Foodblogger-Treffen in Würzburg

Liebe Leute, ich hab euch zu verkünden, dass vor einigen Tagen über facebook total spontan ein Foodbloggertreffen in Würzburg ausgerufen wurde. Ruck-Zuck haben einige Blogger ihr Interesse verkündet und einige haben bereits ihre Terminwünsche über das Doodle von Petra von Brot und Rosen bekannt gegeben. Ihr könnt euch gerne im Doodle mit eintragen, wenn ihr Interesse habt. Das Banner zum Einbinden in eure Blogs und weitere Infos gibt es bei Noémi von Sammelhamster. Jetzt ist es an euch, ob unsere Genießer-Runde noch wächst. Das Treffen könnte eventuell in der Osteria trio, in der ich arbeite, stattfinden.

Würd mich freuen, wenn es noch ein paar mehr Foodblogger werden.

 

Blogger Treffen Franken

 

Schoko-Beeren-Torte mit Vanillequarkcreme

Buttercreme – Schwamm drüber! Heute geht es eine Spur leichter und entspannter zu! Und solange noch frische Beeren zu haben sind, solltet ihr euch mit dieser Torte sputen. Beeren, eine leichte Quarkcreme und herrlich saftiger Schokoboden passen einfach zu gut zusammen, als das man sich das entgehen lassen sollte. Außerdem braucht sich die Torte, optisch gesehen, überhaupt nicht hinter dem Orangen-Buttercreme-Triple-Layer-Schoko-Cake verstecken. Aber der Clou kommt noch: Alles ist 100% buttercreme-frei!

IMGP5967Der Schokoboden ist der gleiche wie der, den ich für den Triple-Layer-Cake verwendet hab. Von dem Rezept bin ich nämlich schwer angetan, weil der Kuchen so unglaublich saftig ist. Wenn man ihn abgedeckt aufbewahrt wird er sogar am nächsten und übernächsten Tag noch viel besser. Deshalb musste das Rezept auch schon für Mini-Schoko-Guglhupfs herhalten. Genial sag ich da nur!

IMGP5978Zur Info: Ich würde das nächste Mal den Boden ein klein wenig dünner machen, dann ist das Verhältnis zur Creme optimal. Im Rezept habe ich das schon berücksichtigt.

Schoko-Beeren-Torte mit Vanillequarkcreme

Achtung: Hab das Rezept etwas umformuliert, weil es Missverständnisse gab. Jetzt müsste es hoffentlich klar formuliert sein.

Für eine 20 cm Springform, Tortenring. Das Schokoboden-Rezept ergibt 2 Böden mit ca. 2cm Höhe. Einen nasche ich pur oder friere ihn ein. Abgewandelt nach diesem Rezept.

Zutaten:

Schokoboden:
90 g Mehl
100 g Zucker
50 g dunkle Schokolade (Valrhona 60%)
40 g Butter
30 g dunkles Kakaopulver ungesüßt (z.B. Bensdorp)
3 g Natron
3 g Backpulver
135 g Milch
1 EL Rum
1 Ei
Prise Salz

Creme:
100 g Frischkäse Doppelrahmstufe
250 g Magerquark
100 g Sahne
1 1/2 bis 2 Blatt Gelatine
2 EL Milch
1/2 Vanilleschote, nur die Samen
3 EL Zucker

Beerengelee:
300 g Tiefkühl-Himbeeren
1 EL Brombeerlikör
Zucker nach Belieben
1/2 Vanilleschote ohne Samen
1/2 bis 1 Blatt Gelatine (die Gelatineangabe gilt für 12EL des fertigen Fruchtpürees, den Rest hebe ich für die nächste Torte auf, oder esse ihn mit Joghurt)

2 Hand voll gemischte frische Beeren

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ei und Zucker schaumig schlagen während Schokolade und Butter im Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Alle trockenen Zutaten mischen und Rum mit Milch vermischen. Schokoladenbutter unter die Eimasse rühren. Im Wechsel trockene und flüssige Zutaten nach und nach unterrühren. In eine gefettete und bemehlte Springform gießen und ca. 35 bis 40 min bei 180 Grad backen. Stäbchenprobe. 10 min in der Form auskühlen lassen, dann vom Rand lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Vollständig abkühlen lassen und dann mit einem Konditormesser oder einem langen dünnen Messer (z.B. Brotmesser) einmal durchschneiden, sodass 2 gleichmäßige dünne Böden entstehen. Evtl. an der Oberseite etwas begradigen.

Für die Creme Frischkäse, Quark, Zucker und Vanillesamen gründlich verrühren und etwas stehen lassen, damit sie Raumtemperatur annimmt. Das verhindert, dass später die Gelatine schlieren zieht. Die Gelatine in kaltem Wasser 5 min einweichen, anschließend in der Milch bei niedriger Hitze auflösen. Vom Herd ziehen und 2 EL Quarkcreme unter die Gelatine rühren. Noch einmal 2 EL Creme dazu und verrühren. Die Gelatine sollte dadurch abgekühlt sein. Jetzt kann man sie unter die restliche Quarkcreme rühren. In den Kühlschrank stellen bis die Creme leicht andickt (ca. 30 bis 40 min). Zum Schluß die steifgeschlagene Sahne vorsichtig unterheben.

Einen der abgekühlten Böden gleich essen oder einfrieren für’s nächste Mal. Den anderen in einen Tortenring geben. Darauf die Creme verteilen und glatt streichen. Ab in den Kühlschrank damit die Creme fest wird. Das dauert einige Stunden oder am besten über Nacht.

Für das Beerengelee die Himbeeren mit 4 EL Zucker und der ausgekratzten Vanilleschote im Topf bei mittlerer Hitze auftauen lassen, Brombeerlikör dazu und erhitzen bis die Beeren weich sind. Pürieren und mit einem Gummispatel durch einen feinen Sieb streichen, um die Kernchen zu eliminieren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 10 bis 12 EL des Fruchtpürees abnehmen und zurück in den ausgespülten Topf geben und die ausgedrückte Gelatine bei schwacher Hitze darin auflösen. Den Rest des Pürees bewahre ich im Kühlschrank auf und esse es mit Joghurt oder Quark.

Das Beerengelee auf der festgewordenen Creme vorsichtig verteilen und glatt streichen. Im Kühlschrank fest werden lassen und mit ganzen Beeren belegen. Buon Appetito!

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Orange-Swiss-Meringue-Buttercream-Triple-Chocolate-Layer-Sponge-Cake oder ein amerikanischer (Alb-)Traum?

Wer von sich behaupten kann er hat noch nix total Verrücktes und Beklopptes in seiner Küche angestellt, der verschwindet jetzt lieber ganz schnell wieder! Heute geht’s hier nämlich um Dinge, die ein großes Quäntchen oder besser gesagt ein gaaaanz großes Quäntchen Verrücktheit erfordern. Und eigentlich auch um Dinge, die ihr bitte nicht nachmachen solltet, außer ihr zählt euch zu Buttercreme-Fanatikern.

IMGP5919Ich les ja unheimlich gerne internationale Foodblogs, darunter auch ein paar aus Amerika, dem Land der unbegrenzten Buttercremigkeit. Und ich muss zugeben, dass mich Layer-Cakes, Cupcakes und Konsorten optisch ganz schön in ihren Bann ziehen. Da gibt es ja Unglaubliches und noch viel Unglaublicheres und noch wahnsinnig Unglaublicheres. Und mein kleines Genießerherz hüpft und freut sich, dass derlei Kunstwerke auch noch essbar sind. Lange Zeit bin ich um diese Rezepte herumgeschlichen, habe imaginär mit meiner neuen Palette geübt, die Buttercreme zu verstreichen, um letztendlich meiner inneren Stimme nachzugeben die mir immer wieder vernunftbetont sagte: „Nein, Simone, tu es nicht! Das ist amerikanischer Süßkram. Das magst du eh nicht, zu süß, zu klebrig, zu fett…“

IMGP5923Und jetzt ist es passiert! Ich hab es getan, einfach so, aus einer Laune heraus habe ich die ganze Vernunft über Bord geworfen! Entstanden ist ein Orange-Swiss-Meringue-Buttercream-Triple-Chocolate-Layer-Sponge-Cake. Als Vorlage hat mir dieses Rezept den Verstand geraubt, den ich so langsam wieder am Zusammensammeln bin. Heiligsbleche und hinterher ist man immer schlauer, kann ich da nur sagen!

IMGP5930Buttercreme ist einfach nix für mich, obwohl ich Butter eigentlich sehr gerne mag, unschwer an meinem Blogtitel zu erkennen. Hier bei diesem Kuchen ist mir aber entschieden Pi mal Daumen zu viel Buttercreme drin. Es kann sein, dass ich etwas verschwenderisch mit der Creme umgegangen bin, aber selbst wenn ich dünnere Schichten gemacht hätte, würd ich jetzt ganz bestimmt keinen Freudentanz aufführen. Also Fazit für mich: „Hätteste lieber mal auf deinen Verstand gehört!“ Deshalb heute an dieser Stelle kein Rezept. Für diejenigen, die trotz aller Vorwarnung in der Backstube verrückt spielen wollen, hier nocheinmal der Link zum Verstandräuber! Erdbeerpüree einfach durch abgeriebene Orangenschale und ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe ersetzen.

IMGP5913Gegen den Schokokuchen an sich hab ich gar nix einzuwenden, der ist unter leichter Abwandlung vom Original wirklich fantastisch schokoladig und saftig gelungen. Und er ist es definitiv wert ab sofort in mein Repertoir aufgenommen zu werden. Deshalb bin ich nach dieser Aktion auch nicht ganz so enttäuscht. Demnächst zeig ich euch mit dem Schokoboden mal ne ordentliche Torte mit Beeren oben drauf und garantiert buttercremefrei. Abgelichtet und verspeist ist sie schon, jetzt muss ich mich nur noch um den Blogeintrag und die Fotos kümmern. Es hat sich also doch noch gelohnt! Ende gut, alles gut!

IMGP5934Ach ja, ehe ich es vergesse. Nicht nur ich bin in den Bann der amerikanischen Layer-Cakes gezogen worden, sondern auch Steph vom kleinen Kuriositätenladen mit ihrer Schoko-Karamell-Torte. Also nehmt euch in Acht!

Ricotta-Angolottis mit Zitronensoße

Herrlich sommerlich frische Agnolottis! Heute gibt’s mal was für Nudel-Freaks! Bei einem Praktikum im Restaurant Philipp in Sommerhausen habe ich eine tolle neue Pastaform für mich entdeckt. Man kommt ganz ohne Ausstechen aus und die gefüllten Nüdelchen machen optisch ganz schön was her. Allerdings hätte ich gern eine neue Nudelmaschine, denn meine jetzige macht für diese Nudelform einfach zu schmale Bahnen. Mit einer Bahn werden die Nudeln viel zu groß oder man hat viel Verschnitt und wenn ich die Bahn halbiere kommen nur ganz kleine Nüdelchen dabei raus, was letztendlich mehr Arbeit macht.

IMGP6075Es gibt diese gaaaaanz breiten Nudelmaschinen, die wären perfekt dafür! Warum hab ich die eigentlich noch nicht? Nach jahrelangem Hobby-Kochen muss doch endlich mal das gesamte Equipment stehen! Aber Pustekuchen!!! Außerdem hätte ich so gern ne gute Eismaschine, einen Sous-Vide-Garer, einen Steinbackofen, noch bessere Messer, ne Flotte-Lotte, Tonnen von Tarte-, Tartelette-, und Kuchenformen und und und….

Ich übe mich also in Geduld und mache erstmal weiterhin zu große, zu kleine oder wie auch immer, auf jeden Fall Ricotta-Agnolottis! Gott hat die Welt ja auch nicht in einem Tag erschaffen!

IMGP6085Ricotta-Agnolottis mit Zitronensoße

Zutaten für 4 Portionen:

Nudelteig aus 600g Mehl (Type 0), 2 TL Salz, 150 ml Wasser und 2 Eiern

Für die Füllung:
400g Ricotta
1 Ei
60g geriebener Parmesan
Abrieb von 1 1/2 Bio-Zitronen
1 bis 2 EL Limoncello
Salz, Pfeffer
Zitronen

Für die Soße:
8 Stückchen kandierte Zitronenschale (ersatzweise mehr Zitronenabrieb verwenden)
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
3 Schalotten
200 ml trockener Weißwein
200 ml Sahne
2 TL Zucker
Salz, Pfeffer
Rapsöl
zwei Handvoll frische Minze
1 TL Speisestärke

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Nudelteig gründlich verkneten und in Frischhaltefolie einwickeln. 10 min ruhen lassen. Die Füllung zusammenrühren und in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle geben.

Den Nudelteig in 4 Portionen aufteilen und den Teig den man gerade nicht verarbeitet immer in Folie einwickeln, damit er nicht austrocknet. Ein Ei mit 1 EL Wasser verquirlen. Mit einer Nudelmaschine den Teig in dünne Bahnen ausrollen und mit verquirltem Ei bis auf einen 1 cm Rand bepinseln. Die Füllung mit einem Abstand von ca. 2 cm auf dem Nudelteig verteilen und wie auf den Bildern zu sehen fortfahren. (Teig mit Füllung überklappen und festdrücken, die Zwischenräume mit den Fingern zusammendrücken. Mit einem Teigrad Täschchen ausschneiden. Auf den Bildern ist beim Rädeln ein kleiner Fehler, weil ich bißchen zu voreilig war. Mit dem Teigrad oben zuerst einmal quer und anschließend erst die einzelnen Nudeln längs auseinanderschneiden. Ich hab’s umgekehrt gemacht.)

IMGP5101IMGP5102IMGP5103IMGP5104IMGP5105IMGP5110Die Nudeln 3 bis 4 min in leicht sprudelndem Wasser kochen bis sie oben schwimmen.

Minzeblättchen abzupfen und in einer Pfanne etwas Rapsöl erhitzen. Die Blättchen darin knusprig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das übrige Minzöl für die Soße verwenden.

Für die Soße die Schalotten in Rapsöl und Minzöl in einem Topf glasig dünsten. Zucker, etwas Salz und die kandierten Zitronenschalen dazu geben und mit Weißwein ablöschen. 8 bis 10 min leicht köcheln lassen und evtl. etwas Wasser nachgießen. Soße durch ein Sieb gießen und wieder zurück in den Topf schütten. Sahne angießen und mit Salz und evtl. noch etwas Zucker abschmecken. Zum leichten Anbinden der Soße 1 TL Speisestärke mit 1 EL kaltem Wasser glatt rühren und zur Soße geben. Die Soße kurz aufkochen und bei mittlerer Hitze eine Minute köcheln lassen. Falls die Soße zu dick ist wieder etwas Wasser zum verdünnen dazu geben und erhitzen.

Die abgetropften Nudeln bei mittlerer Hitze in der Soße einmal kurz schwenken und mit grob gemahlenem Pfeffer und frittierter Minze servieren. Buon Appetito!

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Schweinebauch mit Fenchel

Nachdem es gestern eine eher schmale Variante mit Speck gab, kommen heute die richtigen Sachen dran! Gebratener Schweinebauch mit knuspriger Speckkruste und Fenchel-Karotten-Gemüse. Fenchelsamen bringen ordentlich Geschmack an den Bauch, das Fleisch ist saftig und weich und die Kruste ist sowas von krachig knackig! Lecker!

IMGP6092Ich mag Gerichte, die man einfach nur in den Ofen schiebt und die sich quasi von ganz alleine machen. Besonders wenn man Gäste zum Essen empfängt ist diese Art der Zubereitung äußerst praktisch. Vorbereiten, würzen, schnippeln und ab in den Ofen, der dann die restliche Arbeit übernimmt. Beitrag Nr. 2 für das Ran an den Speck-Event von Alex. So und jetzt muss ich zum Training, auf Wiedersehn!

Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)

 

IMGP6102Schweinebauch mit Fenchel

Zutaten für 4 bis 5 Personen:

1,6 kg Bio-Schweinebauch
1 1/2 EL Fenchelsamen
4 Fenchelknollen
2 große Karotten
ein paar Zweige Thymian
4 Knoblauchzehen
0,7 l Weißwein
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:

Die Speckschwarte mit einem Skalpell oder einem Teppichmesser in schmalen parallelen Bahnen einschneiden. Darauf achten nicht zu tief einzuschneiden. Der Schnitt darf nicht ins Fleisch eindringen. Fenchelsamen und einen gestrichenen EL Salz im Mörser fein zerstoßen und die Schwarte damit gut einreiben, auch in die Einschnitte.

Den Ofen auf 240 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Fenchel je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Karotten schälen und einmal quer und einmal längs halbieren oder je nach Gusto. Gemüse, Thymian, Knoblauchzehen mit Schale, Salz, Pfeffer und einem Schuß Olivenöl in einen Bräter geben. Das Fleisch mit der Schwarte nach oben auf das Gemüse legen und in den Ofen schieben. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 150 Grad reduzieren und eine halbe Stunde weiterbraten. Eventuell Fett abschöpfen, den gesamten Wein angießen und ca. 3 Stunden weiterbraten. Ab und zu die Flüssigkeitsmenge prüfen, falls zu wenig, kann noch etwas Wasser in den Bräter nachgegossen werden. Für eine schön knusprige Kruste am Ende 10 min mit Obergrill grillen. Den Schweinebauch aufschneiden und mit dem Gemüse anrichten. Buon Appetito!

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