Balsamico Rote Beete Relish

Rote Beete ist bekanntlich nicht jedermanns Sache und meine ist sie zugegebenermaßen auch nicht immer. Weil ich die roten Farbstoffbomben aber einfach total hübsch finde und der Meinung bin, je mehr Farbstoff desto gesünder, nehme ich mir ab und zu mal ein paar Knollen bei meiner Marktfrau Hermine mit. Wenn Rote Beete, dann muß sie frisch sein, denn geschmacklich ist das ein riesen Unterschied zu den vorgegarten, vakuumierten Gummidingern die es im Supermarkt gibt. Aus der frischen Variante lässt sich zum Beispiel ein knackiger Rohkostsalat mit Apfel und Zitrone, aber auch dieses äußerst leckere und schmackhafte Balsamico Rote Beete Relish zaubern. Vielleicht können sich Rote Beete-Hasser damit etwas versöhnlicher zeigen?!

IMGP2766Zumindest der gesunde Aspekt der Rote Beete ist nun wirklich nicht zu verachten. Neben Eisen und Folsäure enthält die rote Knolle den sekundären Pflanzenfarbstoff Betanin, der zur Gruppe der Polyphenole gehört. Diese können Krebs-und Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen und Zellen vor Infektionen schützen.

IMGP2772Also nichts wie hin zum Gemüsehändler und ein paar Knollen besorgen. Denn das Rote Beete Relish ist nicht nur was für Vegetarier und Gesundheitsbewußte. Es passt nämlich ganz hervorragend zu gebratenem, oder noch besser, gegrilltem Fleisch. Entdeckt habe ich es bei What Katie Ate, ein englischsprachiger Blog, den ich sehr gerne lese, weil einem beim Anblick der tollen Bilder stets das Wasser im Mund zusammenläuft. Katie löffelt sich das süß-säuerlich geschmorte Relish gerne auf ihren Burger. Das habe ich auch schon nachgemacht und fand es einfach nur göttlich. Ein passendes Burgerrezept inklusive Homemade-Ketchup wird noch nachgeliefert!

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IMGP2840Balsamico Rote Beete Relish

Zutaten für ein mittelgroßes Einmachglas:

5 Rote Beeten
1 rote Zwiebel halbiert
1 Knoblauchzehe geschält und halbiert
40 g brauner Zucker
2 EL dunkler Balsamico
80 ml weißer Balsamico
1 Zweig Thymian
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:

Rote Beete gründlich waschen und halbieren oder vierteln. Mit etwas Öl, Salz, braunem Zucker und 2 EL Balsamico mischen und auf ein Backblech geben. Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad 50-60 min weich rösten. Nach 15 min die Zwiebel und den Knoblauch untermischen und mitbacken. Nach der Backzeit das Blech aus dem Ofen holen und 10 min abkühlen lassen, dann die Schale der Beete abpellen.

IMGP2777Geschältes Gemüse, geschmorte Zwiebeln und Knoblauch in einen Topf geben. Mit 2 EL Öl, weißem Balsamico und Thymianblättchen mischen und grob pürieren. 30 min bis zur gewünschten Konsistenz simmern lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In sterile Gläser füllen und verschließen. Hält sich ca. 1 Monat im Kühlschrank.

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33 Gedanken zu „Balsamico Rote Beete Relish“

  1. Vor einiger Zeit hab ich schon mal auf einem Blog ein Rezept für Rote-Bete-Balsamico-Relish gesehen, dafür wurden die Roten Bete allerdings roh geraspelt, was ich aus Rücksicht auf die Farbgebung meiner Küchenwände dann lieber unterlassen habe ;o) Perfekt, dass sie bei Deinem Rezept im Ofen gebacken und dann püriert werden, auf die Weise werde ich mich auch mal dran versuchen!

    1. Gerne! Beim Schälen bekommt man leider auch ein klein wenig rote Finger, aber mich stört das eigentlich nie. Es lässt sich bei mir immer ganz gut abwaschen. Vor kurzem hatte ich aber mal ganz braune Fingernägel vom Mangold. Das fand ich dann schlimmer als die Rote Beete, weil man’s nicht abwaschen konnte!

  2. Das ist ja super, kannte ich noch gar nicht.
    Ich mag Rote Beete ja sehr gerne, nur die Verarbeitung lässt jedes mal an ein blutiges Massaker erinnern 😉
    Gefällt mir sehr gut und lässt sich sicher auch gut verschenken!

    Liebe Grüße,

    Lilly

    1. In sterile Gläser gefüllt, ein schönes Band dran und fertig ist ein kleines Mitbringsel ;-)! Hast du auch das neue Buch Geschenkideen aus der Küche von Nicole Stich? Da sind ganz tolle Verpackungsideen und auch sehr leckere Rezepte drin! Bin leider noch nicht dazu gekommen mal was nachzubasteln. Der Tag müsste einfach mehr Stunden haben…

      1. Das Buch hab ich auch und bin schwer begeistert, vor allem auch davon, dass Verpackungsideen drin sind, denn da bin ich immer etwas unkreativ… Ich hab es leider bisher auch nur geschafft, ein Rezept nachzumachen – den indischen Kernemix, der ist genial und hat absoluten Suchtfaktor. Diese Woche mach ich hoffentlich noch die Chocolate Chip Cookies und das spicy Popcorn :)

    1. Ich mach auch ab und zu Wurzelgemüse mit Roter Beete aus dem Ofen. Gebacken schmeckt mir die Rote Beete immer am besten, oder eben in roher Form!

  3. Hallo Simone,
    vielen Dank für deinen Kommentar auf meinem Blog, ich hab mich sehr gefreut !!! Ich hoffe, es war ok, dass ich den Link zu dem tollen Rezept in meinem Blog verwandt habe? Es wird sicher nicht das letzte deiner Gerichte sein, die ich nachkoche, hier gibts so viele tolle Anregungen! Danke dafür!

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Na klar ist das ok! So gehört sich das ja auch in der Blogger-Welt ;-)! Ich freu mich auch total, dass euch das Rezept so gut gelungen ist. Und falls du mal ne Frage zu irgendeinem Rezept hast, ich stehe immer gerne mit Rat und Tat zur Seite. Grüßle

    1. Vielleicht spornt dich ja dann das passende Burgerrezept, das ich noch nachreiche, so richtig an die tolle Knolle mal in deinen Einkaufswagen zu legen ;-)! Danke :-)!

  4. Grüezi Simone,

    die Schweiz hat zu dir gefunden ;-)))
    Danke für den tollen Blog, die leckeren Rezepte und wirklich genialen Bildern.

    Da ich ein Fan der roten Knolle bin, freue ich mich dieses Rezept auszubrobieren. Ich hätte nur eine klitze kleine Frage, was heisst / bedeutet „simmern lassen“? (Deutsche Sprache , schwere Sprache *lol*)

    Grüessli von „down under“
    Limette

    1. Hallo Limette! Ich freu mich, dass du hergefunden hast! :-) Simmern lassen bedeutet soviel wie ganz leicht vor sich hin köcheln. :-)

          1. Grüessdi Simone,
            zugegeben, ich war ein wenig skeptisch, rote Bete Relish zu Fleisch……..
            ich kann nur sagen, oh man, war das LECKER 😉
            Dieses Rezept ist echt der Hammer, vielen Dank dafür.

            Stürmische Grüsse aus Zürich
            Limette

          2. Freut mich, dass dir das Relish geschmeckt hat. Hast du es zum Burger gegessen oder anderes Fleisch? Zu nem saftigen Rindersteak könnt ich mir das auch hervorragend vorstellen :-)!

  5. Zuerst war es ein leckeres Schweinesteak, dann perfekt zu Hähnchenbrust und auch zu Pellkartoffeln mit reifen Bergkäse passt es ,-)) Einfach nur yammie ;-))

  6. Hallo Simone,
    erstmal vielen dank für deine wundervollen Fotos und deine äüßerst schmackhaften rezepte.
    Ich hab da mal ne Frage :
    Da ich nicht so gern Käse mag,Was kann ich denn alternativ dafür ( speziell bei diesem rezept ) verwenden?
    Ich hoffe du hast eine Alternative parat,ich liebe nämlich Rote Beete.

    Danke Michaela

    1. Also hier ist der Fetakäse nicht unbedingt der Hauptakteur! Ich finde den Joghurt tatsächlich viel wichtiger! Wenn du magst, dann nimm doch z.B. einen kräftigeren Ziegenjoghurt, statt des normalen Joghurts. Hüttenkäse ist dann ja wahrscheinlich auch nix für dich. Der wäre nämlich auch noch ne gute Alternative zum Feta.

  7. Habe das Rezept gestern nachgemacht, der erste Geschmackstest war sehr gut, danke dafür!
    Eine Frage, wieso lässt du das Relish noch köcheln? Auf den Schritt habe ich verzichtet, auch, weil ich den Großteil eingekocht habe.

    1. Ich schmore das Gemüse zuerst im Ofen, püriere es und gebe die restlichen Zutaten dazu und koche es dann soweit ein bis es gut genug eingedickt ist. Bei mir war das Relish nämlich nach dem Pürieren zu flüssig. Wie war das bei dir? Und was meinst du mit einkochen? Hast du das Relish in Gläser gefüllt und sterilisiert?

      1. Bei mir war das Relish nicht flüssig, sondern eher noch etwas stückig. Kann aber auch an meinem Pürierstab liegen. :-) An Öl und Essig habe ich nur so viel hinzugefügt, dass es sämig und streichfähig wurde. Ich verblogge das Rezept auch noch, dann siehst du ein Foto.

        Ich hab’s richtig eingeweckt. Also in sterlisierte Gläser gefüllt und dann noch mal im Topf mit Wasser ca. 45 Minuten eingekocht, damit es sich länger hält.

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