Mezzeteller – Rote Linsenbällchen mit Limetten-Kräuter-Soße, Hummus, Vadouvan-Reis und Gemüse

Wer mag gesunde und frische Küche und kennt den Blog Green Kitchen Stories noch nicht? Husch, husch, schaut mal vorbei, ihr werdet begeistert sein. Die tollen Bilder verführen einem zu sofortigem Nachkochen. Zu meinem Kochbuch-Glück bloggt Luise Vindahl mit ihrem Mann nicht nur, sondern sie hat bereits ein Buch ihrer leckeren Rezepte herausgebracht, das seit längerem in meinem Bücherschrank wohnt und woraus endlich mal gekocht werden will.

Besonders angesprochen hat mich das Rezept der roten Linsenbällchen mit Zitronenmelisse-Soße. Ich hatte zwar keine Zitronenmelisse da, dafür aber Limette und Basilikum. Auch sehr lecker! Das nächste Mal würde ich die Bällchen-Masse allerdings mit etwas Ei anbinden und sie in der Pfanne, statt im Ofen braten, damit sie schön saftig bleiben. Was ich in einigen veganen Linsenbällchen-Rezepten gelesen habe, würden sich wohl gemahlene Flohsamen oder Leinsamen als Bindemittel anstatt Ei, sehr gut eignen. Muss ich mal ausprobieren. Schon jemand irgendwelche Erfahrungen damit gemacht? Dann her mit euren Ergebnissen!

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Da mein Freund und ich die größten Vadouvan-Reis-Fans sind, die es auf diesem Planeten gibt, musste es den natürlich auch auf unserem Mezzeteller geben. Dieser würzige, fleischige, deftige Reis gehört mittlerweile zu unserem Standardrepertoire und ist für uns schlicht und ergreifend simples Soulfood. Wenn ihr Vadouvan noch nie gegessen habt, dann tut es schleunigst, sofort!!!

Ergänzt mit gebratenen Auberginen und türkischen hellgrünen Spitzpaprikas und einem guten Klecks cremigem Hummus wird das Ganze ein absolut himmlisches Gedicht! Macht euch schon mal auf spannende Hosenbünde gefasst! Und sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

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Mezzeteller

Zutaten für 2-3 Personen:

Linsenbällchen:
100g rote Linsen gekocht
1/2 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Tomatenpaste
20-30g Semmelbrösel oder grob gemahlene Haferflocken
1/2 TL Pul Biber (aus dem türkischen Supermarkt)
eine Prise geräuchtertes Paprikapulver
1/2 TL Kreuzkümmel
1 Ei
Salz, Pfeffer

Limetten-Kräuter-Soße:
2 Handvoll Basilikum
Saft und Abrieb einer halben Limette
eine kleine Prise Zucker
einige EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Schwarzkümmel zum Bestreuen

Vadouvan-Reis:
150g Basmatireis
1-2 rote Zwiebeln in feine Ringe geschnitten
3 EL Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
1 EL Vadouvan von Ingo Holland
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Olivenöl
Salz

1 Aubergine
6-8 hellgrüne Spitzpaprika vom Türken
Maldon Sea Salt

Hummus:
1 Dose Kichererbsen (280g Abtropfgewicht)
2 EL Tahini
Saft und Abrieb einer halben Zitrone
1 TL gerösteter und gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Zatar zum Bestreuen

türkisches Fladenbrot

Zubereitung:

Den Reis nach Packungsanleitung (Quellreismethode) mit Vadouvan und Kreuzkümmel kochen. Die rote Zwiebel in Öl weich dünsten. Weiche Zwiebeln und Kichererbsen zum fertig gekochten Reis geben und warm halten.

Die Auberginen längs vierteln und in einer Eisenpfanne mit etwas Olivenöl zugedeckt bei mittlerer Hitze von allen Seiten schön anbräunen und weich garen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Spitzpaprikas leicht salzen und im Ganzen in etwas Öl in einer großen Pfanne braten bis sie Farbe nehmen und ganz weich sind.  Auf dem Teller mit Maldon Sea Salt würzen. Wenn die Paprikas richtig weich sind kann das Kerngehäuse mitgegessen werden. Das stört überhaupt nicht, mich zumindest nicht.

Für die Linsenbällchen die Zwiebel und den Knoblauch fein geschnitten in Öl weich garen. Dann alle Zutaten in einen Mixer geben und mit dem Pulsschalter einige Male kurz pürieren. Die Masse soll gut gemischt, aber noch leicht stückig sein. Die Masse in ca. 8 Teile teilen und zu Bällchen formen. In Olivenöl von allen Seiten anbraten. Im Ofen gehts auch, aber da werden sie etwas trockener.

Die Zutaten für die Limetten-Kräuter-Soße im Mixer fein pürieren. Bis zur gewünschten Konsistenz etwas Wasser hinzufügen.

Alle Zutaten für den Hummus in einen Mixer geben. Etwas Wasser dazu geben und zu einer Creme pürieren. Beim Servieren mit Zatar bestreuen.

Jetzt darf sich an den Leckereien reichlich bedient werden. Buon Appetito!

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Möhrensalat alla India

Heute gibt’s Resteküche nach Jamie Oliver. Was tun aus Tofu und Karotten und unbändige Lust auf Schwarzkümmel und Kreuzkümmel? Im Kochbuch Natürlich Jamie habe ich ein Rezept gefunden das mir als gute Vorlage erschien. Gut, über den Tofu lässt sich streiten, vor allem bekommt man beim Anbraten nur wenig der überaus köstlichen Maillard-Reaktion ab, aber für eine leichte und vegane Alternative ist der Tofu gar nicht so schlecht. Für Fleischliebhaber ist Jamies Version mit Hackfleisch aber nicht minder gut geeignet. Ganz im Gegenteil, ihr werdet es lieben.

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On the top gibt’s bei mir, anders als im Original, ne fruchtige Apfelsalsa, weil ich finde, dass sie dem Gericht zusätzlich Spannung verleiht, wenn der Tofu schon eine geschmacklich untergeordnete Rolle einnimmt.

Möhrensalat alla India

Zutaten für 2 Personen:

300g fester Tofu (ich bevorzuge Alnatura natur Tofu) oder 300g Rinder- oder Lammhackfleisch
1 geh. TL Garam Masala
1 Knoblauchzehe gerieben
1 TL geriebener frischer Ingwer
1 TL brauner Zucker
1/2 rote Peperoni
Salz, Pfeffer

250g Karotten
1 gute Prise Kreuzkümmel
Zitronensaft, dunkles Sesamöl
1/4 TL Zucker
Salz, Pfeffer

Für die Salsa:
1/2 Elstar Apfel
1 EL Korianderblätter
1 EL Minzeblätter
1 kl. Stück rote Zwiebel
2 Frühlingszwiebeln in Ringe geschnitten
Schwarzkümmel, nach Belieben auch Sesam
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Zitronen- oder Limettensaft

Zubereitung:

Für die Salsa die Frühlingszwiebelringe in etwas Öl weich braten. Den Apfel entkernen und in kleine Würfel oder Streifchen schneiden. Die Kräuter fein schneiden und die rote Zwiebel fein würfeln. Alle Zutaten für die Salsa miteinander vermischen und abschmecken.

Den Tofu in Scheiben schneiden und die Scheiben mit Küchenpapier umwickelt fest zusammendrücken, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen. In Würfel schneiden und mit einer Gabel  fein zerdrücken. Die Tofumasse stark salzen und in Öl scharf anbraten. Geriebener Knoblauch, Ingwer, Garam Masala, Zucker und fein geschnittene Peperoni dazu geben. Alles weiter anschwitzen bis alles schön gegart und leicht angebräunt ist. Mit Pfeffer würzen.

Die Möhren mit einem Sparschäler in lange dünne Streifen schälen und mit Kreuzkümmel, Zucker, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Sesamöl marinieren. Besonders hübsch sieht der Salat aus, wenn man bunte Möhren verwendet.

Den gebratenen Tofu auf  Teller geben, dann den Möhrensalat darüber und als Topping die fruchtige Apfelsalsa. Nach Belieben noch etwas Öl und zusätzliche Kräuter darüber geben. Buon Appetito!

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Peperonata Dolce und Käse – das geborene Dreamteam!!!

Nach unserem letzten Foodblogger-Treffen häufen sich nun die Anfragen zum Peperonata Dolce Rezept. Kann ich gut verstehn‘, denn seit ich die leckere Paprikamarmelade vor einigen Jahren zum ersten Mal bei La Vialla entdeckt habe und dazu deren äußerst schmackhaften Pecorino genascht habe, bin ich total süchtig!!!

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Herzhaft salziger Ziegenkäse, vor allem Pecorino, passt meiner Meinung nach am allerbesten zu dieser fruchtig süßen Marmelade, aber auch ein gereifter Gouda u.ä. passt sehr gut. Und das Beste daran ist, dass man mit ganz wenigen Zutaten und geringem Aufwand etwas ganz besonderes zaubern kann. Ideal zum Verschenken – bald ist Weihnachten! – oder selber schnabulieren! Damit wird jede Käseplatte zum Hit, versprochen!!!

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Wer in Würzburg in den Genuss von leckerem Pecorino kommen möchte, dem sei das Cafe Centrale in der Bronnbachergasse 25 ans Herz zu legen. Und ab und an mal wird es dort wohl auch meine Peperonata Dolce zu kaufen geben. Oder ihr macht sie einfach selbst, denn so geht’s:

Peperonata Dolce

Für ca. 6 Gläser á 200ml:

1 kg rote Paprika geputzt
380 g Zucker oder brauner Zucker
1 rote Peperoni ohne Kerne
1 gestrichener TL Salz

Zubereitung:

Paprika putzen und das Fruchtfleisch in grobe Würfel schneiden. Die Haut braucht man hierbei nicht zu entfernen. Mit Zucker, klein geschnittener Peperoni und Salz und 5 EL Wasser im geschlossenen Topf weich kochen. Alles fein pürieren und zu einer dickflüssigen Marmelade einkochen lassen. In sterilisierte Gläser füllen. Die Marmelade hält sich so ca. 2 Monate evtl. auch länger.

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Fenchel-Radieschen-Salat mit Granatapfel und Minze für Viva con Agua und Staatlich Fachinger

Zurück vom London-Trip mit herrlichen Eindrücken der Stadt im Gepäck und gut gefüttertem Bäuchlein! Zu gut würde ich mal behaupten! Den Engländern sagt man zwar nach, dass ihre Küche eher etwas fad ist, d.h. aber nicht dass in England nicht gut gespeist werden kann. London ist wahrhaftig eine Hochburg wundervoller Restaurants, kleiner Cafés und Snackläden.

Noch nie habe ich diese Fülle an toll präsentierten Snacks, Salaten und Gebäck gesehen. Selbst New York konnte, was Foodpräsentation angeht, da nicht ganz mithalten. Ob Ottolenghi, Fernandez & Wells oder die kleinen feinen Stände des Spitalfield Market und Bricklane Market, wo man nur hinsieht, türmen sich herrlich belegte Sandwiches, bunte Gemüsesalate, Linsenbratlinge, Wan Tans, Dim Sums, indische und thailändische Curries und und und…..

Ein besonderes Foodie-Erlebnis hatten wir in der spanischen Tapas-Bar Barrafina! Es gibt dort keine normalen Tische, stattdessen sitzt man an der Bar mit ca. 20 Sitzplätzen, hinter der direkt gekocht und gewerkelt wird! Man kann also dem Koch in seine Töpfchen gucken! Einfach nur herrlich!

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Da man nicht reservieren kann, reiht man sich sobald man den Laden betritt in einer Warteschlange an der gegenüberliegenden Wand ein, in der man schon einen kleinen Aperitif und ein paar Häppchen zu sich nehmen darf. Wenn es in der Schlange weiter geht rutscht man mitsamt seinem Vino und dem Iberico Schinken einfach an einem schmalen Regalbrettchen immer wieder auf’s Neue einen Platz weiter bis man irgendwann nach einer guten halben Stunde ganz vorne angekommen ist. Dort huscht man noch schnell mal eben auf die Toilette bevor man endlich einen der privilegierten Plätze an der Bar ergattern kann. Und dann geht’s los!

Neben absolut köstlichen Fisch-und Meeresfrüchte-Gerichten haben wir uns dort einen Fenchelsalat als Beilage ausgesucht. Der Salat war der totale Knaller! Eigentlich sowas von simpel, aber die Minze unterstützt die frische des Fenchels, sowas hab ich noch nicht erlebt! Die Barrafina-Crew benutzt zwar einen überaus guten weißen Balsamico für den Salat, aber selbst zu Hause mit meinem relativ normalen Bio-Balsamico bianco hab ich den Salat super gut nachbasteln können! Ich liebe derart einfache Gerichte mit Wow-Effekt!

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Und weil der Salat sowas von easy, leicht und frisch ist reiche ich das Rezept für das „Wir kochen alle nur mit Wasser“-Event bei Uwe von Highfoodality ein. Der sucht nämlich für die Spendenaktion von Viva con Agua und für das Staatlich Fachinger-Sommerkochbuch noch ein paar lecker leichte Rezepte!

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser

Und damit nicht genug, jeder Teilnehmer darf 3 Rezepte, auch aus dem Archiv, einreichen. Für die leichte Sommerküche hab ich doch glatt noch was in Petto:

Wie wäre es mit Tagliatelle mit Dicken Bohnen, Zitrone und Minze?

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Oder mit einem zwar nicht ganz leichten, aber dafür super gesunden Avocado-Ziegenkäse-Salat?

IMGP4889Fenchel-Radieschen-Salat mit Granatapfel und Minze

Zutaten für 2 Personen:

2 mittelgroße Fenchelknollen fein gehobelt oder geschnitten
5-6 Radieschen in dünnen Scheibchen
eine kleine handvoll Granatapfelkerne
1 EL Minze fein geschnitten
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
weißer Balsamico und gutes Olivenöl

Zubereitung:

Das ist kein Hexenwerk, denn man muss lediglich alle Zutaten in einer großen Schüssel vermischen und abschmecken. Buon Appetito!

 

 

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Indisch Kochen Teil 4

Heute gibt’s den letzten Teil des indischen Kochabends mit Kartoffeln gefülltem Spinatfladenbrot und Gewürzreis. Das Spinatfladenbrot ist der absolute Hammer! Leicht herb durch den Spinat und lecker herzhaft und würzig gefüllt. Um dem Herben einen passenden Gegenpart zu verleihen hab ich es mit fruchtigem Mangochutney aus Indisch Kochen Teil 1 kombiniert! Ein Traum sag ich und süchtigmachend noch dazu! Wer das Indien Kochbuch von Pushpesh Pant besitzt darf sich nicht wundern, denn für das Fladenbrot habe ich 2 Rezepte miteinander kombiniert.

SpinatfladenbrotZum leckeren Gewürzreis passt das Tomatencurry wie die Faust auf’s Auge. Das Rezept hierzu findet ihr in Teil 3 der Indisch Kochen-Reihe.

Tomatencurry mit Reis

Pikanter gebratener Reis
(Bhagara Bhaath)

Zutaten für 6 Personen:

500 g Basmatireis, abgespült und abgetropft
70 g Ghee oder Öl
1 Zwiebel in Würfel
1/2 TL fein geriebener Ingwer
1/2 TL fein geriebener Knoblauch
6 grüne Kardamomkapseln
6 Gewürznelken
1 Zimtstange
Salz

Zubereitung:

Zwiebeln in Ghee weich dünsten, dann Ingwer und Knoblauch dazu und anschwitzen. Gewürze und Salz hinzufügen und ca. 2 min anbraten. Den Reis zugeben und weitere 2 min mitbraten. So viel Wasser zugießen, dass der Reis 4 cm hoch bedeckt ist und gut umrühren. Deckel halb auflegen, zum Kochen bringen und bei mittlerer bis schwacher Hitze halb weich kochen. Anschließend die Hitze weiter reduzieren und noch ca. 10 bis 15 min quellen lassen. Den Reis mit einer Gabel auflockern und servieren.

Gefülltes Spinatfladenbrot
(Aloo ka Paratha und Palak Paratha)

Zutaten für 5 Stück:

Brot:
600 g Spinat in Salzwasser blanchiert und ausgedrückt
500 g Dinkelvollkornmehl oder Weißmehl
1/4 TL Salz
eine Prise Chilipulver

Füllung:

300 g Kartoffeln weich gekocht und gepellt
1 1/2 EL fein geriebener Ingwer
3 grüne Thai-Chilis, fein gehackt
1 EL Koriandergrün gehackt
Salz

Ghee oder Öl zum Ausbacken

Zubereitung:

Den Spinat im Mixer fein pürieren. Spinat mit Mehl, Salz und Chili und gegebenenfalls etwas Wasser zu einem weichen Teig verarbeiten. Abgedeckt 30 min ruhen lassen.

Für die Füllung die weich gekochten Kartoffeln mit den restlichen Zutaten zerstampfen.

Den Teig in 10 gleich große Portionen teilen, zu Bällchen formen und anschließend zu runden Fladen mit ca. 15 cm Durchmesser ausrollen. In die Mitte einen Klecks Füllung geben und einen zweiten Fladen darüberlegen. Ränder gut andrücken und mit einer Teigrolle zu Fladen von ca. 18 cm ausrollen.

In einer Eisenpfanne etwas Ghee erhitzen und bei mittlerer Hitze die Fladen golbraun ausbacken. Beim Wenden erneut etwas Ghee hinzufügen. Heiß oder lauwarm servieren.

 

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