Mascarpone-Tarte mit Pastis-Vanille-Birnen und Zitronenthymian

Früher hab ich kaum flache Kuchen mit Mürbteig gebacken. Mittlerweile bin ich quasi schon ein Tarte-Junkie geworden. Zum einen sind sie einfach herzustellen und man kann seiner Fantasie freien Lauf bei der Wahl der Zutaten lassen. Zum anderen machen sie ordentlich was her und man fühlt sich gleich so französisch dabei. Find ich toll!

IMGP4511Weil ich ja so auf Karamell stehe und ich deshalb so gut wie jede Frucht, die sich eignet, karamellisieren muss, hatten diesmal schöne saftige Birnen ihren karamelligen Auftritt. Gepaart mit Pastis und Vanille – eine gschmackige Sache! Mascarpone ist ja sowieso immer gut und man fühlt sich gleich so italienisch dabei. Find ich auch toll!

IMGP4495Ich muss sagen ich bin Anhänger der Völkerverständigung, auch in der Küche! Und ich bin Anhänger von knusprigem und zugleich zartem Mürbteig. Pim von Chez Pim hat eine tolle Methode wie man den Teig genauso hinbekommt. Gut, er ist etwas butterlastiger als ihn manch andere von euch herstellen, aber ich finde ihn total klasse. Das Fett in der Butter ist eben Geschmacksträger, da kann man ruhig Pi mal Daumen damit umgehen. Aber nur nicht zu sparsam, gell?!

IMGP4515Mascarpone-Tarte mit Pastis-Vanille-Birnen und Zitronenthymian

(Rezept von mir)

Für eine rechteckige Tarteform (36 x 12 cm):

Zutaten:

Mürbteig:

100 g Weißmehl
85 g Butter
1 ½ EL Zucker
1 Prise Salz
nach Belieben etwas Zitronenabrieb einer Bio-Zitrone

Mascarpone-Creme:

250 g Mascarpone
250 Magerquark
50 g Puderzucker
2 Blatt Gelatine
etwas Milch oder Wasser

Pastis-Vanille-Birnen:

4 Williamsbirnen entkernt und geviertelt
1 Vanilleschote
ca. 3-4 EL Pastis
40 g Zucker
1-2 EL Butter
ein paar Stängel Zitronenthymian
2 EL geröstete Pinienkerne

Zubereitung:

Für den Mürbteig das Mehl, den Zucker und das Salz und evtl. Zitronenschale vermischen und auf die Arbeitsfläche geben. Die Butter in Stückchen schneiden und mit den Fingerspitzen in die Mehl-Zucker-Mischung einarbeiten bis sich kleine Krümel bilden. 1 bis 2 EL kaltes Wasser dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten! Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und 5 min in den Gefrierschrank legen.

Nach dem Kühlen den Teig ungefähr einen halben Zentimeter dick zu einem Rechteck ausrollen und von der kurzen Seite zu einem Drittel einschlagen. Dann das andere Drittel darüberfalten. Den nun dreilagigen Teig um 90 Grad drehen und wieder zu einem Rechteck ausrollen. Genau wie zuvor wieder die beiden Drittel einschlagen, um 90 Grad drehen usw. Die Prozedur nennt sich Touren geben und wird bei der Blätterteig-Herstellung in Perfektion ausgeführt. Bei diesem Mürbteigrezept reichen allerdings 5 bis 6 Touren.

Anschließend eine Form ausbuttern und leicht einmehlen. Den Teig 0,5 cm dick ausrollen und die Form damit auskleiden. Ein paar Minuten in den Gefrierschrank geben mit einer Gabel mehrmals einstechen und dann 15-18 min bei 180 Grad backen. Eventuell mit Backpapier und getrockneten Hülsenfrüchten oder Blindback-Kugeln belegt backen, allerdings reicht das kurze Einfrieren meiner Meinung nach aus, damit der Teig nicht in die Höhe geht, sondern seine Form beibehält. Nach dem Backen gut auskühlen lassen.

Für das Kompott den Zucker in einen Topf mit dickem Boden geben, mit etwas Wasser leicht bedecken und stark erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Wasser nun bei mittlerer Hitze verdunsten lassen und nicht mehr rühren. Wenn das Karamell goldbraun ist, den Topf vom Herd ziehen und ein Stück Butter einrühren. Dann Pastis, Birnen, Vanillesamen, die ausgekratzte Vanillestange und Zitronenthymian zum Karamell geben. Alles wieder leicht erhitzen bis sich das Karamell mit der Flüssigkeit verbunden hat und die Birnen ein wenig weich geworden sind, je nach Reifegrad dauert das kürzer oder länger. Die Birnen sollen auf jeden Fall noch gut Biss haben und nicht zerfallen. Geröstete Pinienkerne unter die Birnen mischen. Die Karamell-Flüssigkeit abgießen und auffangen, die Vanillestange und den Thymian entfernen. Alles gut abkühlen lassen.

Für die Creme die Gelatine in ein wenig kaltem Wasser einweichen. Mascarpone, Quark, Puderzucker und gut die Hälfte der kalten Karamell-Birnen-Flüssigkeit mit einem Handmixer verrühren. Die Gelatine ausdrücken und in ein wenig Milch oder Wasser erwärmen bis sie sich aufgelöst hat. 2 EL Mascarponecreme mit einem Schneebesen unter die Gelatine rühren. Evtl. noch einen dritten Esslöffel. Die Gelatinemasse soll dadurch erkalten, damit sich später in der Creme keine Klümpchen bilden. Nun die restliche Mascarponecreme mit der Gelatine gut verrühren.

Den erkalteten Mürbteigboden mit Creme bestreichen, mit Birnen belegen und mit übrigem Karamell-Sirup beträufeln. Ein paar Zweige Zitronenthymian und die Pinienkerne darauf verteilen und 2 Stunden im Kühlschrank kühlen bis die Füllung fest genug ist, sodass man die Tarte gut schneiden kann. Buon Appetito!

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Kichererbsensalat

Ein super leckerer Salat. Wer hätte das gedacht! Gefunden bei Claudia und Chichi von Kitchencowboy. Laut den beiden wird das Rezept schon fleißig durch die Runde gereicht, weil es bei jedem so gut ankommt. Tja, es blieb mir also nichts anderes übrig als diesen Salat auszuprobieren, zumal ich im Moment an Hülsenfüchten sowieso einen Narren gefressen hab.

IMGP4954Im Gegensatz zu den Kitchencowboys habe ich getrocknete Kichererbsen benutzt, da mir ja beim Hummus-Rezept sehr dazu geraten wurde. Und ich muß sagen, dass die Getrockneten wirklich mehr Aroma haben als die aus der Dose. Wenn’s schnell gehen soll sind sie aber natürlich auch geeignet.

IMGP4959Walnussöl wie im Rezept angegeben, hatte ich leider nicht da, dafür aber ein ganz tolles Haselnussöl, das ich mir bei der Slow Food Messe mitgenommen habe. Weil das Öl recht teuer war und sehr intensiv schmeckt, habe ich es mit Olivenöl gestreckt und ich finde es hat trotzdem einen wahnsinnig nussigen Geschmack an die Kichererbsen gezaubert. Mehr hätte ich jetzt nicht gebraucht. Fürs nächste Mal werd ich mir dann aber mal interessehalber ein Walnussöl besorgen.

IMGP4976Geschmacklich finde ich den Salat sehr interessant und total stimmig! Bei jedem Löffel war ich immer wieder aufs Neue total angetan und konnte mich am Geschmack gar nicht sattessen. Der Salat stand schon eine ganze zeitlang auf meiner Nachkochliste. Jetzt hab ich ihn endlich gemacht und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Außerdem passt er wunderbar zum diesmonatigen Gartenkochevent des Gärtnerblogs.

Garten-Koch-Event Mai 2011: Frühlingszwiebel [31.05.2011]

Kichererbsensalat

(Abgewandelt nach Kitchencowboy)

Zutaten für eine mittelgroße Schüssel:

200 g getrocknete Kichererbsen
1/2 TL Natron
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Petersilie
1/2 Bund Koriander
70 g geröstete Sonnenblumenkerne
3 Zitronen (ca. 60 g Saft)
30 g Haselnussöl
30g mildes Olivenöl
2 EL Honig
1/2 TL Salz
Pfeffer
1/2 EL gerösteter und gemahlener Kreuzkümmel

Zubereitung:

Die Kichererbsen in einer Schüssel mit kaltem Wasser bedecken und über Nacht (ca. 18 Stunden) im Kühlschrank einweichen. Das Einweichwasser wegschütten, die Kichererbsen und Natron in einem mittleren Topf mit Wasser bedeckt ca. 45 min zugedeckt weich köcheln. Abschütten und abkühlen lassen.

Kräuter fein schneiden und Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Aus Zitronensaft, Öl, Honig, Salz und Pfeffer in einem Schraubglas oder Dressingshaker eine Vinaigrette herstellen. Kichererbsen, geröstete Sonnenblumenkerne, Kräuter, Zwiebelringe, Kreuzkümmel und Vinaigrette in einer Schüssel gut vermischen. Vor dem Servieren ca. 1 Stunde durchziehen lassen. Buon Appetito!

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Kandierte Zitronenschalen

Vor kurzem hat ein befreundeter Koch ein 5 Gänge-Menü für 40 Personen gekocht. Ich durfte mithelfen, vorbereiten, Brot backen und anrichten. Hat super viel Spaß gemacht und ich hab wieder einiges dazugelernt. So habe ich auch die kandierten Zitronenschalen mit Fenchelsamen probieren dürfen und war total begeistert. Sie eignen sich unheimlich gut, um Soßen und Salate zu aromatisieren.

IMGP5016Zuhause habe ich sie mir dann allerdings in der blanken Variante hergestellt, denn Gewürze kann man ja auch nachträglich noch zufügen. Jetzt harren die knackigen Zitronenstückchen gut verschlossen in einem Schraubgläschen und warten auf ihre Bestimmung. Und ich hab auch schon was damit vor. Heute kommen sie in einer Zitronen-Petersilien-Soße zum Einsatz. Ich bin schon total gespannt und werde berichten.

IMGP5019Wie schon bei der Crostata al Limone wären Amalfizitronen auch diesmal natürlich wieder das Top-Produkt gewesen, aber die gibt es hier ja nur selten. Man kann den normalen Zitronen allerdings ein wenig von ihrer Bitterkeit nehmen, indem man sie 3 mal hintereinander blanchiert.

Kandierte Zitronenschalen

(Nach einer Idee von Jonah)

Zubereitung:

Zitronenschalen von 3 oder 4 Bio-Zitronen in schmale Streifen oder kleine Würfel schneiden. In kochendem Wasser 2 Minuten blanchieren. Das Kochwasser wegschütten und das ganze noch 2 mal wiederholen. Die Schalen in einer Schüssel mit ca. 4 TL Puderzucker mischen und auf ein Backblech verteilen. Im 80 Grad heißen Ofen trocknen lassen bis sie knackig sind oder bis sie fest und gummiartig sind, je nach Belieben. Das dauert ungefähr 2 Stunden.

(Nachtrag: Wem die Schalen zu hart sind, kann sie entweder kürzer trocknen oder in einer Kaffee- oder Gewürzmühle fein vermahlen.)

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Gemüsereis, Hülsenfrüchte und Zitronenricotta

Immer mehr Foodblogger werden zu Ottolenghi-Anhängern. Sophie von Cucina Piccina kocht sich fleißig durch sein neuestes Buch und Sarah von Sarah Satt ist bekennende Ottolenghi-Groupie. Auch ich habe mich bereits mehrmals durch sein Buch Genussvoll vegetarisch gelesen. Allerdings komme ich im Moment wenig zum Kochen. Deshalb blogge ich schon seit einer Weile aus meinem Archiv, weil nix wirklich Neues dazu gekommen ist. Also kann ich euch bisher leider noch keinen Ottolenghi vorstellen. Dafür aber ein ebenso vegetarisches Gericht, das sich ganz bestimmt mit denen von Ottolenghi messen kann.

IMGP4679Eigentlich war es aus Zutaten zusammengewürfelt, die ich sowieso daheim hatte, aber herausgekommen ist ein wirklich leckeres vegetarisches Essen an dem man sich total überfressen kann. Zumindest ist das mir passiert und anschließend hatte ich total Bauchweh. Manchmal hab ich’s nicht so mit Hülsenfrüchten, zumindest nicht in unbegrenzten Mengen. Ihr wisst was ich meine…

IMGP4691Gemüsereis, Hülsenfrüchte und Zitronenricotta

(Rezept von mir)

Zutaten für 3-4 Personen:

1 große Zwiebel klein gewürfelt
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 Möhre in kleine Würfel geschnitten
1 Prise Zucker
Basmatireis (eine gefüllte 250 ml-Tasse)
1 Aubergine
1/2 Fenchel
1 Zucchini
1 Zweig Rosmarin
2 Zweige Thymian
4 EL Zuppa di Contadina (Trockenmischung aus Emmer, Erbsen, weißen Bohnen)
2 EL rote Linsen
1/4 TL Natron
einige Zweige Petersilie, Blätter abgezupft und gehackt
4 EL Ricotta
Abrieb einer Zitrone und 1-2 EL Zitronensaft
3-4 gehäufte TL Baharat-Gewürz
1/2 Chilischote fein gewürfelt
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Für die Baharat-Gewürz-Mischung:

4 TL Schwarzer Pfeffer
4 TL Paprikapulver rosenscharf
2 TL Koriandersamen
1 TL Pimentkörner
1/2 TL Kardamomsamen (die inneren schwarzen Samen der grünen Kapseln)
2 TL Zimtpulver
1 TL Nelkenpulver
2 TL Muskat gerieben

Alle ganzen Samen ungefähr 5 min bei mittlerer Hitze in der Pfanne rösten. Nach dem Abkühlen im Mörser fein mahlen und mit den restlichen Gewürzen mischen. Die Mischung hält sich in einem Schraubglas mit Deckel ein paar Wochen lang frisch. Außerdem eignet sie sich auch wunderbar zu Lamm in Tomatensoße geschmort und sie gibt einer Bolognese-Tomatensoße ordentlich orientalischen Touch.

Zubereitung:

Aubergine in Würfel und Fenchel in Scheiben schneiden. Mit Salz, Pfeffer und 3 EL Olivenöl in einer Auflaufform vermengen. Rosmarin und Thymian zum Gemüse geben, die Form mit Alufolie abdecken und bei 200 Grad 15 min schmoren. Alufolie entfernen, gewürfelte Zucchini untermischen und alles nocheinmal 15 bis 20 min im Ofen backen bis das Gemüse weich und leicht angebräunt ist. Eventuell nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

IMGP4676In einem kleinen Topf Zuppa di Contadina Hülsenfrüchte (ersatzweise andere Hülsenfrüchte, die gleiche Garzeiten haben) mit der 3 fachen Menge Wasser gut bedecken, Natron zufügen und 25 min mit Deckel leicht köcheln lassen. Rote Linsen dazu geben und weitere 10 min zugedeckt köcheln. Die Körner und Hülsenfrüchte sollten noch leichten Biss haben bei Zugabe der roten Linsen. Wenn alles weich ist, die Mischung in einem Sieb kurz abtropfen lassen.

Während die Hülsenfrüchte köcheln in einem großen Topf Zwiebelwürfel in 1-2 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit einer Prise Zucker und einer noch größeren Prise Salz würzen, Knoblauch dazu und kurz mitbraten. Möhrenwürfel, Chiliwürfelchen und Basmatireis unterrühren und 500 ml Wasser angießen. Einmal aufkochen lassen und bei geschlossenem Deckel ca. 10 bis 12 min auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Wenn der Reis noch ein wenig Biss hat und das Wasser noch nicht ganz aufgesogen ist, den Herd ausschalten und den abgedeckten Reis gar ziehen lassen und mit Salz abschmecken.

Gebackenes Gemüse, abgetropfte Hülsenfrüchte, Zitronensaft und Baharat-Gewürz vorsichtig unter den Reis mischen. Den Reis in Schälchen oder auf einem Teller anrichten und mit Ricottaklecksen, geriebener Zitronenschale und gehackter Petersilie dekorieren. Etwas Olivenöl darüberträufeln und genießen!

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Orangen-Rhabarber-Käsekuchen

Die Zubereitungsmethode des Rhabarbers im Ofen fand ich bei diesem Rezept ganz besonders toll. IMGP4710Die Stücke werden dabei weich, gleichzeitig bekommen sie einen Hauch Orange, aber sie zerfallen nicht, weil man nicht rühren muss. Das Rhabarberkompott lässt sich auch super gut für andere Zwecke nutzen. Zum Beispiel in einem Trifle oder als fruchtig saure Beilage zu einer Crème brulée.

IMGP4717Um die Oxalsäure im Rhabarber zu entfernen kann man ihn vorher bissfest blanchieren. Dabei geht die Säure ins Kochwasser über. Allerdings ist die Säure für gesunde Menschen nur in wirklich großen Mengen schädlich. Aber wer will geht auf Nummer sicher und blanchiert immer, so verhindert man auch, dass der Rhabarber zu sauer ist. Vorsicht ist in jedem Fall bei Menschen mit Rheuma, Gicht und Nierenleiden geboten. Sie sollten Rhabarber meiden, genau wie Sauerklee, der seit kurzem auf meinem Balkon vergnüglich vor sich hinwächst und darauf wartet von mir verspeist zu werden.

IMGP4716Die Oberfläche des Kuchens ist mir optisch nicht so besonders gelungen, wahrscheinlich weil ich in den Schmand ein wenig des Rhabarbersirups gerührt habe und er dann beim Auftragen und Backen zu flüssig war. Eigentlich hätte es eine schöne gleichmäßig weiße Schicht auf dem Rhabarber sein sollen. Aber dem Geschmack tut das bestimmt keinen Abbruch. Ich fand den Kuchen jedenfalls sehr gut und wahnsinnig saftig. Bei mir ist vom Rhabarber noch etwas übrig geblieben und deshalb habe ich ihn einfach zum Kuchen dazu gegessen. Sehr lecker!

IMGP4729Orangen-Rhabarber-Käsekuchen

(Abgewandelt nach UK-Zeitschrift delicious, Ausgabe März 2011)

Als kleiner Hinweis: Dieser Kuchen ist etwas aufwändiger in der Herstellung, aber dennoch sehr lecker und super saftig!

Zutaten für eine 26-28 cm Springform:

Für das Rhabarber-Kompott:
800 g Rhabarber
1 Bio-Orange (Saft und Zesten)
50 g Zucker

Für den Boden:
75 g geschmolzene Butter
200 g Vollkorn-Butterkekse
2 TL Demerara-Zucker
etwas Butter zum Einfetten

Für die Quarkmasse:
350 g magerer Topfen
350 g Topfen 40%
4 EL Stärke
5 Eier
120 g Zucker
Abrieb einer Orange und 2 TL Saft
60 g geschmolzene Butter
Samen einer Vanilleschote

Für das Topping:
200 g Schmand
1 TL Zitronensaft

Zubereitung:

Den Ofen auf 110 Grad vorheizen. Rhabarberstangen waschen, die Enden abschneiden und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Den Rhabarber in kochendem Wasser sehr bissfest blanchieren und gut abtropfen lassen. Rhabarberstücke mit Orangensaft, -abrieb und Zucker auf ein Backblech geben. Das Blech mit Alufolie abdecken und im 110 Grad heißen Ofen ca. 20-30 min weich schmoren. Den Rhabarber abtropfen lassen. Den Saft zu einem dickflüssigen Sirup einköcheln und abkühlen lassen. Rhabarber und Sirup getrennt beiseite stellen.

Vollkornkekse in einem Mixer mittelfein hacken und mit Demerara-Zucker und geschmolzener Butter vermischen. Die Keksbröselmischung in eine gefettete Springform zu einem glatten Boden ohne Rand drücken. Bei 180 Grad ca. 10 min backen. Abkühlen lassen.

Topfen, Stärke, Eier, Zucker, Orangenabrieb, -saft, Butter und Vanillesamen in einer großen Schüssel gründlich mit dem Handmixer verrühren. Die Masse auf den Keksboden geben und bei 180 Grad ca. 35 min backen. Währenddessen Schmand mit Zitronensaft glatt rühren und beiseite stellen. Nach der ersten Backzeit die Rhabarberstücke nebeneinander in einer Schicht auf den noch heißen Kuchen legen und mit Schmandcreme bestreichen. Beim Belegen möglichst vorsichtig, aber zügig arbeiten damit der Kuchen nicht zusammenfällt. Den Kuchen weitere 15 bis 20 min bei 160 Grad backen. Stäbchenprobe!

Den Kuchen nach dem Abkühlen mit restlichem Sirup beträufeln und servieren. Buon Appetito!

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