Knusper-Ricotta-Gnocchis mit Spinat-Koriander-Pesto und Kichererbsen

Heute möchte ich euch ein Rezept zeigen, das schon seit Anfang meines Foodblogger-Daseins regelmäßig bei mir auf den Tisch kommt. Das Rezept ist mittlerweile zu meinem persönlichen Klassiker geworden und dafür gibt es einige treffende Gründe! Erstens sind die Gnocchis super duper lecker, zweitens sind sie um einiges schneller hergestellt als Kartoffel-Gnocchis, denn der Teig ist in nicht einmal 5 Minuten angerührt und drittens kann wohl wirklich niemand dieser wunderbar wandelbaren fluffigen Leichtigkeit widerstehen.

Zum ersten Mal gesehen, hab ich die leckeren Gnocchis bei Steph vom Kleinen Kuriositätenladen und bei Delicious Days und ich war sofort hin und weg.

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Ob klassisch mit Tomatensoße oder Salbeibutter, angereichert mit frischen Kräutern, als Beilage zu saftigem Rinderragout oder gebratenen Pilzen und und und… Der Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.

Nachdem ich schon einige Variationen getestet habe, hatte ich Lust die Gnocchis mal mit einer Knusperkruste zu versehen. Ein wenig arabische Gewürze und Zitrone mit in den Knuspermantel, dazu ein ultra grünes Spinat-Koriander-Pesto und Kichererbsen und fertig ist das Abendessen!

Ach ja und ehe ich es vergesse, mit diesem Rezept kann ich ja wunderbar bei  Zorras Blogevent teilnehmen.  1x umrühren bitte feiert nämlich 9-jähriges, ist das denn zu glauben?! Herzlichen Glückwunsch Zorra!!! Es gibt mal wieder super Preise von braun und eine Foodblogger-Kochbuch-Aktion. So ein neuer Stabmixer wär ja mal wieder was feines!

9 jahre kochtopf Blog-Event - Smart Speed Kitchen (Einsendeschluss 15.9.2013)

 

Knusprige Ricotta-Gnocchis mit Spinat-Koriander-Pesto und Kichererbsen

Zutaten für 2 Personen:
250 g Ricotta
1 Eigelb
1/2 TL Salz
35 g geriebener Parmesan
50-70 g Mehl + Mehl für die Arbeitsfläche

 

250 g Blattspinat
1/2 Knoblauchzehe
1 kleines Bund Koriander
1 EL geröstete Pinienkerne
Salz, Pfeffer, Olivenöl

 

ca. 4 EL Pankomehl
1 gehäufter TL Golden Spice Mix (Rezept siehe unten)
Abrieb und Saft einer halben Zitrone
Rapsöl

eine handvoll gekochte Kichererbsen

Zutaten Golden Spice Mix (New Middle Eastern Food-Greg Malouf):
1 EL Kreuzkümmel
1 EL Koriandersamen
1/2 EL gemahlener Kurkuma
1/2 EL gemahlener Ingwer
1/2 TL Cayennepfeffer

 

Zubereitung:

Zunächst den Golden Spice Mix herstellen. Dazu die Kreuzkümmel- und Koriandersamen in einer Pfanne anrösten und anschließend fein mörsern. Mit den restlichen Gewürzen vermischen. Die Gewürzmischung in ein Schraubglas füllen. Sie hält sich dunkel und trocken gelagert einige Monate und ist lecker zu Fisch und Kürbis, am besten in Kombination mit Zitrusfrüchten.

Jetzt geht’s aber ran an die Gnocchis. Die Flüssigkeit, die auf dem Ricotta steht abgießen und den Ricotta in eine Schüssel geben. Eigelb, Salz, Parmesan und Mehl dazugeben und alles miteinander vermischen. Die Masse ist sehr feucht und klebrig, aber bitte der Versuchung widerstehen noch mehr Mehl in die Masse zu rühren, sonst werden die Gnocchis fest und zäh, statt leicht und fluffig. Um die Gnocchis zu formen kann etwas mehr Mehl genommen werden. Die Gnocchimasse auf die gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mit Mehl bestreuen. Vorsichtig zu Rollen mit einem Durchmesser von 1,5-2 cm formen. Die Rolle in ca. 1,5 cm große Stücke schneiden.

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, reichlich salzen. Temperatur reduzieren, so dass das Wasser nur noch leicht simmert. Die Gnocchi hineingeben und solange ziehen lassen, bis sie oben schwimmen, das ist je nach Größe unterschiedlich und kann bis zu 4 Minuten dauern. Am besten ein Gnocchi zum Test anschneiden und prüfen, ob der Kern schon gestockt ist. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen.

In einer Schüssel Pankomehl, ein gehäufter TL Golden Spice Mix, etwas Salz, Zitronensaft und -abrieb vermischen. Die leicht abgekühlten Gnocchis in dieser Mischung wälzen und die Paniermischung gut andrücken. Die Gnocchis in einer Pfanne mit reichlich Rapsöl knusprig goldbraun rausbraten und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Während die Gnocchis vor sich hinbrutzeln das Pesto herstellen. Dafür in etwas Olivenöl ein Stück geriebene Knobizehe andünsten. Spinat dazu geben und zusammen fallen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, abkühlen lassen und in ein hohes Püriergefäß geben. Die restlichen Zutaten für das Pesto und einen Schuß Olivenöl dazu geben und mit einem Stabmixer sehr fein pürieren. Abschmecken.

Die Kichererbsen mit Salz und Pfeffer in etwas Öl erhitzen.

Einen großen  Klecks Pesto auf die Teller geben, die noch warmen knusprigen Gnocchis dazu geben und ein paar Kichererbsen darüber streuen. Je nach Geschmack mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft beträufeln.
Buon Appetito!

 

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Gelbe Linsen-Couscous-Pfanne

Ich nutze eine kurze Indien-Pause heute mal für ein orientalisch angehauchtes Gericht. Aber keine Angst, die Indien-Kochsause geht nach Teil 1 und Teil 2 bald in die 3. Runde.

IMGP6953Diese fix gemachte leckere und gesunde gelbe Linsen-Couscous-Pfanne will ich euch auf keinen Fall vorenthalten. Wie ihr ja bereits wisst bin ich bekennender Hülsenfrüchte-Fan, denn die kleinen Gesundbomben sind so lecker und sättigend, dass man Fleisch absolut nicht vermisst. Ich bin immer für eine gesunde Balance in der Ernährung und Hülsenfrüchte sind aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes und vieler Ballaststoffe absolut empfehlenswert. Außerdem sind sie unglaublich wandelbar und sowohl mit indischen, arabischen als auch italienischen Gewürzen einfach immer wieder lecker.

IMGP6946Ich koche häufig sehr spontan worauf ich gerade Lust habe, deshalb komme ich nur selten dazu, die getrocknete Variante über Nacht einzuweichen, stattdessen greife ich bei Bohnen und Kichererbsen auch mal zur Dose. Wenn es bei Linsen schnell gehen muss benutze ich gerne gelbe oder rote Linsen, wegen ihrer kurzen Kochzeit.

Uwes Cookbook of Colors kann ich mit diesem zwar super gelben Gericht, dafür aber mit ordentlicher Verspätung, wohl leider nicht mehr beitreten. Wer zu spät kommt….

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Für einen extra Frische- und Farbkick hab ich außerdem ein paar Tomaten in den Ofen geschoben, also wäre das Gericht für’s Cookbook of Colors sowieso durchgefallen, gell Uwe?!

Aber vielleicht freut sich ja Zorra, bzw. Nina im Rahmen ihres „Aus Sultans Küchen“-Events über ein orientalisch angehauchtes Couscous-Gericht.

Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

 

Gelbe Linsen-Couscous-Pfanne

Zutaten für 4 Personen:

1 Tasse gelbe Linsen
1 Tasse Couscous
1 weiße Zwiebel, klein gewürfelt
2 gelbe Paprikaschoten, in Stücke
2 TL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel, frisch gemahlen
1 TL Koriandersamen, frisch gemahlen
1 gelbe Peperonischote, fein gewürfelt
Minze, glatte Petersilie, fein geschnitten
Walnüsse, grob zerteilt
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Couscous nach Packungsanweisung quellen lassen. Ebenso die Linsen nach Packungsanleitung weich kochen. Die Zwiebelwürfel in etwas Öl glasig dünsten und die Paprika- und Peperoniwürfel hinzugeben und bei kleiner bis mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel bissfest dünsten. Die Gewürze, den fertigen Couscous und die Linsen dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für die gewünschte Konsistenz etwas Wasser hinzufügen und kurz erhitzen.

Mit Walnüssen, etwas Olivenöl und frischen Kräutern besträut servieren. Nach Belieben Ofenkirschtomaten dazu servieren. Ein Klecks türkischer Joghurt würde sich oben auf auch ganz gut machen. Buon Appetito!

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Auberginensuppe mit Riesencouscous

Olé, Olé, frohes Neues!!! Im neuen Jahr hab ich endlich mal wieder einen neuen Blogeintrag zustande gebracht. Dass ich nicht mehr so viel blogge habt ihr ja schon gemerkt, aber das heisst nicht dass ich nichts mehr zu Hause koche. Ganz im Gegenteil. Das berufliche Kochen in der Osteria Trio macht mir natürlich nach wie vor super viel Spaß und gerade vor Weihnachten war einfach nur die Hölle los. Wir hatten viele Weihnachtsfeiern zu bekochen und als Abschluß vor Weihnachten haben wir ein tolles 5-Gänge Menü für unsere Stammgäste gezaubert. Dann war aber erst mal Schicht im Schacht, weil wir alle ziemlich auf dem Zahnfleisch gegangen sind. Von Weihnachten bis Hl. Drei Könige hatten wir dann endlich alle frei und konnten ein wenig ausspannen. Weihnachten und Silvester war toll, ich habe viele Freunde getroffen und ein paar Tage beim Skifahrn war ich auch. Was will man mehr!?

IMGP9140Naja, jetzt ist der Alltag wieder eingekehrt und ich habe wie schon gesagt natürlich auch zu Hause viel gekocht. Ich kann meine Finger einfach nicht von den Töpfen lassen und das ist auch gut so. Ich hatte ja schon befürchtet, dass ich, wenn ich beruflich koche, nicht mehr so viel Lust habe zu Hause hinter dem Herd zu stehen, aber das ist Gott sei Dank nicht eingetroffen. Weil ich tagtäglich italienisches Zeugs koche, gibt’s das zu Hause eher selten, dafür ein wenig Asiatisch hier, ein wenig Indisch da und vor allem New Middle Eastern Food (die Bücher von Greg Malouf sind sehr empfehlenswert!) und den guten alten Ottolenghi natürlich. Der treibt gerade auch bei Noémie von Sammelhamster sein Unwesen. Ich fühle mit dir Noémie!

Man kann sich ehrlich gesagt kaum vor diesen gemüsebepackten, geschmacksbombigen Gerichten schützen. Die müssen unbedingt nachgekocht werden! Komme was wolle! Mittlerweile nenne ich 3 Ottolenghi Bücher mein Eigen, Genussvoll vegetarisch, Das Kochbuch und Jerusalem. Heute zeige ich euch deshalb aus seinem neuesten Buch Jerusalem eine sagenhafte Auberginensuppe (oder im Osteria Trio-Slang Oberdschiiiienen).

Sämig, würzig, mit einem Hauch Säure und total aubergienig! Gibt’s das Wort überhaupt, wenn nicht sollte es unbedingt erfunden werden. Ich könnte nämlich jeden Tag Auberginen essen. Und diese witzigen Riesencouscous-Kügelchen, die find ich auch total klasse! Gibt’s bei mir zum Beispiel im türkischen Laden um’s Eck.

IMGP9153So, lange Rede kurzer Sinn, hier kommt das Rezept…

Auberginensuppe mit Riesencouscous

(Leicht abgewandelt nach Ottolenghis Jerusalem)

Zutaten für 2 Personen:

4 kleine Auberginen (ca. 550g)
1 Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
150g Tomaten aus der Dose
1 TL frisch gemahlener Kreuzkümmel
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zucker
400-500ml Gemüsebrühe
1 EL Zitronensaft
50g Riesencouscous (Mograbieh)
(evtl. Basilikum)

Zubereitung:

3 Auberginen längs halbieren und in einer schweren Eisenpfanne (oder beschichtete Pfanne) in Olivenöl unter mehrmaligem Wenden dunkelbraun und weich dünsten. Das klappt wunderbar auf mittlerer Hitze und unbedingt mit aufgelegtem Deckel. Diese Methode ist übrigens meine Lieblingszubereitung für Auberginen, da man dann auch nicht so viel Öl braucht und die Auberginen wunderbar weich und nussig werden. Alternativ über einer Gasflamme oder glühender Grillkohle so lange erhitzen bis die Haut schwarz wird. Bei der Gasflammen- und Grillmethode nur das Fruchtfleisch verwenden. Ich habe allerdings die Pfannen-Auberginen gemacht und hierbei die Haut dran gelassen. Die übrige Aubergine in kleine Würfel schneiden und ebenfalls wie die großen Auberginenhälften in Öl mit Deckel weich braten. Die Würfel beiseite stellen.

Die Zwiebel halbieren und in feine Scheibchen schneiden. Zusammen mit Kreuzkümmel in etwas Olivenöl bei schwacher Hitze weich schmoren. Fein geschnittenen Knoblauch kurz mitbraten und die Dosentomaten mit etwas von dem Tomatensaft dazugeben und einköcheln lassen. Ca. 400 bis 500ml Gemüsebrühe hinzufügen. Alles ordentlich aufkochen lassen und mit den weichgeschmorten Auberginenhälften gründlich pürieren bis eine sämige, relativ feine Suppe entsteht. Mein Tipp: Eher zu lang als zu kurz pürieren, dann ist kaum mehr etwas von der dunklen Auberginenschale zu erkennen. Zitronensaft, Salz, Pfeffer und ca. 1/2 EL Zucker hinzugeben. Abschmecken.

Den Riesencouscous nach Packungsanleitung, ca. 14 min in Salzwasser weich garen und abtropfen lassen. Einen Teil unter die Suppe rühren.

Die Suppe mit den Auberginenwürfeln, Riesencouscous und gegebenenfalls Basilikum bestreut servieren. Mit etwas Olivenöl und Pfeffer verfeinern. Buon Appetito!

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Kürbissuppe und knuspriger Blumenkohl mit Spinat-Dip

Nachdem ich vor kurzem mit einer fiesen Grippe zu kämpfen hatte gibt es heute nochmal ne extra Gemüseration! Man muss ja tun was man kann, um die Vitamin- und Mineralspeicher wieder aufzufüllen. Wobei es mich im Moment auch ganz arg nach einem Tiramisu oder ähnliches gelüstet! Naja, bei einigen ist ja gerade Fastenzeit angesagt und ich will ja kein Spielverderber sein. Heute also Gemüse! Und sogar in zwei Gängen!

IMGP6785Vorneweg und passend zur Jahreszeit erst mal ne wärmende Suppe. Der Fetakäse bringt einen würzigen Ausgleich zur Süße des Kürbis. Eine perfekte Kombination. Das muss ich mir merken. Die Kürbissaison geht zwar schon dem Ende zu, aber im Supermarkt hab ich gestern Hokkaidos gesehen und am Markt gab es noch ein paar Muskatkürbisse.

IMGP6790Schon eine ganze Weile schwirrt mir der gebackene Blumenkohl von Ellys Art im Kopf herum und da ich zufällig alle Zutaten zu Hause hatte konnte ich den endlich auch mal in den Ofen schieben. Ich sag euch, Blumenkohl kann man wirklich nicht besser machen. So knusprig und würzig. Einfach nur lecker! Der Super-Knusper kommt von grob gemahlenen Mandeln und gesund ist das Ganze auch noch. Was will man mehr?!

IMGP6793Blumenkohl allein find ich allerdings ein wenig langweilig also musste noch ein Dip dazu her, der zu den Gewürzen gut passt. In meinem derzeitigen Lieblingskochbuch New middle eastern food von Malouf hab ich mal wieder ein wenig gestöbert und bin über einen Spinat-Joghurt-Dip gestoßen. Der passt ganz wunderbar. Wer keine Rosinen mag, der macht eine kleine Prise Zucker mit rein, aber die Rosinen sind eigentlich so fein gehackt, dass man sie gar nicht richtig raus schmeckt.

IMGP6788Kürbissuppe mit Feta

Zutaten für 4 Personen:

1 Hokkaidokürbis
1 bis 2 weiße Zwiebeln gewürfelt
1 Knoblauchzehe gehackt
1 TL Kreuzkümmel gemahlen
1 TL Koriandersamen gemahlen
1-2 TL Zitronensaft
ein Stück Ingwer gerieben
Gemüsebrühe oder Salz
Pfeffer
Olivenöl
frischer Zitronenthymian oder normaler Thymian
ein Stückchen Fetakäse

Zubereitung:

Den Kürbis gut waschen. Hokkaidokürbisse können mit Schale verwendet werden, da sie beim Kochen oder Backen weich wird. Also entferne ich nur die Samen und schneide das ungeschälte Fruchtfleisch in grobe Würfel.

Die Zwiebelwürfel, den Knoblauch und den geriebenen Ingwer in Öl bei kleiner bis mittlerer Hitze schön weich dünsten. Die Gewürze dazugeben und eine Weile mitschmoren. Den Kürbis dazugeben und mit Brühe oder Wasser soweit aufgießen bis der Kürbis 3 bis 4 Zentimeter bedeckt ist. Mit geschlossenem Deckel solange köcheln bis der Kürbis weich ist. Die Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer würzen und Zitrone nach Geschmack dazu geben. Je nach Vorliebe noch etwas Wasser hinzufügen um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Mit zerkrümeltem Fetakäse und Thymian servieren. Buon Appetito!

Knuspriger Blumenkohl mit Spinat-Dip

(abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

Zutaten für 3-4 Personen:

Blumenkohl:
1 Kopf Blumenkohl
eine Handvoll Mandeln grob gemahlen
2 TL Kreuzkümmel geröstet und gemahlen
2 TL Koriandersamen geröstet und gemahlen
etwas Zitronensaft und -abrieb
1 Knobizehe gerieben
1 Stück Chilischote getrocknet und gemahlen
Salz, Pfeffer
Olivenöl, 1 EL Butter

Spinat-Dip:
2 EL Rosinen
2 Schalotten fein gewürfelt
Olivenöl
1/2 TL Kurkuma
250g Spinat (frisch oder aufgetaut und ausgedrückt)
250g Naturjoghurt
Salz, Pfeffer
Zitronensaft

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Blumenkohl in Röschen teilen und in Salzwasser kurz blanchieren. Er soll noch sehr bissfest sein. Gut ausdampfen lassen. Wenn er noch zu viel Wasser enthält wird er später nicht knusprig. Alle Gewürze, Chili, Knobi und Zitronensaft und -abrieb mit Olivenöl vermischen. Den Blumenkohl in eine große Auflaufform geben und mit der Gewürzmischung vermengen. Für ca. 15 bis 20 min in den Ofen schieben. Wer es super knusprig mag, der schaltet gegen Ende nochmal für ne Minute den Grill an.

Für den Dip die Rosinen in warmem Wasser 15min einweichen. Anschließend abtropfen lassen und fein hacken. Die Schalottenwürfel in Olivenöl weich dünsten. Rosinen und Kurkuma dazu geben und eine Weile mitschmoren. Spinat in einem extra Topf in etwas Öl zusammenfallen lassen, bzw. den aufgetauten Spinat erhitzen. Herausnehmen, fein hacken und zu der Rosinenmischung geben. Oder beides zusammen pürieren. Alles mit Salz und Pfeffer würzen und den Zitronensaft dazugeben. Wenn der Spinat etwas abgekühlt ist den Joghurt zufügen und abschmecken.

Blumenkohl in den Dip dippen und ab in den Mund! Buon Appetito!

 

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Mezze und New Middle Eastern Food

Seit einigen Monaten habe ich meinen Beruf als Biologin an den Nagel gehängt und bin meiner eigentlichen Berufung, dem Kochen, gefolgt. Ich arbeite seitdem in der kleinen Osteria trio in Würzburg und habe dort sehr liebe Menschen kennengelernt, die meine Leidenschaft zum Genuß genauso teilen, wie ihr alle, die ihr diesen Blog besucht. Und das Schöne daran ist immer wieder, dass die Leidenschaft zum Kochen wahnsinnig verbindet, auch außerhalb unserer kleinen Restaurantküche.

IMGP6765Mit meinen Kollegen bin ich also ständig auf der Suche nach neuen Leckereien und die Welt des Kochens wird ohne Pause weiter entdeckt und erforscht auch wenn es in letzter Zeit hier etwas ruhiger geworden ist. Ich hatte einige private Probleme, weshalb ich mich einige Zeit zurück gezogen habe. Jetzt ist aber alles wieder in Butter. Und seit ein paar Wochen liegt wiedermal ein neues Kochbuch im Schrank, das gekocht werden möchte: New Middle Eastern Food von Greg Malouf. Mit Petra von Chili und Ciabatta hatte ich es kürzlich davon, dass dieses Buch ein „Best of“ von Greg Maloufs Kochbüchern ist. Petra hat bereits einige seiner Bücher aus denen sie immer wieder herrliche Gerichte zaubert. Ich bin wahnsinnig happy über dieses Buch, denn die Vielfalt, die Gewürze und die modernisierte orientalische Küche sind absolut nach meinem Geschmack. Ich könnte alles daraus kochen, am besten noch heute!

Die Osteria Crew war also wieder mal bei mir zu Hause und wir haben gezaubert was die Töpfe hergaben. Seht selbst!

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Mezze und New Middle Eastern Food

Romesco-Soße
(Eigenkreation von Jonah)

3 rote Paprika
60 g Mandeln geschält
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Pimenton de la Vera

Zubereitung:
Alles in grobe Würfel schneiden, Mandeln ganz lassen und in Olivenöl bei mittlerer Hitze sehr weich dünsten. Pürieren und mit Pimenton de la Vera würzen.

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Olivenöl
Zatar

Mandel-Mayonnaise

(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

250 g geschälte Mandeln
3 Knoblauchzehen gehackt
1 TL Salz
Saft einer halben Zitrone
1 EL weißer Balsamico
1 EL Honig
4 Eigelb
530 ml Olivenöl
100-150 ml lauwarmes Wasser
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Mandeln im Standmixer zu Mehl mahlen. Knoblauch, Salz, Zitronensaft, Essig, Honig und Eigelb dazugeben und mixen. Bei laufendem Motor die Hälfte des Öls langsam dazu träufeln. Dann genauso die Hälfte des Wassers. Nun den Rest des Öls eintröpfeln lassen und anschließend soviel Wasser, dass eine luftig cremige Konsistenz entsteht. Die Masse sollte ruhig ordentlich durchgemixt werden, damit sie schön fein und cremig wird.

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(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

4 fein gehackte Schalotten
1 fein gehackte Knoblauchzehe
4 Tomaten
3 EL Granatapfelsamen
Saft einer Zitrone
1 TL Honig
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Samen der Tomaten entfernen, das Fruchtfleisch abtropfen lassen und in feine Würfel schneiden. Die restlichen Zutaten unterrühren und abschmecken.

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Türkische Fladenbrote

(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

½ Würfel Hefe
Prise Zucker
380 ml lauwarmes Wasser
500 g Mehl Typ 550
1 TL Salz
40 ml Olivenöl

Zubereitung:

Die Hefe im Wasser auflösen. In einer Schüssel die restlichen Zutaten vermischen und das Hefewasser dazu gießen. Mit einer Gabel das Wasser einarbeiten und mit den Händen oder in einer Küchenmaschine 15min zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 1h gehen lassen.

Ein Backblech oder einen Pizzastein im Ofen so heiß wie möglich vorheizen. Währenddessen den Teig in 50 g Portionen teilen und rund ausrollen. 10 min gehen lassen und auf dem heißen Blech mit Backpapier oder auf dem Pizzastein goldbraun backen. Sofort in einer Schüssel mit Deckel oder in einer großen Tüte abkühlen lassen. So bleiben die Fladen schön saftig und weich.

IMGP6769Couscous-Gurken-Salat

(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

80 g Couscous
1 Gurke
1 kleiner Bund Petersilie
1 kleiner Bund Minze
1 rote Zwiebel
3 EL türkischer Joghurt (10%)
Naturjoghurt
2 EL Olivenöl
1 Bio-Zitrone
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Couscous nach Packung zubereiten und auskühlen lassen. Gurke schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Kräuter fein schneiden und Zwiebel würfeln. Mit den restlichen Zutaten einen Salat herstellen. Eventuell noch etwas Naturjoghurt und/oder Wasser für eine geschmeidigere Konsistenz hinzufügen. Mit Zitronensaft und Abrieb abschmecken.

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Maishuhn mit Kichererbsen

(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

1 Maishuhn in Stücke zerteilt
1 TL Salz
2 TL süßes Paprikapulver
2 TL Kreuzkümmel gemahlen
2 Knoblauchzehen
2 rote Zwiebeln
Olivenöl
200 ml mildes Bier (z.b. Bayreuther Zwickl-Bier)
1 EL Balsamicoessig
2 Chilis fein gehackt
frischer Oregano
300 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
4 Mairüben
250 g Kichererbsen aus der Dose oder 100g  über Nacht eingeweicht und weich gekocht.
Basmatireis
Salz
2 rote Zwiebeln
50 g Le Puy Linsen
1 TL Vadouvan

Zubereitung:

Aus Knoblauch, Salz, Paprikapulver und Kreuzkümmel eine Paste herstellen. Mit einem Esslöffel Öl verrühren und die Hühnerteile damit einreiben. In Öl rund herum braun anbraten. Herausnehmen und die Zwiebeln in Öl weich dünsten. Huhn, Bier, Essig, Chilis, Brühe und Oregano zu den Zwiebeln geben und 20 min zugedeckt köcheln lassen. Die Mairüben schälen und in schmale Spalten schneiden. Mairüben und Kichererbsen zum Huhn geben und offen 15 min köcheln lassen bis das Huhn durch und die Rüben weich sind. Das Huhn abtropfen lassen und auf einem Gitter unter dem Backofengrill 3 min grillen.

Den Reis mit Vadouvan in Salzwasser weich kochen. Die Linsen in Salzwasser ebenfalls weich kochen. Die Zwiebel halbieren und in feine Scheibchen schneiden. In Olivenöl weich dünsten. Zwiebeln und Linsen zum Reis geben und abschmecken.

Das Huhn mit Reis, Gemüse und Soße servieren.

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Apfel-Quitten-Tarte

(Rezept von Jonah)

Mürbteig:
250 g Mehl
1 gehäufter EL dunkler Kakao
2 EL Zucker
125 g Butter

Guß:
2 Eier
2 EL Zucker
1 Becher Schmand
Schuß Milch

Quittenkompott:
2 Quitten
Zucker
5 grüne Kardamomkapseln angeknackst
1/2 Vanilleschote
2 Äpfel

Dazu Vanillesahne

Zubereitung:

Aus den Zutaten einen Mürbteig herstellen. Den Teig zwischen Backpapier dünn ausrollen und eine gefettete und bemehlte Tarteform damit auslegen. Mit einer Gabel einstechen und 7 min in den Gefrierschrank legen. Anschließend 10 min bei 180 Grad backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Die Quitten waschen und mit einem Schwamm den Flaum entfernen. Vierteln und entkernen. In reichlich Wasser weich kochen. Das Wasser abgießen. Quittenfleisch wiegen Quitten zurück in den Topf geben. Zucker im Verhältnis von 0,75:1 (Zucker:Quitten) zu den Quitten geben. Kardamom,Vanillestange und Samen hinzufügen. Mit einem kleinen Schuß Wasser zum Kochen bringen und solange köcheln bis die Quitten ihre typisch rote Farbe bekommen, sie weich werden und eine dickflüssige Konsistenz um das Fruchtfleisch entsteht. Gewürze entfernen.

Aus den Zutaten einen Guß anrühren.

Die Äpfel schälen, entkernen und in große Würfel schneiden. Quitten abtropfen lassen und würfeln. Eventuell nur die Hälfte der Quitten verwenden und den Rest mit Sud in ein Schraubglas füllen und für andere Desserts aufheben. Die Früchte auf dem vorgebackenen Teig verteilen und den Guß darüber gießen. Bei 180 Grad ca. 35 bis 45 min backen bis der Guß fest ist. Vanillesahne dazu servieren.

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