Kartoffelsalat mit Salsa Verde

Das Gartenkoch-Event hat diesen Monat Kapern auf der Liste. Ich persönlich mag sie total gerne und finde, dass es einige Gerichte gibt, die ohne Kapern einfach nicht so gut schmecken wie mit. In Vitello tonnato dürfen sie zum Beispiel nicht fehlen oder in Olivenpaste.

Garten-Koch-Event März 2011: Kapern [31.03.2011]

In den letzten Tagen habe ich überlegt, welches Gericht mit Kapern, außer den oben genannten, ein absoluter Volltreffer war. Und da ist mir der Kartoffelsalat mit Salsa Verde aus dem „Kochen mit Jamie Oliver“-Buch eingefallen. Es ist das erste Kochbuch von Jamie und ich habe es ergattert, kurz nachdem es auf den Markt kam. Ich muß zugeben, ich war damals schon ein riesen Fan dieses Burschen. Seine unkomplizierte Art zu kochen hat mich von Anfang an begeistert und er trifft mit seinen Rezepten einfach immer meinen Geschmack. Durch diesen Kartoffelsalat bin ich ihm letztendlich total verfallen.

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IMGP3843Ein guter fränkischer Kartoffelsalat mit Essig-Öl-Dressing ist natürlich auch was Feines. In Mayonnaise erstickte Kartoffeln kommen mir dagegen nicht auf den Tisch! Jamie macht es aber mal ganz anders und läd die Kartöffelchen in ein Bad aus herrlich kräuter- und knoblauchlastiger Salsa Verde ein. Zum Reinlegen! Eine Kleinigkeit habe ich allerdings im Rezept geändert, denn mit Anchovis schmeckt der Salat natürlich nicht schlecht, ich bevorzuge ihn allerdings ohne die Fischbeigabe, wodurch meiner Meinung nach die anderen Zutaten besser zur Geltung kommen.

IMGP3834Kartoffelsalat mit Salsa Verde

(Abgewandelt nach Kochen mit Jamie, Jamie Oliver)

Zutaten für 3-4 Personen:

500 g festkochende Kartoffeln (am besten kleine neue Kartoffeln oder Bamberger Hörnla)
1 Knoblauchzehe
1 1/2 EL Kapern
1 1/2 EL Essiggurken
1 große Handvoll Petersilienblätter
1 kleines Bund Basilikum, die Blätter abgezupft
1 Handvoll Minzeblätter
1 EL Dijonsenf
2-3 EL Rotweinessig
ca. 6 EL Olivenöl
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

IMGP3822Zubereitung:

Die Kartoffeln weich kochen, schälen und die kleinen ganz lassen, große halbieren oder vierteln.

Für die Salsa Verde alle festen Zutaten fein hacken, in eine Schüssel geben, Senf und Rotweinessig zugeben. Dann das Olivenöl einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Pfeffer und Salz würzen und mit Rotweinessig abschmecken.

Die noch warmen Kartoffeln mit der Salsa vermischen und gut durchziehen lassen. Den Salat servieren wenn er Zimmertemperatur angenommen hat. Guten Appetit!

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Papayasalat mit gebratenem Halloumi

Die Sommerlaune hat mich gepackt und ich hab mir mal wieder ein leckeres Salätchen gegönnt. Die Papaya hatte ich eigentlich für ein Dessertrezept gekauft. Ich bin aber einfach nicht dazu gekommen es zu machen und deshalb fristete die Exotenfrucht ihr Dasein als Anschauungsobjekt im Obstkorb. So pur mag ich die nämlich eigentlich gar nicht essen, bin eher der Mangotyp. Also musste schleunigst eine Idee her. Spontanes Brainstorming hat mir diesen bunten und total leckeren Salat beschert!

IMGP3316Die Mischung aus süß fruchtig scharfer Papaya, würzigem Käse und knackigem Salat ist absolut zum Reinlegen. Der Sommer kann kommen, denn ich hab nun ein neues und schnell gemachtes Salatgericht in petto. Genau das Richtige für milde Temperaturen und Sonne!

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Papayasalat mit gebratenem Halloumi

(Rezept von mir)

Für 2 Personen:

½ reife Papaya
4 Zweige Thymian
¼ Chilischote fein gehackt
300 g Halloumi-Käse
je 1 Handvoll Feldsalat, Kopfsalat und Radiccio
2 EL weißer Balsamico
1 TL Feigensenf
2 EL Olivenöl
2 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Papaya schälen, entkernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. 1 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, die Papaya-Würfel, Thymianblättchen und Chili dazu geben und 2 Minuten pfannenrühren. Anschließend abkühlen lassen.

Für das Dressing 2 EL weißen Balsamico mit 1 TL Feigensenf vermischen. Langsam und unter Rühren 2 EL Olivenöl in die Essigmischung einträufeln lassen. Das Dressing mit Salz und Pfeffer abschmecken. Salat mit Dressing vermischen und auf einem Teller anrichten. Angebratene Papayawürfel darauf verteilen.

Anschließend den Halloumi in Scheiben schneiden und in einer Gusseisenpfanne in 1 EL Rapsöl braun anbraten. Käse auf dem Salat anrichten. Guten Appetit!

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Fladenbrot aus der Pfanne

Weil Alex von Chef Hansen, der Homemade Hot Chocolate-Verweigerer, mir sonst noch verhungert hab ich mal flugs ein Gericht nach seinem Gusto aus dem Ärmel geschüttelt. Den Chef darf man nämlich nicht verhungern lassen, das müsst ihr euch merken ;-)!

IMGP2461ganzAußerdem geht ja bei uns Deutschen nix über Brot und wenn’s dann auch noch so pfannenfrisch daher kommt kann ich mich selbst nicht mehr zurück halten! Ich hoffe der Chef auch nicht! Für mich reicht dann lediglich ein gutes Olivenöl mit ein wenig Fleur de Sel zum Tunken und ich bin seelig. Die bösen Kohlenhydrate sind garantiert gaaaaanz bestimmt schon in der Pfanne verpufft.

IMGP2474ausschnitt

Fladenbrot aus der Pfanne

(Nach einer Idee und einem Rezept vom Kleinen Kuriositätenladen. Ich habe das Rezept vom Bretonischen Brot dafür genommen und nach Stephs Anleitung einfach mit etwas Öl und Rosmarin in der Pfanne gebraten.)

Reicht für ca. 6-8 Fladen

Vorteig:

125 g Weizenmehl Type 550
125 g Roggenmehl Type 997
10 g Hefe
175 g lauwarmes Wasser

Hauptteig:

250 g Weizenmehl Type 550
250 g Roggenmehl Type 997
gesamter Vorteig
10 g Hefe
2 TL Salz
350 g lauwarmes Wasser

Für die Zubereitung:

Olivenöl, Salz und ein paar Zweige Rosmarin

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Zubereitung:

Für den Vorteig die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen und zum Mehl geben. Mit der Küchenmaschine zu einem relativ feuchten Teig verkneten. Die Schüssel verschließen oder mit Frischhaltefolie abdecken und 6-10 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Nach der Gehzeit die Hefe für den Hauptteig in lauwarmem Wasser auflösen und mit den restlichen Zutaten verkneten. 1 Stunde abgedeckt wieder bei Raumtemperatur oder auf der Heizung gehen lassen. (Ich habe den Hauptteig am Vorabend hergestellt und dann ca. 24h gehen lassen, weil es anders sonst nicht in meinen Zeitplan gepasst hätte. Das hat auch wunderbar funktioniert.)

Nach der Gehzeit den Teig auf ein mit Mehl bestäubtes Brett geben und in 6- 8 Teile teilen. Kugeln daraus formen und ungefähr einen Zentimeter dick zu Fladen ausrollen. Mit etwas Mehl bestäuben, einem Küchentuch abdecken und eine halbe Stunden ruhen lassen.

In einer großen Gußeisenpfanne 1/2 bis 1 EL Olivenöl erhitzen und die Fladen einzeln bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun backen. Das dauert ca. 8 bis 10 min pro Fladen. Nicht zu viel Öl nehmen, sonst werden die Fladen eher frittiert als gebacken. Vor dem ersten Wenden das Fladenbrot mit Meersalz bestreuen und mit Rosmarinzweigen bestücken.

In Alufolie gewickelt bis zum Servieren im Ofen bei 60 Grad warm halten.

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Homemade Hot Chocolate

Nichts geht über selbstgemacht und wenn es dann auch noch so schnell, einfach und unkompliziert ist wie dieser Homemade Chocolate-Mix, dann bin ich einfach hin und weg! Entdeckt habe ich das Rezept auf diesem italienischen Blog. Zum Glück wird eine englische Übersetzung gleich mitliefert. Mein Italienisch ist trotz Kurs leider noch ungenügend.

IMGP3048Kennt ihr diesen unbändigen Jeeper, wenn grad keine Schokolade im Haus ist und schon alle Geschäfte geschlossen haben? Wenn sowas passiert, dann bin ich ungenießbar und wander rastlos in der Wohnung umher, bis etwas gefunden ist, das Abhilfe schafft. Da ist es nicht verkehrt genau diesen Schoki-Mix im Haus zu haben. Ich nenn ihn auch heimlich meine Medizin, aber pssst…nix verraten!

IMGP3531Wer ein wenig Abwechslung in seiner heißen Schoki mag, kann sie mit etwas kandiertem Ingwer, getrockneter Orangenschale oder Chili pimpen. Als Geschenk eignet sich der Schokomix natürlich auch ganz wunderbar. In ein Glas mit Schnappverschluß gefüllt, ein schönes Band und eine kleine Gebrauchsanweisung dran und fertig ist die Seelentröster-Medizin zum Überreichen.

IMGP2991Homemade Hot Chocolate

(Nachtrag: Die Schokolade und den Zucker in 2 Etappen mixen. Wenn die Schokolade verklebt, dann zuerst am Mixerboden, wo sich das Messer befindet. Deshalb Stecker raus und mal mit einem Löffel unter den Schoko-Zucker-Mix fahren, um zu testen, ob die Schokolade verklebt ist. Falls jemand die 70%ige Lindt-Schokolade verwenden möchte, dann empfehle ich die milde Variante. 70% Intensiv wäre mir persönlich zu sauer und zu herb.)

Zutaten:

200 g 70%ige beste Schokolade
(mindestens Lindt oder besser noch Michel Cluizel oder Valrhona)
150 g Kakaopulver ungesüßt
40 g Rohrzucker
80 g Zucker
150 g Kartoffelstärke

IMGP3049Zubereitung:

Im Mixer (Moulinette, evtl. in Etappen auch in der Kaffemühle) Schokolade und Zucker fein mahlen. Die Schokolade darf dabei nicht überhitzen sonst fängt sie an zu schmelzen und zu verkleben. Deshalb in kurzen Pulsen und nicht zu lange mixen. Kakao und Stärke unterrühren und in ein verschließbares Glas geben. Dunkel, kühl und trocken lässt sich der Schoki-Mix einige Wochen lagern.

Herstellung der heißen Schoki:

Für eine cremig heiße Schokolade 2 EL der Schoko-Mischung in 200 ml Milch geben und unter Rühren langsam erwärmen, bis sich das Pulver auflöst und die Schokolade durch die Stärke leicht andickt. Am besten geht das finde ich mit einem kleinen Schneebesen.

Varianten:

– 1 TL kandierter fein gehackter Ingwer in der Milch miterhitzen.

– 1 TL getrocknete und gemahlene Orangenschale in die heiße Schoki einrühren. Zum Trocknen Orangenabrieb bei 50 Grad in den Ofen schieben und ab und zu den Trockengrad prüfen.

– eine Prise Chili in die Schoki rühren, für die, die es gerne hot mögen.

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Arance mit rotem Pfeffer

Nachdem ich beim Demeterstand auf dem Markt verschiedene Orangensorten entdeckt habe, sind mal wieder viel zu viele im Einkaufskorb gelandet. Bei Neuentdeckungen oder wenn mich Farben und Formen von Obst und Gemüse in ihren Bann ziehen, kann ich mich nur schwer zurück halten.

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Leider sind wir nur ein Zwei-Personen-Haushalt und für derartige Mengen nicht vorbereitet. Zumindest unsere Mägen nicht! Deshalb kommt es vor, dass sich einige Orangen im Kühlschrank stapeln. Es musste also schleunigst ein Rezept her um zu verhindern, dass die guten Dinger schlecht werden!

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Da ist mir eingefallen, dass ich vor kurzem bei Robert das äußerst verführerisch aussehende Arance gesehen habe. Zunächst erscheint es wie ein gewöhnlicher Obstsalat aus Orangen, aber Robert würde doch nie sowas banales herstellen und das dann auch noch als sein Lieblingsdessert in der Orangenzeit bezeichnen. Nein, hier handelt es sich um Orangenfilets, die eine Mazeration durchlaufen und dabei ungeahnte Geschmackswelten zutage fördern. Um dem Ganzen einen Extra-Kick zu geben habe ich noch ein paar rote Pfefferkörner darauf gestreut und farblich sah das auch ganz wunderbar aus.

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Spontanerweise hatte ich dann am nächsten Tag zwei Gäste zum Abendessen im Haus und war heilfroh über den Orangenüberschuß vom Markt. Das Arance hatte bis dahin genug Zeit zum mazerieren, nämlich etwas über 24h und es hat meinen Gästen und mir formidable geschmeckt.

Arance

(abgewandelt nach lamiacucina)

Zutaten für 4 Personen:

3 Navel Bio-Orangen
1 Cara Cara Orange
2 Bio-Halbblutorangen (Tarokko)
1/2 Zitrone
abgeriebene Schale einer Biozitrone
3 EL Zucker
1-2 TL rosa Pfefferkörner

Zubereitung:

Die Schale der Halbblutorangen mit einer feinen Reibe abreiben und aufheben. 1 Navel, 1 Cara Cara und die beiden Halbblutorangen mit einem scharfen Messer filetieren. Dabei die Enden der Orangen bis aufs Fruchtfleisch abschneiden. Dann die Orange auf den Anschnitt stellen und rundherum die Schale mitsamt dem Weißen runterschneiden. Mit dem Messer vorsichtig an den Häuten entlang einschneiden und so die Filets herauslösen.

Kollage1

Die Filets abwechselnd in eine Schale schichten. Die abgeriebene Zitronen- und Orangenschale und den Zucker darüberstreuen. Die beiden übrigen Navel Orangen und die halbe Zitrone auspressen und über die Filets giessen. Pfefferkörner daraufstreuen. Abgedeckt im Kühlschrank mindestens 24h durchziehen lassen.

Vor dem Servieren eine halbe Stunde aus dem Kühlschrank nehmen. Falls das Dessert etwas gehaltvoller sein soll kann man natürlich auch ein, zwei Kugeln Vanilleeis dazu servieren.

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