Kartoffel-Süßkartoffel-Curry

Ottolenghi ist nach wie vor einer meiner Favoriten, wenn es um vegetarische Küche geht. Für mich ist er der Zauberer des Gemüses! Viele seiner Gerichte sind recht aufwändig, bzw. erfordern sie Unmengen an verschiedenen Zutaten. Das ist leider oft nicht alltagstauglich, weshalb ich mir für den nahenden Winter ein leckeres und für Ottolenghis Verhältnisse doch recht überschaubares Rezept aus seinem Buch Genussvoll vegetarisch raus gesucht habe.

Kartoffel-Süßkartoffel-Curry

(leicht abgewandelt aus Genussvoll vegetarisch, Ottolenghi)

Zutaten für 4 Personen:

Gewürzmix aus:
Samen von 8 grünen Kardamomkapseln geröstet
1 EL Kreuzkümmelsamen geröstet
1 EL Koriandersamen geröstet
2 Prisen Kurkuma
1 TL Paprika edelsüß
1/2 TL Zimt
(Alternativ würde sich auch ein Garam Masala, das mit Kurkuma und Paprikapulver verfeinert ist, gut als Würzmischung eignen.)

2 EL Öl
2 große Zwiebeln gehackt
1 TL braune Senfsamen
20 Curryblätter
2 EL frisch gehackter Ingwer
1 frische rote Chilischote
3 Tomaten grob gehackt, evtl. enhäutet
20ml-40ml Apfelessig je nach Belieben
1/2-1 EL Zucker
Salz, Pfeffer
400g geschälte festkochende Kartoffeln in Würfel geschnitten
2 rote Paprika in Würfel
400g geschälte Süßkartoffeln in Würfel geschnitten
eine große Handvoll frischer Koriander
Basmatireis

Zubereitung:

Alle Gewürze für den Gewürzmix vermischen. Die Zwiebelwürfel zusammen mit den Senfkörnern in Öl weich dünsten und leicht anbräunen. Anschließend die Gewürzmischung, Curryblätter, Ingwer und Chili hinzugeben und etwas mit braten. Dann die Tomaten, den Essig, Zucker, etwas Salz und 350ml Wasser hinzufügen. Zum Kochen bringen und die Kartoffeln und Süßkartoffeln zugeben. Alles 20 min halb zugedeckt weich garen. Das Gemüse sollte knapp mit Wasser bedeckt sein, falls nötig noch etwas Wasser zugeben. Je nach Würfelgröße kann es auch länger als 20 min dauern bis die Kartoffeln und Süßkartoffeln weich sind. Wenn alles weich ist, das Curry nochmal ca. 10 min ohne Deckel köcheln lassen, damit ein Teil der Flüssigkeit verdampft.

Mit Basmatireis und frisch gehacktem Koriander genießen. Buon Appetito!

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Andalusische Mandelsuppe – Ajoblanco mit gefrorenen Trauben

Schon lange steht diese Suppe auf meiner To Cook-Liste und weil es wettertechnisch gerade absolut perfekt passt, gibt es nun endlich diese kühle feine Cremigkeit ins Glas. Übrigens ist das auch das Ajoblanco-Rezept, das Sophia und ich letztes Jahr beim Summer of Supper in Köln gekocht haben. Dieses Jahr sind wir leider nicht dabei, aber dafür gaaanz viele tolle koch- und genußverliebte Menschen. Hier das Lineup und die Termine für 2015.

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Bei diesem Rezept gefallen mir besonders die gefrorenen Trauben. Wenn man sie kurz in der Suppe etwas antauen lässt und dann auf diese kühle knackig süße Frucht beißt, die von der sämigen weißen Köstlichkeit umspült wird, fühlt man sich sofort in einen andalusischen Sommer versetzt. Einfach herrlich erfrischend!

Die Idee der gefrorenen Trauben habe ich aus meinem heißgeliebten Kochbuch von Greg und Lucy Malouf „New Middle Eastern Food“. Ich bekomme immer Herzklopfen, wenn ich von diesem Buch erzähle. Die wunderschönen Bilder und die feinen Rezepte haben sich förmlich unter meine Haut gebrannt. Es ist eines meiner allerbesten Kochbücher, das mich immer wieder aufs Neue begeistert.

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Andalusische Mandelsuppe- Ajoblanco

Zutaten für 6 Personen:

180g Weißbrot ohne Rinde, 1 Tag alt
150g Milch
150g blanchierte Mandeln
2 Knoblauchzehen
1 gestrichener TL Salz
110ml gutes Olivenöl
600-750ml kaltes Wasser und einige Eiswürfel
4-5 EL Sherryessig
Salz, Pfeffer
ca. 30 gefrorene lila oder schwarze Trauben (sehr lecker z. B. lila Trauben aus Frankreich)
3 TL Pistaziensplitter
2 EL Korinthen, eingeweicht in 2 EL trockenem Sherry
(nach Belieben etwas Zitronen- oder Orangenabrieb)

 

Zubereitung:

Das entrindete Brot in Würfel schneiden und in der Milch einweichen. Die Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden und in etwas Öl bei mittlerer bis kleiner Hitze farblos anschwitzen. Normalerweise wird der Knoblauch roh in die Suppe gegeben, mir ist das aber zu heftig, deshalb dünste ich ihn vorher. Wenn ich gut drauf bin, dann nehme ich eine Prise rohen Knoblauch und den Rest in gedünsteter Form. Die Mandeln im Mixer mahlen und so viel Wasser zufügen, dass ein Brei entsteht. Das Brot, Salz und Knoblauch hinzufügen und fein mixen. Während des Mixens das Olivenöl langsam einträufeln lassen. Nach und nach Wasser hinzufügen und alles gut mixen. Soviel Wasser zugeben bis die Konsistenz von flüssiger Sahne erreicht ist. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Sherryessig abschmecken und im Kühlschrank ca. 2 Stunden gut durchkühlen lassen. Evtl. durch ein Sieb streichen.

Zum Servieren die Suppe nocheinmal im Mixer luftig aufschlagen. Gegebenenfalls mit etwas Wasser verdünnen, da die Suppe im Kühlschrank etwas eindickt. Die Pistazien, eingeweichten Korinthen und gefrorene Trauben in die Suppenschalen geben und mit kalter schaumiger Suppe aufüllen. Buon Appetito!

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Wirsingsalat mit Dukkah-Kichererbsen, Kräutern, Avocado und Ziegenkäse

Fresh, fresh, fresh, sag ich da nur! Oder Wirsing mal anders! In feine Streifen geschnitten und mit Zitronen-Ahornsirup-Dressing kann gar nix schief gehn. Ab in die Schüssel damit, Dressing dazu, rauf auf die Gabel und ab in den Mund! So frisch habt ihr den winterlichen grünen Gesellen bestimmt noch nicht gegessen!

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Die Dukkah Gewürzmischung lege ich euch auch ganz besonders ans Herz! Sie sollte meiner Meinung nach in keinem Haushalt fehlen! Lecker als Toppings für Salate und Suppen, über Ofengemüse, zu Reisgerichten oder ganz einfach Fladenbrot zuerst in Olivenöl und dann ins Dukkah stippen und herzhaft abbeißen! Ein Hochgenuss beim gemütlichen Fernsehabend! Ey, ich schwör’s!

Wirsingsalat mit Dukkah-Kichererbsen, Kräutern, Avocado und Ziegenkäse

Zutaten für 2 Personen:

1/4 Kopf Wirsing
2 handvoll glatte Petersilie
1 handvoll Minze
ein paar Radieschen in feine Scheiben geschnitten
1/2 Avocado
1/2 Dose Kichererbsen abgetropft
2 EL Dukkah (siehe unten)
2 bis 3 Picandou Ziegenkäsetaler

Dressing:
Zitronen- oder Limettensaft, ca. 3 EL
Ahornsirup, ca. 1 EL
2 Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
Salz, Pfeffer
Olivenöl und Walnuss- oder Pistazienöl, insgesamt ca. 3 EL

Dukkah (ergibt ein kleines Glas):
2 EL Haselnüsse
2 EL Pistazienkerne
1 EL Koriandersamen geröstet
1 EL Kreuzkümmel geröstet
2 EL Sesam geröstet
1 TL Pfeffer geröstet
1 TL Orangenabrieb getrocknet
1/2 TL Meersalz

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Haselnüsse und Pistazien ca. 10-12 min auf einem Backblech rösten. Auskühlen lassen. Die gerösteten Gewürze je nach Belieben fein oder grob mörsern. Die Nüsse ebenfalls im Mörser bis zur gewünschten Größe zerkleinern. Alles mit den restlichen Zutaten für die Dukkah-Gewürzmischung vermischen und in ein Schraubglas füllen. Das Aroma hält sich nur ca. eine gute Woche, also nicht in zu großen Mengen herstellen.

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Den Wirsing in feine Streifen schneiden. Die Kräuter grob hacken. Die Avocado in Würfel schneiden.

Die Kichererbsen mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten bis sie golden werden. Dukkah zugeben und ca. 1 min mitrösten.

Alle Zutaten für das Dressing miteinander verrühren und abschmecken.

Den Wirsing, Radieschen und die Kräuter mit Dressing anmachen, Avocado, Kichererbsen und ein paar Minzblättchen darüber streuen und mit Ziegenkäse und noch ein wenig Dukkah bestreut servieren. Buon Appetito!

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Blumenkohl „Steaks“ mit Zimt-Orangen-Tomaten-Soße und Chili-Vinaigrette

Blumenkohl fristet in manchen Küchen häufig ein trauriges Dasein als langweilige und noch schlimmer – verkochte weiße Beilage. Das soll und darf nicht sein, deshalb wird er heute einfach mal so zum Star eines Gerichts erkoren! Ein Hoch auf den Blumenkohl!

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Blumenkohl „Steaks“ mit Zimt-Orangen-Tomaten-Soße und Chili-Vinaigrette

Zutaten für 1-2 Personen:

1/2 Blumenkohl in 1,5cm dicke Scheiben geschnitten (die inneren zarten Blätter können mitverwendet werden)
1 EL Golden Spice Mix
1/3 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz, schwarzer Pfeffer
Olivenöl

Tomatensoße (Nr. 48 Ins Glas, abgewandelt aus Rolf Heyne „Tomate“ von Luzia Ellert, Gabriele Halper und Elisabeth Ruckser):

1,5kg Flaschentomaten aus dem Garten oder Dosentomaten
250ml frisch gepresster Orangensaft und Schale einer viertel Orange
2 Gemüsezwiebeln in feine Würfel
2 Knoblauchzehen fein gewürfelt
je nach Belieben 1 EL brauner Zucker
2 EL Contreau
Olivenöl
Salz, schwarzer Pfeffer
1 kleine Zimtstange

Chili-Vinaigrette:
Salz, Pfeffer
Saft und Abrieb einer Zitrone
Olivenöl
Agavensirup oder Honig
1 Frühlingszwiebel fein gehackt
1 Stück rote Peperoni fein gehackt

Außerdem:
2 handvoll Babyspinat
ein paar Blätter Minze als Deko

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Zubereitung:

Die Blumenkohlscheiben auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und die Gewürze und das Öl darauf verteilen und die Scheiben dabei einmal wenden, sodass sich alles gut verteilt. Bei 200 Grad 20-25 min backen und nach der Hälfte der Backzeit wenden. Der Blumenkohl soll anbräunen und noch leicht bissfest sein.

Währenddessen die Tomatensoße herstellen. Zwiebeln und Knoblauch in Öl bei mittlerer Hitze glasig braten. Mit Contreau ablöschen und etwas einreduzieren lassen. Dann die Tomaten, O-Saft und Schale, Zimt, Zucker und Salz hinzufügen und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 1/2 Stunde einkochen lassen. Frische Tomaten brauchen länger beim Einkochen als Dosentomaten. Danach ohne Deckel bis zur gewünschten Konsistenz  weiterköcheln. Für mich muss sie schön sämig und dick werde. Mit Pfeffer abschmecken.

Alle Zutaten für die Vinaigrette in einer Schüssel miteinander verrühren und abschmecken. Den Babyspinat mit einem Teil der Vinaigrette anmachen.

Blumenkohl – Steaks auf Tellern verteilen und mit Vinaigrette beträufeln und ein paar Minzeblättchen darüber verteilen. Salat und heiße Tomatensoße dazu servieren. Buon Appetito!

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Grüner Spargel mit weichem Ei und Homemade Zitronen-Mandel-Mayonnaise

Diese oberleckere Mandel-Mayonnaise gehört mittlerweile zu meinem Standardrepertoire und ich kann einfach nicht mehr ohne. Sie ist super wandelbar und hält sich locker ‚ne Woche im Kühlschrank. Als Sandwich-Spread, Dip oder Salatdressing. Die Mayo geht einfach überall. Ich schwör’s!

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Zum Glück habe ich für eine perfekte feine Struktur der Mayo gerade den Vitamix zum Testen im Haus. Damit macht das Mixen noch viel mehr Spaß. Aber Vorsicht – damit die Mayo nicht zu heiß wird lieber noch ‚n paar Eiswürfel dazu, dann geht’s. Das Gericht heute ist ‚ne super quicke Geschichte. Also ran an Herd und Mixer und los geht’s!

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Grüner Spargel mit weichem Ei und Homemade Zitronen-Mandel-Mayonnaise

Zutaten für 2 Personen:

1-2 Bund grüner Spargel
2 Eier
Zitronensaft
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Prise Zucker
ein paar Blättchen Dill und Basilikum
ein paar rote Rettichsprossen

Zitronen-Mandel-Mayonnaise

70g Mandeln blanchiert oder Mandelblättchen
120ml Wasser
1/2 EL Senf
2-3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Saft und Abrieb einer halben Zitrone
1/4 bis 1/2 TL gem. Kurkuma oder ein kleines Stückchen frische Kurkumaknolle

Zubereitung:

Zuerst die Mandel-Mayo herstellen. Ein Vitamix-Mixer ist zwar nicht unbedingt nötig, aber er liefert eine super smoothe und ultra feine Struktur der Mayonnaise. Also, los geht’s mit den Mandeln, Wasser, Senf, Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und Kurkuma. Der Kurkuma braucht nicht geschält werden, der Vitamix bekommt alles klein! Ein paar Eiswürfel mit rein und solange auf höchster Stufe mixen bis die Mandeln sehr fein gemixt sind. Zitronensaft zufügen und während des Mixens das Olivenöl langsam einlaufen lassen. Im Vitamix wird die Mayo leicht warm, deshalb nicht allzu lange mixen, sonst wird die Creme zu heiß. Alles abschmecken und in den Kühlschrank stellen. Ich schmecke die Creme relativ neutral ab, denn so kann ich den Geschmack bei jedem Gericht, in dem ich die Mayo verwende nach Gusto verändern. Gut passen Orangenabrieb, Kapern, Knobi, Estragon oder andere Kräuter, Kreuzkümmel und und und… Der Fantasie sind da absolut keine Grenzen gesetzt.

Die Eier wachsweich oder mit leicht flüssigem Eigelb kochen (ca. 5-6 min).

Die Enden des Spargels abschneiden. Eine Eisenpfanne oder Grillpfanne anheizen und den Spargel mit etwas Öl, Salz und einer Prise Zucker scharf anbraten und bei mittlerer Hitze bis zum gewünschten Knack gar ziehen lassen.

Den Spargel auf 2 Tellern verteilen, mit gehackten Kräutern und Rettichsprossen bestreuen. Zitronensaft und Olivenöl darüber drizzeln und das Ei darauf geben, salzen und anschneiden. Die Mandelmayo über den Spargel träufeln und alles mit Pfeffer würzen.

Buon Appetito!

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