Baklava

Nach Hummus mit Orangen-Pistazien-Sprinkle folgt heute Arabischer Abend die Zweite! Die Arabische Küche ist ja bekannt für wahnsinnig gehaltvolle und sirupsüße Nachspeisen. Die Üppigkeit kommt von verschiedenen Nusssorten, Datteln, Feigen, Honig und Sirup. Meistens kann ich nur ein kleines Stückchen dieser Desserts genießen. Alles was darüber hinausgeht wäre absoluter Zucker-Overdose.

IMGP3422Ich habe mich dennoch an das Baklava-Rezept aus dem GU-Buch „Küchen der Welt-Arabien“ herangetraut, weil ich meinen Gästen ein typisch orientalisches Dessert nicht vorenthalten wollte. Und ich muß sagen, ich bin positiv überrascht. Es ist nämlich nicht ganz so süß und klebrig wie ich es aus dem letzten Türkei-Urlaub in Erinnerung habe. Dafür aber umso nussiger und total lecker.

Bei der Zubereitung habe ich noch gedacht: „Ich mache mal lieber nur die Hälfte des Rezepts, falls es keinem schmeckt.“ Aber die Bedenken waren unbegründet. Vor allem mein Mitesser konnte sich überhaupt nicht zurückhalten und hat nach üppiger Vor-und Hauptspeise noch 2 große Stücke Baklava verputzt.

IMGP3431Das Baklava eignet sich hervorragend für Buffets und Partys. Es lässt sich gut vorbereiten, schön portionieren und die kross gebackenen und aufgefächerten Filoteigblätter sehen ganz bezaubernd aus. Es könnte sich neben euch als der Hingucker des Abends entpuppen!

IMGP3476Baklava

(Abgewandelt nach Küchen der Welt: Arabien, GU-Verlag)

Zutaten für 9 Personen:

Filoteig (10 Blätter á 21×21 cm)
3-4 EL Ghee oder Butterschmalz
1 Eiweiß
50 g Zucker
100 g gehackte Walnüsse
100 g gehackte Mandeln
1 EL Rosenwasser
15 g gehackte Pistazien

Für den Sirup:

100 g Zucker
1/2 EL Zitronensaft
je 1/2 EL Orangenblüten und Rosenwasser

IMGP3416Zubereitung:

Ghee oder Schmalz in einem Topf schmelzen. Mit einem Pinsel eine Seite der Filoblätter mit Ghee bestreichen und jeweils 10 bestrichene Blätter übereinanderlegen. Den Teigstapel in 9 Quadrate mit ca. 7 cm Kantenlänge schneiden.

Das Eiweiß cremig schlagen, nach und nach 40 g Zucker dazu geben und weiter schlagen bis sich steife glänzende Spitzen bilden. Gehackte Walnüsse und Mandeln zusammen mit Rosenwasser behutsam unter die Eischnee-Masse heben.

Die Filoteigstapel mit ca. 1 EL Eiweiß-Nuss-Mischung füllen, die Seiten hochklappen und leicht zusammendrücken. Eine passende feuerfeste Form oder einen Teller mit übrigem Ghee einfetten und die Päckchen daraufsetzen.

30 min bei 160 Grad Umluft im Ofen backen. Dann die Hitze auf 2oo Grad erhöhen und nocheinmal 10 min goldbraun und bis sich die Filoteigblätter auffächern backen.

In der Zwischenzeit 100 g Zucker mit 180 ml Wasser in einem Topf zu einem leicht flüssigen Sirup einkochen. Das dauert etwa 10 min. Dann Zitronensaft, Orangenblüten- und Rosenwasser dazu geben und 5 min simmern lassen. Den Sirup anschließend abkühlen.

Das noch heiße Baklava aus dem Ofen holen und mit dem abgekühlten Sirup tränken. Die Täschchen mit Pistazien bestreuen und vor dem Servieren gut durchziehen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Und ein Hinweis zum Schluß: Der Sirup kommt einem relativ flüssig und viel vor, aber die Filotaschen würden ohne die Menge einfach total staubtrocken sein.

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Haselnuss Rosinen Cantuccini

Für uns ist Italien das Urlaubsland schlechthin. Die Menschen, ihre Kultur, ihre schönen Gebäude, das Land und die gute Küche lassen uns immer wieder aufs Neue den Alltag vergessen. Mindestens einmal im Jahr zieht es uns Richtung Bella Italia. Bisher gingen wir im Piemont, am Gardasee, in Kalabrien, in Ligurien und einige Male in der Toskana auf Entdeckungstour und kommen immer wieder mit neuen Eindrücken und vor allem neu inspirierter Kochlaune zurück. Das Land hat für Genießer einfach sehr viel zu bieten.

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Zum echten italienischen Caffè gehört für uns deshalb immer auch ein kleines Biscotti dazu. So können Urlaubsgefühle richtig in Schwung kommen. Und neben Cantuccinis, die auch Biscotti di Prato genannt werden, gibt es so Einiges was Italien im Keksbereich zu bieten hat. Baci di Dama, Ricciarelli, Mostaccioli… Diese Rezepte sind noch in meiner To Back-Liste. Cantuccinis hab ich hiermit abgehackt. Wobei ich die wahrscheinlich nicht zum letzten Mal gebacken habe, weil sie sehr einfach und schnell herzustellen sind und mein Mitesser ohne die knackigen Kekse seinen Espresso sonst gar nicht richtig genießen kann!

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Rosinen-Haselnuss Cantuccini

(In Anlehnung an das Rezept von Soupflower’s Blog)

130 g ganze Haselnüsse geröstet
50 g Haselnüsse gemahlen
80 g Rosinen
200 g Mehl
70 g brauner Zucker
70 g weißer Zucker
1 EL Vanillezucker
1 gestr. TL Backpulver
1 EL Rum
1 Prise Salz
40 g Butter
2 Eier

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf Rum, Butter und Eier vermischen und auf ein Backbrett geben. Butter in Stückchen schneiden und mit den Fingern in die Mehl-Mischung einarbeiten bis sich Krümel bilden. Dann Rum und Eier dazu geben und solange kneten bis ein homogener Teig entsteht, aber nicht länger als nötig.

Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Anschließend in 6 gleich große Stücke teilen und zu 2 cm dicken Würsten rollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 15 min backen, herausnehmen und abkühlen lassen. Den halbfertig gebackenen Teig schräg in 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf dem Backblech verteilen. Bei 180 Grad 10-15 min fertig backen. Je länger desto härter werden die Cantuccini. Ich mag sie lieber etwas weicher, deshalb habe ich meine nur 10 min fertig gebacken. Auf einem Gitter abkühlen lassen und in einer Keksdose oder einem verschließbaren Glas aufbewahren.

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Süß pikante Nüsse mit Dessertcurry

Bei meiner Scharfen Linsensuppe mit Zitronen-Kokos-Duft habe ich euch versprochen das Dessertcurry, das ich kürzlich in einem Kochbuch einer Freundin entdeckt habe, vorzustellen. Und weil ich mein Versprechen halte, gibt es heute das Rezept für Dessertcurry und schonmal ein Anwendungsbeispiel. Nämlich süß pikante Currynüsse. Ein perfekter Knabberspaß für einen gemütlichen Abend.

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Das Schöne an diesem Curry ist, dass es eine Mischung ist, mit der sich die Dessertwelt ein wenig aufpeppen lässt. Zum Beispiel ist es einsetzbar in Panna Cotta oder in einem Orangencurry-Vanille-Kompott, welches man zur Panna Cotta oder Eis reicht. Man kann es als originelle Würzung von Mousse, selbstgemachtem Eis oder Parfait benutzen und es macht sich auch sehr gut in Fruchtsmoothies. Ein wenig Fantasie und ihr werdet ganz bestimmt noch mehr Möglichkeiten finden, in denen das Curry eine willkommene Abwechslung im Süßspeisenbereich darstellt.

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Süß pikante Nüsse mit Dessertcurry

Zubereitung:

Dessertcurry:

3 EL Orangenschale abgerieben und getrocknet
1 TL grüne Kardamomkapseln
1 TL Kurkuma gemahlen
1 TL Ingwer gemahlen
1 TL Ceylon-Zimt gemahlen
½ TL Galgant gemahlen
½ TL Cayenne

Die schwarzen Samen der grünen Kardamomkapseln herauslösen und in einem Mörser fein mahlen. Die restlichen Gewürze dazu geben und mischen. Das Currypulver lässt sich einige Wochen gut in einem Schraubgläschen oder ähnlichem aufbewahren.

Für die Currynüsse:

75 g Mandeln
75 g Pistazien
80 g Zucker
Prise Salz
1/8 TL Salz
3 TL Dessertcury

Nüsse in einer Pfanne hellbraun rösten. Zucker und 60 ml Wasser in einem Topf erhitzen und rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Herd auf mittlere Hitze stellen und ab jetzt nicht mehr rühren. Das Wasser verdampft nach geraumer Zeit und der Zucker fängt an zu karamellisieren wenn das Wasser weg ist. Es sollte sich ein schönes Goldbraun bilden, aber vorsichtig sein, denn wenn das Karamell zu dunkel wird schmeckt es bitter. Vorsicht ist auch beim Berühren geboten, da Karamell verdammt heiß wird und an der Haut festklebt. Den Herd ausschalten und die Nüsse und das Curry hinzufügen. Mit einem Löffel rasch im Karamell wenden bis alles überzogen ist und auf ein Backpapier geben. Die Nüsse lose verteilen. Sobald die Nüsse leicht abgekühlt sind, kann man sie vereinzeln. In einem geschlossenen Behälter kann man die Currynüsse ca. 2 Wochen lagern.

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