Gianduja-Eis

Nachdem ich mich mit meiner Eismaschine wieder versöhnt habe, was beim Heidelbeer-Mascarpone-Eis nachzulesen ist, habe ich mich mal nach Büchern über Eis umgeschaut. Viele Blogger, wie Paule von paules ki(t)chen, Moey von moey’s kitchen und Alex von Chef Hansen schwören auf The Perfect Scoop von David Lebovitz und deshalb habe ich dieses Buch auch seit kurzem im Kochbuchschrank. Im Hause Pi mal Butter wird nun ordentlich Eiscreme hergestellt.

Das Gianduja-Eis-Rezept hat mich sofort total angemacht. Erstens liebe ich Gianduja, weil es aus Italien stammt – die Italiener machen einfach das beste Nuss-Nougat – und zweitens komme ich an der Kombi Schokolade mit Nuss sowieso nicht vorbei. Soll mir einer sagen, er könnte daran ohne mit der Wimper zu zucken vorbei kommen, ich würde ihn wortlos stehen lassen. Sowas kann ich einfach nicht für voll nehmen!

IMGP5034Also, an alle die das Gianduja-Eis völlig kalt lässt und die hier ohne Herzklopfen vorm Bildschirm sitzen, sofort den Blogeintrag wechseln oder vielleicht mal bei Arthurs Tochter vorbei schaun. Dort kann das Herzklopfen dann eventuell durch Fleisch, Wein und Soße hervorgerufen werden!

Gianduja-Eis

Achtung: ich hab das Rezept abgeändert, weil es unvollständig bzw. falsche Angaben enthielt!!! Man stellt es her und hinterher weiß man nicht mehr genau wie man es gemacht hat. Sorry, Schande über mein Haupt!

(Aus The Perfect Scoop von David Lebovitz, etwas abgewandelt, vor allem hab ich die Zuckermenge reduziert, weil mir das Eis sonst viel zu süß ist.)

Zutaten:

180 g geröstete Haselnüsse
370 ml Milch
370 ml Sahne
100 g Zucker
Prise Salz
180 g 60 % ige Valrhona-Kuvertüre grob gehackt
3 Eigelb
1 Vanilleschote

Zubereitung:

Die gerösteten Nüsse in einem Geschirrtuch aneinander rubbeln, um möglichst viel der braunen Haut zu entfernen. Anschließend in einem Mixer fein mahlen. Milch mit Zucker, Salz, Vanillesamen und ausgekratzter Schote in einem Topf erhitzen und die gemahlenen Haselnüsse unterrühren. Topf vom Herd nehmen, zudecken und 1 Stunde ziehen lassen. Die Sahne mit 120 g gehackter Schokolade erhitzen bis sich die Schokolade aufgelöst hat und beiseite stellen. Die Nussmilch durch ein feines Sieb gießen und die Nüsse ausdrücken, sodass möglichst viel Flüssigkeit gewonnen wird. Haselnüsse im Sieb entsorgen.

Die Haselnussmilch erneut in einem Topf leicht erwärmen und die verquirlten Eigelb mit einem Schneebesen einrühren. Die Mischung unter ständigem Rühren weiter erhitzen bis die Masse 78 Grad erreicht und leicht andickt. Nicht höher erhitzen, sonst gerinnt das Ei. die angedickte Nussmilch mit der Schokosahne vermischen und die Eismischung über einem kalten Wasserbad abkühlen, dann in einem geeigneten Gefäß für eine Stunde in den Tiefkühler stellen und ab und zu umrühren. Die restlichen Schokoladenstückchen unterziehen, wenn die Mischung gut durchgekühlt ist. In der Eismaschine zu einem cremigen Eis gefrieren lassen. Buon Appetito!

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48 Gedanken zu „Gianduja-Eis“

  1. Ich habe mir das Buch letzte Woche auch bestellt und muss sagen: Sehr toll. Da ist wirklich fast alles drin was man benötigt um gutes Eis zu machen. (Was mir jetzt noch fehlt wäre eine richtige Eismaschine…*hüstel*)
    Habe am Sonntag Zimteis hergestellt, in das ich mich ohne zu zögern hineinlegen würde.

  2. Wow… sieht das lecker aus!! Ich merke gerade, dass ich dringend was Essen muss… dieses Eis macht mich direkt an. Dumm nur, dass ich keine Eismaschine habe… ;(

    LG

    1. Die Akku-Rührmaschinen wären doch ein passendes Einstiegsmodell für dich, wenn du keine riesen Anschaffung machen möchtest. :-)

    1. Hab ich mir doch gedacht, dass dich das nicht kalt lässt ;-)! Übrigens arbeite ich in der Osteria Trio in der Küche! Also falls du mal dort essen gehst, dann kannst du dich ja mal zu erkennen geben!

        1. Mit Pizza hab ich angefangen und jetzt werd ich so langsam auch in die Geheimnisse der Vorspeisen-, Pasta-, und alles andere was nicht Pizza ist- Station eingelernt! Ne Kirschtarte hab ich auch schonmal fürs Dessert gemacht. :-)

    1. Da sind so tolle Eissorten drin. Am liebsten würd ich jeden Tag Eis machen, aber da spielen meine Hosen leider nicht mit und meine Eismaschine ;-)!

  3. Ich habe doch tatsächlich von vielen lieben Freunden gemeinsam eine gaaaaaaaanz tolle Eismaschine zum Geburtstag bekommen. Also steht demnächst der Zubereitung dieser Köstlichkeit nichts mehr im Wege! :)

    1. Da würde mich doch mal interessieren, welche du bekommen hast. Ich kann mich da nämlich echt nicht entscheiden. (Wie so häufig wenn etwas deutlich über 100 Euro kostet. Da kommt bei mir dann immer die Panik einer Fehlinvestition – mit der Folge dass ich mir gar nichts kaufe. Das ist auch der Grund, warum mein PC nächstes Jahr 10 Jahre alt wird und der Mac 6.. *hüstel*)

  4. Das ist schon eine der leckersten Eissorten überhaupt – besonders lecker wird´s, wenn man noch ein wenig richtig dunkle Schokolade, 100g oder so, in einem Kännchen schmilzt und kurz vor Schluss mit dünnem Strahl ins Eis gibt. Der Mehraufwand ist zu vernachlässigen und es gibt dem Eis den letzten Schliff – find ich 😉 Zuckermenge ist auch kritisch, was die Cremigkeit des Eis angeht – aber das sieht hier nicht so aus, als ob du damit Probleme gehabt hättest – lecker Bildchen :-)

      1. Keine Schokosauce – die flüssige Schokolade wird beim Kontakt mit dem Eis in der Maschine sofort wieder fest und da sie nur sehr dünn ist splittert sie beim Rühren und es gibt: Schokosplitter. Wie beim Stracciatella.

          1. Ich habs in der Stracciatella-Variante wie von Alex beschrieben vor einiger Zeit gemacht und gebloggt.
            Mein absolutes Lieblingseis, was das Aroma und den Geschmack angeht!

          2. Ja, habs gesehn! Ist wirklich ein tolles Eis! Mir gefällt das Haselnussaroma so besonders, weil man das selten so gut im Eisladen bekommt und ich liebe Nusseis über alles. Muss mal an einer Variante ohne Schoki tüfteln, dafür mit vollem Nussgeschmack!

    1. Ja, ja du hast ja Recht, ich sollte die Rezepte nicht immer so vereinfachen wollen, gell ;-)?! Ich hatte bisle Angst, dass der Akku nicht genug Kälte-Power hat, wenn ich geschmolzene Schoki dazu geb, aber klar kommt an Stacciatella-Stückle im Eis eigentlich nix ran! Das nächste Mal mach halt ich mich dann aber ans Rezept ;-)! Also ich finde, dass man bei Lebovitzs Rezepten wirklich ein kleines bißchen Zucker reduzieren ohne an Cremigkeit zu verlieren. Meiner Meinung nach übertreibts der nämlich a bisle!

      1. Ach, ich wollte auch garnicht hier rumnölen… Ich find Pi mal Butter nämlich super! Und dass mal jemand den Weltzuckerverbrauch einbremst find ich auch super – werd ich gleich beim nächsten Eis auch probieren, wobei´s mir bisher bei den Rezepten noch nicht sooo aufgefallen ist.

  5. Liebe Simone, ich bin inzwischen ja nun fast süchtig nach Deinem blog (by the way: ich habe eben wieder eine Knobizehe auf Baguette vertilgt – mein Mann redet kaum noch mit mir ;-). Aber dieser Beitrag ist nun wirklich eine Attacke auf meine guten Vorsätze, bis zum Urlaub ein wenig abzuspecken. Ich kann, glaube ich, nicht anders, als das Eis am Wochenende auszuprobieren. Und dann steht noch Susannes Eisschokolade auf dem Programm. Halleluja!

    1. Na, an Ehescheidungen will ich genauso wenig schuld sein wie an Diätabbrüchen. Kann sich dein Herr Gemahl nicht auch ab und zu ne confierte Knobizehe reinziehen? Und der wird sich doch bestimmt auch für das Gianduja-Eis opfern, oder ;-)?! Susannes Eisschokolade? Hab ich da was verpasst? Wo?

        1. Ahh, da muss ich auch mal wieder vorbei schaun! Zur Zeit komm ich einfach viel zu wenig zum Lesen der anderen Blogs, leider!

    1. Wow, das scheint n Wälzer zu sein! Danke für den Tipp! Mit The Perfect Scoop bin ich jetzt erst mal ne Weile beschäftigt, aber mal sehn. Kochbücher kann man ja nie genug haben ;-)!

  6. Da muss unbedingt dunkle Schokolade rein, Alex hat recht. Ich habe das Rezept von Moey nachgemacht und die dunklen Schokosplitter sind wirklich ein Beschleuniger für den Haselnussgeschmack. Die Schokolade wird ohnehin bei recht geringer Temperatur geschmolzen und dann wieder auf Zimmertemperatur gebracht, bevor sie in das Eis fließt. Insofern muss die Maschine nicht unter hohen Temperaturen leiden. Man mussnur darauf achten, dass der Strahl wirklich sehr dünn ist, weil man sonst gleich riesige Brocken im Eis hat.

    Ich finde es sehr beundernswert, dass Du ein paar geröstete Haselnüsse zur Deko aufgehoben hast. Ursprünglich hatte ich das ja auch vor. Aber dann sind sie irgendwie verschwunden…

    1. Also ich seh schon, bald gibts Gianduja-Eis reloaded, dann mit Schokosplitter ;-)! Ach ja, das mit den Haselnüssen kann jedem mal passieren ;-)!

  7. Ich sitze weinend vor dem Monitor und verfluche meine doofe Nussallergie! ;__; Das sieht so unglaublich lecker, zart-schmelzend und köstlich schokoladig aus, ein Traum. Sollte ich mir nächstes Jahr doch auch mal eine Eismaschine anschaffen weiß ich aber jetzt auf jeden Fall schon einmal, welches Buch ich mir zuerst besorge :)

    1. Oh nein! Nussallergie ist ein gemeines Miststück! Wenn ich die hätte könnt ich einpacken! Ich ess jeden Tag mindestens eine Handvoll Nüsse! Warum nächstes Jahr? Eine Eismaschine muss her ;-)!

  8. Uuuuuuuuuuuuuuuuh, ist das lecker!
    Ich hab seit einer Woche auch meine (Cor)Tina zu Hause und bin überglücklich! Dein Eis war das zweite Experiment darin und ist wirklich wunderbar geworden, vielen lieben Dank!
    Falls du mal schauen magst:
    http://kochlloquium.blogspot.de/2013/06/groes-kennenlernen-gianduja-eis.html
    Dein Zimtblüteneis habe ich auch schon im Hinterkopf, Zimtblüten wären auch da… Vielleicht nächstes Wochenende :)
    Viele liebe Grüße!

    1. Ciao Bella, die Temperaturen schreien ja förmlich nach Eis! Lass es dir schmecken und viel Spaß mit deiner neuen Eismaschine!

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