Halloumi, Lieblingsauberginen und Romesco Soße

Der Sommer ist endlich da! Draußen schmurgeln die Menschen in der Sonne und drinnen schmurgeln Auberginen mit meiner Lieblingsschmurgelmethode in der Pfanne. Dazu gibt es gebratenen Halloumi und eine weitere Variante der heißgeliebten Romesco Soße.

Halloumi

Von derlei Dingen könnte ich mich ständig ernähren. Einen knackigen Salat dazu -besser geht’s nicht! Allgemein sind meine Gelüste auf Fleisch zur Zeit sehr beschränkt, was zum einen mit den grausigen Bedingungen der Massentierhaltung zu tun hat und zum anderen gibt es so wahnsinnig viele leckere Zubereitungsmethoden für Gemüse, da sind die Kombinationsmöglichkeiten schier unendlich. Naja, eigentlich kommt bei uns sowieso sehr selten Fleisch auf den Tisch und in meiner Studentenzeit habe ich sogar 3 Jahre strikt vegetarisch gelebt.

Halloumi

Und wie soll es anders sein, arbeite ich nun auch neben der Osteria Trio im kürzlich eröffneten vegetarischen Restaurant Troand in Holzkirchen bei Würzburg. Neuer Input, eine schöne Arbeitsatmosphäre und die Liebe zum vegetarischen Essen haben mich dazu verleitet. Es wäre schön, wenn ich den ein oder anderen von Euch mal dort zu Gesicht bekommen würde.

Halloumi, Lieblingsauberginen und Romesco Soße

Für ca. 2-3 Personen:

1 Päckchen Halloumi (ca. 250g)
2-3 Auberginen
1-2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz, Pfeffer
ein paar Stängel Petersilie und Minze
Zitronenspalten

Romesco Soße

100g blanchierte Mandeln
4 rote Paprika
2 gelbe Paprika
3-4 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
Prise geräuchertes Paprikapulver
Prise gemahlene Chilis
Salz, Pfeffer
etwas Kreuzkümmel nach Belieben

Zubereitung:

Die Knoblauchzehen ungeschält in Alufolie wickeln und im 230 Grad heißen Ofen backen bis die Zehen völlig weich sind und süßlich duften. Das dauert ca. 30-40 min. Anschließend die Zehen aus der Schale drücken und beiseite stellen. Die Paprikas vierteln und putzen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen und mit Obergrill auf der obersten Schiene im Ofen backen bis die Haut schwarz  ist. Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Paprikas mit einem feuchten Tuch abdecken oder die Paprikas in eine Schüssel mit Deckel geben. Nach dem Abkühlen häuten.

Die Mandeln in Öl bei geringer Hitze schmoren, Knoblauch dazu geben und mit schmurgeln, ohne dass er Farbe annimmt. Die gehäuteten Paprika, die weichen Knoblauchzehen und die Gewürze hinzufügen und kurz erhitzen. Alles in einem Mixer oder mit dem Pürierstab bis zur gewünschten Konsistenz pürieren. Evtl. mit etwas Wasser verdünnen und mit Gewürzen abschmecken. Lauwarm oder abgekühlt servieren.

Meine Lieblingsmethode für angeröstete, butterweiche und super nussige Auberginen geht so: Auberginen putzen, längst vierteln und mit 1-2 angedrückten Knoblauchzehen in einer Eisenpfanne bei mittlerer Hitze in etwas Olivenöl rundherum braten. Dabei einen Deckel auflegen und von Zeit zu Zeit die Auberginenstücke mit einer Zange wenden und etwas Olivenöl nachgießen. Sammelt sich zu viel Wasser in der Pfanne, eine Weile ohne Deckel weiterschmoren. Ist es in der Pfanne zu trocken, Deckel auflegen und die Hitze leicht reduzieren. Bei dieser Methode schmoren die Auberginen im eigenen Saft und man braucht nur wenig Öl. Die Fleischseiten der Auberginenstücke sollten dabei gut anbräunen. Das schmeckt lecker! Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Halloumi in Scheiben schneiden und bei mittlerer bis starker Hitze in Olivenöl goldbraun braten.

Die weich gebratenen Auberginen mit Halloumi, Romesco Soße, Kräutern und einem Spritzer Zitrone und Olivenöl servieren. Buon Appetito!

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Burrata mit Zitronenmangold und Rote Beete-Salat

Der erneute Wintereinbruch muss irgendwie überbrückt werden und deshalb zaubere ich hiermit einfach ein wenig Farbtherapie auf den Teller. Heute also Gemüse satt und so farbig bunt, dass man wohl kaum widerstehen kann. Ich liebe diese Kombi aus herrlich weicher und sahniger Burrata, ein mit Sahne gefüllter Mozzarella und lauwarm zitronigem Mangold. Unbedingt kaufen, wenn ihr so einem Prachtexemplar von Burrata begegnet.

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IMGP7687Ein weiteres Highlight für mich ist Rote Beete mit Ziegenkäse. Das mundet einfach ganz vorzüglich! Früher habe ich Ziegenkäse gar nicht gemocht, heute dafür umso mehr!

Jedes dieser beiden Gerichte eignet sich einzeln als Vorspeise oder im Rahmen eines gemischten Antipastitellers. Auf jeden Fall hat man ein „Ahhh“ und ein „Ohhhh“ schon allein wegen der Farben sicher. Und dabei ist es ganz fix gemacht!

Burrata mit Zitronenmangold

Zutaten für 2 Personen:

2 Burrata-Kugeln
1 kleiner Bund Mangold (probiert auch mal den Farbigen)
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, schwarzer Pfeffer
etwas Zitronensaft und Abrieb

Zubereitung:

Die Mangoldstiele in kleine Stücke, die Blätter in grobe Streifen schneiden. Den fein geschnittenen Knoblauch in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Stiele dazu geben und 5 min andünsten. Dann die Blätter dazu und weiter unter Rühren köcheln bis der Mangold weich ist. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und -abrieb würzen.

Den Burrata auf einen Teller legen, einschneiden und leicht auseinanderziehen. Den lauwarmen Mangold daneben anrichten und alles mit Olivenöl beträufeln. Etwas Zitronenabrieb frisch darüber reiben und mit Pfeffer bestreuen. Buon Appetito!

Rote Beete-Salat mit Ziegenkäse

Zutaten für 2 Personen:

4 frische rote Beete
200 g Ziegenfrischkäse
150g Créme fraiche
Salz, schwarzer Pfeffer
Olivenöl
weißer Balsamicoessig
etwas glatte Petersilie
eine große Handvoll Rucola oder Wildkräutersalat
geröstete Mandelstückchen
1 kleine Frühlingszwiebel in feine Ringe

Zubereitung:

Die rote Beete gut waschen, ölen und salzen und bei 180 Grad im Ofen ca. 1 Stunde weich garen. Abkühlen lassen, anschließend die Schale abziehen und die Knolle in große Stücke schneiden. Mit Balsamico, Olivenöl, Salz, Pfeffer und gehackter Petersilie anmachen.

Den Ziegenfrischkäse mit Créme fraiche verrühren und einen Klecks auf den Teller geben. Den rote Beete Salat darauf geben und mit Rucola, Mandeln und Frühlingszwiebeln bestreuen. Mit etwas Olivenöl und Pfeffer verfeinern. Buon Appetito!

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Gelbe Linsen-Couscous-Pfanne

Ich nutze eine kurze Indien-Pause heute mal für ein orientalisch angehauchtes Gericht. Aber keine Angst, die Indien-Kochsause geht nach Teil 1 und Teil 2 bald in die 3. Runde.

IMGP6953Diese fix gemachte leckere und gesunde gelbe Linsen-Couscous-Pfanne will ich euch auf keinen Fall vorenthalten. Wie ihr ja bereits wisst bin ich bekennender Hülsenfrüchte-Fan, denn die kleinen Gesundbomben sind so lecker und sättigend, dass man Fleisch absolut nicht vermisst. Ich bin immer für eine gesunde Balance in der Ernährung und Hülsenfrüchte sind aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes und vieler Ballaststoffe absolut empfehlenswert. Außerdem sind sie unglaublich wandelbar und sowohl mit indischen, arabischen als auch italienischen Gewürzen einfach immer wieder lecker.

IMGP6946Ich koche häufig sehr spontan worauf ich gerade Lust habe, deshalb komme ich nur selten dazu, die getrocknete Variante über Nacht einzuweichen, stattdessen greife ich bei Bohnen und Kichererbsen auch mal zur Dose. Wenn es bei Linsen schnell gehen muss benutze ich gerne gelbe oder rote Linsen, wegen ihrer kurzen Kochzeit.

Uwes Cookbook of Colors kann ich mit diesem zwar super gelben Gericht, dafür aber mit ordentlicher Verspätung, wohl leider nicht mehr beitreten. Wer zu spät kommt….

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Für einen extra Frische- und Farbkick hab ich außerdem ein paar Tomaten in den Ofen geschoben, also wäre das Gericht für’s Cookbook of Colors sowieso durchgefallen, gell Uwe?!

Aber vielleicht freut sich ja Zorra, bzw. Nina im Rahmen ihres „Aus Sultans Küchen“-Events über ein orientalisch angehauchtes Couscous-Gericht.

Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

 

Gelbe Linsen-Couscous-Pfanne

Zutaten für 4 Personen:

1 Tasse gelbe Linsen
1 Tasse Couscous
1 weiße Zwiebel, klein gewürfelt
2 gelbe Paprikaschoten, in Stücke
2 TL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel, frisch gemahlen
1 TL Koriandersamen, frisch gemahlen
1 gelbe Peperonischote, fein gewürfelt
Minze, glatte Petersilie, fein geschnitten
Walnüsse, grob zerteilt
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Couscous nach Packungsanweisung quellen lassen. Ebenso die Linsen nach Packungsanleitung weich kochen. Die Zwiebelwürfel in etwas Öl glasig dünsten und die Paprika- und Peperoniwürfel hinzugeben und bei kleiner bis mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel bissfest dünsten. Die Gewürze, den fertigen Couscous und die Linsen dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für die gewünschte Konsistenz etwas Wasser hinzufügen und kurz erhitzen.

Mit Walnüssen, etwas Olivenöl und frischen Kräutern besträut servieren. Nach Belieben Ofenkirschtomaten dazu servieren. Ein Klecks türkischer Joghurt würde sich oben auf auch ganz gut machen. Buon Appetito!

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Ziegenfrischkäse mit Wassermelone

Im Moment passiert hier nicht wirklich viel, wie ihr sicherlich schon bemerkt habt. Ich bedaure das zwar sehr, aber so ne kleine Sommer-Siesta hat wohl noch niemandem geschadet. Ich jedenfalls kann sie gerade gut gebrauchen. Weniger kochen, bedeutet nämlich auch weniger essen. Mein Bikini wird es mir danken.

IMGP7669Aber so ganz auf dem hohlen Zahn möchte ich euch jetzt auch nicht lassen, deshalb gibt es heute von mir eine herrlich sommerlich frische Vorspeise. Saftig süße Melone mit cremigem Ziegenfrischkäse, Thymian und gerösteten Pinienkernen ist ein wahrhaftig wahrgewordener Sommertraum. Da könnt ich mich reinlegen! Dazu ein eisgekühlter Weißwein und ihr befindet euch direkt auf einer sonnigen Terrasse mit Blick aufs Meer!

Im Sommer muss es bei mir in der Küche schnell gehn, damit man soviel wie möglich die frische Luft in der Sonne genießen kann. Dieses Gericht ist wunderbar einfach zuzubereiten und kommt mir deshalb gerade recht.

IMGP7670Ziegenfrischkäse mit Wassermelone

Für 2 Personen:

1 Packung Ziegenkäse (z.B. Chavroux)
1 EL Schmand oder saure Sahne
ein Stück Wassermelone (die Großen mit Kernen vom Türken um die Ecke sind am aromatischsten)
2 EL geröstete Pinienkerne
1 EL flüssiger Honig (z.B. Akazienhonig)
ein paar Blättchen Thymian
schwarzer Peffer aus der Mühle

Zubereitung:

Ziegenkäse mit Schmand glatt rühren. Die Melone in mundgerechte Stücke schneiden. Ziegenkäsecreme auf dem Teller verteilen und mit Melonenstückchen belegen. Pinienkerne und Thymian darüberstreuen und mit Honig beträufeln. Zum Schluß eine kleine Prise Pfeffer darüber mahlen. Buon Appetito!

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Glasnudelsalat mit Hackfleisch – Suchtgefahr!

Bei der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen bin ich auf ein verdammt leckeres Highlight gestoßen, nämlich auf diesen tollen Glasnudelsalat, gesehen bei Christina von New Kitch on the Blog.

Ich liebe den süß-sauren, würzigen, erfrischenden, knackigen Geschmack dieses Salats! Und dazu ist er so nahrhaft und genussbefriedigend, dass er locker als Hauptmahlzeit durchgeht – vor allem wenn man die ganze Schüssel davon vertilgt, so wie ich! Für Suchtgefährdete absolut nicht empfehlenswert!!!

IMGP6563Glasnudelsalat mit Hackfleisch

Zutaten für eine große Schüssel:
3oog Glasnudeln
5 EL Olivenöl
400g Hackfleisch
2 Knoblauchzehen gehackt
3 TL Garam Masala
2 gehäufte TL geriebener frischer Ingwer
3 TL Zucker
1 Bund Frühlingszwiebeln in dünnen Ringen
5 EL frischer Limettensaft
3 EL Fischsoße
1-2 Chilischoten
Salz, Pfeffer
frischer Koriander

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Zubereitung:
Die Nudeln mit heißem Wasser übergießen und ca. 3 bis 5 min ziehen lassen bis sie weich sind. Gut abtropfen lassen und in eine große Schüssel geben. In einer Pfanne das Hackfleisch in 3 EL Öl scharf anbraten bis es schön braun ist. Garam Masala, Knoblauch und Ingwer hinzufügen und mitrösten. Zucker dazugeben und kurz miterhitzen bis sich der Zucker gut verteilt und aufgelöst hat. Das Hackfleisch zu den Glasnudeln geben. Frühlingszwiebeln, Limettensaft, Fischsoße, Chilis und 2 EL Öl hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frisch geschnittenem Koriander bestreut servieren. Buon Appetito!

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