Rückwärts gebratener Lammrücken mit gebackener Maronenpolenta und Noilly Prat Zwiebeln

Jetzt ist es soweit. Mein erstes Event steht vor der Tür! Ich habe mich dazu entschlossen, beim Valentinstag kulinarisch von Zorra mit rückwärts gebratenem Lammrücken mitzumachen. Die Nachspeise des Menüs präsentiere ich Euch dann in den nächsten Tagen: Geeiste Kardamomcreme mit Vanillekirschen.

Blog-Event LXIV - Valentinstag kulinarisch (Einsendeschluss 16. Februar 2011)

IMGP1721sätt

Valentinstag ist mal wieder so eine amerikanische Erfindung und ich heiße nicht immer alles gut was die Menschen aus Übersee so fabrizieren. Beim Valentinstag ist das aber irgendwie anders. Mein Freund und ich sind schon ab und an mal ein bisschen romantisch und deshalb gehören Tage wie Valentinstag und Jahrestag zu gern zelebrierten Events. Wir gehen meistens Essen oder planen einen gemeinsamen ausgiebigen Kochabend. Kochen und Schlemmen ist schließlich unser beider Leidenschaft und so was verbindet ungemein.

Der Spruch: „Liebe geht durch den Magen.“ trifft es quasi voll auf den Punkt! Wir haben uns deshalb ein ganz besonders leckeres Valentinstagsmenü ausgedacht, bei dem man aus dem Schlemmen gar nicht mehr raus kommt.

Auf die Methode Lamm rückwärts zu braten bin ich bei Arthurs Tochter kocht gestoßen. Ich war sofort begeistert von diesem Rezept und konnte schon beim Lesen das zarte saftige Fleisch förmlich auf der Zunge spüren.

Rückwärts gebratener Lammrücken mit gebackener Maronenpolenta und  Noilly Prat Zwiebeln

Zutaten für 4 Personen:

Lamm:
1 Lammrücken ausgelöst (Lendenkoteletts und Filets)
2 Zweige Rosmarin
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Maronenpolenta:
75 g Maronen (vorgegart und vakuumverpackt)
150 g weiße oder gelbe Polenta
300 ml Lammfond
1 Zweig Rosmarin
50 g Parmesan gerieben
3 EL Butter
Salz, Pfeffer

Noilly Prat Zwiebeln:
6 rote Zwiebeln
100 ml Noilly Prat
200 ml Lammfond
1 Zweig Thymian

1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Pilze:
1 großer Rosellapilz
2 große Kräutersaitlinge
1 Zweig Thymian
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung:

Das Lamm trockentupfen und einen Teil der Fettschicht entfernen. Die Fleischstücke mit Öl bestreichen und in einer Auflaufform bei 60 Grad für ca. 50 min in den Ofen schieben.

Die Maronen grob hacken. 300 ml Lammfond mit 600 ml Wasser, 1 gestrichener TL Salz und 1 Zweig Rosmarin zum Kochen bringen. Die Polenta einrieseln lassen und unterrühren. Bei mittlerer Hitze etwa 30 min köcheln lassen bis die Polenta weich ist und eine breiartige Konsistenz hat. Pfeffern und 1 EL Butter, Maronen und geriebenen Parmesan unterrühren. Die Polenta abkühlen lassen und zu runden flachen Plätzchen mit ca. 5 cm Durchmesser formen. Die Polentafladen in 2 EL Butter in einer großen Pfanne goldbraun anbraten.

Die geschälten Zwiebeln vierteln und in Olivenöl andünsten. Mit einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer würzen, Thymianblättchen dazugeben und mit Noilly Prat und Fond ablöschen. Zugedeckt ca. 8 min weich kochen. Den Deckel entfernen und die Flüssigkeit soweit verdampfen lassen bis eine sirupartige Soße entsteht. Abschmecken.

Die geputzten Pilze in dünne Scheiben schneiden und mit Thymianblättchen in Öl braun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Das im Ofen gegarte Lamm salzen und mit Rosmarin und angedrückten Knoblauchzehen in einer geölten Gußeisenpfanne von jeder Seite ca. 1 bis 2 Minuten scharf anbraten und pfeffern. Das Fleisch in Tranchen schneiden, auf einen Teller geben und mit der Soße der Zwiebeln beträufeln. Die Beilagen daneben anrichten und genießen!IMGP1746sätt

Print Friendly

16 Gedanken zu „Rückwärts gebratener Lammrücken mit gebackener Maronenpolenta und Noilly Prat Zwiebeln“

  1. Liebe Simone,
    ich komme ja aus der Verlegenheit zu so viel Lob gar nicht mehr heraus!!!
    Wie fein, dass es Dir so gut gelungen ist, Dein Lamm sieht fantastisch aus und wieder mal sind Deine Bilder unglaublich schön!

    Mir gefällt Deine Polenta besonders, ich mag ja ebenfalls die ausgebackenen Varianten lieber als einfach nur die Crème. Die Maronen darin werde ich mir merken, eine schöne Alternative!

    OT: schade, dass Du kein Kommentarabo in Deinem Blog hast, vielleicht kannst Du das einbauen?

    1. Die Maronenpolenta mußt du unbegingt probieren! Die fand ich bei dem Gericht fast am allerbesten, weil sie einen verdammt nussigen buttrigen leckeren Geschmack haben. Hab ich auch zum ersten Mal ausprobiert und bin begeistert!
      Ich muß mal schaun wie das mit der Kommentarfunktion funktioniert. WordPress ist ja leider nicht so mein Steckenpferd!

    1. Hmm, hab gerade mal nachgesehn, aber kann leider unter Diskussion nix finden, was mit Abo zu tun hat.
      Vielleicht kommt es auf die WordPress Version an, die man verwendet?

  2. Hört sich sehr sehr lecker an – auch wenn ich nicht unbedingt ein Lammfreund bin, würde ich das mit Sicherheit probieren!

    Vielen Dank für Deine gelungene 1. Eventteilnahme zum Valentinstag :)

    Grüßle aus Bayern
    Alice

    1. Vielen Dank für die Eventbetreuung! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Rezepte auszutüfteln und Bilder zu schießen.
      Das Lammrezept ist wirklich zu empfehlen. Die Qualität des Tieres ist sehr ausschlaggebend. Ich bin froh eine Lamm- und Wildhändlerin gefunden zu haben, die die Tiere selbst schlachtet und nur soviel wie sie letztendlich dann auch verkauft. D.h. sie legt großen Wert auf Vorbestellung, damit sie die frische Qualität auch gewährleisten kann.

    1. Na klar, geht wunderbar auch mit Rind! Die Polenta ist wirklich sehr zu empfehlen, sehr buttrig und nussig! Ich hätte fast das gute Lamm dafür stehen gelassen ;-)!

  3. da bekommt man ja richtig Hunger! Ich bin ein grosser Polenta-fan, aber Maronenpolenta habe ich leider bisher noch nie probiert – wird dank dir wohl auch Zeit!
    Super Rezpet und leckere Bilder!

    1. Die Maronenzeit ist ja leider nicht mehr so arg lange! Aber heute hab ich noch welche auf dem Markt gesehen. Also halt dich ran!

  4. Hübsch ,hübsch und lecker, lecker! Aber „rückwärtsgebraten“?!? Zu meiner Zeit nannte man das einfach „bei Niedertemperatur gegart“ 😉

    Anyway, ich habe mir das Rezept abgespeichert für die Zeit, in der die ganzen Zutaten Saison haben. Ist ja nicht mehr sooo lange hin.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>