Apfel-Rosinen-Ahornsirup-Scones

Winterzeit ist Ahornsirup-Zeit!!!

Ich hatte in meiner Kindheit etwas fragwürdige Erfahrungen mit Ahornsirup in gewissen Fast Food-Etablissements und seitdem hat es mir vor diesem Zeug ganz schön gegraust! Mittlerweile aber, hab ich verstanden, dass ich da nur so Billigklebzeugs zu den Pancakes bekommen habe und dass ein guter kanadischer Ahornsirup definitiv was ganz ganz Feines sein kann!

Seitdem ich Ahornsirup für mich entdeckt habe, gibt’s ihn z.B. in selbstgemachtem Granola, zum Frühstück ins Joghurt mit Früchten und Müsli, zum Glasieren von Bacon und in Salatdressings. Lecker, lecker!!!

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Da ich seit einiger Zeit von braun den Multiquick 7 Stabmixer und als Zubehör und Erweiterung dessen eine Küchenmaschine gesponsert bekommen habe, gab es mal wieder saftige Scones zum Frühstück. Die Küchenmaschine ist natürlich nicht so robust, wie z.B. eine Kitchen-Aid oder Kenwood, aber für Menschen mit wenig Platz und kleinem Geldbeutel und die das Gerät sowieso nur ab und zu mal benutzen ist sie eine gute Alternative. Sie hat einen Aufsatz zum Raspeln und Julienne-Schneiden, ein Hackmesser und einen Knethaken. Mein Scone-Rezept habe ich also komplett im Behälter der Küchenmaschine herstellen können, da ich zuerst mit dem Reibeaufsatz den Apfel gerieben habe und anschließend mit dem Knethaken den Teig zubereitet habe. Praktisch! Und im Anschluß hab ich alle Teile bis auf die Scheibe zum Reiben in die Spülmaschien geknallt, zack und weg!

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Und weil das so einfach ist, könnt ich immer Scones zum Frühstück essen! Und im Winter ganz besonders diese zimtig-süßen saftigen Mopsis!

Apfel-Rosinen-Ahornsirup-Scones

Zutaten für 6 große Scones:

250g Mehl
1,5 TL Backpulver
1 TL Zimt nach Belieben
1 entkernter Apfel mit Schale
50g Rosinen
40g getrocknete Cranberries
100ml Milch
2 EL Ahornsirup
60g kalte Butter in kleine Würfel geschnitten

Glasur:
1,5 EL Ahornsirup
1 EL Milch

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad Ober-Unter-Hitze vorheizen.

Den Apfel in der Küchenmaschine grob raspeln. Die Schale könnt ihr entfernen oder dran lassen wie ihr wollt. Ich lasse sie dran, man spürt sie sowieso nicht beim Essen. Die Reibscheibe durch einen Knethaken ersetzen oder die Hände zum Kneten verwenden, wenn ihr keine Küchenmaschine benutzt. Die Rosinen und Cranberries in lauwarmem Wasser 10 min einweichen und anschließend das Wasser abgießen.

Alle Zutaten zum geraspelten Apfel in die Küchenmaschine geben und auf höchster Stufe kurz kneten bis alles einigermaßen zusammen gekommen ist. Den Teig prüfen. Er soll weich, aber nicht klebrig sein, evtl. noch etwas Mehl hinzufügen. Den Teig auf die Arbeitsplatte stürzen und mit den Händen noch einmal kurz kneten und in eine runde Form bringen. Zu langes Kneten lässt die Scones zäh werden, also nicht übertreiben. Die Kugel platt drücken bis der Teig ca. 2 cm hoch ist und die entstandene Scheibe mit einem Messer in 6 Kuchenstücke teilen.

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Die Scones auf einem Blech im vorgeheizten Ofen ca. 15 min goldbraun backen. Ahornsirup und Milch verrühren und die heißen Scones damit bestreichen. Kurz abkühlen lassen und am besten noch lauwarm genießen. Ricotta und Apfelgelee mag ich verdammt gern dazu! Buon Appetito!

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Mezze und New Middle Eastern Food

Seit einigen Monaten habe ich meinen Beruf als Biologin an den Nagel gehängt und bin meiner eigentlichen Berufung, dem Kochen, gefolgt. Ich arbeite seitdem in der kleinen Osteria trio in Würzburg und habe dort sehr liebe Menschen kennengelernt, die meine Leidenschaft zum Genuß genauso teilen, wie ihr alle, die ihr diesen Blog besucht. Und das Schöne daran ist immer wieder, dass die Leidenschaft zum Kochen wahnsinnig verbindet, auch außerhalb unserer kleinen Restaurantküche.

IMGP6765Mit meinen Kollegen bin ich also ständig auf der Suche nach neuen Leckereien und die Welt des Kochens wird ohne Pause weiter entdeckt und erforscht auch wenn es in letzter Zeit hier etwas ruhiger geworden ist. Ich hatte einige private Probleme, weshalb ich mich einige Zeit zurück gezogen habe. Jetzt ist aber alles wieder in Butter. Und seit ein paar Wochen liegt wiedermal ein neues Kochbuch im Schrank, das gekocht werden möchte: New Middle Eastern Food von Greg Malouf. Mit Petra von Chili und Ciabatta hatte ich es kürzlich davon, dass dieses Buch ein „Best of“ von Greg Maloufs Kochbüchern ist. Petra hat bereits einige seiner Bücher aus denen sie immer wieder herrliche Gerichte zaubert. Ich bin wahnsinnig happy über dieses Buch, denn die Vielfalt, die Gewürze und die modernisierte orientalische Küche sind absolut nach meinem Geschmack. Ich könnte alles daraus kochen, am besten noch heute!

Die Osteria Crew war also wieder mal bei mir zu Hause und wir haben gezaubert was die Töpfe hergaben. Seht selbst!

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Mezze und New Middle Eastern Food

Romesco-Soße
(Eigenkreation von Jonah)

3 rote Paprika
60 g Mandeln geschält
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Pimenton de la Vera

Zubereitung:
Alles in grobe Würfel schneiden, Mandeln ganz lassen und in Olivenöl bei mittlerer Hitze sehr weich dünsten. Pürieren und mit Pimenton de la Vera würzen.

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Olivenöl
Zatar

Mandel-Mayonnaise

(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

250 g geschälte Mandeln
3 Knoblauchzehen gehackt
1 TL Salz
Saft einer halben Zitrone
1 EL weißer Balsamico
1 EL Honig
4 Eigelb
530 ml Olivenöl
100-150 ml lauwarmes Wasser
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Mandeln im Standmixer zu Mehl mahlen. Knoblauch, Salz, Zitronensaft, Essig, Honig und Eigelb dazugeben und mixen. Bei laufendem Motor die Hälfte des Öls langsam dazu träufeln. Dann genauso die Hälfte des Wassers. Nun den Rest des Öls eintröpfeln lassen und anschließend soviel Wasser, dass eine luftig cremige Konsistenz entsteht. Die Masse sollte ruhig ordentlich durchgemixt werden, damit sie schön fein und cremig wird.

IMGP6768Tomaten-Granatapfel-Salat

(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

4 fein gehackte Schalotten
1 fein gehackte Knoblauchzehe
4 Tomaten
3 EL Granatapfelsamen
Saft einer Zitrone
1 TL Honig
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Samen der Tomaten entfernen, das Fruchtfleisch abtropfen lassen und in feine Würfel schneiden. Die restlichen Zutaten unterrühren und abschmecken.

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Türkische Fladenbrote

(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

½ Würfel Hefe
Prise Zucker
380 ml lauwarmes Wasser
500 g Mehl Typ 550
1 TL Salz
40 ml Olivenöl

Zubereitung:

Die Hefe im Wasser auflösen. In einer Schüssel die restlichen Zutaten vermischen und das Hefewasser dazu gießen. Mit einer Gabel das Wasser einarbeiten und mit den Händen oder in einer Küchenmaschine 15min zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 1h gehen lassen.

Ein Backblech oder einen Pizzastein im Ofen so heiß wie möglich vorheizen. Währenddessen den Teig in 50 g Portionen teilen und rund ausrollen. 10 min gehen lassen und auf dem heißen Blech mit Backpapier oder auf dem Pizzastein goldbraun backen. Sofort in einer Schüssel mit Deckel oder in einer großen Tüte abkühlen lassen. So bleiben die Fladen schön saftig und weich.

IMGP6769Couscous-Gurken-Salat

(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

80 g Couscous
1 Gurke
1 kleiner Bund Petersilie
1 kleiner Bund Minze
1 rote Zwiebel
3 EL türkischer Joghurt (10%)
Naturjoghurt
2 EL Olivenöl
1 Bio-Zitrone
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Couscous nach Packung zubereiten und auskühlen lassen. Gurke schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Kräuter fein schneiden und Zwiebel würfeln. Mit den restlichen Zutaten einen Salat herstellen. Eventuell noch etwas Naturjoghurt und/oder Wasser für eine geschmeidigere Konsistenz hinzufügen. Mit Zitronensaft und Abrieb abschmecken.

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Maishuhn mit Kichererbsen

(Abgewandelt nach New Middle Eastern Food, Malouf)

1 Maishuhn in Stücke zerteilt
1 TL Salz
2 TL süßes Paprikapulver
2 TL Kreuzkümmel gemahlen
2 Knoblauchzehen
2 rote Zwiebeln
Olivenöl
200 ml mildes Bier (z.b. Bayreuther Zwickl-Bier)
1 EL Balsamicoessig
2 Chilis fein gehackt
frischer Oregano
300 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
4 Mairüben
250 g Kichererbsen aus der Dose oder 100g  über Nacht eingeweicht und weich gekocht.
Basmatireis
Salz
2 rote Zwiebeln
50 g Le Puy Linsen
1 TL Vadouvan

Zubereitung:

Aus Knoblauch, Salz, Paprikapulver und Kreuzkümmel eine Paste herstellen. Mit einem Esslöffel Öl verrühren und die Hühnerteile damit einreiben. In Öl rund herum braun anbraten. Herausnehmen und die Zwiebeln in Öl weich dünsten. Huhn, Bier, Essig, Chilis, Brühe und Oregano zu den Zwiebeln geben und 20 min zugedeckt köcheln lassen. Die Mairüben schälen und in schmale Spalten schneiden. Mairüben und Kichererbsen zum Huhn geben und offen 15 min köcheln lassen bis das Huhn durch und die Rüben weich sind. Das Huhn abtropfen lassen und auf einem Gitter unter dem Backofengrill 3 min grillen.

Den Reis mit Vadouvan in Salzwasser weich kochen. Die Linsen in Salzwasser ebenfalls weich kochen. Die Zwiebel halbieren und in feine Scheibchen schneiden. In Olivenöl weich dünsten. Zwiebeln und Linsen zum Reis geben und abschmecken.

Das Huhn mit Reis, Gemüse und Soße servieren.

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Apfel-Quitten-Tarte

(Rezept von Jonah)

Mürbteig:
250 g Mehl
1 gehäufter EL dunkler Kakao
2 EL Zucker
125 g Butter

Guß:
2 Eier
2 EL Zucker
1 Becher Schmand
Schuß Milch

Quittenkompott:
2 Quitten
Zucker
5 grüne Kardamomkapseln angeknackst
1/2 Vanilleschote
2 Äpfel

Dazu Vanillesahne

Zubereitung:

Aus den Zutaten einen Mürbteig herstellen. Den Teig zwischen Backpapier dünn ausrollen und eine gefettete und bemehlte Tarteform damit auslegen. Mit einer Gabel einstechen und 7 min in den Gefrierschrank legen. Anschließend 10 min bei 180 Grad backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Die Quitten waschen und mit einem Schwamm den Flaum entfernen. Vierteln und entkernen. In reichlich Wasser weich kochen. Das Wasser abgießen. Quittenfleisch wiegen Quitten zurück in den Topf geben. Zucker im Verhältnis von 0,75:1 (Zucker:Quitten) zu den Quitten geben. Kardamom,Vanillestange und Samen hinzufügen. Mit einem kleinen Schuß Wasser zum Kochen bringen und solange köcheln bis die Quitten ihre typisch rote Farbe bekommen, sie weich werden und eine dickflüssige Konsistenz um das Fruchtfleisch entsteht. Gewürze entfernen.

Aus den Zutaten einen Guß anrühren.

Die Äpfel schälen, entkernen und in große Würfel schneiden. Quitten abtropfen lassen und würfeln. Eventuell nur die Hälfte der Quitten verwenden und den Rest mit Sud in ein Schraubglas füllen und für andere Desserts aufheben. Die Früchte auf dem vorgebackenen Teig verteilen und den Guß darüber gießen. Bei 180 Grad ca. 35 bis 45 min backen bis der Guß fest ist. Vanillesahne dazu servieren.

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Zitroniger Zitronenkuchen

Mit diesem herrlich zitronigen Zitronenkuchen melde ich mich wieder aus dem Urlaub zurück. Wir haben ein paar schöne Tage im Piemont verbracht, uns auf dem Festa della Sagre in Asti durch die typisch italienische Hausfrauenkost geschlemmt, die Weinmesse dort besucht, einen unglaublich guten Barolo von 1998 getrunken und leider keinen einzigen weißen Trüffel gegessen. Wir waren dieses Jahr einfach einen Tick zu früh dran. Sehr schade, denn ich steh total auf Trüffel! Naja, man kann eben nicht alles haben.

IMGP4700Dafür gibt es heute ein süßes Trostpflaster in Form dieses saftigen Zitronenkuchens, den ich bereits seit langem bei Fool for Food und Chef Hansen bewundert habe. Widmen möchte ich ihn Zorra von 1x umrühren bitte, da ihr Blog den sage und schreibe 7. Geburtstag feiert! Hipp Hipp Hurra, sage ich da nur und Hut ab, dass sie so lange und so intensiv in der Bloggosphäre dabei ist, das ist wirklich bewundernswert. Danke liebe Zorra für deinen tollen Blog und für deine Hilfsbereitschaft in Sachen Bloggen und Co.

7 Jahre kochtopf - Blitz-Blog-Event - Gib ihm Süsses! (Einsendeschluss 30. September 2011)

IMGP4759Um den Kuchen noch etwas zitroniger zu machen hab ich etwas mehr Zitronenschale genommen als im Original und ich habe ihn in einem Blech mit kleinen Kastenförmchen gebacken. Das Rezept unten ist allerdings für eine normal große Kastenform berechnet, denn die kleinen Förmchen hat ja nicht jeder. Ich bin, was Küchenutensilien angeht ja immer ein klein wenig verrückt und muss meinen Sammeltrieb oft in Schach halten, sonst quillen meine Küchenschränke über.

Kollage-1Zitroniger Zitronenkuchen

Zutaten für eine 25 cm lange Kastenform:

250 g weiche Butter
200 g Zucker
4 Eier
Saft einer Zitrone
abgeriebene Schale von 3 Zitronen
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
50 g geschälte gemahlene Mandeln
280 g Mehl

Für die Glasur und die Zitronenzesten:

Saft einer Zitrone
100 g Puderzucker
Zitronenzesten einer Zitrone
30 ml Wasser
20 g Zucker

Zubereitung:

Backofen auf 180° C vorheizen.

Eine Kastenform buttern und mehlieren.

Butter und Zucker schaumig schlagen, dann nach und nach die Eier einzeln hinzufügen.
Zitronensaft und -abrieb zufügen. Die trockenen Zutaten mischen und unter die Butter-Ei-Mischung rühren. Nur so lange rühren, bis die Zutaten sich gut zu einem Teig vermischt haben.

In die Backform füllen und ca. 40 Minuten backen. Stäbchenprobe! In der Mitte des Kuchens tief einstechen. Nach dem Herausziehen darf kein feuchter Teig am Holzstäbchen kleben bleiben.

Den Kuchen in der Form auskühlen lassen. Mit einem Kuchenlöser aus Plastik den Kuchen von den Seiten lösen und stürzen.

30ml Wasser und 20g Zucker in einem Topf erhitzen bis sich der Zucker gelöst hat. Anschließend die Zesten einer Zitrone darin schwenken und vom Herd nehmen.

Für die Glasur Puderzucker mit Zitronensaft vermischen bis die Glasur die gewünschte Konsistenz hat. Dabei nicht gleich den gesamten Saft zum Zucker geben. Erst einen Teil verrühren und die Konsistenz prüfen, gegebenenfalls weiteren Saft hinzufügen. Die Glasur auf der Oberfläche des Kuchens verstreichen und anschließend die leicht abgetropften Zitronenzesten darauf verteilen.

Buon Appetito!

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Schoko-Beeren-Torte mit Vanillequarkcreme

Buttercreme – Schwamm drüber! Heute geht es eine Spur leichter und entspannter zu! Und solange noch frische Beeren zu haben sind, solltet ihr euch mit dieser Torte sputen. Beeren, eine leichte Quarkcreme und herrlich saftiger Schokoboden passen einfach zu gut zusammen, als das man sich das entgehen lassen sollte. Außerdem braucht sich die Torte, optisch gesehen, überhaupt nicht hinter dem Orangen-Buttercreme-Triple-Layer-Schoko-Cake verstecken. Aber der Clou kommt noch: Alles ist 100% buttercreme-frei!

IMGP5967Der Schokoboden ist der gleiche wie der, den ich für den Triple-Layer-Cake verwendet hab. Von dem Rezept bin ich nämlich schwer angetan, weil der Kuchen so unglaublich saftig ist. Wenn man ihn abgedeckt aufbewahrt wird er sogar am nächsten und übernächsten Tag noch viel besser. Deshalb musste das Rezept auch schon für Mini-Schoko-Guglhupfs herhalten. Genial sag ich da nur!

IMGP5978Zur Info: Ich würde das nächste Mal den Boden ein klein wenig dünner machen, dann ist das Verhältnis zur Creme optimal. Im Rezept habe ich das schon berücksichtigt.

Schoko-Beeren-Torte mit Vanillequarkcreme

Achtung: Hab das Rezept etwas umformuliert, weil es Missverständnisse gab. Jetzt müsste es hoffentlich klar formuliert sein.

Für eine 20 cm Springform, Tortenring. Das Schokoboden-Rezept ergibt 2 Böden mit ca. 2cm Höhe. Einen nasche ich pur oder friere ihn ein. Abgewandelt nach diesem Rezept.

Zutaten:

Schokoboden:
90 g Mehl
100 g Zucker
50 g dunkle Schokolade (Valrhona 60%)
40 g Butter
30 g dunkles Kakaopulver ungesüßt (z.B. Bensdorp)
3 g Natron
3 g Backpulver
135 g Milch
1 EL Rum
1 Ei
Prise Salz

Creme:
100 g Frischkäse Doppelrahmstufe
250 g Magerquark
100 g Sahne
1 1/2 bis 2 Blatt Gelatine
2 EL Milch
1/2 Vanilleschote, nur die Samen
3 EL Zucker

Beerengelee:
300 g Tiefkühl-Himbeeren
1 EL Brombeerlikör
Zucker nach Belieben
1/2 Vanilleschote ohne Samen
1/2 bis 1 Blatt Gelatine (die Gelatineangabe gilt für 12EL des fertigen Fruchtpürees, den Rest hebe ich für die nächste Torte auf, oder esse ihn mit Joghurt)

2 Hand voll gemischte frische Beeren

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ei und Zucker schaumig schlagen während Schokolade und Butter im Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Alle trockenen Zutaten mischen und Rum mit Milch vermischen. Schokoladenbutter unter die Eimasse rühren. Im Wechsel trockene und flüssige Zutaten nach und nach unterrühren. In eine gefettete und bemehlte Springform gießen und ca. 35 bis 40 min bei 180 Grad backen. Stäbchenprobe. 10 min in der Form auskühlen lassen, dann vom Rand lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Vollständig abkühlen lassen und dann mit einem Konditormesser oder einem langen dünnen Messer (z.B. Brotmesser) einmal durchschneiden, sodass 2 gleichmäßige dünne Böden entstehen. Evtl. an der Oberseite etwas begradigen.

Für die Creme Frischkäse, Quark, Zucker und Vanillesamen gründlich verrühren und etwas stehen lassen, damit sie Raumtemperatur annimmt. Das verhindert, dass später die Gelatine schlieren zieht. Die Gelatine in kaltem Wasser 5 min einweichen, anschließend in der Milch bei niedriger Hitze auflösen. Vom Herd ziehen und 2 EL Quarkcreme unter die Gelatine rühren. Noch einmal 2 EL Creme dazu und verrühren. Die Gelatine sollte dadurch abgekühlt sein. Jetzt kann man sie unter die restliche Quarkcreme rühren. In den Kühlschrank stellen bis die Creme leicht andickt (ca. 30 bis 40 min). Zum Schluß die steifgeschlagene Sahne vorsichtig unterheben.

Einen der abgekühlten Böden gleich essen oder einfrieren für’s nächste Mal. Den anderen in einen Tortenring geben. Darauf die Creme verteilen und glatt streichen. Ab in den Kühlschrank damit die Creme fest wird. Das dauert einige Stunden oder am besten über Nacht.

Für das Beerengelee die Himbeeren mit 4 EL Zucker und der ausgekratzten Vanilleschote im Topf bei mittlerer Hitze auftauen lassen, Brombeerlikör dazu und erhitzen bis die Beeren weich sind. Pürieren und mit einem Gummispatel durch einen feinen Sieb streichen, um die Kernchen zu eliminieren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 10 bis 12 EL des Fruchtpürees abnehmen und zurück in den ausgespülten Topf geben und die ausgedrückte Gelatine bei schwacher Hitze darin auflösen. Den Rest des Pürees bewahre ich im Kühlschrank auf und esse es mit Joghurt oder Quark.

Das Beerengelee auf der festgewordenen Creme vorsichtig verteilen und glatt streichen. Im Kühlschrank fest werden lassen und mit ganzen Beeren belegen. Buon Appetito!

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Orange-Swiss-Meringue-Buttercream-Triple-Chocolate-Layer-Sponge-Cake oder ein amerikanischer (Alb-)Traum?

Wer von sich behaupten kann er hat noch nix total Verrücktes und Beklopptes in seiner Küche angestellt, der verschwindet jetzt lieber ganz schnell wieder! Heute geht’s hier nämlich um Dinge, die ein großes Quäntchen oder besser gesagt ein gaaaanz großes Quäntchen Verrücktheit erfordern. Und eigentlich auch um Dinge, die ihr bitte nicht nachmachen solltet, außer ihr zählt euch zu Buttercreme-Fanatikern.

IMGP5919Ich les ja unheimlich gerne internationale Foodblogs, darunter auch ein paar aus Amerika, dem Land der unbegrenzten Buttercremigkeit. Und ich muss zugeben, dass mich Layer-Cakes, Cupcakes und Konsorten optisch ganz schön in ihren Bann ziehen. Da gibt es ja Unglaubliches und noch viel Unglaublicheres und noch wahnsinnig Unglaublicheres. Und mein kleines Genießerherz hüpft und freut sich, dass derlei Kunstwerke auch noch essbar sind. Lange Zeit bin ich um diese Rezepte herumgeschlichen, habe imaginär mit meiner neuen Palette geübt, die Buttercreme zu verstreichen, um letztendlich meiner inneren Stimme nachzugeben die mir immer wieder vernunftbetont sagte: „Nein, Simone, tu es nicht! Das ist amerikanischer Süßkram. Das magst du eh nicht, zu süß, zu klebrig, zu fett…“

IMGP5923Und jetzt ist es passiert! Ich hab es getan, einfach so, aus einer Laune heraus habe ich die ganze Vernunft über Bord geworfen! Entstanden ist ein Orange-Swiss-Meringue-Buttercream-Triple-Chocolate-Layer-Sponge-Cake. Als Vorlage hat mir dieses Rezept den Verstand geraubt, den ich so langsam wieder am Zusammensammeln bin. Heiligsbleche und hinterher ist man immer schlauer, kann ich da nur sagen!

IMGP5930Buttercreme ist einfach nix für mich, obwohl ich Butter eigentlich sehr gerne mag, unschwer an meinem Blogtitel zu erkennen. Hier bei diesem Kuchen ist mir aber entschieden Pi mal Daumen zu viel Buttercreme drin. Es kann sein, dass ich etwas verschwenderisch mit der Creme umgegangen bin, aber selbst wenn ich dünnere Schichten gemacht hätte, würd ich jetzt ganz bestimmt keinen Freudentanz aufführen. Also Fazit für mich: „Hätteste lieber mal auf deinen Verstand gehört!“ Deshalb heute an dieser Stelle kein Rezept. Für diejenigen, die trotz aller Vorwarnung in der Backstube verrückt spielen wollen, hier nocheinmal der Link zum Verstandräuber! Erdbeerpüree einfach durch abgeriebene Orangenschale und ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe ersetzen.

IMGP5913Gegen den Schokokuchen an sich hab ich gar nix einzuwenden, der ist unter leichter Abwandlung vom Original wirklich fantastisch schokoladig und saftig gelungen. Und er ist es definitiv wert ab sofort in mein Repertoir aufgenommen zu werden. Deshalb bin ich nach dieser Aktion auch nicht ganz so enttäuscht. Demnächst zeig ich euch mit dem Schokoboden mal ne ordentliche Torte mit Beeren oben drauf und garantiert buttercremefrei. Abgelichtet und verspeist ist sie schon, jetzt muss ich mich nur noch um den Blogeintrag und die Fotos kümmern. Es hat sich also doch noch gelohnt! Ende gut, alles gut!

IMGP5934Ach ja, ehe ich es vergesse. Nicht nur ich bin in den Bann der amerikanischen Layer-Cakes gezogen worden, sondern auch Steph vom kleinen Kuriositätenladen mit ihrer Schoko-Karamell-Torte. Also nehmt euch in Acht!

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