Farinata di Ceci mit Linsenragout

Ich liebe Hülsenfrüchte und besonders Linsen und Kichererbsen und deshalb habe ich die Farinata di Ceci (sprich: tschetschi) zum ersten Mal in einem der Dörfer der Cinque Terre in Ligurien probiert. Diese dünnen Fladen aus Kichererbsenmehl gibt es dort in kleinen Imbiss-Buden. Sehr lecker, aber für meinen Geschmack etwas zu fettig. Beim Stöbern im Netz bin ich dann auf Rezepte von lamiacucina und dem kleinen Kuriositätenladen gestoßen, die mir wesentlich besser gefielen.

IMGP6132Das Kichererbsenmehl hab ich aus dem Urlaub mitgebracht, aber es müsste in gut sortierten Supermärkten oder Reformhäusern problemlos zu bekommen sein. Geschmacklich erinnert mich die Farinata an feste Pfannkuchen mit nussigem Kichererbsengeschmack. Wirklich sehr lecker und total einfach herzustellen. Der Teig ist tatsächlich ähnlich des eines Pfannkuchens, allerdings ohne Ei. Und gebacken wird das ganze im Ofen, also kann man sich währenddessen ganz easy um die Beilagen kümmern.

IMGP6147Die Fladen eignen sich auch super als kleiner Snack zwischendurch. Dafür würde ich sie besonders lange backen, damit sie außen schön knusprig sind. Und man könnte für ein wenig geschmackliche Variation auch Rosmarin, Kreuzkümmel und Co. mit in den Teig geben. Schmeckt bestimmt auch nicht schlecht.

IMGP6136Als Beilage gab es bei mir ein Linsenragout und Tomaten mit Basilikum-Öl. Aber der Fantasie sind da wirklich kaum Grenzen gesetzt.

Farinata di Ceci mit Linsenragout

Zutaten für ein Backblech:
200 g Kichererbsenmehl
1 gestrichener TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
500 ml Wasser
2 EL Olivenöl
Olivenöl zum Einfetten

100g braune Linsen
2 Möhren
1 Zwiebel
2 Frühlingszwiebeln
ein paar rote Peperoniringe
alter Balsamico di Modena
Salz, Pfeffer, Olivenöl, Prise Zucker

Tomaten
Basilikum
weißer Balsamico Essig, Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Kichererbsenmehl, Salz, Wasser und Olivenöl zu einem dünnflüssigen Teig verrühren. 30 Minuten ruhen lassen. Ein Backblech im Ofen auf 220°C vorheizen. Etwas Olivenöl im heißen Blech verteilen und den Teig einfüllen. Sofort in den Ofen schieben und ca. 2o bis 25 min goldbraun backen. Nach dieser Methode wird der Fladen relativ weich, ähnlich wie ein Pfannkuchen. Wer die Farinata gerne knusprig haben möchte, wie Robert von lamiacucina, der sollte etwas mehr Öl verwenden, den Teig nicht höher als 8 mm einfüllen und etwas länger backen.

Für das Linsenragout, die Zwiebel und Möhren in kleine Würfel schneiden und mit einer Prise Zucker in Olivenöl anschwitzen. In Italien sagt man dazu Sofritto. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze weich dünsten. Evtl. etwas Wasser zugeben, damit nichts anbrennt. Die Linsen nach Packungsanleitung in Wasser garen bis sie weich sind. Die fertigen Linsen im Sieb abtropfen lassen und zum Sofritto geben. Alles erneut erhitzen und mit Salz, Pfeffer und Balsamico würzen.

Basilikum im Mörser fein zerreiben. Die Paste mit Olivenöl und ein paar Tropfen Essig mischen und über die geputzten Tomaten geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und Basilikumblättchen darüber streuen.

Die Farinata aus dem Ofen holen und in Stücke schneiden. Mit Linsenragout anrichten und den Tomatensalat dazu reichen.  Buon Appetito!

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19 Gedanken zu „Farinata di Ceci mit Linsenragout“

          1. Ich hab‘ welches 😀
            Im neuen Asiasupermarkt in der Nürnbergerstraße gibt es Kichererbsenmehl, juchhu, jetzt kann die Farinata nachgebacken werden!

  1. Rezept für die Kichererbsenfladen notiert, jetzt hoffe ich nur noch ein Kichererbsenmehl zu bekommen. Ich werde berichten, wie sie mir geschmeckt haben.glg

  2. Geschmacklich ähnlich wie „feste Pfannkuchen mit nussigem Kichererbsengeschmack“ – wäre ich nicht vorher eh schon wegen dem Foto an der Angel gehangen, dann spätestens mit diesem Statement. Schönes Rezept und Linsen mag ich auch. LG

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