Auberginensuppe mit Riesencouscous

Olé, Olé, frohes Neues!!! Im neuen Jahr hab ich endlich mal wieder einen neuen Blogeintrag zustande gebracht. Dass ich nicht mehr so viel blogge habt ihr ja schon gemerkt, aber das heisst nicht dass ich nichts mehr zu Hause koche. Ganz im Gegenteil. Das berufliche Kochen in der Osteria Trio macht mir natürlich nach wie vor super viel Spaß und gerade vor Weihnachten war einfach nur die Hölle los. Wir hatten viele Weihnachtsfeiern zu bekochen und als Abschluß vor Weihnachten haben wir ein tolles 5-Gänge Menü für unsere Stammgäste gezaubert. Dann war aber erst mal Schicht im Schacht, weil wir alle ziemlich auf dem Zahnfleisch gegangen sind. Von Weihnachten bis Hl. Drei Könige hatten wir dann endlich alle frei und konnten ein wenig ausspannen. Weihnachten und Silvester war toll, ich habe viele Freunde getroffen und ein paar Tage beim Skifahrn war ich auch. Was will man mehr!?

IMGP9140Naja, jetzt ist der Alltag wieder eingekehrt und ich habe wie schon gesagt natürlich auch zu Hause viel gekocht. Ich kann meine Finger einfach nicht von den Töpfen lassen und das ist auch gut so. Ich hatte ja schon befürchtet, dass ich, wenn ich beruflich koche, nicht mehr so viel Lust habe zu Hause hinter dem Herd zu stehen, aber das ist Gott sei Dank nicht eingetroffen. Weil ich tagtäglich italienisches Zeugs koche, gibt’s das zu Hause eher selten, dafür ein wenig Asiatisch hier, ein wenig Indisch da und vor allem New Middle Eastern Food (die Bücher von Greg Malouf sind sehr empfehlenswert!) und den guten alten Ottolenghi natürlich. Der treibt gerade auch bei Noémie von Sammelhamster sein Unwesen. Ich fühle mit dir Noémie!

Man kann sich ehrlich gesagt kaum vor diesen gemüsebepackten, geschmacksbombigen Gerichten schützen. Die müssen unbedingt nachgekocht werden! Komme was wolle! Mittlerweile nenne ich 3 Ottolenghi Bücher mein Eigen, Genussvoll vegetarisch, Das Kochbuch und Jerusalem. Heute zeige ich euch deshalb aus seinem neuesten Buch Jerusalem eine sagenhafte Auberginensuppe (oder im Osteria Trio-Slang Oberdschiiiienen).

Sämig, würzig, mit einem Hauch Säure und total aubergienig! Gibt’s das Wort überhaupt, wenn nicht sollte es unbedingt erfunden werden. Ich könnte nämlich jeden Tag Auberginen essen. Und diese witzigen Riesencouscous-Kügelchen, die find ich auch total klasse! Gibt’s bei mir zum Beispiel im türkischen Laden um’s Eck.

IMGP9153So, lange Rede kurzer Sinn, hier kommt das Rezept…

Auberginensuppe mit Riesencouscous

(Leicht abgewandelt nach Ottolenghis Jerusalem)

Zutaten für 2 Personen:

4 kleine Auberginen (ca. 550g)
1 Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
150g Tomaten aus der Dose
1 TL frisch gemahlener Kreuzkümmel
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zucker
400-500ml Gemüsebrühe
1 EL Zitronensaft
50g Riesencouscous (Mograbieh)
(evtl. Basilikum)

Zubereitung:

3 Auberginen längs halbieren und in einer schweren Eisenpfanne (oder beschichtete Pfanne) in Olivenöl unter mehrmaligem Wenden dunkelbraun und weich dünsten. Das klappt wunderbar auf mittlerer Hitze und unbedingt mit aufgelegtem Deckel. Diese Methode ist übrigens meine Lieblingszubereitung für Auberginen, da man dann auch nicht so viel Öl braucht und die Auberginen wunderbar weich und nussig werden. Alternativ über einer Gasflamme oder glühender Grillkohle so lange erhitzen bis die Haut schwarz wird. Bei der Gasflammen- und Grillmethode nur das Fruchtfleisch verwenden. Ich habe allerdings die Pfannen-Auberginen gemacht und hierbei die Haut dran gelassen. Die übrige Aubergine in kleine Würfel schneiden und ebenfalls wie die großen Auberginenhälften in Öl mit Deckel weich braten. Die Würfel beiseite stellen.

Die Zwiebel halbieren und in feine Scheibchen schneiden. Zusammen mit Kreuzkümmel in etwas Olivenöl bei schwacher Hitze weich schmoren. Fein geschnittenen Knoblauch kurz mitbraten und die Dosentomaten mit etwas von dem Tomatensaft dazugeben und einköcheln lassen. Ca. 400 bis 500ml Gemüsebrühe hinzufügen. Alles ordentlich aufkochen lassen und mit den weichgeschmorten Auberginenhälften gründlich pürieren bis eine sämige, relativ feine Suppe entsteht. Mein Tipp: Eher zu lang als zu kurz pürieren, dann ist kaum mehr etwas von der dunklen Auberginenschale zu erkennen. Zitronensaft, Salz, Pfeffer und ca. 1/2 EL Zucker hinzugeben. Abschmecken.

Den Riesencouscous nach Packungsanleitung, ca. 14 min in Salzwasser weich garen und abtropfen lassen. Einen Teil unter die Suppe rühren.

Die Suppe mit den Auberginenwürfeln, Riesencouscous und gegebenenfalls Basilikum bestreut servieren. Mit etwas Olivenöl und Pfeffer verfeinern. Buon Appetito!

IMGP9149

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Gemüse, Orientalisch, arabisch, mittlerer Osten, Vegan veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

23 Antworten auf Auberginensuppe mit Riesencouscous

  1. Werner sagt:

    Hallo Simone,
    hab’ mir schon Sorgen gemacht! ;)

    Zu deinen Oberdschiienen: “Net schlecht!”
    Für die Nichtfranken: das ist für einen Franken ein Kompliment. Ich bin entzückt. :)

    Ciao Werner

    • Simone sagt:

      Oje, Sorgen sollst du dir bitte nicht machen! Ich bin noch da und gelobe Besserung ;-) ! Die Oberdschiiiienen bitte mit 4 i, hihi!!! Grüßle Simone

  2. Wow, die Suppe klingt super und kommt auf meine Nachkochliste.

    Ottolenghi finde ich toll und besitze das Genußvoll vegetarisch. Seine anderen Bücher muss mir unbedingt mal ansehen!

    Viele Grüße!
    AD

    • Simone sagt:

      Ja, du musst unbedingt mal in die anderen Bücher rein gucken! Und das Jerusalem hat einen wunderhübschen Einband, ich komm ins Schwärmen :-) ! Leider gibts das nur in Englisch, aber n’ bißchen Vokabeltraining hat noch niemandem geschadet, vor allem wenn’s ums Essen geht ;-) !

  3. noemi sagt:

    Schnee und Erholung seien dir gegönnt!
    Vor allem, wenn ich zum Wiedereinstieg Aubergine und auch noch von Ottolenghi gekocht bekomme :-)

  4. Auberginen sind wahrscheinlich das einzige Gemüse, das ich nicht ausstehen kann, aber so ein Riesencouscous… Der muss mir unbedingt mal ins Haus! Noch nie von gehört, noch nie gesehen. Aber grad verliebt.
    Und der Ottolenghi, der steht auch schon lang auf meiner Wunschliste :)

    • Simone sagt:

      Ohne Auberginen könnt ich nicht! Die gibts bei mir mindestens 2x pro Woche! Die Riesencouscous-Perlen sind süß, gell?! Grüßle

  5. Toll, auch du kochst aus Jerusalem :-) Dein Riesencouscous macht sich auch fototechnisch sehr hübsch auf der Suppe, gefällt mir gut! Ich muss dann wohl mal die Augen offenhalten, wenn ich in bewohntere Gegenden komme :-)

    Liebe Grüße und die besten Wünsche für dich und die Osteria!

    • Simone sagt:

      Ja, das Buch liegt schon ne ganze Weile bei mir rum und endlich hatte ich auch mal wieder etwas mehr Zeit und Muße für einen Artikel! Ich gelobe auf jeden Fall Besserung und habe was die Artikel angeht sogar schon etwas vorgearbeitet ;-) ! Also sei gespannt. Die Sache mit dem Indienkochbuch wollte ich ja auch noch nachreichen. Mal schaun, wann ich das schaffe, ist nämlich etwas aufwändiger mit über 10 Gerichten.
      Liebstes Grüßle zurück und hoffentlich bis bald mal wieder! :-)

  6. Obwohl ich gelegentlich das Sortiment türkischer Händler durchstöbere, ist mir der Riesencouscous noch nie untergekommen. Muss ich gezielter suchen. Ich glaube, dieses Süppchen könnte uns auch schmecken. Schön, dass du mit neuer Freude am Kochen und Bloggen wieder da bist!

  7. Anne sagt:

    Hallo,
    Jerusalem gibt es seit 25.12.2012 auch in Deutsch ;-)
    Welches würdet ihr denn nun als Einstieg empfehlen?

    Herzliche Grüße
    Anne

    Ich LIEBE Auberginen – aber mein Mann nicht – jetzt werde ich wohl oder übel eine Party machen müssen…. warte als Saisonal-Denker aber natürlich auf den Sommer – leider

    • Simone sagt:

      Hi Anne,
      dass es das Buch mittlerweile auf Deutsch gibt ist mir durch die Lappen gegangen. Die deutsche Variante ist bestimmt nicht schlechter als die englische. Ottolenghi schreibt viel über das Leben und die Traditionen in Jerusalem. Also gibt es neben den Rezepten auch viele nützliche Infos zu Lebensmitteln und Gerichten. Ob du das auf deutsch oder englisch lesen willst bleibt wohl dir selbst überlassen.
      Vielleicht schaffst du es ja irgendwann noch deinen Mann an die Aubergine ran zu führen. Die Bratmethode in der Pfanne mit Deckel ist wirklich sehr zu empfehlen. Wichtig ist, dass die Aubergine richtig durch und durch weich ist und schöne Röstaromen bekommt. Meinem Vater schmecken Auberginen eigentlich auch nicht, aber wenn ich sie für ihn mache, dann mag er sie ganz gern.

      Grüßle Simone

  8. Irene sagt:

    Liebe Simone
    Ich habe mir erst nur die Bilder angeschaut, für mich war das etwas Schokoladiges mit Pflaumen und weissen Schoggikügeli :-) Aubergine bin ich mich grad am anfreunden, optisch ist sie schon lange mein Liebling. Schön hier zu lesen und deine tollen Bilder zu bewundern.
    Jerusalem in Deutsch…. Ich hab’s nicht mitbekommen, danke Anne.
    Liebs Grüessli
    Irene

    • Simone sagt:

      Hi Irene,
      hihihi, mit Schoki könnt man das tatsächlich verwechseln! Da fällt mir grad ein Gericht ein, dass ich schon lange auf meiner Nachkochliste habe. Bei Jamie Oliver hab ich mal ein Auberginen-Schokoladen-Dessert gesehn. Das wär doch die Gelegenheit! Grüßle

  9. Du Liebe, wie lecker das aussieht. Ich bin derzeit auf der Suche nach gaaanz vielen vegetarischen rezepten und da kommt mir das hier gerade Recht. Dein Semifreddo habe ich ürigens bis zur Vergasung geübt und kann es jetzt im Schlaf ;-) . Ich habe noch kein Buch von Ottolenghi. Gibt es von ihm ein Muhamarra-Rezept? Ich werde nämlich noch ganz kirre, weil alle Rezepte, die ich bislang ausprobiert habe, mich nicht 100%tig überzeugt haben. Grmpf! Fühle Dich ganz doll gegrüßt und geherzt! Alex

  10. Akaleia sagt:

    Liebe Simone,
    vielen Dank für den großartigen Buchtipp – habe es direkt geordert und bin sehr begeistert – (eigentlich für meinen Sohnemann -ist Küchenchef und Kochfreak) aber da es bei uns (wohl) in den Genen liegt habe ich es natürlich auch “ein bisschen” davon profitiert :)

    • Simone sagt:

      Hallo Birgit, gern geschehen! Es freut mich, dass du auch zu den Ottolenghi Anhängerinnen gehörst. Ich bin übrigens auch häufig gaaaanz “uneigennützig”, wenn’s ums Kochbuch-Verschenken geht ;-) !

  11. Pingback: Anonymous

  12. Barbara sagt:

    Tolle Rezepte und Tipps.
    Ich würde mich gerne bei einem Newsletter anmelden, finde aber keinen Link auf der Seite.

    • Simone sagt:

      Hi Barbara, du kannst über den RSS Feed die Seite abonnieren. Dazu brauchst du allerdings einen Reader, aber den würde ich dir sowieso empfehlen, wenn du gerne Blogs liest. Ich benutze den Reader von google und bin sehr zufrieden damit. Oder du likest meine Pi mal Butter Fanseite, dann bekommst du auch mit, wenn wieder ein neuer Artikel Online geht. Schöne Grüße Simone

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>