Olivenöl-Zitronen-Eis

Das Eis-Battle mit Chef Hansen geht in eine neue Runde! Nach derben Rückschlägen mit Braunem Butter-Eis – ich weiß bis heut nicht was da schief gelaufen ist – bin ich mit dem total leckeren Olivenöl-Zitronen-Eis von David Lebovitzs‘ Perfect Scoop heute wieder ganz oben mit dabei. Das braune Butter-Rezept hatte ich gleich mal ganz frech an den Chef abgegeben, der soll sich damit rumärgern. Hat er auch, nämlich hier.

Ich genieße lieber das außergewöhnlich cremige Eis mit erfrischendem Zitronenhauch und dezentem Olivenölgeschmack. Das Öl scheint der Cremigkeit des Eises ganz schön unter die Arme zu greifen, obwohl ich ja mittlerweile mit meiner Eismaschine wieder ganz gut zurecht komme. Das hat mich wirklich überrascht und ich bin am überlegen in Zukunft einen Teil der Sahne öfter mal durch Olivenöl zu ersetzen, bzw. könnte ich mir vorstellen auch mit verschiedenen Nussölsorten zu experimentieren.

IMGP5940Olivenöl-Zitronen-Eis

(Abgewandelt nach The Perfect Scoop, Lebovitz)

Zutaten:

200 ml Sahne
350 ml Milch
4 bis 5 Eigelb
80 g Zucker
80 ml fruchtiges Olivenöl extra vergine
Abrieb einer Biozitrone

Zubereitung:

Das Öl mit der Zitronenschale lauwarm erhitzen. Von der Herplatte nehmen und ziehen lassen.

Milch mit Zucker in einem Topf erhitzen bis sich der Zucker gelöst hat. In einer separaten Schüssel das Eigelb verquirlen und die heiße Milch mit einem Schneebesen zügig unter die Eigelb rühren. Alles wieder zurück in den Topf gießen und unter ständigem Rühren auf 78 Grad erhitzen. Die Temperatur so lange beibehalten bis die Flüssigkeit durch das Ei leicht angedickt ist.

Eiercreme mit Sahne und Zitrusolivenöl mischen und abkühlen lassen. Zu Beginn über kaltem Wasserbad oder im Kühlschrank, anschließend für ca. 20 min im Froster. In einer Eismaschine zu cremigem Eis gefrieren lassen. Buon Appetito!

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Schoko-Beeren-Torte mit Vanillequarkcreme

Buttercreme – Schwamm drüber! Heute geht es eine Spur leichter und entspannter zu! Und solange noch frische Beeren zu haben sind, solltet ihr euch mit dieser Torte sputen. Beeren, eine leichte Quarkcreme und herrlich saftiger Schokoboden passen einfach zu gut zusammen, als das man sich das entgehen lassen sollte. Außerdem braucht sich die Torte, optisch gesehen, überhaupt nicht hinter dem Orangen-Buttercreme-Triple-Layer-Schoko-Cake verstecken. Aber der Clou kommt noch: Alles ist 100% buttercreme-frei!

IMGP5967Der Schokoboden ist der gleiche wie der, den ich für den Triple-Layer-Cake verwendet hab. Von dem Rezept bin ich nämlich schwer angetan, weil der Kuchen so unglaublich saftig ist. Wenn man ihn abgedeckt aufbewahrt wird er sogar am nächsten und übernächsten Tag noch viel besser. Deshalb musste das Rezept auch schon für Mini-Schoko-Guglhupfs herhalten. Genial sag ich da nur!

IMGP5978Zur Info: Ich würde das nächste Mal den Boden ein klein wenig dünner machen, dann ist das Verhältnis zur Creme optimal. Im Rezept habe ich das schon berücksichtigt.

Schoko-Beeren-Torte mit Vanillequarkcreme

Achtung: Hab das Rezept etwas umformuliert, weil es Missverständnisse gab. Jetzt müsste es hoffentlich klar formuliert sein.

Für eine 20 cm Springform, Tortenring. Das Schokoboden-Rezept ergibt 2 Böden mit ca. 2cm Höhe. Einen nasche ich pur oder friere ihn ein. Abgewandelt nach diesem Rezept.

Zutaten:

Schokoboden:
90 g Mehl
100 g Zucker
50 g dunkle Schokolade (Valrhona 60%)
40 g Butter
30 g dunkles Kakaopulver ungesüßt (z.B. Bensdorp)
3 g Natron
3 g Backpulver
135 g Milch
1 EL Rum
1 Ei
Prise Salz

Creme:
100 g Frischkäse Doppelrahmstufe
250 g Magerquark
100 g Sahne
1 1/2 bis 2 Blatt Gelatine
2 EL Milch
1/2 Vanilleschote, nur die Samen
3 EL Zucker

Beerengelee:
300 g Tiefkühl-Himbeeren
1 EL Brombeerlikör
Zucker nach Belieben
1/2 Vanilleschote ohne Samen
1/2 bis 1 Blatt Gelatine (die Gelatineangabe gilt für 12EL des fertigen Fruchtpürees, den Rest hebe ich für die nächste Torte auf, oder esse ihn mit Joghurt)

2 Hand voll gemischte frische Beeren

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ei und Zucker schaumig schlagen während Schokolade und Butter im Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Alle trockenen Zutaten mischen und Rum mit Milch vermischen. Schokoladenbutter unter die Eimasse rühren. Im Wechsel trockene und flüssige Zutaten nach und nach unterrühren. In eine gefettete und bemehlte Springform gießen und ca. 35 bis 40 min bei 180 Grad backen. Stäbchenprobe. 10 min in der Form auskühlen lassen, dann vom Rand lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Vollständig abkühlen lassen und dann mit einem Konditormesser oder einem langen dünnen Messer (z.B. Brotmesser) einmal durchschneiden, sodass 2 gleichmäßige dünne Böden entstehen. Evtl. an der Oberseite etwas begradigen.

Für die Creme Frischkäse, Quark, Zucker und Vanillesamen gründlich verrühren und etwas stehen lassen, damit sie Raumtemperatur annimmt. Das verhindert, dass später die Gelatine schlieren zieht. Die Gelatine in kaltem Wasser 5 min einweichen, anschließend in der Milch bei niedriger Hitze auflösen. Vom Herd ziehen und 2 EL Quarkcreme unter die Gelatine rühren. Noch einmal 2 EL Creme dazu und verrühren. Die Gelatine sollte dadurch abgekühlt sein. Jetzt kann man sie unter die restliche Quarkcreme rühren. In den Kühlschrank stellen bis die Creme leicht andickt (ca. 30 bis 40 min). Zum Schluß die steifgeschlagene Sahne vorsichtig unterheben.

Einen der abgekühlten Böden gleich essen oder einfrieren für’s nächste Mal. Den anderen in einen Tortenring geben. Darauf die Creme verteilen und glatt streichen. Ab in den Kühlschrank damit die Creme fest wird. Das dauert einige Stunden oder am besten über Nacht.

Für das Beerengelee die Himbeeren mit 4 EL Zucker und der ausgekratzten Vanilleschote im Topf bei mittlerer Hitze auftauen lassen, Brombeerlikör dazu und erhitzen bis die Beeren weich sind. Pürieren und mit einem Gummispatel durch einen feinen Sieb streichen, um die Kernchen zu eliminieren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 10 bis 12 EL des Fruchtpürees abnehmen und zurück in den ausgespülten Topf geben und die ausgedrückte Gelatine bei schwacher Hitze darin auflösen. Den Rest des Pürees bewahre ich im Kühlschrank auf und esse es mit Joghurt oder Quark.

Das Beerengelee auf der festgewordenen Creme vorsichtig verteilen und glatt streichen. Im Kühlschrank fest werden lassen und mit ganzen Beeren belegen. Buon Appetito!

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Gegrillter Pfirsich mit Basilikum-Zitronenmelisse-Pesto und Basilikum-Eis

Der Titel macht schon ordentlich was her, aber das Geschmackserlebnis ist wirklich ein Traum aus Aromen! Und das Eis erst! Das hatte ich schon die ganze Zeit im Hinterkopf als ich bei Chef Hansen davon gelesen hab und da wir uns ja quasi fast schon gegenseitig battlen wer das Lebovitz-Buch zuerst durchgeeist hat, musste ich mit dem Basilikum-Eis unbedingt nachziehn. Ich weiß zwar leider schon, dass er mich bald wieder übertrumpfen wird, weil er ja am Wochenende in geheimer Mission zu Astrid von Arthurs Tochter kocht fährt und diese zum Geburtstag ne klasse Eismaschine geschenkt bekommen hat, aber da pfeif ich jetzt erst mal drauf. Heut gibt’s bei mir Basilikum-Eis und das nicht zu knapp.

IMGP5881hellerMittlerweile dürfte euch ja nicht entgangen sein, welche der anderen Kochblogs ich gerne und regelmäßig lese. Also überlest das einfach, wenn es euch nicht interessiert. Oder nein, überlest es nicht, sonst krieg ich vielleicht noch Ärger mit den Zwei! Außerdem sind das ja auch nicht die einzigen Blogs in die ich gerne mal einen Blick riskiere. Steph vom kleinen Kuriositätenladen zum Beispiel hat mich überhaupt erst zum Bloggen gebracht und den Blog Chili und Ciabatta von Petra bewundere ich einfach mit ganz großem Respekt. Was diese Frau schon alles gekocht und gebacken hat und dann auch noch mit so viel Wissen und Geschick, Chapeau!

Es gibt wirklich viele sehr tolle Blogs rumd ums Kochen und Schlemmen und gefühlte Drölfmillionen, die ich noch gar nicht entdeckt habe. Brigitte verleiht am Ende des Jahres einen Foodblog Award bei dem bestimmt noch das ein oder andere Schätzchen ausgegraben wird. In die engere Auswahl wird das vielleicht nicht kommen, aber zumindest kann jeder seine liebsten Blogs vorschlagen aus denen sich die Jury jeden Monat 5 raussucht für die abgestimmt werden kann. Unter allen Monatssiegern wird in einem Jahr ein Gewinner gekührt, der eine eigene Rezeptstrecke in der Brigitte bekommt. Ist das nicht toll?!

BRIGITTE-Food-Blog-Award

So, jetzt aber mal wieder zu den wichtigen Dingen im Foodblog – dem Rezept. Die Kombi aus Pfirsich mit Basilikum-Pesto hat mich in der aktuellen Essen & Trinken (Heft 8/2o11) angelacht und ich hab mich ein wenig am Pesto-Rezept orientiert. Allerdings finde ich kaltes cremiges Eis statt Sahnejoghurt zum weichen warmen Pfirsich und ein paar knusprige Streusel obendrauf einfach viel unwiderstehlicher. Das ist dann zwar mit etwas mehr Aufwand verbunden, aber wer Schlemmen will, der muss sich das zuerst verdienen!

IMGP5883hellerGegrillter Pfirsich mit Basilikum-Zitronenmelisse-Pesto und Basilikum-Eis

Zutaten für 4 große oder 8 kleine Portionen:

Streusel:
100 g Mehl
70 g weiche Butter
40 g Zucker

Eis:
30 g Basilikum
350 g Milch
300 g Sahne
120 g Zucker
4 Eigelb
Abrieb einer Bio-Zitrone und 3 TL Saft

Pesto:
je 1 Handvoll Basilikum und Zitronenmelisse
50 g Pistazien
50 g Mandelöl oder anderes neutrales Öl
1 TL Honig
1 TL brauner Zucker
Abrieb einer Bio-Limette und 2 TL Saft

Außerdem:
4 reife weiße Pfirsiche
4 TL brauner Zucker
etwas Limettensaft

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Zubereitung:

Für die Eismasse die Milch mit Basilikum und Zucker in einem Mixer fein mixen und zusammen mit Sahne in einen Topf geben und verrühren. Die Hälfte davon wieder zurück in den Mixer oder in eine Schüssel gießen und beiseite stellen. Die Eigelbe in einer weiteren Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren. Die Basilikum-Milch im Topf erhitzen, zügig unter die Eigelbe rühren und alles wieder zurück in den Topf schütten. Erneut unter Rühren auf 78 Grad erhitzen, solange bis die Mischung leicht angedickt und sämig ist. Die warme Eimischung unter die beiseite gestellte Basilikum-Milch rühren und im Froster für ca. 20 bis 30 min kühlen. Wenn die Flüssigkeit gut abgekühlt ist in einer Eismaschine zu cremigem Eis gefrieren lassen.

In der Küchemaschine Mehl, Butter und Zucker zu Streuseln verarbeiten und auf einem mit Backpapier belegten Backblech bei 180 Grad 10 bis 15 min goldbraune Streusel backen. Anschließend auskühlen lassen. Den Ofen auf Obergrill umschalten.

Währenddessen alle Zutaten für das Pesto in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab zerkleinern bis ein dickflüssiges Pesto entstanden ist. Den Obergrill des Ofens vorheizen, falls man es vergessen hat. Die Pfirsiche halbieren, entkernen und die Schnittflächen mit braunem Zucker besträuen. Unter dem Grill ca.5 bis 10 min rösten bis der Zucker hellbraun karamellisiert ist.

Warme Pfirsichhälften mit Pesto füllen, Streusel darüber verteilen und mit Eis und Limettensaft beträufelt servieren.

Ein süßer Pfirsichtraum passend zum Pfirsich-Event des Gärtnerblogs.

Garten-Koch-Event Juli 2011: Pfirsich [31.07.2011]
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Heidelbeer-Mascarpone-Eis mit Veilchen-Sahne

Ich hatte mir ja schon fast die Zähne an meinem Gefrierakku-Rühr-Gerät aka Eismaschine ausgebissen und sie sollte quasi schon auf den Müll wandern, weil für ungenügend beurteilt. Auch andere Bloggerkollegen sind von der Akkumethode nicht begeistert und auf der Suche nach einer Eismaschine mit Kompressor. Steph vom kleinen Kuriositätenladen hält sich dabei komplett raus und nimmt lieber gefrorene Früchte um das Eis kalt und cremig zu bekommen, was natürlich die einfachste und unkomplizierteste Methode ist, die des öfteren auch bei mir Anwendung findet.

IMGP4671Dennoch wollte ich nicht so schnell aufgeben und habe mich ein wenig mit Alex dem „Eisverkäufer“ Chef Hansen übers Eismachen unterhalten. Er hatte das gleiche Problem mit seiner Akkumaschine, die genau wie meine Billigvariante, nur bedingt cremiges Eis hervorgebracht hat. Besser gesagt war unser Eis immer stark von Eiskristallen durchzogen und deshalb fehlte bisher der leckere zarte Schmelz auf der Zunge. Aber der Chef hat sich das Buch The Perfect Scoop von David Lebovitz mal zur Brust genommen und hat eine Methode gefunden, um der Sache Abhilfe zu schaffen. Paule von paules ki(t)chen „eist“ sich zur Zeit auch fleißig durch dieses Buch und ihr herrliches Schokoladeneis mit Marshmallows darf bald auch mal in meine Eismaschine.

IMGP4673Alex hat sich über die neu entdeckte Methode und das daraus entstandene Marzipan-Eis so dermaßen gefreut, dass ich meiner Eismaschine auch noch eine Chance geben wollte. Das Geheimnis liegt am Erhitzen der Eismasse auf 78 Grad, wobei das enthaltene Eigelb eine perfekte Bindung erzeugt. Weil ich, im Gegensatz zu Alex, ein Eis mit Früchten herstellen wollte habe ich die Eimenge etwas verringert, damit der Geschmack nicht so sehr dominiert. Heraus kam ein wirklich leckeres und cremiges Eis. Das nächste Mal würde ich die Masse vor dem Gefrieren allerdings durch ein Sieb passieren, um die restlichen Heidelbeerstückchen zu eliminieren und noch feineres Eis zu bekommen.

Heidelbeer-Mascarpone-Eis mit Veilchen-Sahne

(Rezept von mir)

Zutaten:

400 ml Milch
100 ml Sahne ohne Carragen
125 g Mascarpone
1 Vanilleschote
2 Eigelb
70 g Zucker
Abrieb einer Zitrone, etwas davon für die Deko aufheben
1 TL Zitronensaft
300 g Heidelbeeren frisch oder tiefgekühlt

Für die Veilchen-Sahne:

100 g Sahne ohne Carragen
1 TL Zucker
2 bis 3 kandierte Veilchen

IMGP4666Zubereitung:

Milch, Sahne und Mascarpone mit dem Stabmixer cremig mixen. Vanilleschoten längs halbieren und den Samen herauskratzen. Milchmix mit Samen und Vanilleschalen in einen Topf geben, kurz aufkochen und anschließend 10 min auf kleinster Flamme ziehen lassen.

Eigelb und Zucker mit dem Schneebesen über einem Wasserbad kurz schaumig schlagen. Die noch warme Milchmasse durch ein Sieb langsam in die Eimasse gießen und unter Rühren auf 78 Grad erhitzen und zur Rose abziehen. D. h. man rührt so lange bis die Flüssigkeit eine leichte Bindung erhält. Testen kann man es, indem man einen Löffel in die Creme taucht und den Löffelrücken anpustet. Beim Pusten sollte die Creme Ringe formen. Die Ringe ähneln einer Rosenblüten, deshalb nennt man das Ganze zur Rose abziehen. Aber aufgepasst, die Masse darf nicht höher erhitzt werden, damit das Ei nicht gerinnt.

Anschließend Zitronenabrieb, -saft und Heidelbeeren zur Ei-Milch-Creme geben und fein pürieren. Wer die Heidelbeerhäutchen und -kerne loswerden möchte passiert die Masse durch ein Sieb. So werde ich es das nächste Mal machen.

Die Eismasse eine Stunde in den Gefrierschrank stellen und ab und zu umrühren. Wenn sie gut durchgekühlt ist, ab in die Eismaschine und cremig frosten.

Sahne mit Zucker steif schlagen. Veilchen im Mörser oder mit einem Messer zerstoßen. Ich habe einen Teil der Veilchen unter die Sahne gehoben, allerdings bekommt die Sahne dadurch eine unschöne Graufärbung. Deshalb lieber nur als Deko auf der Sahne verwenden.

Fertiges Eis mit einem Eisportionierer in Schälchen geben und mit Sahne, Veilchen und Zitronenabrieb dekorieren. Buon Appetito!

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Baklava

Nach Hummus mit Orangen-Pistazien-Sprinkle folgt heute Arabischer Abend die Zweite! Die Arabische Küche ist ja bekannt für wahnsinnig gehaltvolle und sirupsüße Nachspeisen. Die Üppigkeit kommt von verschiedenen Nusssorten, Datteln, Feigen, Honig und Sirup. Meistens kann ich nur ein kleines Stückchen dieser Desserts genießen. Alles was darüber hinausgeht wäre absoluter Zucker-Overdose.

IMGP3422Ich habe mich dennoch an das Baklava-Rezept aus dem GU-Buch „Küchen der Welt-Arabien“ herangetraut, weil ich meinen Gästen ein typisch orientalisches Dessert nicht vorenthalten wollte. Und ich muß sagen, ich bin positiv überrascht. Es ist nämlich nicht ganz so süß und klebrig wie ich es aus dem letzten Türkei-Urlaub in Erinnerung habe. Dafür aber umso nussiger und total lecker.

Bei der Zubereitung habe ich noch gedacht: „Ich mache mal lieber nur die Hälfte des Rezepts, falls es keinem schmeckt.“ Aber die Bedenken waren unbegründet. Vor allem mein Mitesser konnte sich überhaupt nicht zurückhalten und hat nach üppiger Vor-und Hauptspeise noch 2 große Stücke Baklava verputzt.

IMGP3431Das Baklava eignet sich hervorragend für Buffets und Partys. Es lässt sich gut vorbereiten, schön portionieren und die kross gebackenen und aufgefächerten Filoteigblätter sehen ganz bezaubernd aus. Es könnte sich neben euch als der Hingucker des Abends entpuppen!

IMGP3476Baklava

(Abgewandelt nach Küchen der Welt: Arabien, GU-Verlag)

Zutaten für 9 Personen:

Filoteig (10 Blätter á 21×21 cm)
3-4 EL Ghee oder Butterschmalz
1 Eiweiß
50 g Zucker
100 g gehackte Walnüsse
100 g gehackte Mandeln
1 EL Rosenwasser
15 g gehackte Pistazien

Für den Sirup:

100 g Zucker
1/2 EL Zitronensaft
je 1/2 EL Orangenblüten und Rosenwasser

IMGP3416Zubereitung:

Ghee oder Schmalz in einem Topf schmelzen. Mit einem Pinsel eine Seite der Filoblätter mit Ghee bestreichen und jeweils 10 bestrichene Blätter übereinanderlegen. Den Teigstapel in 9 Quadrate mit ca. 7 cm Kantenlänge schneiden.

Das Eiweiß cremig schlagen, nach und nach 40 g Zucker dazu geben und weiter schlagen bis sich steife glänzende Spitzen bilden. Gehackte Walnüsse und Mandeln zusammen mit Rosenwasser behutsam unter die Eischnee-Masse heben.

Die Filoteigstapel mit ca. 1 EL Eiweiß-Nuss-Mischung füllen, die Seiten hochklappen und leicht zusammendrücken. Eine passende feuerfeste Form oder einen Teller mit übrigem Ghee einfetten und die Päckchen daraufsetzen.

30 min bei 160 Grad Umluft im Ofen backen. Dann die Hitze auf 2oo Grad erhöhen und nocheinmal 10 min goldbraun und bis sich die Filoteigblätter auffächern backen.

In der Zwischenzeit 100 g Zucker mit 180 ml Wasser in einem Topf zu einem leicht flüssigen Sirup einkochen. Das dauert etwa 10 min. Dann Zitronensaft, Orangenblüten- und Rosenwasser dazu geben und 5 min simmern lassen. Den Sirup anschließend abkühlen.

Das noch heiße Baklava aus dem Ofen holen und mit dem abgekühlten Sirup tränken. Die Täschchen mit Pistazien bestreuen und vor dem Servieren gut durchziehen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Und ein Hinweis zum Schluß: Der Sirup kommt einem relativ flüssig und viel vor, aber die Filotaschen würden ohne die Menge einfach total staubtrocken sein.

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