Basilikum-Gnocchis mit Pinienkernbutter

Wie ihr wahrscheinlich bereits wisst, bin ich im Foodbloggeschehen noch gar nicht so lange dabei. Sowohl als Lesende, als auch als Schreibende. Nach der Entdeckung von Foodblogs war ich erst mal total überrascht, welche Ausmaße die Kochblogs im Netz angenommen haben. Das Ganze geht ja sogar so weit, dass einige Blogger bereits eigene Kochbücher veröffentlicht haben, was ich total klasse finde.

Aus diesem Grund habe ich mir vor einer Weile das Kochbuch von Nicole Stich bestellt, deren Blog Delicious Days ich immer ganz gespannt verfolge.

IMGP1942Nicole Stich ist auf jeden Fall ein Basilikum-Fan, das ist völlig klar. Ihren Limetten-Basilikum-Sirup habe ich bereits in abgewandelter Form nachgeköchelt und ihre Basilikum-Gnocchis sind mir beim Durchblättern des Buches auch sofort ins Auge gesprungen. Die mussten unbedingt nachgemacht werden und sie sind super lecker geworden. Für echte Basilikum-Liebhaber wie mich genau das Richtige und gegen Italien-Flair hab ich ja sowieso nix einzuwenden, wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt.

Eines muß ich allerdings noch loswerden. Man kann natürlich mit dem Messer aus dicken Kartoffelteigschnüren einfach kleine Stücke abtrennen. Allerdings finde ich, dass die kleinen Nocken mit ihrem klassisch gestreiften Muster ganz bezaubernd aussehen und deshalb kam zum ersten Mal mein kleines Gnocchibrettchen zum Einsatz.

Den Umgang mit diesem kleinen Brettlein musste ich jedoch zunächst ein wenig üben bis ich diese schönen leckeren Gnocchis, die ihr auf den Bildern seht, zu Stande gebracht habe. Für die, die es lieber praktisch mögen gehen natürlich die geschnittenen auch wunderbar. Auf den Geschmack kommt es schließlich an und der ist absolut 1A. Zum Reinlegen sozusagen.

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Basilikum-Gnocchis mit Pinienkernbutter

(Abgewandelt nach Delicious Days, Nicole Stich)

Zutaten:

Für die Gnocchis:
1 kg mehlig kochende Kartoffeln
1 Handvoll Basilikumblätter
1 Ei
1 Eigelb
Meersalz
frisch geriebenen Muskatnuss
75 g Mehl (plus noch etwas zum formen)

Pinienkernbutter:
5 EL Pinienkerne
120 g Butter
1 Prise feines Meersalz

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IMGP1941Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Kartoffeln waschen, mehrmals mit einem Messser anpiksen und auf einem Gitter im Ofen bei Umluft ca. 1 Stunde garen. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden. Die Kartoffeln heiß schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.1/2 TL Sazl und etwas Muskatnuss über die Kartoffeln streuen und Mehl dazu geben.

Inzwischen Ei, Eigelb und Basilikum mit dem Stabmixer fein pürieren und der Kartoffelmischung hinzufügen. Alles grob mit einer Gabel vermengen und mit den Händen zu einem glatten Teig kneten, aber nicht länger als nötig um alles gut miteinander zu vermischen. Je nach Wassergehalt der Kartoffelsorte noch etwas mehr Mehl hinzugeben. Zu viel Mehl macht den Teig allerdings zäh wie Gummi, also nur soviel dazu geben, bis sich der Teig formen lässt. Rasch verarbeiten, damit der Teig nicht feucht wird.

Mit Mehl bestäubten Händen den Teig in tennisballgroße Teile teilen und zu 1,5 cm dicken Rollen formen. Die Rollen in 1 bis 2 cm Stücke schneiden und die Stücke mit dem Daumen abwärts über ein Gnocchi-Brett oder über Gabelzinken rollen, sodass sich auf einer Seite eine Delle formt und sich auf der anderen das tolle Rillenmuster ergibt. Die Aktion ist aber kein kein Muß, sie sehen abgeschnitten nämlich auch sehr nett aus.

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und das Wasser kräftig salzen, Gnocchis dazu geben. Bei schwacher Hitze köcheln lassen, mehr simmern als kochen. Sobald die Gnocchis oben schwimmen mit einer Schöpfkelle herausnehmen und abtropfen lassen.

Für die Pinienkernbutter, die Kerne grob mörsern oder hacken. Butter in einer Pfanne erhitzen und Pinienkerne und Salz unterrühren. Leicht anbräunen lassen.

Die Gnocchis kurz in der Butter schwenken und servieren. Buon Appetito!

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Gebackener Ziegenkäse mit Oliventapenade

Wie ich bereits beim Ziegenkäse-Soufflé berichtet habe, bin ich unverhofft zu französischem Ziegenkäse gekommen. Für das Soufflé gingen dabei 2 kleine Weißschimmelkäse drauf . Ein Käse ist allerdings übrig geblieben, über den ich mir ganz schön den Kopf zerbrochen habe. Er hatte außen eine dicke Schicht übelsten Grünschimmel und einen zu intensiven Geruch für meinen Geschmack! Ziegenkäse ist ja sowieso schon immer sehr aromatisch, aber dieser Käse hat alle bisher Dagewesenen getoppt. Ich war also sehr skeptisch, ob ich mich da ran traue. Leider habe ich keine Bilder vom Käse im ungebackenen Zustand gemacht, aber glaubt mir er war komplett grün!

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Das Ende vom Lied seht ihr allerdings auf den Bildern! Und ja, ich habe den ganzen Käse alleine aufgegessen! Er war so unglaublich lecker, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Durch das Backen hat er den fiesen Ziegen- und Schimmelgeruch völlig verloren und er ist mir förmlich auf der Zunge zergangen! Gewürzt mit ein bißchen Knoblauch, eine schnell zubereitete Oliventapenade und ein paar Scheibchen knuspriges Brot dazu und schwupp war der Käse weg!

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Gebackener Ziegenkäse mit Oliventapenade

Zutaten für 2 Personen:

120 g Kalamata-Oliven entsteint
1 EL Kapern aus dem Glas
1 Sardellenfilet
2 confierte Knoblauchzehen  (alternativ: 1 frische)
1 TL rote Peperoni gehackt
je eine kleine Handvoll Basilikum- und Petersilienblätter
4 EL Olivenöl
200-250 g weicher Ziegenkäse mit Schimmel (z.B. Blau-oder Grünschimmel)
geröstetes Krustenbrot

Zubereitung:

Ich habe an der Oberseite die äußere Schicht des Käses entfernt, da ich nicht ganz so viel Grünschimmel haben wollte. Alternativ kann man den Käse an der Oberfläche auch kreuzweise einschneiden und die Ecken der Rinde nach außen klappen, sodass das Innere des Käses sichtbar wird. Den Käse auf ein Backpapier legen und auf der Oberseite eine zerdrückte Knoblauchzehe und 1 EL Öl verteilen. Käse mit Backpapier in eine ofenfeste Form geben, die ungefähr den Durchmesser des Käses hat, damit er beim Backen nicht verläuft. Den Backofengrill vorheizen.

Für die Oliventapenade die Oliven, Kapern, Sadellen, 1 Knoblauchzehe, Basilikum, Petersilie und 3 EL Öl mit dem Pürierstab mixen. Die gehackte Peperoni unterrühren und die Tapenade in ein Servierschälchen geben.

Den Käse unter dem Grill 3-5 min goldbraun rösten. Mit Oliventapenade und Krustenbrot zum dippen servieren.

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Ziegenkäse-Soufflé mit Apfel-Birnen-Radicchio Salat

Eine Freundin war vor kurzem in Frankreich. Weil sie und ihr Freund vom französischen Käse schwer angetan waren, deckten sie sich mit Unmengen verschiedener Käsesorten ein. Zurück in Deutschland konnten sie allerdings die große Menge alleine nicht aufessen. Das war mein Glück! So konnte ich auch in den Genuß von ein paar leckeren Ziegenkäsesorten kommen. Dankeschön ihr beiden!

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Mir ist auch sofort ein Gericht eingefallen, wozu ich diesen wunderbaren französischen Ziegenkäse verwenden kann. Ich wollte nämlich schon seit längerem mal ein Käse-Soufflé machen. Die Kombination von Käse und Obst find ich außerdem total klasse und deshalb gibt es als knackig frische Begleitung den Apfel-Birnen-Chicoree Salat von Jamie Oliver dazu. Radicchio passt meinem Gusto allerdings besser als Chicoree, weshalb dieser kurzerhand ausgetauscht wurde.

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Ziegenkäse-Soufflé mit Apfel-Birnen-Radicchio Salat

(Abgewandelt nach Natürlich Jamie, Jamie Oliver)

Zutaten für 2 große Soufflés:

15 g Butter
20 g Mehl
130 ml kalte Milch
Salz, Pfeffer
2 Eiweiß
75 g geriebener Ziegenkäse
2 Eigelb
Butter und Mehl für die Förmchen

Salat:

1 großer Kopf Radicchio
1 Apfel
1 süße Birne
1 Handvoll glatte Petersilie
ein paar rote Rettichsprossen

Dressing:

50 g cremiger Ziegenkäse oder Ziegenfrischkäse
2 EL Crème fraîche
5 EL Olivenöl
2 EL Apfelsaft
2 EL Balsamico Bianco
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Butter in einem Topf schmelzen lassen. Das Mehl unter Rühren dazu geben und 3 min anschwitzen, ohne dass es Farbe bekommt. Die kalte Milch unter Rühren dazugießen. Mindestens 10 min leicht köcheln lassen bis die Masse dick und cremig ist und der Mehlgeschmack verschwunden ist. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Bechamel-Soße abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit alle Zutaten für das Dressing in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer vermixen. Birnen in schmale Spalten und Apfel in Stifte schneiden. Radicchio waschen und in grobe Stücke reißen.

Den Ofen auf 200°C Ober-Unter-Hitze vorheizen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Den geriebenen Käse und die Eigelbe unter die erkaltete Béchamel-Soße rühren. Den Eischnee vorsichtig unterheben. 2 große Soufflé-Förmchen buttern und leicht mehlen. Jeweils zu ¾ mit der Eimasse füllen. Die Förmchen in eine flache Auflaufform stellen und soweit mit heißem Wasser füllen, dass die Förmchen bis zur Hälfte im Wasser stehen. Auf der mittleren Schiene ca. 25 bis 30 min backen.

Während das Soufflé im Ofen backt, kann nun das Obst und der Radicchio mit dem Dressing, Petersilie und Sprossen in einer Schüssel vermischt werden. Das fertige Soufflé umgehend mit dem Salat servieren, da es schnell wieder in sich zusammen fällt. Bei mir ist es so schnell zusammengefallen, dass man die schöne Haube auf dem Bild leider nicht mehr richtig sieht. Dem Geschmack tut das aber zum Glück keinen Abbruch.

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Auberginen-Mozzarella-Turm

Habt ihr gewusst, dass Auberginen eines meiner absoluten Lieblingsgemüsen ist? So jetzt is es raus! Ich liebe Auberginen! Und ich kann es gar nicht verstehen, dass man diese lila glänzenden Gebilde nicht mögen kann. Gut, Geschmäcker sind eben verschieden. Aber ich habe Auberginen-Hasser kennen gelernt, die nach einem gut zubereiteten Auberginen-Gericht die weiße Fahne geschwungen haben und nun nicht mehr als totale Auberginen-Gegner durch die weite Welt ziehen. Was sagt uns das? Jeder darf etwas nicht mögen, aber man sollte sich immer eine kleine Hintertür offen halten, denn wer weiß, es könnte einem ja zum Beispiel dieser klasse Auberginen-Mozzarella-Turm vor die Nase gesetzt werden und den sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen!

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Man kann das Gericht als Vorspeise reichen oder als sättigendes Hauptgericht. Mit einem selbstgemachten Topfbrot als Beilage (Rezept folgt) war ich danach jedenfalls pappsatt.

Auberginen-Mozzarella-Turm

(Rezept von mir)

für 2-4 Personen:

2 große Auberginen
250 g Büffelmozzarella
1-2 Knoblauchzehen
1 kleine weiße Zwiebel
1 frischer Rosmarinzweig
ein paar Stängel glatte Petersilie
ein kleine Hand voll Basilikumblätter
ein ganz kleines Stück Chili
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
kleiner Schuß Aceto Balsamico di Modena
Olivenöl
Fleur de Sel

Zubereitung

Aus den Auberginen 8 ca. 1cm dicke große Scheiben schneiden. Den Rest der Auberginen klein Würfeln. Rosmarinnadeln fein hacken, Petersilie und Basilikum klein schneiden. Knoblauch, Zwiebel und das Chilistückchen fein würfeln. Mozzarella in 8 große runde Scheiben teilen, die kleinen Endstücke sofort naschen. Nun die Auberginenscheiben etwas salzen und in einer Pfanne mit 3-4 EL Olivenöl braten bis sie weich und angebräunt sind. Sie sollten allerdings ihre Form einigermaßen beibehalten, also nicht so weich sein, dass sie total zerfallen. Auberginenscheiben herausnehmen und in der Pfanne Zwiebel und Knoblauch in Öl glasig dünsten. Dann die Auberginenwürfel dazu geben, salzen und braten bis sie weich sind. Mit Pfeffer würzen. Chili und Kräuter dazu geben und kurz unterrühren. Dann vom Herd nehmen und mit Balsamico je nach Belieben ein klein wenig Säure ans Gemüse geben.

Ofen auf 200°C Ober-Unterhitze vorheizen. Auf einem Teller zuerst eine Auberginenscheibe geben, dann ca. 1 EL Auberginenwürfel darauf geben und andrücken. Mit Mozzarella belegen und so weiter. Den Turm mit Mozzarella abschließen. Teller kurz in den Ofen stellen bis der Käse anfängt leicht zu zerlaufen, aber nicht zu lange, sonst stürzen die Türmchen ein. Vor allem die Türmchen mit je 4 Schichten sind einsturzgefährdet.

Teller aus dem Ofen nehmen und den Turm mit etwas Pfeffer und Fleur de Sel bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. Weißbrot dazu reichen.

Guten Appetit!

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