Französisches Rinderragout aus dem Languedoc

Vor kurzem bin ich, anlässlich einer Feier in kleinem Kreis, mal wieder zum Kochen engagiert worden. Der Gastherr wollte was möglichst unkompliziertes, deftiges und warmes. Bevorzugt sollte es ein Gulasch sein oder so ähnlich, halt etwas was man sich nach durchzechter Nacht (insofern noch etwas übrig ist) gierig rein schaufeln kann, um dem Kater vielleicht doch noch ein Schnippchen zu schlagen.

Mein Standard Paprika-Gulasch wollte ich nicht schon wieder kochen, obwohl es eigentlich sehr gut ist. Ich wollte was Neues ausprobieren und weil ich vor kurzem das Rinderragout aus dem Languedoc bei new kitch on the blog entdeckt habe und ich die Idee mit der Orangenschale und den Oliven so schön mediterran fand, hab ich mich kurzerhand dafür entschieden. Wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich einen ultimativen Indien-Abend mit Naan-Broten, Daals, Chutneys etc. gemacht. Aber wie gesagt, der Gastherr hatte das letzte Wort.

Und gerade, weil der Herr das letzte Wort hatte und er der Meinung war, dass ein Gulasch immer aus Rind und Zwiebeln im Verhältnis von 1:1 besteht, wanderten die ein oder anderen diversen Zwiebeln zusätzlich mit ins Ragout. Auch bei den anderen Zutaten bin ich leicht von der Vorlage abgewichen. Für meinen Geschmack waren es am Schluß dann doch zu viel Zwiebeln. Ich hätte es mir etwas fleischiger gewünscht, aber dennoch ein sehr leckeres Rezept.

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Und noch eines am Rande:

Eigentlich wollte ich ja, genau wie Evi von Ich bin dann mal in der Kyche, den guten Vorsatz fürs neue Jahr – Fonds kochen! – baldmöglichst in die Tat umsetzen. Jetzt könnte sie allerdings mit erhobenem Zeigefinger vor mir stehen, weil ich für dieses Gericht „nur“ Rinderfond aus dem Glas genommen hab. Oje, Schande über mein Haupt! Ich gelobe Besserung!

Französisches Rinderragout

(Abgewandelt nach New kitch on the Blog)

Zutaten

8 Personen

2,5 kg Rindergulasch
1 EL Mehl
5 EL Öl
2,5 kg Zwiebeln (rote, weiße), für meinen Geschmack weniger
5 Knoblauchzehen
5 EL Tomatenmark
1 l Rotwein trocken
400 ml Rinderfond
600 ml Wasser
1 Handvoll frische Kräuter (Salbei, Thymian, Rosmarin)
Abrieb von 2 Bio-Orangen
8 Lorbeerblätter
400 g schwarze Oliven ohne Stein
2 Bund glatte Petersilie
frische Chilischote
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Rindfleisch im Öl scharf anbraten, heraus nehmen. Zwiebeln und Knoblauch im Bratensatz und etwas Öl anschwitzen und das Fleisch dazu geben. Tomatenmark und Mehl dazu und kurz anrösten. Mit Wein ablöschen und einreduzieren lassen. Gewürze, Salbei, Thymian, Rosmarin, Lorbeerblätter und die Hälfte des Orangenabriebs dazu geben und mit Flüssigkeit (Fond und Wasser) aufgießen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 4 bis 6 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch weich ist. 30 min vor Ende der Schmorzeit kommen die Oliven dazu. Zum Servieren mit gehackter Petersilie und dem restlichen Orangenabrieb garnieren. Dazu schmeckt eine dicke Scheibe frisches Weißbrot!

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