Ente mit Linsen

Lange war ich nicht mehr hier. Die Osteria in der ich seit 8 Monaten arbeite nimmt mich ganz unter Beschlag, aber das heißt nicht, dass es hier keine Rezepte und Fotos mehr gibt. Ich koche weiterhin auch zu Hause leckere Gerichte, aber eben alles nicht mehr in dem Umfang wie zu Beginn meines Blogs. Außerdem hatte ich eine zeitlang Probleme mit dem Internet, aber jetzt geht’s wieder los.

Und was bietet sich Besseres an als den heutigen Tag mal mit einer kleinen Überraschung zu beginnen. Ich darf heute nämlich ein Türchen von Zorras kulinarischem Adventskalender für euch öffnen und vielleicht einen der Preise dabei abstauben.

Kulinarischer Adventskalender 2011 - Türchen 17

Für die kalte Jahreszeit habe ich mir ein leckeres und sättigendes Linsengericht mit Ente ausgesucht. Entdeckt habe ich es im Frankreichteil des Buchs Jamie unterwegs… von Jamie Oliver. Statt confierten Entenkeulen gibt es allerdings bei mir rosagebratenes Entenbrustfilet, weil’s schneller geht und man nicht so einen Haufen Fett zum Kochen braucht.

IMGP6814Ente mit Linsen

(Abgewandelt nach Jamie unterwegs…, Jamie Oliver)

Zutaten für 6 Personen:

2 Möhren klein gewürfelt
1/2 Stange Lauch klein gewürfelt
2 Stangen Sellerie klein gewürfelt
1 Zwiebel klein gewürfelt
Olivenöl
500 g Le Puy Linsen
1 l Gemüsebrühe
5 bis 6 Kartoffeln geschält und gewürfelt (bei mir gab’s Hörnchenkartoffeln)
2 bis 3 Entenbrustfilets (weibliche Enten bevorzugt)
5 Stiele Mangold (Stiele fein würfeln, Blätter grob zerkleinert)
Salz, Pfeffer
Rotweinessig
Saure Sahne zum Servieren
1 Bund Thymian
1 Bund Petersilie
1 Lorbeerblatt

Zubereitung:

Die Entenbrust bei 60 Grad für 40min in den Ofen schieben. Möhren, Lauch, Sellerie, Mangoldstiele und Zwiebeln 10 min bei mittlerer Hitze in Olivenöl anschwitzen. Linsen, Brühe und Kräuter im Ganzen dazu geben und 45 min unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. Nach 10 min die Kartoffelwürfel dazu geben. In den letzten 5 min die Mangoldblätter unter die Linsen rühren und zusammenfallen lassen. Mit Rotweinessig und Salz, Pfeffer abschmecken.

Die Haut der Entenbrust leicht einritzen mit Salz würzen und in einer leicht geölten Pfanne auf der Hautseite kräftig anbraten bis sie schön gebräunt ist. Anschließend noch 2 min auf der Fleischseite braten und in Tranchen aufschneiden. Mit Linsengemüse, saurer Sahne und frisch gehackter Petersilie servieren. Buon Apettito!

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Hallo liebe Leute,

wollte kurz mal ein Lebenszeichen von mir geben, da ich schon länger nicht mehr hier war! Bin gerade völlig abgeschnitten vom Internet und das wird leider auch noch eine Weile so bleiben! Aber den 17.12. könnt ihr euch schonmal vormerken! Dann geht’s wieder los mit der Kocherei! Bis dahin, fröhliche Vorweihnachtszeit an alle!

Eure Simone

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Zimtblüten-Eis und dazu Crêpes Suzette

Ich wollte mir schon längst eine schöne neue Eismaschine mit Kompressor zugelegt haben, tja und was ist?! Nix!!! Eisbattle also immer noch mit meiner Null-Acht-Fünfzehn-Eismaschine! Wie soll das nur weiter gehn?! Arthurs Tochter und Chef Hansen machen sich bestimmt schon lustig über mich. Die beiden posten auf ihren Blogs und auf facebook ständig so überkanditelte Eiskreationen und ich gerate mächtig in Zugzwang.

Hach, ich lass mich doch durch solch aufgedrehte Hähne und Hühner nicht aus der Ruhe bringen. Deshalb hab ich die letzten Wochen erst mal ein wenig Basenfasten gemacht. Naja, nicht ganz so streng, aber Eis gab’s definitiv keins! Und außerdem sind hier garantiert viele Leser, die die kleinen, feinen Töne zu schätzen wissen. Hier ist nämlich nix mit Paukenschlag und Trompeten! Hier gibt es kein Eis aus Kürbis, keins aus Avocado und auch keins mit langem, kurzem und was weiß ich Pfeffer! Nein, hier geht’s total simpel zu! In mein Eis kommen nur Zimtblüten, sonst nix!

IMGP6665Dazu gibt’s klassische Crêpes Suzettes und ruck zuck ist ein tolles Dessert auf dem Teller.

Zimtblüteneis mit Crêpes Suzette

Zutaten:

Für das Zimtblüteneis:
300 ml Sahne
300 ml Milch
4 bis 5 Eigelb
80 g Zucker
15 Zimblüten im Mörser fein gemahlen

Für 4 Crêpes Suzettes:
130g Milch
120ml Wasser, am besten mit Sprudel
4 bis 5 Eier
100g Mehl
20g Zucker
Prise Salz
Rapsöl zum Ausbacken

Für die Soße:
80g Zucker
50g Butter
Saft und Abrieb von 2 Orangen
ein großer Schuß Cointreau

Zubereitung:

Milch und gemahlene Zimtblüten mit Zucker in einem Topf erhitzen bis sich der Zucker gelöst hat. In einer separaten Schüssel das Eigelb verquirlen und die heiße Milch mit einem Schneebesen zügig unter die Eigelb rühren. Alles wieder zurück in den Topf gießen und unter ständigem Rühren auf 78 Grad erhitzen. Die Temperatur so lange beibehalten bis die Flüssigkeit durch das Ei leicht angedickt ist.

Eiercreme mit Sahne mischen und abkühlen lassen. Zu Beginn über kaltem Wasserbad oder im Kühlschrank, anschließend für ca. 20 min im Froster. In einer Eismaschine zu cremigem Eis gefrieren lassen.

Für den Crêpe-Teig alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Schneebesen gründlich vermischen und 10 min ruhen lassen. Für die Soße inzwischen den Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen. Die Butter dazu geben und kurz mitbräunen. Mit Orangensaft und Cointreau ablöschen und den Karamell bei mittlerer Hitze auflösen. Zum Schluß die Orangenschale hineinrühren.

Den Teig in einer Pfanne mit etwas Rapsöl zu dünnen Crêpes ausbacken und zu einem Dreieck zusammenschlagen. In der Soße kurz wenden und mit Eis servieren. Buon Appetito!

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Foodbloggertreffen und das Geheimnis der Polentaschnitten

Das Würzburger Foodbloggertreffen war der absolute Wahnsinn! Was wurde hier nicht alles fotografiert, geschlemmt und gelacht, Torten geklaut und viel zu viel Desserts gemacht.

IMGP5837Alles in allem einfach nur wunderbar und ich bin schon wieder absolut wiederholungsbedürftig!

IMGP5849aussDie Stimmen zu Polentaschnitten und Schmorhuhn waren schon am Abend grandios, die Rufe auf facebook nach den Rezepten werden immer lauter und deshalb komm ich wohl nicht drum rum, auch wenn ich am besagten Abend gar keine Zeit hatte Fotos zu schießen. Aber nach ein wenig Kramerei in meinem Foto-Archiv habe ich doch tatsächlich ein paar Fotos meiner letzten Geburtstagsfeier gefunden, bei der es unter anderem auch die tollen Schnittchen gab. Schmorhuhn muss ich wohl oder „übel“ nochmal kochen, denn ohne Fotos geht nix!

IMGP5847Polentaschnitten mit Ratatouille und Kapern

Zutaten für ein Backblech:

750ml Milch
350ml Geflügelfond
400ml Wasser
100g Butter
2 Knoblauchzehen
2 weiße Zwiebeln
ein paar Zweige Rosmarin und Thymian oder Salbei
Salz, Pfeffer, evtl. Muskat
80g Parmesan
300g Polenta grob
Mehl fürs Mehlieren
Rapsöl oder Olivenöl und etwas Butter zum Ausbraten

Gemüse:
2 Paprika rot, gelb
1 Aubergine
Tomaten aus der Dose
1/2 EL weißer Balsamico
Olivenöl
1 Knoblauchzehe fein gewürfelt
1 bis 2 Zwiebeln fein gewürfelt
Rosmarin oder Thymian
Kapernäpfel oder Salzkapern abgespült und abgetropft
Salz, Pfeffer, Prise Zucker

Zubereitung:

Butter zur Nussbutter bräunen, dann mit grob gewürfelten Zwiebeln, angedrückten Knoblauchzehen und Kräutern ein paar Minuten andünsten. Mit Milch, Fond und Wasser ablöschen, einmal aufkochen und 15min auf abgeschalteter Herdplatte ziehen lassen. Würzen und abpassieren. Die Flüssigkeit erneut aufkochen vom Herd nehmen und die Polenta zügig unterrühren. Bei leichter Hitze unter Rühren quellen lassen und zum Schluß den Parmesan und die Gewürze hinzufügen. Abschmecken und dann auf ein mit Frischhaltefolie ausgelegtes Backblech streichen und gut auskühlen lassen. Das kann alles auch schon einen Tag vorher vorbereitet werden.

Wenn die Polenta fest ist, Stücke schneiden und in Mehl wenden. In Öl und etwas Butter leicht gebräunt anbraten. Ruhig bisserl dunkler als auf den Fotos. Das schadet nix und bringt ne schöne Kruste.

Alle Gemüsesorten klein würfeln und separat in einer Pfanne anbraten. Anschließend Zwiebeln, Knoblauch und eine Prise Zucker in etwas Öl weich dünsten. Angebratene Gemüsewürfel dazu geben und mitdünsten. Tomatendose und Kräuter dazu und einköcheln bis man eine sämige Gemüsesoße erhält. Würzen und etwas Balsamico dazu geben.

Gebackene Polentaschnitten mit Gemüse und Salzkapern oder Kapernäpfel garniert servieren. Buon Appetito!

IMGP5837aussWeitere toll bebilderte, schöne und lustige Berichte der Teilnehmer und auch ein Artikel in der Regionalpresse findet ihr hier:

Heikes Blog
Sammelhamster
kyche
Brot und Rosen
Süße Hex zum ersten und zum zweiten
Dillspitzen
Azestoru
Einfach köstlich
lamiacucina
Schnuppschnüss
Miris Kitchen
Essen aus Engelchens Küche
Deichrunner
Kochfrosch
CorumBlog
Chili und Ciabatta
Einfach Guad
Foodina
Kräutersturm
Cucina e piu
Digilotta
mein i-tüpfelchen
Würzblog


Mainpost-Artikel

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Omelette mit Radicchio, Ricotta und Bacon

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich viele Kochbücher besitze, die ich in erster Linie aufgrund ihrer schönen Fotos kaufe und häufig koche ich daraus kein einziges Gericht, obwohl ich sie öfter in die Hand nehme. Donna Hay macht solche!

IMGP6185Kürzlich saß ich mal wieder mit einem ihrer Bücher Schnell, frisch, einfach. in der Hand auf dem Sofa und mir ist die Frittata mit Chorizo, Spinat und Ricotta sofort ins Auge gestochen. Das einzige was ich davon allerdings zu Hause hatte waren Eier und wer mich gut kennt, der weiß die 2. Zutat… Ricotta, richtig! Ohne Ricotta könnt ich nicht leben. Ich liebe dieses Zeugs! Also stand ich mal wieder kurz davor ihr Buch wegzulegen, ohne daraus zu kochen. Aber dann ist mir doch noch was cooles eingefallen. Statt Spinat gibts bei mir Radicchio und statt Chorizo einfachen Frühstücksspeck, der seit Chef Hansens Speck-Event auch des öfteren mal in meinem Kühlschrank wohnt. Danke Alex! Ob ich damit wohl, so wie Heike, auch an der Fattbattle teilnehmen kann? Wer hat die eigentlich nochmal ins Leben gerufen? Das war bestimmt Astrid aka Arthurs Tochter kocht!

IMGP6197Und was soll ich sagen. Das Omelette war der volle Erfolg! Sowas von lecker und so hübsch anzuschaun!  Eigentlich sagt man das ja nur den Männern nach, aber ihr wisst ja mittlerweile, ich reagiere stark auf optische Reize. Der Trieb macht noch nicht mal vor Kochbüchern und Essen halt, tssss!

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Omelette mit Radicchio, Ricotta und Bacon

(Nach einer Idee von Donna Hay; Schnell, frisch, einfach)

Zutaten für eine kleinere bis mittelgroße Pfanne und 2 Personen:

4 Scheiben Speck
5 Eier
ein paar Radicchioblätter
100 ml Sahne
100 ml Milch
150 g Ricotta
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Piment d’Espelle
ein paar Thymianzweige

Zubereitung:

Den Backofengrill vorheizen. Den Radicchio in grobe Stücke pflücken und mit etwas Öl vermischen. Die Eier mit Sahne, Milch, Salz und Pfeffer verquirlen. Öl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen, den Bacon darin knusprig braten und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Beiseite stellen. Wieder etwas Öl in die Pfanne geben und die Eimischung reingießen. Bei mittlerer Hitze 3 min stocken lassen. Anschließend Radicchio, Thymian und Ricottakleckse auf dem Omelette verteilen und ca. 2 min unter den Grill schieben. Vor dem Servieren etwas Piment d’Espelle auf den Ricottaklecksen verteilen, mit frischen Thymianblättchen bestreuen und den knusprigen Bacon dazu reichen. Buon Appetito!

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