Gemüsereis, Hülsenfrüchte und Zitronenricotta

Immer mehr Foodblogger werden zu Ottolenghi-Anhängern. Sophie von Cucina Piccina kocht sich fleißig durch sein neuestes Buch und Sarah von Sarah Satt ist bekennende Ottolenghi-Groupie. Auch ich habe mich bereits mehrmals durch sein Buch Genussvoll vegetarisch gelesen. Allerdings komme ich im Moment wenig zum Kochen. Deshalb blogge ich schon seit einer Weile aus meinem Archiv, weil nix wirklich Neues dazu gekommen ist. Also kann ich euch bisher leider noch keinen Ottolenghi vorstellen. Dafür aber ein ebenso vegetarisches Gericht, das sich ganz bestimmt mit denen von Ottolenghi messen kann.

IMGP4679Eigentlich war es aus Zutaten zusammengewürfelt, die ich sowieso daheim hatte, aber herausgekommen ist ein wirklich leckeres vegetarisches Essen an dem man sich total überfressen kann. Zumindest ist das mir passiert und anschließend hatte ich total Bauchweh. Manchmal hab ich’s nicht so mit Hülsenfrüchten, zumindest nicht in unbegrenzten Mengen. Ihr wisst was ich meine…

IMGP4691Gemüsereis, Hülsenfrüchte und Zitronenricotta

(Rezept von mir)

Zutaten für 3-4 Personen:

1 große Zwiebel klein gewürfelt
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 Möhre in kleine Würfel geschnitten
1 Prise Zucker
Basmatireis (eine gefüllte 250 ml-Tasse)
1 Aubergine
1/2 Fenchel
1 Zucchini
1 Zweig Rosmarin
2 Zweige Thymian
4 EL Zuppa di Contadina (Trockenmischung aus Emmer, Erbsen, weißen Bohnen)
2 EL rote Linsen
1/4 TL Natron
einige Zweige Petersilie, Blätter abgezupft und gehackt
4 EL Ricotta
Abrieb einer Zitrone und 1-2 EL Zitronensaft
3-4 gehäufte TL Baharat-Gewürz
1/2 Chilischote fein gewürfelt
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Für die Baharat-Gewürz-Mischung:

4 TL Schwarzer Pfeffer
4 TL Paprikapulver rosenscharf
2 TL Koriandersamen
1 TL Pimentkörner
1/2 TL Kardamomsamen (die inneren schwarzen Samen der grünen Kapseln)
2 TL Zimtpulver
1 TL Nelkenpulver
2 TL Muskat gerieben

Alle ganzen Samen ungefähr 5 min bei mittlerer Hitze in der Pfanne rösten. Nach dem Abkühlen im Mörser fein mahlen und mit den restlichen Gewürzen mischen. Die Mischung hält sich in einem Schraubglas mit Deckel ein paar Wochen lang frisch. Außerdem eignet sie sich auch wunderbar zu Lamm in Tomatensoße geschmort und sie gibt einer Bolognese-Tomatensoße ordentlich orientalischen Touch.

Zubereitung:

Aubergine in Würfel und Fenchel in Scheiben schneiden. Mit Salz, Pfeffer und 3 EL Olivenöl in einer Auflaufform vermengen. Rosmarin und Thymian zum Gemüse geben, die Form mit Alufolie abdecken und bei 200 Grad 15 min schmoren. Alufolie entfernen, gewürfelte Zucchini untermischen und alles nocheinmal 15 bis 20 min im Ofen backen bis das Gemüse weich und leicht angebräunt ist. Eventuell nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

IMGP4676In einem kleinen Topf Zuppa di Contadina Hülsenfrüchte (ersatzweise andere Hülsenfrüchte, die gleiche Garzeiten haben) mit der 3 fachen Menge Wasser gut bedecken, Natron zufügen und 25 min mit Deckel leicht köcheln lassen. Rote Linsen dazu geben und weitere 10 min zugedeckt köcheln. Die Körner und Hülsenfrüchte sollten noch leichten Biss haben bei Zugabe der roten Linsen. Wenn alles weich ist, die Mischung in einem Sieb kurz abtropfen lassen.

Während die Hülsenfrüchte köcheln in einem großen Topf Zwiebelwürfel in 1-2 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit einer Prise Zucker und einer noch größeren Prise Salz würzen, Knoblauch dazu und kurz mitbraten. Möhrenwürfel, Chiliwürfelchen und Basmatireis unterrühren und 500 ml Wasser angießen. Einmal aufkochen lassen und bei geschlossenem Deckel ca. 10 bis 12 min auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Wenn der Reis noch ein wenig Biss hat und das Wasser noch nicht ganz aufgesogen ist, den Herd ausschalten und den abgedeckten Reis gar ziehen lassen und mit Salz abschmecken.

Gebackenes Gemüse, abgetropfte Hülsenfrüchte, Zitronensaft und Baharat-Gewürz vorsichtig unter den Reis mischen. Den Reis in Schälchen oder auf einem Teller anrichten und mit Ricottaklecksen, geriebener Zitronenschale und gehackter Petersilie dekorieren. Etwas Olivenöl darüberträufeln und genießen!

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Rumpsteak mit weißen Bohnen und hausgemachter Kräuterbutter

Gerade geht hier und hier und anderswo die vegetarische Welle durch die Blogs. Ob das wohl am Frühling liegt? Manche Blogs haben sich sogar völlig der vegetarischen Küche verschrieben wie der von Mestolo. Und weil das wundervolle Kochbuch von Ottolenghi seit kurzem mittlerweile auch in meinem Kochbuchregal wohnt, köchel ich schon schön fleißig daraus. Und bald wird es ganz bestimmt das ein oder andere Gericht hier von Ottolenghi geben.

IMGP3771Nichtsdestotrotz hat ja zum Glück endlich die Grillsaison angefangen und deshalb widme ich mich heute ausnahmsweise mal dem Fleisch. Und wozu sagt bei einem schönen Stück Grillfleisch niemand nein? Zur Kräuterbutter natürlich! Zumindest in meinem Bekanntenkreis haben sich einige Kräuterbutterfanatiker zusammengefunden. Und weil die Jungs und Mädels beim Grillen immer so viele Plastikberge verursachen und die eigentlich gar nicht so leckere Kräuterbutter von M… konsumieren, ihr wisst schon welche ich meine, möchte ich hier mal das Zepter in die Hand nehmen und dazu aufrufen die Kräuterbutter doch einfach selbst herzustellen. Sie schmeckt viel viel besser als die Gekaufte und ist wirklich kein großer Act. Außerdem lässt sie sich super gut vorbereiten und in Portionen einfrieren. So hat man sie immer griffbereit.

IMGP4833Und damit die Kräuterbutter nicht ganz so alleine dasteht, hab ich ihr ein kleines feines Rumpsteak und ein paar leckere Böhnchen gegönnt.

Rumpsteak mit weißen Bohnen und hausgemachter Kräuterbutter

(Rezept von mir)

Zutaten für 2 Personen:

2 Rumpsteaks á 250 g vom Metzger eures Vertrauens
125 g Butter
einige Zweige Rosmarin, Petersilie, Thymian und Salbei
1 Knoblauchzehe
2 große Frühlingszwiebeln
1 Zwiebel
2 Handvoll gemischter Blattsalat
Thymian-Honig-Essig, Himbeer-Berberitzen-Essig, Olivenöl
1 Dose weiße Riesenbohnen oder Cannelini Bohnen (Abtropfgewicht 250 g)
Salz, Pfeffer, Zucker, Fleur de Sel

Kollage1Zubereitung:

Die Steaks mit einem Küchentuch gut abtrocknen und bei Raumtemperatur beiseite stellen.

Für die Kräuterbutter eine beliebige Menge Kräuterblätter und -nadeln, eine Knoblauchzehe und in Stücke geschnittene Butter in einen Mixer geben und mixen bis der Knoblauch und die Kräuter fein zerkleinert sind. Je nach Geschmack mit etwas Salz würzen. Die Butter mit einem Löffel gut verrühren, sodass sich die Beigaben gut verteilen. Jetzt kann man die Butter in eine Spritztüte mit großer Sterntülle geben und kleine Butterröschen auf ein Backpapier spritzen. So hat man gleich schön portionierte Butterstücke, die noch dazu ganz toll aussehen. Die Röschen kann man dann auf dem Papier einfrieren und wenn sie gut durchgefroren sind gibt man sie einfach in einen Gefrierbeutel und kann sie später einzeln aus dem Froster entnehmen. So mach ich das eigentlich immer mit meiner Kräuterbutter, aber diesmal war ich faul und hab die Butter schnell in Frischhaltefolie geschlagen und etwas in Form gebracht. Das Portionieren ist nach dem Einfrieren dann nicht ganz so einfach, aber mit einem Messer lassen sich ganz gut Scheiben abschneiden.

Die Bohnen in einem Sieb abschütten und gut mit Wasser abspülen. Frühlingszwiebeln in Ringe, Zwiebel in schmale Spalten schneiden und beides in einem kleinen Topf in etwas Olivenöl glasig dünsten. Einige Zwiebelspalten in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen, die sind später für den Salat. Bohnen in den Topf mit Zwiebeln geben und zugedeckt 7 min leicht köcheln lassen. Einige Rosmarinnadeln und ein paar Thymianblätter fein hacken und zu den Bohnen geben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian-Honig-Essig (ca. 1 TL) abschmecken und warm halten.

Für das Salat-Dressing Zwiebelwürfel, 3 EL Olivenöl, 2 EL Himbeer-Berberitzen-Essig, eine gute Prise Salz und Pfeffer und 1/2 TL Zucker in einem Glas mit Deckel oder einem Dressing-Shaker gut schütteln bis sich alles schön verbunden hat. Den Salat damit anmachen.

Eine Gußeisenpfanne oder eine Grillpfanne stark erhitzen. Etwas Öl in die Pfanne geben, das Rumpsteak salzen und von beiden Seiten ca. 2 bis 3 Minuten scharf anbraten, um es medium rare bis medium zu bekommen. Bei mir ist Stufe 7 von 9 auf dem Induktionsherd immer perfekt zum Braten. Das Steak mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und etwas Fleur de Sel bestreuen und mit Bohnen, Salat und einem Stückchen Kräuterbutter servieren. Buon Appetito!

Die Kräuterbutter ist mein Beitrag zum April-Gartenkochevent, das unter dem Motto Petersilie steht.

Garten-Koch-Event April 2011: Petersilie [30.04.2011]

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Scharfe Linsensuppe mit Zitronen-Kokos-Duft

Heute eröffne ich mit dieser Suppe mal die Curry-Saison. Klar, für Curry gibt es natürlich keine Saison. Ich möchte euch damit lediglich darauf vorbereiten, dass es hier bei Pi mal Butter in nächster Zeit das ein oder andere Gericht mit Curry geben wird.

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Neben dieser leckeren Linsensuppe möchte ich Euch demnächst auch 2 süße Varianten mit Curry zeigen, die ich in einem tollen Curry-Kochbuch (Im siebten Curry-Himmel) bei einer Freundin entdeckt habe. Ich fand die Mischung aus Süß und Curry sehr interessant. Dazu gibt es dann noch den ein oder anderen Tipp was sich mit einem sogenannten Dessertcurry noch alles anstellen lässt. Das alles aber erst in den nächsten Posts.

Curry in deftigen Gerichten ist natürlich jedem bekannt, wobei: Curry ist nicht gleich Curry. Bei Madavanilla, einem Online-Shop mit den allerbesten Vanilleschoten der Welt, den ich vor 2 Jahren auf der Slow Food Messe kennengelernt habe, gibt es neben Vanille verschiedene Pfeffersorten, Salzarten, Kräuter und natürlich auch einige außergewöhnliche Curry-Mischungen.

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Bei der letzten Vanille-Bestellung hab ich mir zum Test mal 2 Sorten Curry mitgeordert. Die Sorte Curry Java zitronig & fruchtig enthält Koriander, Kurkuma, Bockshornklee, Ingwer, Nelke, Paprika, Kreuzkümmel, Zitronenschale, Zitronengras, Zitronenpulver (Zitrone, Malzzucker), Lorbeerblätter, Kardamom und Muskatnuss und gibt der scharfen Linsensuppe einen extra Zitruskick. Natürlich kann auch eine gängige Currymischung verwendet werden. Die frische Zitronenschale im Rezept gibt sicherlich genug Zitronenduft.

Das Rezept stammt übrigens aus einem tegut-Supermarkt-Heftchen und ist ratz fatz zubereitet. Es eignet sich also toll als schnelles Abendessen und ist obendrein auch noch gesund, denn Hülsenfrüchte liefern wertvolle Aminosäuren und Mineralien und machen aus einem fleischlosen Gericht eine gehaltvolle Mahlzeit.

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Scharfe Linsensuppe mit Zitronen-Kokos-Duft

Zutaten:

1 rote Chilischote
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 EL Rapsöl
200 g rote Linsen
1 TL Currypulver (z.B. Java Curry mit Zitronengras, Zitronenschale, erhältlich bei Madavanilla)
700 ml Gemüsebrühe
1/2 Bio-Zitrone
400 ml Kokosmilch
1 EL frisches Koriandergrün
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Chilischote fein hacken. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Alles in Öl anschwitzen, Linsen und Curry zufügen. Kurz andünsten, dann Gemüsebrühe dazu gießen und aufkochen lassen. Mit Deckel bei milder Hitze ca. 20 min köcheln lassen.

Schale einer halben Zitrone abreiben und Saft auspressen. 1 TL Zitronenabrieb als Deko aufheben. Restlichen Abrieb zusammen mit 2 TL Saft und Kokosmilch zur Suppe geben und alles fein pürieren bis die Suppe leicht schaumig wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe je nach Geschmack durch einen Sieb passieren. und mit Zitronenschale und Korianderblättchen bestreut servieren.

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