Der ultimative Burger mit Balsamico Rote Beete Relish und Homemade Ketchup

Ok, nun ist es endlich soweit! Der ultimative Burger ist fällig! Auch wenn die Grillsaison noch etwas auf sich warten lässt, die Burger schmecken auch ohne Holzkohlearoma absolut hitverdächtig! Und die hausgemachten Soßen geben dem Burger eine ganz individuelle herzhaft, deftige Note.

Sowohl das Burger- als auch das Homemade Ketchup-Rezept hab ich mir natürlich passend zum Rote Beete Relish bei What Katie ate abgeschaut. Und vor allem das Burgerfleisch hat mich sehr begeistert. Meine bisherigen Versuche konnten mich nämlich von selbstgemachten Burgern nicht besonders überzeugen. Die Fleisch-Patties sind mir beim Braten immer zu arg zusammengeschrumpft egal wie sehr ich sie vorher geplättet habe. Danach waren sie viel zu klein für das große Burgerbrötchen und in der Mitte total dick, was so absolut gar nicht mein Fall ist.

IMGP2807Katie gibt in ihrem Rezept für dieses Problem einen sehr unscheinbaren, aber absolut wirkungsvollen Hinweis. Sie empfiehlt nämlich die Patties vor dem Braten eine Weile im Kühlschrank zu kühlen und genau dieser Trick hat mir schön dünnes und minimal geschrumpftes Burgerfleisch beschert. Die Gewürze, die sie verwendet, finde ich auch sehr lecker und das Rezept wird unbedingt im Sommer bei der nächsten Grillparty nochmal gemacht! Das wird der Hit!

IMGP3385Und womit kann man einem wunderbar gebratenem Burgerfleisch gerecht werden? Das Geheimnis heißt: Homemade Ketchup und es macht sich quasi nebenbei – nämlich im Ofen! Außerdem lässt es sich auch sehr gut vorbereiten und in sterile Gläser gefüllt hält es sich einige Wochen im Kühlschrank frisch. Als Mitbringsel zum Geburtstagsgrillen macht es sich garantiert auch total gut!

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Burger mit Balsamico Rote Beete Relish und Homemade Ketchup

Zum Rezept für Rote Beete Relish geht es hier entlang.

(Abgewandelt nach What Katie Ate)

Zutaten für 4 Burger:

Burger:

600 g Rinderhackfleisch
1 TL Chiliflocken
1 EL Worcestershiresoße
2 TL Senf
½ TL braune Senfsaat gemahlen
1 TL glatte gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer

Belag und Sonstiges:

1 Zwiebel in feine Ringe geschnitten
1 kleiner Bund Rucola gewaschen
4 Scheiben Cheddar
4 Burgerbrötchen (ich habe mich für normale Weißbrötchen mit mittelfester Kruste vom Bäcker entschieden, weil ich die gekauften Burgerbrötchen immer so künstlich finde)

Zubereitung Burger:

Das Rinderhack mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die Mischung in 4 gleich große Teile teilen und zwischen Frischhaltefolie runde knapp 1 cm dicke Burger formen, die einen etwas größeren Durchmesser als das Brötchen haben. Am besten den Pfannenboden zum plattieren verwenden. Die Burger mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank kühlen, so behalten sie beim Braten besser ihre Form. Die Burger in einer Gußeisenpfanne in etwas Raps-oder Olivenöl von jeder Seite ca. 2 bis 3 min kross braten. Kurz bevor das Fleisch durch ist eine Scheibe Cheddar darauf legen und etwas anschmelzen werden lassen. Fertig ist das Burgerfleisch. Die Brötchen kurz im Ofen anwärmen. Jetzt kann sich jeder nach Belieben seinen individuellen Burger mit Zwiebeln, Rucola, Ketchup und Relish zusammenstellen.

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Homemade Ketchup

Zutaten:

8 reife Tomaten
15 Baby-Strauchtomaten
1 Dose Romatomaten abgetropft
Je eine Handvoll Basilikum und Oregano
Olivenöl
80 ml Weißweinessig
40 g brauner Zucker
1 TL gemahlene Senfsamen
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer

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Zubereitung:

Frische Tomaten in Scheiben schneiden und mit Öl, Salz, Pfeffer und der Hälfte an Kräutern auf ein Backblech geben und bei 200 Grad weich schmoren und leicht anbräunen lassen. Das Ganze dauert zwischen 20 und 30 min.

Dosentomaten und restliche Zutaten, bis auf Kräuter, in einen Topf geben und 1 Stunde bei niedriger Hitze simmern lassen. Die gebackenen Tomaten mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerdrücken und mit den restlichen Kräutern zur Tomatensoße geben. Weiter bis zur gewünschten Konsistenz köcheln lassen. Je nach Belieben pürieren und in sterile Gläser füllen. Haltbarkeit ungefähr 2 Monate im Kühlschrank.

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Balsamico Rote Beete Relish

Rote Beete ist bekanntlich nicht jedermanns Sache und meine ist sie zugegebenermaßen auch nicht immer. Weil ich die roten Farbstoffbomben aber einfach total hübsch finde und der Meinung bin, je mehr Farbstoff desto gesünder, nehme ich mir ab und zu mal ein paar Knollen bei meiner Marktfrau Hermine mit. Wenn Rote Beete, dann muß sie frisch sein, denn geschmacklich ist das ein riesen Unterschied zu den vorgegarten, vakuumierten Gummidingern die es im Supermarkt gibt. Aus der frischen Variante lässt sich zum Beispiel ein knackiger Rohkostsalat mit Apfel und Zitrone, aber auch dieses äußerst leckere und schmackhafte Balsamico Rote Beete Relish zaubern. Vielleicht können sich Rote Beete-Hasser damit etwas versöhnlicher zeigen?!

IMGP2766Zumindest der gesunde Aspekt der Rote Beete ist nun wirklich nicht zu verachten. Neben Eisen und Folsäure enthält die rote Knolle den sekundären Pflanzenfarbstoff Betanin, der zur Gruppe der Polyphenole gehört. Diese können Krebs-und Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen und Zellen vor Infektionen schützen.

IMGP2772Also nichts wie hin zum Gemüsehändler und ein paar Knollen besorgen. Denn das Rote Beete Relish ist nicht nur was für Vegetarier und Gesundheitsbewußte. Es passt nämlich ganz hervorragend zu gebratenem, oder noch besser, gegrilltem Fleisch. Entdeckt habe ich es bei What Katie Ate, ein englischsprachiger Blog, den ich sehr gerne lese, weil einem beim Anblick der tollen Bilder stets das Wasser im Mund zusammenläuft. Katie löffelt sich das süß-säuerlich geschmorte Relish gerne auf ihren Burger. Das habe ich auch schon nachgemacht und fand es einfach nur göttlich. Ein passendes Burgerrezept inklusive Homemade-Ketchup wird noch nachgeliefert!

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IMGP2840Balsamico Rote Beete Relish

Zutaten für ein mittelgroßes Einmachglas:

5 Rote Beeten
1 rote Zwiebel halbiert
1 Knoblauchzehe geschält und halbiert
40 g brauner Zucker
2 EL dunkler Balsamico
80 ml weißer Balsamico
1 Zweig Thymian
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:

Rote Beete gründlich waschen und halbieren oder vierteln. Mit etwas Öl, Salz, braunem Zucker und 2 EL Balsamico mischen und auf ein Backblech geben. Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad 50-60 min weich rösten. Nach 15 min die Zwiebel und den Knoblauch untermischen und mitbacken. Nach der Backzeit das Blech aus dem Ofen holen und 10 min abkühlen lassen, dann die Schale der Beete abpellen.

IMGP2777Geschältes Gemüse, geschmorte Zwiebeln und Knoblauch in einen Topf geben. Mit 2 EL Öl, weißem Balsamico und Thymianblättchen mischen und grob pürieren. 30 min bis zur gewünschten Konsistenz simmern lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In sterile Gläser füllen und verschließen. Hält sich ca. 1 Monat im Kühlschrank.

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Gebackener Ziegenkäse mit Oliventapenade

Wie ich bereits beim Ziegenkäse-Soufflé berichtet habe, bin ich unverhofft zu französischem Ziegenkäse gekommen. Für das Soufflé gingen dabei 2 kleine Weißschimmelkäse drauf . Ein Käse ist allerdings übrig geblieben, über den ich mir ganz schön den Kopf zerbrochen habe. Er hatte außen eine dicke Schicht übelsten Grünschimmel und einen zu intensiven Geruch für meinen Geschmack! Ziegenkäse ist ja sowieso schon immer sehr aromatisch, aber dieser Käse hat alle bisher Dagewesenen getoppt. Ich war also sehr skeptisch, ob ich mich da ran traue. Leider habe ich keine Bilder vom Käse im ungebackenen Zustand gemacht, aber glaubt mir er war komplett grün!

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Das Ende vom Lied seht ihr allerdings auf den Bildern! Und ja, ich habe den ganzen Käse alleine aufgegessen! Er war so unglaublich lecker, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Durch das Backen hat er den fiesen Ziegen- und Schimmelgeruch völlig verloren und er ist mir förmlich auf der Zunge zergangen! Gewürzt mit ein bißchen Knoblauch, eine schnell zubereitete Oliventapenade und ein paar Scheibchen knuspriges Brot dazu und schwupp war der Käse weg!

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Gebackener Ziegenkäse mit Oliventapenade

Zutaten für 2 Personen:

120 g Kalamata-Oliven entsteint
1 EL Kapern aus dem Glas
1 Sardellenfilet
2 confierte Knoblauchzehen  (alternativ: 1 frische)
1 TL rote Peperoni gehackt
je eine kleine Handvoll Basilikum- und Petersilienblätter
4 EL Olivenöl
200-250 g weicher Ziegenkäse mit Schimmel (z.B. Blau-oder Grünschimmel)
geröstetes Krustenbrot

Zubereitung:

Ich habe an der Oberseite die äußere Schicht des Käses entfernt, da ich nicht ganz so viel Grünschimmel haben wollte. Alternativ kann man den Käse an der Oberfläche auch kreuzweise einschneiden und die Ecken der Rinde nach außen klappen, sodass das Innere des Käses sichtbar wird. Den Käse auf ein Backpapier legen und auf der Oberseite eine zerdrückte Knoblauchzehe und 1 EL Öl verteilen. Käse mit Backpapier in eine ofenfeste Form geben, die ungefähr den Durchmesser des Käses hat, damit er beim Backen nicht verläuft. Den Backofengrill vorheizen.

Für die Oliventapenade die Oliven, Kapern, Sadellen, 1 Knoblauchzehe, Basilikum, Petersilie und 3 EL Öl mit dem Pürierstab mixen. Die gehackte Peperoni unterrühren und die Tapenade in ein Servierschälchen geben.

Den Käse unter dem Grill 3-5 min goldbraun rösten. Mit Oliventapenade und Krustenbrot zum dippen servieren.

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