Rumpsteak mit weißen Bohnen und hausgemachter Kräuterbutter

Gerade geht hier und hier und anderswo die vegetarische Welle durch die Blogs. Ob das wohl am Frühling liegt? Manche Blogs haben sich sogar völlig der vegetarischen Küche verschrieben wie der von Mestolo. Und weil das wundervolle Kochbuch von Ottolenghi seit kurzem mittlerweile auch in meinem Kochbuchregal wohnt, köchel ich schon schön fleißig daraus. Und bald wird es ganz bestimmt das ein oder andere Gericht hier von Ottolenghi geben.

IMGP3771Nichtsdestotrotz hat ja zum Glück endlich die Grillsaison angefangen und deshalb widme ich mich heute ausnahmsweise mal dem Fleisch. Und wozu sagt bei einem schönen Stück Grillfleisch niemand nein? Zur Kräuterbutter natürlich! Zumindest in meinem Bekanntenkreis haben sich einige Kräuterbutterfanatiker zusammengefunden. Und weil die Jungs und Mädels beim Grillen immer so viele Plastikberge verursachen und die eigentlich gar nicht so leckere Kräuterbutter von M… konsumieren, ihr wisst schon welche ich meine, möchte ich hier mal das Zepter in die Hand nehmen und dazu aufrufen die Kräuterbutter doch einfach selbst herzustellen. Sie schmeckt viel viel besser als die Gekaufte und ist wirklich kein großer Act. Außerdem lässt sie sich super gut vorbereiten und in Portionen einfrieren. So hat man sie immer griffbereit.

IMGP4833Und damit die Kräuterbutter nicht ganz so alleine dasteht, hab ich ihr ein kleines feines Rumpsteak und ein paar leckere Böhnchen gegönnt.

Rumpsteak mit weißen Bohnen und hausgemachter Kräuterbutter

(Rezept von mir)

Zutaten für 2 Personen:

2 Rumpsteaks á 250 g vom Metzger eures Vertrauens
125 g Butter
einige Zweige Rosmarin, Petersilie, Thymian und Salbei
1 Knoblauchzehe
2 große Frühlingszwiebeln
1 Zwiebel
2 Handvoll gemischter Blattsalat
Thymian-Honig-Essig, Himbeer-Berberitzen-Essig, Olivenöl
1 Dose weiße Riesenbohnen oder Cannelini Bohnen (Abtropfgewicht 250 g)
Salz, Pfeffer, Zucker, Fleur de Sel

Kollage1Zubereitung:

Die Steaks mit einem Küchentuch gut abtrocknen und bei Raumtemperatur beiseite stellen.

Für die Kräuterbutter eine beliebige Menge Kräuterblätter und -nadeln, eine Knoblauchzehe und in Stücke geschnittene Butter in einen Mixer geben und mixen bis der Knoblauch und die Kräuter fein zerkleinert sind. Je nach Geschmack mit etwas Salz würzen. Die Butter mit einem Löffel gut verrühren, sodass sich die Beigaben gut verteilen. Jetzt kann man die Butter in eine Spritztüte mit großer Sterntülle geben und kleine Butterröschen auf ein Backpapier spritzen. So hat man gleich schön portionierte Butterstücke, die noch dazu ganz toll aussehen. Die Röschen kann man dann auf dem Papier einfrieren und wenn sie gut durchgefroren sind gibt man sie einfach in einen Gefrierbeutel und kann sie später einzeln aus dem Froster entnehmen. So mach ich das eigentlich immer mit meiner Kräuterbutter, aber diesmal war ich faul und hab die Butter schnell in Frischhaltefolie geschlagen und etwas in Form gebracht. Das Portionieren ist nach dem Einfrieren dann nicht ganz so einfach, aber mit einem Messer lassen sich ganz gut Scheiben abschneiden.

Die Bohnen in einem Sieb abschütten und gut mit Wasser abspülen. Frühlingszwiebeln in Ringe, Zwiebel in schmale Spalten schneiden und beides in einem kleinen Topf in etwas Olivenöl glasig dünsten. Einige Zwiebelspalten in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen, die sind später für den Salat. Bohnen in den Topf mit Zwiebeln geben und zugedeckt 7 min leicht köcheln lassen. Einige Rosmarinnadeln und ein paar Thymianblätter fein hacken und zu den Bohnen geben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian-Honig-Essig (ca. 1 TL) abschmecken und warm halten.

Für das Salat-Dressing Zwiebelwürfel, 3 EL Olivenöl, 2 EL Himbeer-Berberitzen-Essig, eine gute Prise Salz und Pfeffer und 1/2 TL Zucker in einem Glas mit Deckel oder einem Dressing-Shaker gut schütteln bis sich alles schön verbunden hat. Den Salat damit anmachen.

Eine Gußeisenpfanne oder eine Grillpfanne stark erhitzen. Etwas Öl in die Pfanne geben, das Rumpsteak salzen und von beiden Seiten ca. 2 bis 3 Minuten scharf anbraten, um es medium rare bis medium zu bekommen. Bei mir ist Stufe 7 von 9 auf dem Induktionsherd immer perfekt zum Braten. Das Steak mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und etwas Fleur de Sel bestreuen und mit Bohnen, Salat und einem Stückchen Kräuterbutter servieren. Buon Appetito!

Die Kräuterbutter ist mein Beitrag zum April-Gartenkochevent, das unter dem Motto Petersilie steht.

Garten-Koch-Event April 2011: Petersilie [30.04.2011]

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18 Antworten auf Rumpsteak mit weißen Bohnen und hausgemachter Kräuterbutter

  1. Hallo!? Ist dir eigentlich klar, was mit mir passiert, wenn ich so unverschämt leckere Sachen sehe. Ich glaub ich muss den Live-Stream von der Hochzeit abbrechen, beim Metzger vorbei, schnell den Grill anschmeißen – achja, Kräuterbutter machen… Eigentlich mag ich überhaupt keine Kräuterbutter auf meinem Fleisch – und auch keine Saucen, Ketchup, wasweißichwas. Aber ich liebe Brot zum Grillen und darauf am allerliebsten – Kräuterbutter :-)

    • Simone sagt:

      Hochzeit-papperlapap! Es gibt Wichtigeres!!! Ketchup und sonstwie-Soßen mag ich auch nicht an meinem Fleisch. Aber Kräuterbutter schon, zumindest die hausgemachte Variante. Aber eigentlich bin ich, genau wie du, mit gutem Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer zufrieden.

  2. Sabine sagt:

    Wenn ich faul bin, mache ich es mir noch einfacher und nehme für die Kräuterbutter französische Salzbutter. Gerne gebe ich noch etwas Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale hinzu.

  3. Maja sagt:

    Mhhhmmm, genau so liebe ich Steaks! Lamm- und Rindersteaks sind auch so ziemlich die einzigen fleischigen Sachen, die mir auf den Grill kommen, auch wenn ich grundsätzlich nicht auf der Vegetarierwelle mitschwimme (obwohl ich den vegetarischen Donnerstag langfristig mitanpeile – blöd nur, dass es gestern Lammfilet mit Ajvar und Rosmarinkartoffeln gab…).
    Und Kräuterbutter mache ich ebenfalls immer selber.
    Die Idee mit der Spritztülle ist super, das werde ich nächstes Mal so machen!

    Viele Grüße,
    Maja

  4. Mini-Küche sagt:

    Mein Papa hat Kräuterbutter auch schon immer gerne selbst gemacht, allerdings schmiert er sie einfach immer in ein Plastikdöschen – da ist deine Idee mit den Röschen deutlich eleganter :)
    Dein Steak sieht großartig aus und jetzt geh ich mir mal die Essigrezepte anschauen, die habe ich nämlich irgendwie total nicht mitbebkommen *flitz*

    Liebe Grüße,

    Lilly

    • Simone sagt:

      Die Röschen sind zwar mit etwas mehr Aufwand verbunden, aber man kann sie ja gut in größeren Mengen herstellen und dann einfrieren. Aber egal wie, selbstgemacht schmeckt man einfach! Dann mal viel Spaß mit meinen Essigrezepten ;-) !

  5. Kirsten sagt:

    Oh ja, Kräuterbutter muss auf jeden Fall selbst gemacht sein, geht schnell, schmeckt viel leckerer, und man kann das Rezept immer wieder abwandeln. Und Dein Steak – boah, ich bin neidisch grad…!

    • Simone sagt:

      Ich finde auch, dass die Butter ganz fix gemacht ist. Klar hat vielleicht nicht jeder eine Küchenmaschine oder ähnliches, aber mit dem Messer lassen sich die Kräuter ja zur Not auch fein hacken. Und dass man sie gut abwandeln kann ist natürlich nur von Vorteil! Nicht neidisch sein! Ich könnt dafür jetzt mal gut und gerne ne riesen Portion deines leckeren Erdbeerparfaits reindrücken ;-) !

  6. Christina sagt:

    Wir kommen gerade erst vom Essen und der Männe hat ein riesenhaftes Rumpsteak verdrückt, aber wenn ich dein Rezept lese, bekomme ich gleich wieder Appetit. Und selbst gemachte Kräuterbutter muss sein, seit ich das zum ersten Mal gemacht habe, kommt mir diesbezüglich auch nix Gekauftes mehr in die Tüte! ;-)

  7. Elly sagt:

    Das sieht so genial lecker aus! Es ist schon so spät am Abend, aber jetzt habe ich Hunger und kein Steak in der Nähe.

    Liebe Grüße
    Elly

    • Simone sagt:

      :-) Immer diese plöden Öffnungszeiten in Deutschland, näää! Sich hier ein Steak zu jagen muß immer gut terminkalendergeplant sein, gell ;-) !

  8. Ein Hoch auf selbst gemachte Kräuterbutter! Da ist man auch flexibel, kann immer wieder nach Lust und Laune abwandeln – so habe ich kürzlich eine Gremolata-Butter gemacht, aber auch andere Mischungen wie eine Chipotle Butter sind klasse.

    • Simone sagt:

      Gremolata-Butter stell ich mir auch super lecker vor! Und Chipotle hab ich grad mal gelesen, sind geräucherte Jalapẽnos. In welcher Form verwendest du die? Getrocknet oder eingelegt?

  9. Valeska sagt:

    unbedingt soll Kräuterbutter selbst gemacht sein – die ist einfach um Welten besser als die aus dem Kühlregal, von welcher Firma auch immer. Ich mache oft Tomatenbutter mit Tomatenmark, Basilikum und Pinienkernen. Und generell schmeckt Kräuterbutter auch zu gegrilltem Gemüse :)

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