Karotten-Hummus, Lammbratwürste, Auberginen, Chopped Salad und Larissa-äh-Harissa-Joghurt

Larissa-Joghurt äh… Harissa-Joghurt! Ein Running Gag, eingeführt von unseren Freunden Örsla und Ferdi und seitdem nicht mehr wegzudenken. Überhaupt eignet sich Larissa-Joghurt als unkomplizierter Dip zu orientalischem Essen jeglicher Art.

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Mein zweiter Alltime Favourite Dip ist Hummus. Heute mal in Orange mit geschmorten Karotten, Dukkah und Purple Curry. Wirklich sehr zu empfehlen!

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Dazu gibt es einen Salat mit Granatapfelsirup und lecker weiche und leicht angeröstete Auberginen mit Minze, Zitrone und Pul Biber. Pul Biber sind leicht scharfe Chiliflocken mit ordentlichem Paprikacharakter und aus meinem Gewürzschrank absolut nicht mehr wegzudenken.

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Die Lammbratwürstchen würden sich ganz bestimmt lecker vom Grill machen lassen, wenn wir einen hätten. Simone leicht traurig… Aber eine Pfanne tut’s auch. Statt Grill stehen bei uns dafür jede Menge Kräuter und Lavendel auf dem Balkon, die es sich in der Abendhitze gemütlich machen.

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Karotten-Hummus, Lammbratwürste, Auberginen, Chopped Salad und Harrissa-Joghurt

Zutaten:

Karotten-Hummus:
1 kleine Dose Kichererbsen
3 EL Tahini
2 mittelgroße Karotten
100-150ml Wasser
Zitronensaft und -abrieb
1 kleine Knoblauchzehe
je eine gute Prise Dukkah und Purple Curry (z.B. von Ingo Holland)
Prise Kurkuma und Sumach
Salz, Pfeffer
Olivenöl und einen TL Schwarzkümmelöl oder Omega Green von Bio Planete
Korianderblätter und glatte Petersilie zum Bestreuen

Auberginen:
2 Auberginen längs geviertelt
1 Knoblauchzehe in Scheibchen
gute Prise Pul Biber
Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Olivenöl
frische Minze zum Bestreuen

Chopped Salad:
eine handvoll Tomaten geviertelt
ein Stück Gurke in kleinen Stücken
1 Romanasalatherz in Streifen geschnitten
1 Frühlingszwiebel in feinen Ringen
eine handvoll gehackte glatte Petersilie
Granatapfelsirup aus dem türkischen Supermarkt
weißer Balsamico
eine Prise Sumach
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Harissa-Joghurt:
1 TL Harissa Paste
3 EL türkischer Joghurt 10%
Prise Salz und 1 TL Olivenöl

Außerdem: Bio Lammbratwürste

Zubereitung:

Die Karotten gut waschen, klein schneiden und mit Salz und einer Prise Zucker und Öl in einem Topf weich dünsten. Gegen Ende der Garzeit Dukkah, Purple Curry und etwas Kurkuma zu den Karotten geben. Alle Zutaten für das Hummus inklusive Karotten und einen Teil des Wassers in einen Standmixer geben und mixen. Für eine geschmeidige Konsistenz evtl. etwas mehr Wasser zugeben. In eine Schüssel füllen mit Schwarzkümmelöl beträufeln und mit gehacktem Koriander und Petersilie besträuen. Eine Prise Dukkah und Purple Curry on Top und ab auf den Tisch.

Die Auberginenspalten in Öl von allen Seiten braun anbraten, salzen und mit Deckel bei schwacher bis mittlerer Hitze weich ziehen lassen. Aus der Pfanne nehmen und die Knoblauchscheibchen in etwas Öl glasig braten. Die Aubergine wieder dazu geben und mit Pul Biber und Pfeffer würzen. Bis zum Servieren warm halten. Dann in eine Schüssel geben, mit Zitronensaft beträufeln und mit reichlich Minze und etwas Pul Biber besträuen.

Den Salat mit Granatapfelsirup, Essig, Olivenöl und Salz, Pfeffer anmachen.

Alle Zutaten für den Harissa-Joghurt vermischen und die Würstchen grillen oder in der Pfanne braten. Hop Hop, alles auf den Tisch und los geht die Schlemmerei! Buon Appetito!

IMGP0816Wie man sieht kann es der Mitesser nicht erwarten, während der Teller des Foodbloggers schön aussieht, aber kalt wird…Hihi!

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Gemüse Mezze Platte: Alltagsküche und Resteverwertung

Heute zeige ich euch mal ein Gericht, dass so oder so ähnlich bestimmt schon drölfzigmal auf meinem Esstisch stand. Das ist das, was ich auf die Schnelle aus dem Kühlschrank hole und das, was unseren Mägen (dem meines Lieblingsmenschen und meinem) und unserer Seele gut tut!

Deshalb ist ein gut gefülltes Gemüsefach, ein paar Kräuter, ne‘ Zitrone und Hülsenfrüchte in der Dose unsere Standardausstattung in der Küche. Da kann einem der Tag oder in meinem berufsbedingten Fall, die Nacht um die Ohren fliegen, aber eines ist gewiss: Das Gemüsefach ist voll und alles wird gut!!!

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Mit einem einfachen Dressing aus Chili, Zitrone, Minze und Olivenöl lassen sich, ansonsten vielleicht etwas langweilige, Gemüsesorten toll aufpeppen. Glücklich ist der, der auch noch etwas Kreuzkümmel und Koriandersamen sein Eigen nennt, schon werden selbst Gemüseverächter zu karottenmümmelnden Gesellen.

Ein Tipp für alle die sich bisher noch nicht an frische Kräuter herangetraut haben: Kauft sie in ganzen großen Bündeln beim Türken oder Gemüsehandel, dort sind sie günstig und meistens frisch und versucht so oft es geht welche davon zu verwenden. Ihr werdet euch so dran gewöhnen, dass euch ein Essen ohne frische Kräuter nicht mehr wie ein Essen vorkommt. Sie können Bestandteil von Salat sein, sowohl im Dressing als auch als ganze Blätter, im Eintopf, Auflauf, als Pesto oder grüne Soße und und und. Werdet kreativ!

Hülsenfrüchte sind auch so ne‘ Sache. Sie sind sehr vielseitig und als Dosenvariante ultraschnell im Einsatz. Abspülen, fertig! Kichererbsen gehören zu meinen Lieblingen. Knusprig gebraten z. B. mit orientalischen Gewürzen wie im Wirsingsalat oder als leckerer Dip zu Fladenbrot und gebratenem Gemüse. Sie sind sättigend und herzhaft, sodass man Fleisch absolut nicht vermisst. Tofu ist natürlich nicht so jedermanns Geschmack, aber ich finde es kommt sehr auf die Marke an, die man kauft und dass man die Flüssigkeit gut auspresst, um ihn ordentlich scharf und knusprig anbraten zu können. Würzen nicht vergessen! Das braucht Tofu unbedingt: viel Salz! Aber weil er relativ neutral schmeckt, kann man sich bei seiner Würzung völlig verausgaben. Orientalisch, asiatisch oder sogar mediterran. Der vertägt wirklich viel!

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Bei diesem Gericht könnt ihr alles an Gemüse verwurschteln, was weg muss! Das Zitronen-Dressing passt immer! Versucht es mit Rosenkohl, Auberginen, Kohlrabi, Wirsing, Pastinaken, Blumenkohl, Broccoli… Die harten Gemüsesorten vorher klein schneiden und mit etwas Salz und wenig Zucker marinieren. Dann brauchen sie beim Braten später nicht so lange.

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Gemüse Mezze Platte

Zutaten für ca. 2 Personen: (so oder so ähnlich natürlich, also haltet euch nicht akribisch an die Angaben, erlaubt ist, was gefällt, oder was der Kühlschrank her gibt)

2 Zucchini längs halbiert und in Spalten geschnitten
2 Karotten in große Stifte geschnitten
1 Bund Lauchzwiebeln längs halbiert
200g fester Tofu (meine Lieblingsmarke: Alnatura)
Olivenöl
je 1 TL gerösteter und gemahlener Kreuzkümmel und Koriandersamen
(oder ihr probiert den Tofu mal mit meinem Golden Spice Mix, ich sag nur spicy!)
1-2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer

Hummus:
1 Dose Kichererbsen (400g Füllgewicht)
3-4 EL Tahini
Saft einer halben Zitrone
Salz, Pfeffer
1 TL gerösteter, gemahlener Kreuzkümmel
etwas Dukkah oder Zatar

Dressing:
Saft von 2 Zitronen und Abrieb von 1 Zitrone (Limetten gehen auch)
nach Belieben 1 Stück Peperoni fein gehackt oder getrocknete Chiliflocken
Olivenöl
1-2 EL gehackte Minze und/oder Basilikum
Salz, Pfeffer, evtl. eine Prise Zucker

Etwas Fladen- oder Weißbrot zum Servieren

Zubereitung:

Die Karotten leicht salzen und zuckern und 10 min stehen lassen, so verkürzt sich die Bratzeit etwas.

Die Zutaten für das Dressing in einer kleinen Schüssel vermischen und abschmecken.

Für den Hummus alle Zutaten in einen Mixer oder ein hohes Gefäß geben. Ca. 120ml Wasser oder auch mehr, je nachdem wie cremig euer Hummus werden soll, zufügen und mit dem Pürierstab oder dem Mixer pürieren. Abschmecken und in eine Schüssel füllen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und Zatar oder Dukkah darüber streuen.

Den Tofu in dünne Scheiben schneiden und zwischen Küchenpapier legen und fest pressen, sodass die Flüssigkeit austritt. Das Papier erneuern, wenn es sich voll gesogen hat und noch einmal pressen. Den Tofu in kleine Würfel schneiden und in Öl mit viel Salz knusprig anbraten. Gegen Ende Pfeffer, Gewürze und geriebenen Knoblauch zugeben und kurz mitschwenken. Beiseite stellen oder im Ofen bei 80 Grad warm halten.

Die Karotten in der Pfanne braten bis sie bissfest sind und leicht gebräunt. Die Zucchini in sehr heißem Öl stark von beiden Seiten anbraten. Sie sollen braun werden, aber nicht lätschig, sondern innen noch roh sein. So mag ich sie am liebsten. (Hab ein matschig-lätschiges Zucchinitrauma aus Kindheitstagen.) Die Lauchzwiebeln ebenfalls braten bis sie weich und süß werden und außen leicht gebräunt. Alles bis zum Servieren warm halten.

Das Gemüse auf einer Platte anrichten und mit dem Dressing beträufeln. Den Tofu daneben geben. Hummus und Fladenbrot dazu reichen. Buon Appetito!

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Wirsingsalat mit Dukkah-Kichererbsen, Kräutern, Avocado und Ziegenkäse

Fresh, fresh, fresh, sag ich da nur! Oder Wirsing mal anders! In feine Streifen geschnitten und mit Zitronen-Ahornsirup-Dressing kann gar nix schief gehn. Ab in die Schüssel damit, Dressing dazu, rauf auf die Gabel und ab in den Mund! So frisch habt ihr den winterlichen grünen Gesellen bestimmt noch nicht gegessen!

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Die Dukkah Gewürzmischung lege ich euch auch ganz besonders ans Herz! Sie sollte meiner Meinung nach in keinem Haushalt fehlen! Lecker als Toppings für Salate und Suppen, über Ofengemüse, zu Reisgerichten oder ganz einfach Fladenbrot zuerst in Olivenöl und dann ins Dukkah stippen und herzhaft abbeißen! Ein Hochgenuss beim gemütlichen Fernsehabend! Ey, ich schwör’s!

Wirsingsalat mit Dukkah-Kichererbsen, Kräutern, Avocado und Ziegenkäse

Zutaten für 2 Personen:

1/4 Kopf Wirsing
2 handvoll glatte Petersilie
1 handvoll Minze
ein paar Radieschen in feine Scheiben geschnitten
1/2 Avocado
1/2 Dose Kichererbsen abgetropft
2 EL Dukkah (siehe unten)
2 bis 3 Picandou Ziegenkäsetaler

Dressing:
Zitronen- oder Limettensaft, ca. 3 EL
Ahornsirup, ca. 1 EL
2 Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
Salz, Pfeffer
Olivenöl und Walnuss- oder Pistazienöl, insgesamt ca. 3 EL

Dukkah (ergibt ein kleines Glas):
2 EL Haselnüsse
2 EL Pistazienkerne
1 EL Koriandersamen geröstet
1 EL Kreuzkümmel geröstet
2 EL Sesam geröstet
1 TL Pfeffer geröstet
1 TL Orangenabrieb getrocknet
1/2 TL Meersalz

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Haselnüsse und Pistazien ca. 10-12 min auf einem Backblech rösten. Auskühlen lassen. Die gerösteten Gewürze je nach Belieben fein oder grob mörsern. Die Nüsse ebenfalls im Mörser bis zur gewünschten Größe zerkleinern. Alles mit den restlichen Zutaten für die Dukkah-Gewürzmischung vermischen und in ein Schraubglas füllen. Das Aroma hält sich nur ca. eine gute Woche, also nicht in zu großen Mengen herstellen.

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Den Wirsing in feine Streifen schneiden. Die Kräuter grob hacken. Die Avocado in Würfel schneiden.

Die Kichererbsen mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten bis sie golden werden. Dukkah zugeben und ca. 1 min mitrösten.

Alle Zutaten für das Dressing miteinander verrühren und abschmecken.

Den Wirsing, Radieschen und die Kräuter mit Dressing anmachen, Avocado, Kichererbsen und ein paar Minzblättchen darüber streuen und mit Ziegenkäse und noch ein wenig Dukkah bestreut servieren. Buon Appetito!

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Kandierte Zitronenschalen

Vor kurzem hat ein befreundeter Koch ein 5 Gänge-Menü für 40 Personen gekocht. Ich durfte mithelfen, vorbereiten, Brot backen und anrichten. Hat super viel Spaß gemacht und ich hab wieder einiges dazugelernt. So habe ich auch die kandierten Zitronenschalen mit Fenchelsamen probieren dürfen und war total begeistert. Sie eignen sich unheimlich gut, um Soßen und Salate zu aromatisieren.

IMGP5016Zuhause habe ich sie mir dann allerdings in der blanken Variante hergestellt, denn Gewürze kann man ja auch nachträglich noch zufügen. Jetzt harren die knackigen Zitronenstückchen gut verschlossen in einem Schraubgläschen und warten auf ihre Bestimmung. Und ich hab auch schon was damit vor. Heute kommen sie in einer Zitronen-Petersilien-Soße zum Einsatz. Ich bin schon total gespannt und werde berichten.

IMGP5019Wie schon bei der Crostata al Limone wären Amalfizitronen auch diesmal natürlich wieder das Top-Produkt gewesen, aber die gibt es hier ja nur selten. Man kann den normalen Zitronen allerdings ein wenig von ihrer Bitterkeit nehmen, indem man sie 3 mal hintereinander blanchiert.

Kandierte Zitronenschalen

(Nach einer Idee von Jonah)

Zubereitung:

Zitronenschalen von 3 oder 4 Bio-Zitronen in schmale Streifen oder kleine Würfel schneiden. In kochendem Wasser 2 Minuten blanchieren. Das Kochwasser wegschütten und das ganze noch 2 mal wiederholen. Die Schalen in einer Schüssel mit ca. 4 TL Puderzucker mischen und auf ein Backblech verteilen. Im 80 Grad heißen Ofen trocknen lassen bis sie knackig sind oder bis sie fest und gummiartig sind, je nach Belieben. Das dauert ungefähr 2 Stunden.

(Nachtrag: Wem die Schalen zu hart sind, kann sie entweder kürzer trocknen oder in einer Kaffee- oder Gewürzmühle fein vermahlen.)

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Die Vanille-Lieferung ist da!

Vor ungefähr 2 Jahren geriet ich auf der Slow Food Messe in den Strudel der Vanille-Maffia und seitdem lässt sie mich nicht mehr los! Dort verkaufte nämlich die Firma Madavanilla ihre äußerst aromatisch durftenden, feucht glänzenden und sofort in ihren Bann ziehenden Vanilleschoten. Ich habe vorher noch nie derart frische Vanille gesehen und gerochen. Seitdem kommen mir keine anderen Schoten mehr ins Haus und der künstliche Vanillin-Zucker ist längst aus meiner Küche verbannt.

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Und ergiebig sind die tollen Schoten noch dazu, denn aus den Resten lässt sich wunderbar einfach Vanillezucker herstellen. Einfach die Schalen, die beim Kochen und Backen nicht verwendet werden in ein verschließbares Glas geben und mit Zucker auffüllen. Mit der Zeit sammelt sich dann ein kleiner Wald von Vanilleschoten im Glas, dass schon fast kein Zucker mehr rein passt. Und falls mal der Vorrat an Schoten zu Ende ist, kann man die gezuckerten Schoten zur Not auch wieder aus dem Glas fischen und zum Beispiel in einem Obstkompott oder dergleichen mitköcheln.

Vanille soll angeblich aphrodisierende Wirkung haben, wovon ich bereits bei der geeisten Kardamomcreme mit Vanille-Kirschen berichtet habe. Und verflixt und zugenäht, ich glaub es stimmt! Wenn ich die Nase ins Vanillepäckchen stecke, wird mir wirklich gleich ganz anders…

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