Panna Cotta mit Himbeer-Coulis

Es freut mich immer wieder, wenn ich Menschen mit meinem Essen glücklich machen kann, auch wenn es vielleicht nur für den Augenblick der Schlemmerei ist. Mit diesem Dessert habe ich es mal wieder geschafft und ich konnte sogar Nicht-Süß-Esser davon überzeugen. Außerdem ist Panna Cotta relativ easy zu zubereiten und es lässt sich aus wenigen Zutaten ein richtiges Hingucker-Dessert zaubern. Naja, ok, ganz so leicht ist es natürlich nicht. Bisher hatte ich nämlich immer das Problem, dass ich keine gleichmäßige Verteilung der Vanillesamen hinbekommen habe. Sie sind mir immer auf den Glasboden abgesunken, was optisch nicht so schön ist.

Bei Steph vom Kuriositätenladen hab ich ein Rezept gefunden, das genau dieses Problem beim Schopfe packt! Danke liebe Steph!

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Statt Gelatine benutzt sie Agar-Agar. Vegetarisch, aber auch nicht ohne Tücken. Nach kurzer Recherche im Netz habe ich herausgefunden, dass die Gelierkraft von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ist. Ich habe mich deshalb auf meine bisherige Erfahrung mit Gelatine gestützt, denn die Packungsangabe meines Agar-Agars sagt, dass ein Päckchen Agar-Agar (10g) 6 Blatt Gelatine entspricht. Bisher habe ich immer 3 Blatt Gelatine auf 500 ml Sahne genommen und deshalb habe ich das Päckchen einfach halbiert.

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Panna Cotta mit Himbeer-Coulis

(Nach dem kleinen Kuriositätenladen)

Zutaten für 3-4 Personen:

500 ml Sahne (carragenfrei)
50 g Zucker
5 g Agar-Agar (entspricht 3 Blatt Gelatine)
1 Vanilleschote
2 grüne Kardamomkapseln

Himbeer-Coulis

150 g gefrorene Himbeeren
1 EL Zucker
Himbeer- oder Brombeerlikör nach Belieben

Zubereitung:

Die Samen aus der Vanilleschote kratzen und Schale plus Samen in einen kleinen Topf geben. Zucker, Sahne, und angeknackste Kardamomkapseln dazu geben und einmal aufkochen. Dann ca. 15 min sanft simmern lassen. Temperatur erhöhen und Agar-Agar zugeben und mindestens 2 min kochen lassen. Abkühlen bis die Sahne leicht cremig wird, einmal umrühren und durch ein Sieb in die gewünschten Gefäße schütten. Und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Falls man die Panna Cotta stürzen möchte, kann man zum leichteren Lösen die Gläser vor dem Befüllen mit neutralem Pflanzenöl einreiben. Die Gläser zum Stürzen kurz in heißes Wasser tauchen.

Für den Coulis Himbeeren, Zucker und Likör in einen Topf geben und bei mittlerer bis schwacher Hitze auftauen lassen und anschließend ca. 5 min weich köcheln. Je nach Säuregrad Zuckermenge erhöhen. Durch ein feines Sieb streichen und bis zur gewünschten Konsistenz einkochen.

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Ich, das Kochblog-Küken oder wie ich zum No-Knead-Bread kam!

Ich muß gestehen, ich lese erst seit ca. einem halben Jahr Kochblogs. Vorher hab ich mich eigentlich nur von Kochbüchern und Zeitschriften inspirieren lassen. Ich muß deshalb einer Buch-Autorin ganz besonders dankbar sein, nämlich Pim Techamuanvivit. Ihr Werk ‚Das Foodie-Handbuch’ ist mir irgendwann im letzten Jahr in einem Laden ins Auge gestochen und ich hab es mit nach Hause genommen. Nach gewissenhafter Lektüre des Buches wollte ich im Internet ein wenig über die Autorin herausfinden und bin dabei auf ihren Blog Chez Pim gestoßen. Als ich dann gemerkt habe welches Ausmaß das Kochblog-Universum im Netz eingenommen hat war ich erst mal total geplättet! In der darauf folgenden Zeit war ich nur am Lesen und am Füttern meines Readers. Ich hatte zwischendurch ein ganz beklemmendes Gefühl, weil ich mir dachte: Oh mein Gott, was hast du alles verpasst!

Mittlerweile bin ich aber, glaub ich, ganz gut angekommen in der Blogosphäre und es macht mir riesig Spaß! Das Tolle ist, dass ich noch viel mehr als bisher, das Kochen mit dem Fotografieren verbinden kann. Auch wenn ich, was das Fotografieren betrifft ein totaler Neuling bin.

Nachdem ich mich ein wenig in die Blog-Welt eingelesen hatte, sind mir natürlich gleich die absoluten Klassiker unter die Nase gerieben worden. Rezepte, die quasi schon von fast jedem Kochblogger nachgekocht oder –gebacken wurden. Eines dieser Rezepte hat es mir besonders angetan. Zum Einen, weil ich schon lange nach einem ultimativen und kinderleichten Brot-Rezept gesucht habe und zum Anderen weil mir die Art der Zubereitung sehr gefällt. Zum Backen benutzt  man einen Bräter mit Deckel.

IMGP1048Es handelt sich um das No-Knead-Bread von Jim Lahey, das 2006 in der New York Times veröffentlicht wurde. Pim Techamuanvivit backt ihr Brot übrigens auch auf diese Art und Weise. Und ich bin begeistert wie einfach und erfolgreich dieses Rezept ist. Besonders die Kruste hat es mir angetan, die ich bei meinen bisherigen Backversuchen vergeblich vermisst habe. Bei diesem Rezept gelingt sie mir immer!

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Das Original-Rezept (eine weitere sehr schöne und detaillierte Beschreibung in 4 Teilen gibt es bei Katarina von esskultur.at) ergibt ein Brot, das eine großporige und sehr elastische, leicht zähe Krume hat. Petra von Chili und Ciabatta ist schon so lange im Bloggeschehen dabei, dass sie tatsächlich das Brot direkt nach Erscheinen des Artikels in der New York Times nachgebacken und für gut empfunden hat. Tja, ich sag doch, ich hab durch meinen späten Einstieg so einiges verpasst. Aber das hält mich nicht davon ab, das Brot jetzt nachzubacken.

Allerdings mag ich genauso gerne feinporige weiche Krumen und deshalb hab ich das Original-Rezept leicht abgewandelt:

Brot im Topf

(Abgewandelt nach No Knead Bread, Jim Lahey)

Zutaten

550 g Mehl Typ 550 (Original-Rezept: 435 g Mehl)
2 gestrichene TL Salz
5 g Frisch-Hefe
345 g Wasser

Zubereitung

Alle Zutaten in einer großen verschließbaren Schüssel möglichst schnell mit der Hand vermischen, nicht kneten. Es entsteht ein leicht feuchter Teig. Bei Verwendung der Mehlmenge des Original-Rezepts wird der Teig wesentlich feuchter. Die Schüssel mit einem Deckel oder Frischhaltefolie abdecken und 12-24 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Nach der Gehzeit sollte der Teig von Blasen durchzogen sein und beim Kippen der Schüssel zieht der Teig am Rand breite Fäden. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den Teig mit einem Teigspatel aus der Schüssel holen und auf das Mehl geben.

Der Teig wird nun nach folgendem Schema gefaltet:

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Den Teig nach oben und unten behutsam dehnen.

Den oberen Teil über die Mitte nach unten schlagen und den unteren Teil nach oben falten. sodass 3 Lagen entstehen.

Jetzt den Teig vorsichtig nach rechts und links dehnen und genau wie beim Schritt davor die seitlichen Drittel über die Mitte schlagen.

Den Teig ganz behutsam falten und möglichst wenig drücken, damit die Blasen nicht kaputt gehen. Den gefalteten Teig mit der Nahtstelle nach unten auf ein bemehltes Handtuch geben, einwickeln und in einen großen Sieb geben. Mindestens 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Der Teig ist richtig gegangen, wenn sich eine eingedrückte Delle nur ganz langsam zurückbildet. Wenn der Teig noch zu elastisch ist, dann weiter gehen lassen.

Kurz vor Ende der Gärzeit einen runden Bräter mit Deckel (ca. 24 cm Durchmesser) auf 230 Grad Umluft vorheizen. Den Teig mit der Nahtstelle nach oben vorsichtig in den Bräter geben. Ich benutze dafür das Handtuch in dem der Teig eingewickelt ist und lasse den Teig einfach aus dem Tuch in den Bräter gleiten. Aber ohne Schwung, damit der Teig nicht in sich zusammen fällt. Deckel drauf und 30 min backen. Dann den Deckel entfernen und weitere 15 bis 20 min backen. Das Brot aus dem Bräter stürzen und vor dem Anschnitt 1 Stunde auskühlen lassen. Das Brot sollte sich beim Klopfen auf die Unterseite hohl anfühlen. Falls das nicht der Fall sein sollte, kann man das Brot, solange es noch nicht ausgekühlt ist, fertig backen.

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Crostata al limone

Dieser Kuchen ist meine Liebeserklärung an Italien! Schon als ich ein Kind war sind meine Eltern gerne mit mir in den Urlaub nach Italien gefahren. In der Toskana, vor fast 6 Jahren, bin ich dem Land endgültig verfallen und mein Freund auch! Seitdem ist kein Jahr vergangen in dem wir nicht nach Bella Italia gereist sind.

Als Foodie, würde ich behaupten, kann man sich diesem Land ohnehin nicht entziehen. Die Einfachheit, aber auch die Raffinesse der Gerichte hat einen unglaublichen Reiz. In Italien wird außerdem das gesellige und familiäre Beisammensein am Tisch derart zelebriert, dass man sich, sobald ein Topf mit dampfender Pasta auf den Tisch gestellt wird, sofort glücklich und geborgen fühlt. Soulfood eben!

Ich liebe es über die Märkte und in den Feinkostläden umher zu streifen. Das Obst und das Gemüse kommt mir selbst im italienischen Supermarkt immer viel gesünder als in Deutschland vor. In Italien muß das Obst und Gemüse nicht makellos und glänzend sein und wird trotzdem gekauft, denn jeder weiß dort, dass es auf die inneren Werte ankommt. Klar gibt es auch Fastfood und Fertigprodukte, aber ich glaube die Italiener haben sich noch ein ganz großes Stück ihrer Ursprünglichkeit erhalten, um das ich sie absolut beneide.

Seit kurzem lerne ich Italienisch, um vielleicht schon bald das Land noch ein wenig intensiver kennen zu lernen.

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Aber jetzt zu meinem Crostata al limone Rezept das ich euch nicht vorenthalten möchte weil ich es so toll finde und das ich zum ersten Mal an der toskanischen Küste in der Nähe von Viareggio in einer schnuckeligen Landhaus-Küche gebacken habe.

Für Nachahmer allerdings eines vorweg: Meiner Meinung nach braucht man unbedingt Amalfi-Zitronen, diese großen knubbeligen Dinger. Mit normalen Zitronen ist mir der Belag furchtbar bitter geworden und mit weiterer Zuckerzugabe konnte man den Geschmack nicht retten. In Deutschland sind Amalfi-Zitronen leider immer recht teuer, wenn man sie überhaupt bekommt. Deshalb bringe ich aus meinen Italien-Urlauben immer welche mit und koche sie in Gläser ein. (Nachtrag zum Thema Bitterkeit der Zitronen: Vor kurzem habe ich mich mit einem befreundeten Koch unterhalten und der hat mir den Tipp gegeben die Schalen, also inklusive dem weißen Inneren, 3 mal zu blanchieren und dazwischen das Blanchierwasser wegzukippen, um die Bitterstoffe weitestgehend zu entfernen. Wer also keine Amalfi-Zitronen bekommt, kann das Fruchtfleisch herkömmlicher Zitronen auslösen, die Schalen blanchieren wie eben beschrieben und dann die Schalen mit Zucker und Fruchtfleisch wie im Rezept zu Kompott kochen. Müsste meiner Meinung nach gut als Alternative funktionieren.)

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Crostata al limone

(Abgewandelt nach Die neue echte italienische Küche, Hess, Schinharl, Sälzer, GU-Verlag)

Zutaten für eine große Tarteform (ca. 28 cm Durchmesser):

Mürbteig:
200 g Mehl
3 EL Zucker
Samen einer Vanillestange
1 Prise Salz
90 g kalte Butter
1 Eigelb
1-2 EL kaltes Wasser

Belag:
3 große Bio-Zitronen oder 2 große Amalfi-Zitronen (mir ist es allerdings noch nie ohne Amalfi-Zitronen gelungen, da zu bitter)
2 Eier
230 g Zucker
500g Ricotta

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Mürbteig glatt verkneten, dünn ausrollen und eine gefettete und bemehlte Tarteform damit auskleiden. Überstehenden Teig mit einem Nudelholz abwalzen und die Form für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Zitronen heiß waschen. Die Schale einer Zitrone abreiben und ihren Saft auspressen. Die Eier mit 150 g Zucker schaumig schlagen. Ricotta nach und nach unterrühren, dann Zitronenschale und Saft dazu geben und mischen. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Ricottamasse auf dem Teigboden gleichmäßig verteilen und bei 160°C Umluft ca. 45 min backen bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.

Inzwischen die restlichen Zitronen halbieren und in sehr dünne Scheiben schneiden. 100 g Zucker mit 10 EL Wasser und der ausgekratzten Vanillestange erhitzen und kräftig aufkochen. Die Zitronenscheiben darin bei mittlerer Hitze 10 min weich kochen, abkühlen lassen. Oder falls man sich einen Vorrat anlegen möchte in sterilisierte Gläser füllen.

Den Kuchen nach dem Backen abkühlen lassen und mit Zitronenkompott belegen. Restliches Kompott kann man super unter Joghurt oder Quark rühren und zum Frühstück genießen.

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