Indisch Kochen Teil 3

Heute kommt der Gemüseteil des Indischen Kochabends dran. Freut euch auf Auberginen in Joghurtsoße, Blattkohl aus Kaschmir und ein hammermäßiges scharfes Tomatencurry.

Alle Rezepte sind wie in Teil 1 angekündigt aus dem Kochbuch Indien von Pushpesh Pant. Tina von Foodina köchelt auch schon fleißig aus diesem umfangreichen Buch und eine weitere Rezension findet ihr bei Valentinas-Kochbuch.

Auberginen in JoghurtsoßeFür mich als bekennende Auberginenliebhaberin musste natürlich ein Auberginengericht am indischen Abend auf den Tisch und die Kombination mit erfrischendem Joghurt und leckeren Gewürzen fand ich total super. So ein ähnliches Rezept habe ich früher schon öfter mit Basmatireis zubereitet. Es eignet sich also auch ganz wunderbar als Hauptgericht, dazu ein wenig Reis, Couscous oder Fladenbrot und ihr könnt es euch gut gehen lassen.

Blattkohl

Um die Gemüseauswahl noch etwas zu erweitern habe ich mich für ein scharfes Blattkohlgemüse entschieden. Ich habe dafür ein Stängelgemüse aus dem Asialaden besorgt, dass sich als leicht bitter entpuppt hatte, aber nicht unangenehm. Fragt mich aber bloß nicht wie das hieß. Das hatte einen sehr exotischen Namen, den ich mir beim besten Willen nicht merken konnte. Sehr gut eignen würde sich sicherlich auch Cime di Rapa oder zur Not Pak Choi. Als Alternative könnte ich mir natürlich auch Brokkoli gut vorstellen.

In erster Linie ging es mir bei diesem Rezept um die grüne Farbe, denn die Auswahl am Tisch soll einen ja schließlich animieren alles zu probieren. Und nicht zu vergessen: Grünes Gemüse ist besonders gesund! Eigentlich sollte man davon jeden Tag etwas zu sich nehmen, deshalb versuche immer mal wieder einen grünen Smoothie in meine Ernährung einzubauen. In Kombination mit Obst sehr zu empfehlen!

Tomatencurry

Ein absolutes Highlight am indischen Abend war für mich das scharfe Tomatencurry. Beim Durchlesen des Rezepts hätte ich nie gedacht, dass mir das Gericht so dermaßen gut schmeckt. Es hört sich ja auch nicht unbedingt besonders spektakulär an. Tomaten mit Gewürz eben. Aber das besondere für mich ist das Ghee darin. Das solltet ihr beim Nachkochen auf keinen Fall weglassen, das hebt den Geschmack in ganz andere Sphären. Das Geheimnis ist wohl die Kombi Tomate mit Butter, was mich dabei so entzückt grinsen lässt. Das hat schon damals meine Mutter gewusst, die mir immer mein geliebtes Tomatenbutterbrot geschmiert hat. Hier gilt ebenso wie bei den Auberginen, dass es sich mit Reis in der Kombi auch gut als leckeres Hauptgericht eignet. Und nicht irritieren lassen. Die Zimtstange gehört eigentlich zum Reisrezept, das ich euch im nächsten und letzten Indisch Kochen Teil zusammen mit einem unschlagbaren Spinatfladenbrot zeigen werde.

Tomatencurry mit Reis

Auberginen in Joghurtsoße
(Dahi ke Baigan)

Zutaten:

2 Auberginen in Längsspalten geschnitten
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 große Prise Chilipulver
1/2 TL Gelbwurz/Kurkuma
2 TL fein geriebener Ingwer
2 TL fein geriebener Knoblauch
200 ml Naturjoghurt oder griechischer Joghurt
1 kleine grüne Thai-Chilischote
Salz, Pfeffer, Öl/Ghee

1 große Prise Asantpulver
1 TL Senfkörner
10 Curryblätter

Zubereitung:

Die Auberginenspalten mit meiner Lieblingsgarmethode für Auberginen in der Pfanne garen. D.h. in etwas Öl mit geschlossenem Deckel und bei mittlerer Hitze von allen Seiten rundherum gut gebräunt anbraten. Falls die Auberginen dann noch nicht weich sind, den Herd auf kleinste Stufe stellen und die Auberginen mit Deckel noch etwas nachziehen lassen. Falls sich zu viel Flüssigkeit bildet, den Deckel abnehmen. Auberginen warm halten.

Knoblauch, Ingwer und alle Gewürze in etwas Öl oder Ghee weich dünsten. Joghurt zugeben, leicht erwärmen und die Aubeginen unterheben. Abschmecken und Servieren.

Blattkohl aus Kaschmir
(Haak)

Zutaten:

1 Prise Asantpulver
1/2 TL Chilipulver
1 TL gemahlener getrockneter Ingwer
2 rote Chilischoten
1 kg Blattkohl in Streifen geschnitten
1 TL Garam Masala
Salz, Pfeffer, Öl

Zubereitung:

Asantpulver in etwas Öl in einer Pfanne 30 sec leicht bräunen. Restliche Gewürze und Blattkohl dazu geben. Bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel den Kohl weich dünsten. Gelegentlich umrühren. Wenn der Kohl weich ist sollte noch ein wenig Flüssigkeit in der Pfanne sein. Abschmecken und Servieren.

Scharfes Tomatencurry
(Tamatar ka Kut)

Zutaten:

1 Tomatendose 800g
1 TL fein geriebener Ingwer
1 TL fein geriebener Knoblauch
25 Curryblätter getrocknet
1 TL Bockshornkleesamen
3 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL Senfsamen
1/2 TL  Schwarzkümmelsamen
4 getrocknete rote Chilis
2 EL Ghee
2 Zwiebeln in Würfel geschnitten
1 TL Gelbwurz
1 TL Chilipulver
1 EL Kichererbsenmehl geröstet
Salz, Pfeffer, Prise Zucker

Zubereitung:

In einem Topf die Zwiebelwürfel in etwas Ghee weich dünsten. Ingwer und Knoblauch dazu und ebenfalls weich dünsten. Tomatendose zugeben und aufkochen. Das Kichererbsenmehl in 2 EL kaltem Wasser auflösen und zu den Tomaten geben. Die Soße ca. 10 min bei leichter Hitze einköcheln lassen.

In einer Pfanne in etwas Ghee alle Gewürze 3 min unter Rühren braten und zu den Tomaten geben. Alles gut verrühren und Abschmecken. Servieren.

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16 Gedanken zu „Indisch Kochen Teil 3“

  1. Ist das vielleicht Wasserspinat (Morning Glory)? Es schmeckt leicht spinatig, aber nicht ganz so intensiv und hat lanzenförmige Blätter? Ich koche auch sehr gerne nach Pushpesh Pant und bin begeistert, was Du alles nachgekocht hast. Glücklicherweise gibt es auch ein paar Kochbücher (Fresh India, India in 6) mit schnelleren Rezepten bzw. mehr Fotos. Die fehlen mir beim Pant nämlich ein bisschen… Schön, dass ich jetzt quasi bei Dir nachträglich Fotos gucken kann :) PS: Am 23.4. verlose ich im Blog im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ ein Indien-Kochbuch. Vielleicht magst Du ja mitmachen?

    1. Das Gemüse wurde weder unter deutschem noch englischem Namen im Asialaden verkauft, allerdings hatte es tatsächlich lanzenförmige Blätter, also könnte es sich wirklich um Wasserspinat handeln. Danke für die Einladung zu deinem Gewinnspiel, ich werde mir das Datum vormerken. Grüßle Simone

  2. Das Tomatencurry werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
    Ich bin genauso wie du ein Auberginen-Fan, die Rezepte von Ottolenghi dazu sind auch immer super…. :)

  3. Das sieht ja wirklich lecker aus. Ich bin letztes Woche das erste Mal auswärts indisch essen gewesen und habe ein ähnliches Tomatencurry im Restaurant Shalamir in Hamburg gegessen – einfach köstlich.

    Danke für das Rezept!

  4. Mit einem Jahr Verspätung habe ich vorhin die Auberginen in Joghurtsosse zusammen mit mehreren anderen indischen Leckereien aufgetischt. Superlecker!!! Das nächste mal gibts das Tomatencurry und … und …

    1. Freut mich, dass es euch geschmeckt hat. Ich finde, dass es mal eine richtig gute Abwechslung zu den bekannten Standard-Auberginen-Gerichten ist.

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