Buttercreme Fiasko ganz oben auf der Liste, und so gefällt mir das ganze viel besser.

    Warum wurden wir den zum Kaffeeklatsch nicht eingeladen? 😉

    1. Öhm, naja, das war doch auch nur n gaaaanz kleines Törtchen! Quasi mit einem Happs im Mund ;-)! Chef Hansen würde sowas allenfalls als Zwischenmahlzeit bezeichnen :-)!

    1. Klau ruhig, da hab ich gar nix dagegen! Du wirst begeistert sein, das versprech ich dir! Bin schon am Weiterentwickeln des Rezepts! Hab schon paar tolle Ideen wie man den Schokoboden noch einsetzen kann…

    1. Meinst du das würde gut ankommen? Naja, in ferner Zukunft liebäugel ich schon mit nem eigenen Laden. Mal sehn ob das was wird! :-)

    1. Die Torte scheint wirklich gut anzukommen, das freut mich riesig! :-) Sie war aber auch total lecker! Da ist einfach alles dran was man als Schleckermäulchen braucht! Creme, Schoki, Kuchen und Frucht!

      1. Schade… ich halte mich bis zu meinem eigenen Torten-Back-Versuch mit Apfelstrudel über Wasser. Hab mir heute extra eine 20cm-Durchmesser-Springform gekauft, nur für deine Torte. Die MUSS man doch einfach nachmachen, so toll wie die auf deinen Bildern aussieht. Die sind übrigens immer fantastisch, sehen klasse aus!

        1. Danke! So, ne 20er Form ist gar nicht schlecht. In einem Zwei-Personen-Haushalt wie unserer haben sich schon einige kleinere Backformen angesammelt, weil man sonst ja tagelang Kuchen oder Quiches essen muss.

          1. Sooooo, gestern/heute hab ich deine Torte nachgebacken, und ich muss sagen: lecker. Die schmeckt einfach nur toll… Allerdings hab ich irgendwas verkehrt gemacht, das Beerengelee (ich hab Erdbeeren genommen) wurde nämlich nicht fest. Aber dafür habe ich den 2. Boden ja eingefroren, damit hab ich noch einen Versuch :)
            Mache ich definitiv öfter, die Kombi aus Schokoboden, Vanillequark und fruchtigen Beeren ist genial! Danke für dieses Rezept!

          2. Mir ist auch schon aufgefallen, dass die Gelierkraft bei unterschiedlichen Marken variiert. Versuch halt das nächste mal ein ganzes Blatt Gelatine zu verwenden. Aber schön, dass dir der Kuchen trotzdem geschmeckt hat! :-) Blogst du den?

          3. Blogge ich auf jeden Fall, wenn der zweite Versuch hübscher aussieht als der letzte… Also wenn ich darf!? Werde evtl. ein bisschen rumprobieren und das Püree aus Pfirsichen und/oder Mango machen… Was meinst du?

          4. Hallo! Ich habe es beim dritten Anlauf endlich geschafft, die Traum-Torte hinzubekommen, sodass einigermaßen (weil ich noch nicht so gut fotografieren kann und die Kamera eher ungeeignet ist) schöne Bilder zustande gekommen sind. Kann ich dein Rezept verlinken?

  3. Oh, nein habe die komplette Masse genommen. Dann habe ich das falsch interpretiert. Habe nämlich in 11 EL die Gelatine aufgelöst und dann die Masse zu den restlichen Himbeeren gegeben. In dem Sinne wie man das halt öfters macht. Sprich die Gelatine in einem Teil der Masse auflösen und anschließend mit dem Rest vermischen. Werde das nächste mal wirklich nur 11 EL nehme und 1 Blatt Gelatine. Dann sollte nichts schief gehen :)

    1. Ah, ok! Dann ist alles klar! Habs jetzt im Text nochmal etwas abgeändert, damit man das nicht falsch verstehen kann. Dann wird ja hoffentlich beim nächsten Mal alles gut! Ein halbes Blatt könnte auch schon genügen. Ich mags lieber, wenn das Gelee schnittfest, aber doch noch sehr weich ist.

  4. …mmmh und oooh….

    Das „mmmh“ steht für lecker, das „oooh“ für das Auge. Ein unkompliziertes, einfaches Rezept, welches durch Geschmack und Optik ein „Highlight“ auf jeder Kaffeetafel darstellt.

    Zwei Blätter Gelatine fùr die Quarkcreme, ein Blatt für den Beerenspiegel reicht gerade aus, damit das Gänze schön zusammenhält und schnittfest ist. Je länger eine Creme, welche Gelatine enthält, Zeit zum „ruhen“ hat, je weniger Gelatine benötigt man. Diese Torte kann gut am Vortag zubereitet werden.

  5. Habe diesen leckeren Kuchen nochmals gemacht.

    Der Schokoboden Tag 1 gebacken. Tag 2 die Quarkmasse zubereitet und über den Schokoboden gegeben. Ab in den Kühlschrank. Am 3. Tag die Himbeersauce gemacht und auf die Quarkmasse gegeben. Wieder in den Kühlschrank. Erst am 4. Tag wurde das Prachtstück angeschnitten und mit Genuss verspeist.
    Ich habe diese Torte bereits im Dezember zubereitet, jedoch wurde diese schon am 3. Tag verspeist. Fazit: die Quark- und Himbeermasse gewinnt je länger diese kühlen kann, je mehr an Festigkeit.

    1. Da warst du aber sehr geduldig, den Kuchen erst am 4. Tag zu verspeisen! Respekt! Ich mag es, wenn der Kuchen nicht so fest ist, sondern schön cremig weich ;-)!

  6. Besser spät als gar nicht habe ich diese hübsche kleine Torte entdeckt und entsprechend den (offenbar angepassten) Mengenangaben zubereitet. Ich nahm je 2 Blatt Gelatine für die Fruchtcreme und die Quarkcreme und das Törtchen wurde ein sehr gutes, fruchtiges, schokoladiges und genau richtig cremiges!
    Vielen Dank für dieses tolle Rezept :)

    1. Wie gesagt, kommt es sehr auf die richtige Verwendung der Gelatine und die Marke an. Missverständisse gab es wohl damit, dass die Beerenmasse im Ganzen für den Belag verwendet wurde, obwohl nur ein paar EL im Rezept angegeben waren. Nunja, wer lesen kann ist klar im Vorteil und bekommt dann auch das gewünschte Ergebnis ;-).

  7. Danke für das total leckere Rezept. Hab es gestern mit der kleinen Cousine meines Freundes gemacht. War super einfach zum Zubereiten und das Ergebnis kam wahnsinnig gut an. Da bei Kindern bunt gut ankommt, haben wir die Quarkcreme blau eingefärbt. Wird auf jeden Fall wieder gebacken!!
    Lg aus Linz

  8. Hi.

    Ich habe die Rezeptur für den Tortenboden verwendet und die Rezeptur der Creme als Grundlage für eine Fürst-Pückler-Torte, also mit Schokolade und Himbeermarmelade abgewandelt. Alles geschichtet mit 3 Böden. Super lecker gewesen. Danke für diese leckeren 2 Rezepte

  9. Ich habe dieses Rezept und somit deinen Blog per Zufall gefunden, denn ich bin immer wieder auf der Suche nach neuen Kuchenkreationen. Und ich kann nur sagen, diese Torte war der Hit! Nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich! Auf der Konfirmation mit 10 anderen Kuchen, war sie mit die schönste. Sie hat vor allem mit der tollen Farbe des Himbeermuses und den frischen Beeren bestochen.

    Vielen Dank für’s teilen. Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich sie gebacken habe. :)

    PS: Ich habe eine 26er Springform benutzt und somit den kompletten Teig und die doppelte Menge an Quarkcreme und Püree gebraucht. Ging trotzdem super! Statt Gelatine Blätter habe ich San-Apart für die Quarkcreme und Gelatine quick für das Püree benutzt. Beides hatte den gewünschten Effekt von fester und trotzdem cremiger Textur.

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