Beerenblechkuchen mit Olivenöl

Frische Beeren im Sommer find ich ja immer ganz besonders klasse! Ich hatte sogar mal eine Zeit, in der ich mindestens ein Kilo Erdbeeren pro Woche verdrückt habe, weil ich gar nicht genug davon bekommen konnte. Und jedesmal wenn die Beerenzeit vorbei ist hab ich ein paar Tränen in den Augen, weil es so unheimlich lange dauert bis sie in Deutschland wieder reif und frisch an den Marktständen zu haben sind.

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Um im Winter nicht gänzlich auf die leckeren Beeren verzichten zu müssen kaufe ich sie gerne tiefgekühlt, wie bei der Panna Cotta mit Himbeer-Coulis. Einen eigenen Garten habe ich ja bisher leider noch nicht, um mir selbst einen Tiefkühlvorrat zuzulegen, aber zur Zeit finde ich die Qualität der gekauften Tiefkühlbeeren auch ganz gut. Und deshalb habe ich diesen fantastischen Beerenblechkuchen von Jamie Oliver gebacken.

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Das Besondere daran ist das Olivenöl, das den Teig super saftig macht und ihm eine ganz besondere Note verleiht. Ich habe mich dabei für ein sehr gutes und mildes Öl aus Kreta entschieden. Und ich denke, dass man bei diesem Kuchen und auch generell bei Olivenöl und anderen Ölen immer auf hochwertige Qualität zurückgreifen sollte. Bei Geschmack und Inhaltsstoffen gibt es da sehr große Unterschiede und gerade in kalten Speisen und bei denen die vom Öl dominiert werden finde ich es ganz besonders wichtig, genau wie bei diesem Rezept.

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Beerenblechkuchen mit Olivenöl

(Abgewandelt nach Genial italienisch, Jamie Oliver)

Zutaten:

4 große Eier zimmerwarm
270 g Zucker
180 g zerlassene Butter
100 ml bestes Olivenöl
150 ml Milch zimmerwarm
1 Vanilleschote
400 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Abrieb von 2 Bio-Zitronen
Abrieb von 2 Bio-Orangen
600 g gemischte Beeren (tiefgekühlt oder frisch)
1 EL Vanillezucker

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Zubereitung:

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen (Ober-Unterhitze). Die Beeren aus dem Tiefkühler nehmen und in einer Schüssel mit 1 EL Vanillezucker vermischen und antauen lassen.

Eier und Zucker in eine große Schüssel geben und mit dem Handrührgerät 3 min lang zu einer schaumigen hellen Creme schlagen. Die geschmolzene Butter, das Olivenöl, die Milch und das Vanillemark gründlich untermischen.

Mehl, Backpulver, Salz vermischen und zusammen mit dem Abrieb der Zitrusfrüchte mit einem Holzlöffel gründlich unter die Creme rühren.

Den Teig 10 min quellen lassen, dann auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben, gleichmäßig verteilen und glatt streichen.  Die Beeren darauf verteilen und bei 175 Grad ca. 45 min backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen ob der Teig durch ist. Es darf nach dem Herausziehen kein feuchter Teig am Holz haften bleiben.

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Gebackener Ziegenkäse mit Oliventapenade

Wie ich bereits beim Ziegenkäse-Soufflé berichtet habe, bin ich unverhofft zu französischem Ziegenkäse gekommen. Für das Soufflé gingen dabei 2 kleine Weißschimmelkäse drauf . Ein Käse ist allerdings übrig geblieben, über den ich mir ganz schön den Kopf zerbrochen habe. Er hatte außen eine dicke Schicht übelsten Grünschimmel und einen zu intensiven Geruch für meinen Geschmack! Ziegenkäse ist ja sowieso schon immer sehr aromatisch, aber dieser Käse hat alle bisher Dagewesenen getoppt. Ich war also sehr skeptisch, ob ich mich da ran traue. Leider habe ich keine Bilder vom Käse im ungebackenen Zustand gemacht, aber glaubt mir er war komplett grün!

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Das Ende vom Lied seht ihr allerdings auf den Bildern! Und ja, ich habe den ganzen Käse alleine aufgegessen! Er war so unglaublich lecker, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Durch das Backen hat er den fiesen Ziegen- und Schimmelgeruch völlig verloren und er ist mir förmlich auf der Zunge zergangen! Gewürzt mit ein bißchen Knoblauch, eine schnell zubereitete Oliventapenade und ein paar Scheibchen knuspriges Brot dazu und schwupp war der Käse weg!

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Gebackener Ziegenkäse mit Oliventapenade

Zutaten für 2 Personen:

120 g Kalamata-Oliven entsteint
1 EL Kapern aus dem Glas
1 Sardellenfilet
2 confierte Knoblauchzehen  (alternativ: 1 frische)
1 TL rote Peperoni gehackt
je eine kleine Handvoll Basilikum- und Petersilienblätter
4 EL Olivenöl
200-250 g weicher Ziegenkäse mit Schimmel (z.B. Blau-oder Grünschimmel)
geröstetes Krustenbrot

Zubereitung:

Ich habe an der Oberseite die äußere Schicht des Käses entfernt, da ich nicht ganz so viel Grünschimmel haben wollte. Alternativ kann man den Käse an der Oberfläche auch kreuzweise einschneiden und die Ecken der Rinde nach außen klappen, sodass das Innere des Käses sichtbar wird. Den Käse auf ein Backpapier legen und auf der Oberseite eine zerdrückte Knoblauchzehe und 1 EL Öl verteilen. Käse mit Backpapier in eine ofenfeste Form geben, die ungefähr den Durchmesser des Käses hat, damit er beim Backen nicht verläuft. Den Backofengrill vorheizen.

Für die Oliventapenade die Oliven, Kapern, Sadellen, 1 Knoblauchzehe, Basilikum, Petersilie und 3 EL Öl mit dem Pürierstab mixen. Die gehackte Peperoni unterrühren und die Tapenade in ein Servierschälchen geben.

Den Käse unter dem Grill 3-5 min goldbraun rösten. Mit Oliventapenade und Krustenbrot zum dippen servieren.

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Blumen im Foodblog – Traubenhyazinthen

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Auf dem Markt habe ich mir vor kurzem zwei Stöckchen Traubenhyazinthen gekauft. Am Anfang waren es nur eingepflanzte Zwiebeln mit ganz kleinen Trieben.

IMGP2649Aber oh Wunder, in den kleinen Hyazinthen-Zwiebeln steckt so viel Lebenskraft, dass sie innerhalb weniger Tage ihre ganze Pracht zeigen.

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Jeden Tag auf’s Neue konnte ich beobachten wie sie in die Höhe wuchsen und erblühten! Das fand ich so toll, dass sie mir flugs mal schnell Model standen mußten.

Die Frühjahrslaune steigt!

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Scharfe Linsensuppe mit Zitronen-Kokos-Duft

Heute eröffne ich mit dieser Suppe mal die Curry-Saison. Klar, für Curry gibt es natürlich keine Saison. Ich möchte euch damit lediglich darauf vorbereiten, dass es hier bei Pi mal Butter in nächster Zeit das ein oder andere Gericht mit Curry geben wird.

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Neben dieser leckeren Linsensuppe möchte ich Euch demnächst auch 2 süße Varianten mit Curry zeigen, die ich in einem tollen Curry-Kochbuch (Im siebten Curry-Himmel) bei einer Freundin entdeckt habe. Ich fand die Mischung aus Süß und Curry sehr interessant. Dazu gibt es dann noch den ein oder anderen Tipp was sich mit einem sogenannten Dessertcurry noch alles anstellen lässt. Das alles aber erst in den nächsten Posts.

Curry in deftigen Gerichten ist natürlich jedem bekannt, wobei: Curry ist nicht gleich Curry. Bei Madavanilla, einem Online-Shop mit den allerbesten Vanilleschoten der Welt, den ich vor 2 Jahren auf der Slow Food Messe kennengelernt habe, gibt es neben Vanille verschiedene Pfeffersorten, Salzarten, Kräuter und natürlich auch einige außergewöhnliche Curry-Mischungen.

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Bei der letzten Vanille-Bestellung hab ich mir zum Test mal 2 Sorten Curry mitgeordert. Die Sorte Curry Java zitronig & fruchtig enthält Koriander, Kurkuma, Bockshornklee, Ingwer, Nelke, Paprika, Kreuzkümmel, Zitronenschale, Zitronengras, Zitronenpulver (Zitrone, Malzzucker), Lorbeerblätter, Kardamom und Muskatnuss und gibt der scharfen Linsensuppe einen extra Zitruskick. Natürlich kann auch eine gängige Currymischung verwendet werden. Die frische Zitronenschale im Rezept gibt sicherlich genug Zitronenduft.

Das Rezept stammt übrigens aus einem tegut-Supermarkt-Heftchen und ist ratz fatz zubereitet. Es eignet sich also toll als schnelles Abendessen und ist obendrein auch noch gesund, denn Hülsenfrüchte liefern wertvolle Aminosäuren und Mineralien und machen aus einem fleischlosen Gericht eine gehaltvolle Mahlzeit.

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Scharfe Linsensuppe mit Zitronen-Kokos-Duft

Zutaten:

1 rote Chilischote
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 EL Rapsöl
200 g rote Linsen
1 TL Currypulver (z.B. Java Curry mit Zitronengras, Zitronenschale, erhältlich bei Madavanilla)
700 ml Gemüsebrühe
1/2 Bio-Zitrone
400 ml Kokosmilch
1 EL frisches Koriandergrün
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Chilischote fein hacken. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Alles in Öl anschwitzen, Linsen und Curry zufügen. Kurz andünsten, dann Gemüsebrühe dazu gießen und aufkochen lassen. Mit Deckel bei milder Hitze ca. 20 min köcheln lassen.

Schale einer halben Zitrone abreiben und Saft auspressen. 1 TL Zitronenabrieb als Deko aufheben. Restlichen Abrieb zusammen mit 2 TL Saft und Kokosmilch zur Suppe geben und alles fein pürieren bis die Suppe leicht schaumig wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe je nach Geschmack durch einen Sieb passieren. und mit Zitronenschale und Korianderblättchen bestreut servieren.

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Cranberry-Ingwer-Scones

Scones, wer hat’s erfunden? Die Engländer! Wann wird’s genossen? Zur Tea Time!

Mal ein Gläschen grüner Tee oder Pfefferminz find ich schon ganz lecker, aber Tee gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen Favoriten. Ich treib mich auf dem Heißgetränke-Sektor dann doch lieber in italienischen Gefilden herum. Deshalb mach ich einfach eine italienisch-englische Freundschaft draus und genieße zu den süßen verführerisch duftenden Scones einen großen Cappuccino mit herrlichem Milchschaum. Und weil’s noch nicht genug multikulti ist, geb ich noch ein wenig Ricotta und leckeres Apfelgelee vom fränkischen Apfelbauern oben drauf.

So und nun bitte nicht stören! Ich bin grad am Genießen meiner italienisch-englisch-fränkischen Liaison…

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Das Grundrezept stammt wieder mal von Stephs kleinem Kuriositätenladen und ist so wandelbar und einfach, dass man die Scones sogar am Wochenende mal schnell zum Frühstück zubereiten und ofenfrisch genießen kann.

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Cranberry-Ingwer-Scones

Zutaten für 8 Stück:

250 g Mehl
1 ½ TL Backpulver
1 EL Zucker
60 g Butter
40 g kandierter Ingwer grob gehackt
40 g gezuckerte getrocknete Cranberries grob gehackt
110 ml Milch

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Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten mischen und Butter in Stückchen einarbeiten bis sich Krümel bilden. Cranberries und Ingwer zufügen und zusammen mit Milch zu einem glatten Teig kneten. Rund ausrollen bis zu einer Dicke von 2 cm und in 8 Tortenstücke teilen. (Wundert euch nicht, ich habe den Teig nur in 6 Stücke geteilt, weil ich das Rezept verringert habe.) Die Stücke auf einem mit Backpapier belegten Backblech bei 200 Grad 10-15 min backen bis die Scones leicht gebräunt sind und an den Seiten aufreißen.

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