Bei Steph vom kleinen Kuriositätenladen entdeckt und sofort angefixt. Unglaublich wie man etwas Simplem so dermaßen erliegen kann! Es gibt nix Besseres, glaubt mir!
Am Besten ihr nehmt für das Knoblauch-Confit den rosa Knoblauch aus Frankreich – Ail Rose de Lautrec. Schon vor Längerem bin ich mal im Supermarkt über diesen fantastischen Knoblauch gestolpert, habe ihn danach aber leider in Würzburg nicht mehr ausfindig machen können, bis ich ihn bei meiner Lieblingsmarktfrau Hermine wieder entdeckt habe. Hier ein paar Radio-Interviews mit Hermine, die in unserem kleinen Städtchen schon quasi Kultstatus hat. Ich hoff ihr verstehtse a bisle unsere Hermine. Kampfadergeschwader, Knochenschleuder, Alugurke, Mundgulli, Krawallbrause und Gesichtsgrapfen find ich einfach nur klasse, ach was sag ich, eigentlich sind alle toll und einfach nur lustig. Ur-Fränkisch isse halt, die gute Hermine!
Durch die Wiederentdeckung des französischen Knoblauchs war ich dann total aus dem Häuschen und hab mich noch Tage danach gefreut wie ein Schnitzel! Seitdem verwende ich nur noch diesen hocharomatischen Knoblauch, dessen Duft mich immer ein wenig an Trüffel erinnert.
Steph benutzt ausschließlich Rapsöl zum Confieren, weil es dem Ganzen einen tollen Gelbton gibt. Ich habe Rapsöl und Olivenöl 1:1 verwendet. Durch das Confieren verliert der Knoblauch seine Schärfe, die man von rohem Knoblauch gewohnt ist und gleichzeitig entwickelt er einen unglaublich aromatisch süßlichen Geschmack.
Ich benutze zwar immer noch gerne rohen Knoblauch in Gerichten, die ich in der Pfanne brate oder im Ofen schmore. Wenns schnell gehn muss kommt der Confierte aber auch mal in den Topf. In Rezepten, die nicht erhitzt werden eignet sich der confierte Knoblauch wunderbar als Alternative zum rohen Knobi, zum Beispiel in Avocadocreme, Pesto und anderen Dips.
Confierter Knoblauch
Zutaten:
5 bis 6 Knollen Knoblauch (Ail Rose de Lautrec)
Öl (zum Beispiel Olivenöl und Rapsöl 1:1)
Knoblauchzehen vereinzeln und 20 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren und in Eiswasser oder kaltem Wasser abschrecken. Das Blanchieren erleichtert ein wenig das anschließende Schälen. Die geschälten Knoblauchzehen abtrocknen, in einen kleinen Topf geben und soviel Öl dazugeben bis die Zehen bedeckt sind. Bei minimaler Hitze und maximaler Öltemperatur von 80°C ca. 45 Minuten confieren. Wenn die Knoblauchzehen weich sind und eventuell leicht gebräunt, in ein verschließbares Gefäß geben und vollständig mit Öl bedecken.
Überschüssiges Öl filtern, in eine Flasche füllen und als leckeres Knoblauchöl zum Verfeinern von Gerichten verwenden. Das Knoblauch-Confit und das Öl halten sich im Kühlschrank einige Monate.








ich LIEBE eingelegten Knoblauch.. ich meine natürlich confierten Knoblauch. Könnte ich löffelweise essen!
Oh, löffelweise wär mir das bißchen zu viel des Guten
! Aber reinlegen könnt ich mich trotzdem!
Oh, den wollte ich doch immer schon mal machen – Danke für die Erinnerung und die schönen Fotos.
Gerne! Halt dich ran, sonst verpasst du echt was!
Davon werd ich mir demnächst auch mal nen kleinen Vorrat anlegen. Der Knoblauch, den ich bei uns auf´m Markt immer kaufe sieht genauso aus – mal fragen, ob das ein Rose de Lautrec ist – dann steck ich mal ein paar Zehen in unseren kargen Boden
Du mutierst zum Profigärtner, hab ich das Gefühl! Respekt! Ein Bericht muss dann aber auch sein!
Foodie halt: Kann man essen, macht Spaß
Aber die Runde auf der Slow Food Messe war schon auch sehr inspirierend – sagsch mal nen lieben Gruß!
Inspirierend in Bezug auf was? Meinst du dein Kräutergärtle? Hast mich ja heimlich still und leise mit deinen 21 Kräutern ganz schön überholt!
Ja, Garten, Pflanzen, anpflanzen – ich meinte jetzt nicht die Messe selbst, sondern worüber wir so gequatscht haben.
Ja, habs auch in deinem letzten Post gelesen, dass du jetzt schon auf 25 Kräuter aufgestockt hast. Mein lieber Scholli! Bei Gelegenheit müssen wir uns mal wieder ein Event ausgucken und nochmal einen Rundruf für andere Kochblogger starten. Das wär toll, wenn das mal wieder klappt. Der Cooking-Cup bei dem Heike gewonnen hat ist mir glaub ich ein bißchen zu ambitioniert. Weiß nicht ob das was für mich ist, so vor laufender Kamera und so.
Das werde ich auch ausprobieren. Du nimmst aber keinen frischen Knoblauch dafür oder?
Nein, bisher hab ich nur die schon Angetrockneten dafür genommen. Im Moment bekommt man aber nur den Frischen auf dem Markt, da hast du Recht. Aber eigentlich dürfte nix dagegen sprechen, den zu benutzen. Hat dann bestimmt ein bißchen anderes Aroma und die Schälarbeit wird wohl bei kleineren Zehen etwas schwieriger sein. Aber warum nicht?!
Das Knoblauch-Confit ist wirklich super, davon hab ich auch immer einen Vorrat da
Den schönen Rose de Lautrec-Knoblauch hab ich leider noch nie dafür verwendet, aber auch mit “normalem” Knoblauch vom Markt gelingt es richtig gut. Wie Du aber auch schreibst, finde ich den confierten Knoblauch vor allem in Salatdressings, Pesto & Co. gut, zum Kochen und Braten nehm ich nach wie vor lieber frischen. Liebe Grüße!
Der Rose de Lautrec ist auch unconfiert eine wahre Knobifreude! Ich finde der hat nie diesen fiesen stechenden Geruch wie manch günstiger Supermarkt-Knoblauch. Er hat eine feine Trüffelnote und ich liebe Trüffel!
Ich habe das auch schn ausprobiert, bin aber nicht so begeistert. Ich mag lieber die Schärfe und den intensiven Geschmack von frischem Knoblauch.
Jeder wie ers mag! Ich benutze frischen Knoblauch auch immer noch sehr häufig. Aber so als Alternative find ich den Confierten schon sehr toll!
Und wie sieht es mit der anschliessenden “Duftkomponente” bei diesem confierten Knoblauch aus? Ich habe mir normalerweise nämlich Gerichte mit Knofi für die arbeitsfreien Tage am Wochenende auf.
Hm, hab ich mir ehrlich gesagt noch gar keine Gedanken gemacht, ob man nach dem Verzehr arg nach Knobi riecht. Für mich ist jeder Tag Knobitag
!
Ich will auch mitmachen!! Mit dem Knoblauch confieren. Hört sich wahnsinnig gut an! Kommt confieren eigentlich von Konfitüre?? Lieben Gruß Susanne
Confieren kommt von einlegen, einmachen. Also könnte Konfitüre auch davon abgeleitet sein. Sicher bin ich mir da aber nicht. Confieren im Allgemeinen bedeutet in eigenem Fett garen bzw. abgewandelt in Öl garen. Ein Klassiker ist zum Beispiel confiertes Entenfleisch, aber mit Lachs oder Rinderfilet klappt das auch wunderbar. Das Fleisch wird bei niedriger Temperatur in Öl gegart und bleibt somit superzart und total saftig.
Mmmhhhh, den Knoblauch wollte ich auch immer schon mal machen. Danke für die ansprechenden Bilder und den Tipp mit der Knoblauchsorte!
LG Maja
Gerngeschehn! Einfach beim nächsten Marktbesuch ein paar mehr Knollen mitnehmen und schon kanns losgehn!
Oh ja, das hab ich mir bei Steph auch schon abgeguckt!! Sehr lecker!!! Und…ich mag´s mir einbilden, aber ich bin der Meinung man müffelt am nächsten Tag nich so schlimm, wenn man statt frischen den confierten Knoblauch ins Essen gemixt hat!?!
Lg, Sabine
Hab mir auch schon eingebildet, dass der Confierte etwas atemverträglicher ist
, aber so ganz ausschließen konnt ich das nicht.
So gestern habe ich den confierten Knoblauch gemacht und lasse ihn nun ein paar Tage durchziehen. Bin gespannt wie er schmeckt. Danke für das tolle Rezept.lg
Ja, habs auf deinem Blog schon gesehn, dass du den gemacht hast. Super Sache, gell?!
Toll! Confierter Knoblauch steht bei mir auch auf der Wunschliste für diesen Sommer. Mal sehen, ob ich solch tollen Knoblauch auftreiben kann.
Den musst du wirklich mal ausprobiern. Frischer schmeckt natürlich auch klasse, aber durch den Confierten hat man eben noch eine Variante mehr im Repertoir
!
Ich finde, der zartgrüne mit den großen Zehen aus der Türkei schmeckt auch sehr lecker, ist allerdings schwer zu finden!
Den türkischen kenn ich glaub ich gar nicht. Die Zehen vom französischen sind zum Teil auch sehr groß.