Indisch Kochen Teil 4

Heute gibt’s den letzten Teil des indischen Kochabends mit Kartoffeln gefülltem Spinatfladenbrot und Gewürzreis. Das Spinatfladenbrot ist der absolute Hammer! Leicht herb durch den Spinat und lecker herzhaft und würzig gefüllt. Um dem Herben einen passenden Gegenpart zu verleihen hab ich es mit fruchtigem Mangochutney aus Indisch Kochen Teil 1 kombiniert! Ein Traum sag ich und süchtigmachend noch dazu! Wer das Indien Kochbuch von Pushpesh Pant besitzt darf sich nicht wundern, denn für das Fladenbrot habe ich 2 Rezepte miteinander kombiniert.

SpinatfladenbrotZum leckeren Gewürzreis passt das Tomatencurry wie die Faust auf’s Auge. Das Rezept hierzu findet ihr in Teil 3 der Indisch Kochen-Reihe.

Tomatencurry mit Reis

Pikanter gebratener Reis
(Bhagara Bhaath)

Zutaten für 6 Personen:

500 g Basmatireis, abgespült und abgetropft
70 g Ghee
1 Zwiebel in Würfel
1/2 TL fein geriebener Ingwer
1/2 TL fein geriebener Knoblauch
6 grüne Kardamomkapseln
6 Gewürznelken
1 Zimtstange
Salz

Zubereitung:

Zwiebeln in Ghee weich dünsten, dann Ingwer und Knoblauch dazu und anschwitzen. Gewürze und Salz hinzufügen und ca. 2 min anbraten. Den Reis zugeben und weitere 2 min mitbraten. So viel Wasser zugießen, dass der Reis 4 cm hoch bedeckt ist und gut umrühren. Deckel halb auflegen, zum Kochen bringen und bei mittlerer bis schwacher Hitze halb weich kochen. Anschließend die Hitze weiter reduzieren und noch ca. 10 bis 15 min quellen lassen. Den Reis mit einer Gabel auflockern und servieren.

Gefülltes Spinatfladenbrot
(Aloo ka Paratha und Palak Paratha)

Zutaten für 5 Stück:

Brot:
600 g Spinat in Salzwasser blanchiert und ausgedrückt
500 g Dinkelvollkornmehl oder Weißmehl
1/4 TL Salz
eine Prise Chilipulver

Füllung:

300 g Kartoffeln weich gekocht und gepellt
1 1/2 EL fein geriebener Ingwer
3 grüne Thai-Chilis, fein gehackt
1 EL Koriandergrün gehackt
Salz

Ghee zum Ausbacken

Zubereitung:

Den Spinat im Mixer fein pürieren. Spinat mit Mehl, Salz und Chili und gegebenenfalls etwas Wasser zu einem weichen Teig verarbeiten. Abgedeckt 30 min ruhen lassen.

Für die Füllung die weich gekochten Kartoffeln mit den restlichen Zutaten zerstampfen.

Den Teig in 10 gleich große Portionen teilen, zu Bällchen formen und anschließend zu runden Fladen mit ca. 15 cm Durchmesser ausrollen. In die Mitte einen Klecks Füllung geben und einen zweiten Fladen darüberlegen. Ränder gut andrücken und mit einer Teigrolle zu Fladen von ca. 18 cm ausrollen.

In einer Eisenpfanne etwas Ghee erhitzen und bei mittlerer Hitze die Fladen golbraun ausbacken. Beim Wenden erneut etwas Ghee hinzufügen. Heiß oder lauwarm servieren.

 

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Indisch Kochen Teil 3

Heute kommt der Gemüseteil des Indischen Kochabends dran. Freut euch auf Auberginen in Joghurtsoße, Blattkohl aus Kaschmir und ein hammermäßiges scharfes Tomatencurry.

Alle Rezepte sind wie in Teil 1 angekündigt aus dem Kochbuch Indien von Pushpesh Pant. Tina von Foodina köchelt auch schon fleißig aus diesem umfangreichen Buch und eine weitere Rezension findet ihr bei Valentinas-Kochbuch.

Auberginen in JoghurtsoßeFür mich als bekennende Auberginenliebhaberin musste natürlich ein Auberginengericht am indischen Abend auf den Tisch und die Kombination mit erfrischendem Joghurt und leckeren Gewürzen fand ich total super. So ein ähnliches Rezept habe ich früher schon öfter mit Basmatireis zubereitet. Es eignet sich also auch ganz wunderbar als Hauptgericht, dazu ein wenig Reis, Couscous oder Fladenbrot und ihr könnt es euch gut gehen lassen.

Blattkohl

Um die Gemüseauswahl noch etwas zu erweitern habe ich mich für ein scharfes Blattkohlgemüse entschieden. Ich habe dafür ein Stängelgemüse aus dem Asialaden besorgt, dass sich als leicht bitter entpuppt hatte, aber nicht unangenehm. Fragt mich aber bloß nicht wie das hieß. Das hatte einen sehr exotischen Namen, den ich mir beim besten Willen nicht merken konnte. Sehr gut eignen würde sich sicherlich auch Cime di Rapa oder zur Not Pak Choi. Als Alternative könnte ich mir natürlich auch Brokkoli gut vorstellen.

In erster Linie ging es mir bei diesem Rezept um die grüne Farbe, denn die Auswahl am Tisch soll einen ja schließlich animieren alles zu probieren. Und nicht zu vergessen: Grünes Gemüse ist besonders gesund! Eigentlich sollte man davon jeden Tag etwas zu sich nehmen, deshalb versuche immer mal wieder einen grünen Smoothie in meine Ernährung einzubauen. In Kombination mit Obst sehr zu empfehlen!

Tomatencurry

Ein absolutes Highlight am indischen Abend war für mich das scharfe Tomatencurry. Beim Durchlesen des Rezepts hätte ich nie gedacht, dass mir das Gericht so dermaßen gut schmeckt. Es hört sich ja auch nicht unbedingt besonders spektakulär an. Tomaten mit Gewürz eben. Aber das besondere für mich ist das Ghee darin. Das solltet ihr beim Nachkochen auf keinen Fall weglassen, das hebt den Geschmack in ganz andere Sphären. Das Geheimnis ist wohl die Kombi Tomate mit Butter, was mich dabei so entzückt grinsen lässt. Das hat schon damals meine Mutter gewusst, die mir immer mein geliebtes Tomatenbutterbrot geschmiert hat. Hier gilt ebenso wie bei den Auberginen, dass es sich mit Reis in der Kombi auch gut als leckeres Hauptgericht eignet. Und nicht irritieren lassen. Die Zimtstange gehört eigentlich zum Reisrezept, das ich euch im nächsten und letzten Indisch Kochen Teil zusammen mit einem unschlagbaren Spinatfladenbrot zeigen werde.

Tomatencurry mit Reis

Auberginen in Joghurtsoße
(Dahi ke Baigan)

Zutaten:

2 Auberginen in Längsspalten geschnitten
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 große Prise Chilipulver
1/2 TL Gelbwurz/Kurkuma
2 TL fein geriebener Ingwer
2 TL fein geriebener Knoblauch
200 ml Naturjoghurt oder griechischer Joghurt
1 kleine grüne Thai-Chilischote
Salz, Pfeffer, Öl/Ghee

1 große Prise Asantpulver
1 TL Senfkörner
10 Curryblätter

Zubereitung:

Die Auberginenspalten mit meiner Lieblingsgarmethode für Auberginen in der Pfanne garen. D.h. in etwas Öl mit geschlossenem Deckel und bei mittlerer Hitze von allen Seiten rundherum gut gebräunt anbraten. Falls die Auberginen dann noch nicht weich sind, den Herd auf kleinste Stufe stellen und die Auberginen mit Deckel noch etwas nachziehen lassen. Falls sich zu viel Flüssigkeit bildet, den Deckel abnehmen. Auberginen warm halten.

Knoblauch, Ingwer und alle Gewürze in etwas Öl oder Ghee weich dünsten. Joghurt zugeben, leicht erwärmen und die Aubeginen unterheben. Abschmecken und Servieren.

Blattkohl aus Kaschmir
(Haak)

Zutaten:

1 Prise Asantpulver
1/2 TL Chilipulver
1 TL gemahlener getrockneter Ingwer
2 rote Chilischoten
1 kg Blattkohl in Streifen geschnitten
1 TL Garam Masala
Salz, Pfeffer, Öl

Zubereitung:

Asantpulver in etwas Öl in einer Pfanne 30 sec leicht bräunen. Restliche Gewürze und Blattkohl dazu geben. Bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel den Kohl weich dünsten. Gelegentlich umrühren. Wenn der Kohl weich ist sollte noch ein wenig Flüssigkeit in der Pfanne sein. Abschmecken und Servieren.

Scharfes Tomatencurry
(Tamatar ka Kut)

Zutaten:

1 Tomatendose 800g
1 TL fein geriebener Ingwer
1 TL fein geriebener Knoblauch
25 Curryblätter getrocknet
1 TL Bockshornkleesamen
3 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL Senfsamen
1/2 TL  Schwarzkümmelsamen
4 getrocknete rote Chilis
2 EL Ghee
2 Zwiebeln in Würfel geschnitten
1 TL Gelbwurz
1 TL Chilipulver
1 EL Kichererbsenmehl geröstet
Salz, Pfeffer, Prise Zucker

Zubereitung:

In einem Topf die Zwiebelwürfel in etwas Ghee weich dünsten. Ingwer und Knoblauch dazu und ebenfalls weich dünsten. Tomatendose zugeben und aufkochen. Das Kichererbsenmehl in 2 EL kaltem Wasser auflösen und zu den Tomaten geben. Die Soße ca. 10 min bei leichter Hitze einköcheln lassen.

In einer Pfanne in etwas Ghee alle Gewürze 3 min unter Rühren braten und zu den Tomaten geben. Alles gut verrühren und Abschmecken. Servieren.

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Insalata Primavera – Frühlingssalat mit Erbsen und Ziegenkäse

IMGP7037Da ich noch nicht genug von Ziegenkäse habe und der Markt gerade die zartesten Pflänzchen, die die Welt gesehen hat, im Angebot hat, gibt es heute einen wunderhübschen und ebenso leckeren Salat. Mit ein paar Handgriffen zubereitet und die wohl zarteste Versuchung im Frühling!

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Insalata Primavera

Zutaten für ca. 2 Personen:

eine mittlere Schüssel junge Salatblätter von rotem Mangold oder roter Beete, oder auch Babyspinat
eine große Handvoll Erbsen TK (sehr gut z.B. von Alnatura) oder frisch, in Salzwasser bissfest blanchiert
1/2 rote Zwiebel in feinen Würfeln
Balsamico bianco
Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 TL Honig
1 Stück einer Ziegenfrischkäserolle

Alles in einer Schüssel zu einem Salat mischen, abschmecken und den Ziegenkäse darüber bröseln. Buon Appetito!

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Burrata mit Zitronenmangold und Rote Beete-Salat

Der erneute Wintereinbruch muss irgendwie überbrückt werden und deshalb zaubere ich hiermit einfach ein wenig Farbtherapie auf den Teller. Heute also Gemüse satt und so farbig bunt, dass man wohl kaum widerstehen kann. Ich liebe diese Kombi aus herrlich weicher und sahniger Burrata, ein mit Sahne gefüllter Mozzarella und lauwarm zitronigem Mangold. Unbedingt kaufen, wenn ihr so einem Prachtexemplar von Burrata begegnet.

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IMGP7687Ein weiteres Highlight für mich ist Rote Beete mit Ziegenkäse. Das mundet einfach ganz vorzüglich! Früher habe ich Ziegenkäse gar nicht gemocht, heute dafür umso mehr!

Jedes dieser beiden Gerichte eignet sich einzeln als Vorspeise oder im Rahmen eines gemischten Antipastitellers. Auf jeden Fall hat man ein “Ahhh” und ein “Ohhhh” schon allein wegen der Farben sicher. Und dabei ist es ganz fix gemacht!

Burrata mit Zitronenmangold

Zutaten für 2 Personen:

2 Burrata-Kugeln
1 kleiner Bund Mangold (probiert auch mal den Farbigen)
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, schwarzer Pfeffer
etwas Zitronensaft und Abrieb

Zubereitung:

Die Mangoldstiele in kleine Stücke, die Blätter in grobe Streifen schneiden. Den fein geschnittenen Knoblauch in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Stiele dazu geben und 5 min andünsten. Dann die Blätter dazu und weiter unter Rühren köcheln bis der Mangold weich ist. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und -abrieb würzen.

Den Burrata auf einen Teller legen, einschneiden und leicht auseinanderziehen. Den lauwarmen Mangold daneben anrichten und alles mit Olivenöl beträufeln. Etwas Zitronenabrieb frisch darüber reiben und mit Pfeffer bestreuen. Buon Appetito!

Rote Beete-Salat mit Ziegenkäse

Zutaten für 2 Personen:

4 frische rote Beete
200 g Ziegenfrischkäse
150g Créme fraiche
Salz, schwarzer Pfeffer
Olivenöl
weißer Balsamicoessig
etwas glatte Petersilie
eine große Handvoll Rucola oder Wildkräutersalat
geröstete Mandelstückchen
1 kleine Frühlingszwiebel in feine Ringe

Zubereitung:

Die rote Beete gut waschen, ölen und salzen und bei 180 Grad im Ofen ca. 1 Stunde weich garen. Abkühlen lassen, anschließend die Schale abziehen und die Knolle in große Stücke schneiden. Mit Balsamico, Olivenöl, Salz, Pfeffer und gehackter Petersilie anmachen.

Den Ziegenfrischkäse mit Créme fraiche verrühren und einen Klecks auf den Teller geben. Den rote Beete Salat darauf geben und mit Rucola, Mandeln und Frühlingszwiebeln bestreuen. Mit etwas Olivenöl und Pfeffer verfeinern. Buon Appetito!

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Gelbe Linsen-Couscous-Pfanne

Ich nutze eine kurze Indien-Pause heute mal für ein orientalisch angehauchtes Gericht. Aber keine Angst, die Indien-Kochsause geht nach Teil 1 und Teil 2 bald in die 3. Runde.

IMGP6953Diese fix gemachte leckere und gesunde gelbe Linsen-Couscous-Pfanne will ich euch auf keinen Fall vorenthalten. Wie ihr ja bereits wisst bin ich bekennender Hülsenfrüchte-Fan, denn die kleinen Gesundbomben sind so lecker und sättigend, dass man Fleisch absolut nicht vermisst. Ich bin immer für eine gesunde Balance in der Ernährung und Hülsenfrüchte sind aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes und vieler Ballaststoffe absolut empfehlenswert. Außerdem sind sie unglaublich wandelbar und sowohl mit indischen, arabischen als auch italienischen Gewürzen einfach immer wieder lecker.

IMGP6946Ich koche häufig sehr spontan worauf ich gerade Lust habe, deshalb komme ich nur selten dazu, die getrocknete Variante über Nacht einzuweichen, stattdessen greife ich bei Bohnen und Kichererbsen auch mal zur Dose. Wenn es bei Linsen schnell gehen muss benutze ich gerne gelbe oder rote Linsen, wegen ihrer kurzen Kochzeit.

Uwes Cookbook of Colors kann ich mit diesem zwar super gelben Gericht, dafür aber mit ordentlicher Verspätung, wohl leider nicht mehr beitreten. Wer zu spät kommt….

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Für einen extra Frische- und Farbkick hab ich außerdem ein paar Tomaten in den Ofen geschoben, also wäre das Gericht für’s Cookbook of Colors sowieso durchgefallen, gell Uwe?!

Aber vielleicht freut sich ja Zorra, bzw. Nina im Rahmen ihres “Aus Sultans Küchen”-Events über ein orientalisch angehauchtes Couscous-Gericht.

Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

 

Gelbe Linsen-Couscous-Pfanne

Zutaten für 4 Personen:

1 Tasse gelbe Linsen
1 Tasse Couscous
1 weiße Zwiebel, klein gewürfelt
2 gelbe Paprikaschoten, in Stücke
2 TL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel, frisch gemahlen
1 TL Koriandersamen, frisch gemahlen
1 gelbe Peperonischote, fein gewürfelt
Minze, glatte Petersilie, fein geschnitten
Walnüsse, grob zerteilt
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Couscous nach Packungsanweisung quellen lassen. Ebenso die Linsen nach Packungsanleitung weich kochen. Die Zwiebelwürfel in etwas Öl glasig dünsten und die Paprika- und Peperoniwürfel hinzugeben und bei kleiner bis mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel bissfest dünsten. Die Gewürze, den fertigen Couscous und die Linsen dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für die gewünschte Konsistenz etwas Wasser hinzufügen und kurz erhitzen.

Mit Walnüssen, etwas Olivenöl und frischen Kräutern besträut servieren. Nach Belieben Ofenkirschtomaten dazu servieren. Ein Klecks türkischer Joghurt würde sich oben auf auch ganz gut machen. Buon Appetito!

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Veröffentlicht unter Gemüse, Hülsenfrüchte, Kräuter und Sprossen, Nüsse und Kerne, Orientalisch, arabisch, mittlerer Osten | 10 Kommentare